Der Feuerkelch

  • [Name eingeworfen]


    'Das alles ist doch nur reine Spekulation.' Dachte sich Evra als er die Halle betrat in der, der ach so berühmte Feuerkelch stand.
    Viele Mitschüler standen um ihn und warfen ihre Namen ein. 'Schwachsinn' dachte er sich. "Hey Evra!" Hörte er es hinter sich. Angepisst drehte er sich um. "Was willst du McCarthy? " McCarthy ist ein Slytherin aus dem 4. Jahrgang. Er ist 2 Jahre jünger als Evra und hat ein doppelt so großes Ego.
    "Zu feige was? ! " Sagte McCarthy spottend. Evra drehte sich weg. "wenn du meinst McCarthy!" Evra wurde von McCarthy an der Schulter gepackt und herum gerissen. "Was ist los vonBrittow? Willst du stress?" Evra schüttelte den Kopf und riss sich aus seinem griff. Dann packte Evra McCarthy und drückte ihn gegen die wand. "Ich würde mal aufpassen was du sagts McCarthy oder willst su dass jemand eefährt dass deine Eltern dich adoptiert haben? Und du Mu-" "halt die Klappe vonBrittow!" Zischte er.
    Evra grinste hämisch. "Hab ichs mir doch gedacht!" Er drückte McCarthy noch einmal mit einem kräftigen Muskelhieb gegen die Wand und wandte sich von ihm ab. Dann holte er ein Stück Pergament und seine Feder aus der Tasche, schrieb seinen Namen darauf und packte die Feder wieder weg. Er drehte sich zu McCarthy. "zumindest habe ich mehr in der Hose wie du!" Evra lief durch die Reihen der Schüler. Sah einmal zum Feuerkelch hinauf und ging in sich. 'Soll ich wirklich meinen Namen nur einwerfen um den jüngeren die Angst und kein Respekt vor mir haben etwas zu beweisen? Oder tu ich dass sogar für mich?' Dachte er sich. Dann hob er seine Hand und warf seinen Namen in DEN Feuerkelch.


    [Ende]

  • @Fylisa Fairburn und @Cassandra Maverick werden erwähnt, später gesellt sich Mia ein wenig zu euch. ;)

    [Name eingeworfen]


    Langsam aber sicher füllte sich die Schule wieder, mit allen Schülern, die aus den Ferien zurückkehrten. Mia selbst war über die Weihnachtsferien lieber in Hogwarts geblieben, um vergessene Hausaufgaben nachzuholen oder sich in der Bibliothek mit irgendwelchen Büchern zu beschäftigen. Auf das Weihnachtsfest mit ihrer Familie hatte sie ausnahmsweise keine Lust, da es jedes Jahr sowieso das Selbe war: Zunächst das Weihnachtsessen mit der gesamten Verwandtschaft, dann wurden die Geschenke ausgetauscht und im Anschluss unterhielt man sich noch ein wenig. - Danke, aber nein danke. Nicht schon wieder.
    Die Hektik auf den Gängen wurde immer größer, Mia musste sich ihren Weg durch ihre Mitschüler bahnen. Nach einem langen Abend vor dem Kamin im Gemeinschaftsraum hatte sie sich dazu entschlossen, ihren Namen in den Feuerkelch einzuwerfen. Nicht, dass sie unbedingt am Turnier teilnehmen wollte, aber dennoch reizte sie der Gedanke, inmitten ihrer Mitschüler zu stehen, die sie anfeuerten und ihr den Sieg wünschten. Der Gedanke ließ sie schmunzeln, also machte sie sich an diesem Morgen auf dem Weg in die Große Halle, wo noch immer auf einem kleinen Podium der Feuerkelch stand. Er hatte etwas einnehmendes an sich, die blauen Flammen, die auf ihm flackerten, begeisterten sie auf eine Art und Weise, die sie sich selbst nicht erklären konnte.
    Als sie in der Großen Halle ankam, bemerkte sie, dass sich schon einige Schüler um den Feuerkelch versammelt hatten und zusahen, wie einige wenige Mutige ihren Namen einwarfen. Zu Mias Freude sah sie auch einige Slytherins, vor denen sie gleich mit dem einwerfen ihres Namens prahlen konnte.
    Als sie sich so umsah, entdeckte sie auch Fylisa Fairburn, ein eher introvertiertes Mädchen aus Ravenclaw, die sie bei der ersten trimagischen Aufgabe kennengelernt hatte. Grinsend erinnerte sie sich daran zurück: Mia hatte sie aus einer, für Fylisa unangenehmen Situation befreit, als sie keinen Platz finden konnte. Sie hatten sich kurz unterhalten, dabei fiel Mia auf, dass sie extrem schüchtern, aber zugleich auch sehr intelligent war. Als sie Fylisas Gang durch die Halle verfolgte, sah Mia, dass sie Cassandra Maverick anrempelte. Sicher war es mehr ein Versehen, aber dennoch sah sie den Blick, den Cassandra Fylis zuwarf. Sie zog ihre Augenbrauen hoch und musste ein Grinsen unterdrücken, bevor sie weiter auf den Feuerkelch zuging. Sie kramte den Zettel mit ihrem Namen aus ihrer Hosentasche und warf ihn, ohne noch einmal groß überlegt zu haben, in den Feuerkelch. Sie ging einige Schritte zurück und beobachtete die "Reaktion" des Feuerkelchs. Seine blaue Flamme färbte sich kurz in einen grünlichen Ton. Mia konnte ihren Blick erst wieder von der Flamme abwenden, als sie sich wieder blau färbte.
    Als sie sich umdrehte, fühlte sie sich plötzlich so selbstbewusst und stark, als könnte sie Bäume mit ihren bloßen Händen ausreißen. Sie blickte in die erstaunten Gesichter einiger Slytherins, sagte in einem leicht arroganten Ton "Tja", und schenkte ihnen ein selbstsicheres Lächeln. Sie ging zu einer Bank, setzte sich darauf und sah wieder zu Fylis. Mia wusste nicht wieso, aber sie mochte dieses schüchterne Mädchen. Sie wollte ihr auf irgendeine Art und Weise helfen. Vielleicht konnte sie ihre Zaghaftigkeit in Selbstbewusstsein umwandeln? Das wird sich noch herausstellen...
    Sie wartete noch auf die passende Gelegenheit, sich zu Fylisa zu gesellen und ihr vielleicht mit Cassandra zu helfen, währenddessen lauschte sie gespannt dem Gespräch der beiden.

  • [Name eingeworfen] & immernoch dabei (Stand: 08.06.16), in Gedanken an @Mekkino Baldwinsson, @Elizabeth Greengrass, @Basil Quinn und @Cassandra Mirfield


    Es hatte viele Gründe gegeben, warum der Gryffindor seinen Namen nicht in den Kelch geworfen hatte. Zum einen sehnte er sich nicht nach Ruhm, auch wenn er zum Haus der Löwen gehörte und das dort ja fast schon zur Aufnahmebedingung gemacht wurde. Nein, Jonas war es noch nie darum gegangen, irgendwen zu beeindrucken. Warum sollte er auch wollen, dass ein paar unwichtige Graulinge ihn bewunderten?
    Zum anderen wusste er nur zu gut, dass selbst die begabtesten Zauberer und Hexen für dieses Turnier übten und Jonas war nun keineswegs die Art von Schüler, die freiwillig Stunden in der Bibliothek und in leeren Klassenräumen zu brachten, um ihr Können zu verbessern.
    Und schließlich war es einfach ganz schön dämlich sich für ein Turnier anzumelden in dem bereits Leute gestorben waren.
    Also warum stand er jetzt hier, den Zettel mit seinem säuberlich geschriebenem Namen in seiner linken Hand?
    Es war bereits spät am Abend und bald würde die Sperrstunde beginnen, bald mussten alle Schüler in ihren Gemeinschaftsräumen sein. Es waren nur noch wenige Schüler in der großen Halle, als er auf den Feuerkelch zu trat.
    Das hier war keine Entscheidung des Verstandes gewesen - allerdings auch keine des Herzens. Er war aus simplem Zorn und Frustration zu dem Schluss gekommen, seinen Namen einzuwerfen.
    Nach all dem, was ihm in letzter Zeit widerfahren war, hatte er beschlossen, dass er etwas brauchte, dass ihm den Nervenkitzel zurück gab. Denn es schien ihm, als hätte die Verlobung mit Elizabeth und die Ereignisse seit der Silvesternacht jeden Funken Aufmüpfigkeit und Sprunghaftigkeit aus ihm heraus gesogen.
    Er fühlte sich eingesperrt und das war das letzte, was er wollte. Es gehörte zu seiner Wesensart sich ständig um zu entscheiden und nichts allzu ernst zu nehmen. Und so war es auch mit diesem Turnier. Er hatte nie vorgehabt seinen Namen in den Kelch zu werfen - lieber wollte er alles aus der Ferne begutachten und die Trottel, die sich den Aufgaben stellten auslachen können. Doch als er gerade auf dem Weg in den Gryffindorturm einen Blick auf den Feuerkelch geworfen hatte, war in ihm die plötzliche, irrationale Idee aufgetaucht, wie es wohl wäre in der Arena zu stehen und von dem Eisdrachen verschlungen zu werden. Und irgendwie hatte diese Vorstellung etwas in ihm geweckt. Angst war es sicherlich, aber dieses Gefühl hatte ihn beflügelt und sie war besser als die momentane Dumpfheit, die er ständig verspürte. Also hatte er, ohne weiter darüber nachzudenken, seinen Namen auf ein Stück Pergament gekritzelt und war damit auf den Kelch zu spaziert.
    Und kaum, dass er ihn erreichte, streckte er sich ein wenig, um das Pergament den Flammen zu übergeben. Er dachte nicht nach, er tat es einfach. Doch in dem Moment, in dem die bläulichen Flammen das Papier mit einem Knistern verschlangen, regte sich noch ein anderer Gedanke in Jonas: Das Pastellblaumädchen in seinen Armen nach einem Sieg. Einen weiteren Kuss, den er ihr dafür stehlen konnte und der senfgelbe Idiot, der dabei dumm aus der Wäsche schaute.
    Jonas zog erschrocken seine Finger von den Flammen zurück und runzelte die Stirn. Nun hatte er schon den Pflaumenblauadler und dennoch begehrte er dieses Mädchen immer noch. Er verstand es nicht. Lag es an ihren Farben? Doch es war egal. Jonas wischte den Gedanken an sie fort und verließ die große Halle ebenso schnell, wie er gekommen war. Er brauchte sich keine Gedanken um das Pastellblaumädchen zu machen oder um irgendeines seiner anderen Probleme. Wenn er Glück hatte, käme er einfach bei dem Turnier um und musste sich nicht mehr mit all dem beschäftigen.

  • @Fylisa Fairburn @Mia Adams
    //Entschuldigt das es so lange gedauert hat! Aber besser spät als nie, richtig? :D


    Die Flammen des Feuerkelchs loderten blau auf, doch jedes Mal wenn der Name eines Schülers eingeworfen wurde, verfärbten sie sich in die Farbe des Hauses, in dem sich der Schüler befand. Ein Vorgang der Cassandra jedes Mal beeindruckte.
    Wie sie es so oft in den letzten Tagen getan hatte, saß Cassandra auch heute wieder beim Feuerkelch und beobachtete, wer seinen Namen einwarf. Es war sicher nicht schlecht zu wissen, wer ein möglicher Gegner wäre, sollte Cassie doch noch ausgewählt werden. Bis heute war jedoch noch niemand dabei gewesen, der auch nur Ansatzweise eine Bedrohung werden würden, nur ein paar Hufflepuffs und Ravenclaws, die sowieso keine Chance gegen die Kampfkünste der Slytherin hätten. Und als gerade der gefühlt fünfzigste Hufflepuff, der an diesem Tag gekommen war, seinen Namen eingeworfen hatte, beschloss Cassie das spionieren für heute aufzugeben.
    Doch weit kam sie nicht, den kurz darauf wurde sie von einer Ravenclaw angerempelt, die der Schülerin nicht ganz unbekannt war. Fylsa. Oder so ähnlich. Ein schrecklicher Name, der eher nach einer giftigen Pflanze als nach einem Namen klang. Was den Eltern dabei wohl durch den Kopf gegangen war?
    Aber wieso war sie eigentlich hier? Hatte sie vor ihren Namen in den Kelch zu werfen? Meine Güte, dachte sie denn wirklich sie hätte eine Chance beim Turnier? Gegen irgendjemanden? Bereits nach den ersten fünf Minuten würde sie wohl weinend zusammensinken und einen Heulkrampf bekommen.
    "Hast du keine Augen im Kopf?" fauchte sie deshalb das Mädchen mit dem Namen einer giftigen Pflanze an "Der Weg ist breit genug für funf Personen und du hirnlose Ravenclaw schaffst es nicht, etwas weiter drüben zu gehen? Was willst du überhaupt? Deinen Namen in den Feuerkelch werfen? Wenn du so verzweifelt bist, spring doch lieber gleich vom Astronomieturm. Ist kürzer und schmerzloser."
    Da Fytsa... Nein, wie wer den Name nochmal? Fylsa, oder? Da Fylsa vorher noch nicht einmal eine Entschuldigung ohne zu stottern aussprechen konnte, rechnete Cassandra auch dieses Mal nicht damit, von ihr fertig gemacht zu werden.

  • [Name eingeworfen / auch für Runde 3]


    Anspannung. Das war das Einzige, was Linus in diesen Sekunden verspürte. Jeden Moment würde er das Stück Papier in den Feuerkelch hineinwerfen. Das Stück Papier, worauf er vor wenigen Minuten seinen Namen geschrieben hatte. Tagelang wurde gegrübelt, Vor- und Nachteile abgewogen, sogar Professor Bagley wurde nach Rat gefragt. So verzweifelt war der Löwe, so unentschlossen, dass er nicht einmal diese Entscheidung für sich allein hätte treffen können. Nicht gerade typisch für den Jungen, wo er doch sonst erst handelte und dann darüber nachdachte. Allerdings ging es hier mehr oder weniger um sein Leben, was hatte er nicht schon für Geschichten gehört, was ehemalige Trimagische Turniere anging. Da ließ die Gänsehaut nicht lange auf sich warten, die im übrigen auch jetzt langsam spürbar wurde. Selbst jetzt, wo er nur noch wenige Schritte von dem Feuerkelch entfernt stand, war er sich noch nicht sicher, ob es wirklich so klug wäre. Linus musste niemanden etwas beweisen, und doch wollte er nicht als Weichei oder Angsthase abgestempelt werden. Dass sich sogar seine Schwester für das Turnier angemeldet hatte und dann auch noch erfolgreich an der ersten Aufgabe teilnehmen konnte verbesserte seine Situation nicht gerade. Natürlich hatte sich der Löwe gefreut, dass Julia nichts geschehen war, wahrscheinlich mehr als jeder andere auf den Tribünen. Die Freude wäre vermutlich nur noch größer gewesen, wenn sie den ersten Platz erreicht hätte. da war ihm das Haus vollkommen egal. Blut ist dicker als Wasser. Er war so stolz auf seine kleine Schwester. So mutig und tapfer, wie sie es war, hätte der Sechsklässler wohl nicht sein können. Vielleicht war er doch im falschen Haus. Wurden den Gryffindors nicht immer nachgesagt, sie seien so mutig ? Linus bewies irgendwie das Gegenteil. Reiß dich zusammen. Schon auf dem Weg zur Großen Halle musste er sich immer und immer wieder selbst ermahnen. Sei kein Schisser. Trau dich. Schließlich war die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet er auch noch gezogen wird, nicht gerade groß. Mit Sicherheit haben sich so einige Gryffindors bereits eingeworfen. Scipio zum Beispiel, der extra darauf gewartet hatte, bis die Slytherins etwas davon mitbekamen und seinen Einwurf ja nicht verpassen würden. Oder Jonas, der sich, wie es auch Linus' Plan war, erst nach der ersten Aufgabe einwarf. Wenn sich zehn Namen von Schülern der Löwen im Feuerkelch befinden würden, läge die Chance bei zehn Prozent, dass ausgerechnet er ausgewählt wird. Nicht viel, das ist gut. Was widerum nicht gut war, auch bei den anderen Schülern würde die Chance nur bei zehn Prozent liegen. Also war die Rechnung total sinnlos. Wieder einmal Sekunden seines Lebens verschwendet. Scheiß drauf. Ich mach's. Langsam setzte Linus einen Fuß vor den anderen, als wären es seine ersten Gehversuche. Mit jedem Schritt kam der Feuerkelch ein Stückchen näher. Die wenigen Schüler um ihn herum nahm er überhaupt nicht war. Bewusst wählte er den frühen Morgen als Zeitpunkt des Einwurfs, da ihm klar war, dass sich noch nicht so viele Menschen in der Großen Halle befinden würden. Es waren nur noch wenige Schritte. Er musste es sich selbst beweisen, er konnte nicht immer den Schwanz einziehen, wenn es darauf ankam. Nein, diesmal gab es kein zurück mehr. Linus befand sich nun direkt vor dem Feuerkelch, müsste nur seinen Arm ausstrecken und seine Faust öffnen. Doch er zögerte noch einen Augenblick. Zweifelte wieder an der ganzen Sache. Doch wenn er jetzt wieder wegtreten würde, ohne sich eingeworfen zu haben, und die wenigen Schüler, die ihn wahrscheinlich in diesem Moment beobachteten, das ganze weitererzählen würde... Dann wäre er das Gespött der ganzen Schule. Das könnten dann unangenehme anderthalb Jahre in Hogwarts werden. Und darauf hatte der Junge eher weniger Lust. Also gab es nur einen Weg. Auch wenn seine Arme gerade so schwer waren als wären sie aus Blei. Sein Körper kämpfte dagegen an, doch sein Kopf war stärker, langsam hob Linus seinen Arm, hielt ihn über das Feuer und öffnete seine Faust. Wie in Zeitlupe flog das Stück Papier in den Feuerkelch, dort endlich angelangt, wurde es von blauen Flammen verschlungen. Er hat es getan. Er hat es geschafft. Und zweifelte nun mehr denn je.


    //Mit den Gedanken bei @Julia O'Brian, kurz auch bei @Villimey A. Bagley und zwei Gryffindors


  • [Name eingeworfen]



    Unentschlossenheit. Sollte sie? Sollte sie nicht? Oft dachte sie daran ihren Namen in den Kelch zu werfen. Doch war sie dieser Herausforderung gewachsen? Es war eine sehr gefährliche Angelegenheit, der nicht jeder gewachsen war. Doch sie hatte doch eigentlich die Stärke und das Durchhaltevermögen. Sie könnte es schaffen! Sie würde es schaffen, sollte sie sich endlich dazu entscheiden ihren Namen in den Feuerkelch zu werfen. Damit würde sie ihre Familie stolz machen. Sie würde somit nicht nur die Tradition im Haus Slytherin zu sein weiterführen, sondern auch am wohl gefährlichsten und schwierigsten magischen Tunier überhaupt teilnehmen. Und damit würde sie auch zu einer der angesehensten Schülerinnen der ganzen Schule werden. All diese Gedanken halfen ihr, endlich eine Enscheidung zu fällen. Sie nahm ein Blatt Pergament, riss davon ein Stück ab und schrieb in sauberer und schöner Schrift ihren Namen darauf. Stella DuCrainer stand nun auf dem kleinen Stückchen Pergament. Eigentlich war Stella ja nicht der Typ Mädchen, der unbedacht etwas riskierte, aber hierbei handelte es sich um etwas Wichtigeres. Sie wollte sich und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern endlich etwas beweisen. Stella wollte ihnen beweisen, dass sie auch etwas drauf hatte und nicht nur das verzogene Gör ihrer reichen Eltern war, das nur gute Noten bekam,damit die Schule von ihrer Mutter und ihrem Vater keine Beschwerde erhielt. Endlich wollte sie aus dem Schatten ihrer Eltern heraustreten und etwas Eigenes erreichen. Und hier stand ihre Gelegenheit. Direkt vor ihrer Nase. Der Feuerkelch! Ohne es wirklich mitbekommen zu haben, war sie in die Große Halle gegangen und vor den Feuerkelch getreten. Rundherum standen noch vereinzelt Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Häusern. Vermutlich hatte der ein oder andere auch seinen Namen in den Kelch geworfen und hoffte ebenfalls der oder die Auserwählte für Hogwarts zu sein. Doch wenn einer es verdient hatte, dann war es sie, Stella DuCrainer. Ein letztes Mal drückte sie das Pergamentstück an sich, schloss die Augen und dachte daran, wie es wohl wäre, wenn sie für Hogwarts antreten und gewinnen würde, denn sie war sich sicher, mit ihrer Entschlossenheit würde sie gewinnen. Sie wollte es so sehr! "Du schaffst das und du wirst das gewinnen! Du bist schließlich stark und zäh!" ,sprach sie sich noch einmal Mut zu, bevor sie endgültig direkt an den Feuerkelch herantrat und ihren Zettel hineinfallen ließ. Der Kelch zischte und, perfekt zum Namen passend, verschlang das Pergament mit einer blauen Feuerzunge. Kurz starrte Stella ins Feuer, das sich bei der Aufnahme ihres Stückchen Pergaments grün färbte, und wartete, bis es sich wieder ein wenig beruhigt hatte. Dann trat sie wieder zurück hinter die Alterslinie. Ihren Blick aber konnte sie nicht von dem lodernden Kelch losreißen. Plötzlich stieß sie jemand an. Erst da konnte sie ihren Blick lösen. Etwas benommen machte sie sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. Kurz bevor sie die Große Halle verließ drehte sie sich noch einmal um, betrachtete den Feuerkelch und ging dann rasch weiter in Richtung Kerker. Sie hatte es geschafft.

  • [Name eingeworfen]


    Zugegeben, hatte Trixie nicht wirklich viel von dem Gerede über das Trimagische Turnier gehalten. Weder hatte sie sich bei den Diskussionen beteiligt, noch hatte sie in irgend einer Weise Stellung zu dem Thema genommen. Nach außen hin war ihr das Turnier also vollkommen egal. Aber sie war eine Gryffindor. Sie hatte Stolz. Sie hatte Mut. Sie war eine Kämpferin. Sie war geschickt in der Anwendung komplizierter Zaubersprüche, war im Rennen sehr schnell, bewies Flinkheit und Wendigkeit und dumm war sie auch nicht. Nicht im entferntesten. Sich dies immer wieder einredend, hatte sie an diesem Abend alleine im Schlafsaal auf ihrem Bett gehockt, ein Stück Pergament in der Hand und die Feder in die Tinte getaucht. Hatte so lange gezögert, bis die Tinte wieder getrocknet war und musste sie dann erneut in das Fass voll dunkelblauer Flüssigkeit tauchen. Es hatte sie daran erinnert, wie es war, wenn im Unterricht alle schrieben außer sie selbst. Die junge Löwin hasste es, nicht zu wissen, ob etwas an ihr oder doch eher an den anderen falsch war. Aber, konnte im Unterricht etwas schreiben überhaupt falsch sein? Ja, hatte sie sich gedacht. Nämlich, wenn es sich nicht um den Unterrichtsstoff handelte. Und hier, auf dem Stück Pergament, sollte ihr Name stehen. Wirklich nichts anderes, schlicht und ergreifend einfach nur ihr Name. Aber dennoch war es Trixie zutiefst schwer gefallen, den Namen darauf zu schreiben. Ein drittest mal hatte sie Ly in das Fass mit Tinte stecken müssen, um diese kleine, unaufwendige Aufgabe zu erfüllen. Jetzt stand sie in der großen Halle am Eingang und konnte sich nicht entscheiden, ob sie den Schritt tun sollte. Wenn sie das jetzt tat, wäre es durchaus möglich, dass sie ein Champion werde würde und dann konnte sie niemandem mehr sagen, es interessiere sie nicht ein Deut, was um das Trimagische Turnier herum so passierte. Was jedoch viel wichtiger war und den eigentlich Grund ihres Zögerns darstellte, waren Selbstzweifel. Was, wenn sie doch nicht so mutig war, wie sie immer behauptete? Wie sie Oscar schon anvertraut hatte, wäre sie beinahe im Hause Slytherin gelandet und die waren einfach nur hinterlistig und gemein. War sie so? Hinterlistig und gemein? Wenn dem so war, würde sie trotzdem durch die Aufgaben kommen? Würde sie es wirklich schaffen, dieses Turnier zu meistern, ohne auf dem letzten Platz zu landen oder zu sterben? Beides wäre wenig heldenhaft und Trixie konnte sich nicht entscheiden, was besser war: der letzte Platz oder sterben. Auch dachte sie darüber nach, ob jemand stolz auf sie sein würde, wenn sie erzählte, dass sie ihren Namen eingeworfen hatte. Ihre Eltern vielleicht? Basil... Dachte sie kurz aber dann verfluchte sie sich selbst dafür. Als wenn ihn das überhaupt interessieren würde. Wahscheinlich würde er das mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen.

    Sie schüttelte den Kopf über sich selbst, über diese düsteren Gedanken und verdrängte diesen Tiefpunkt. Später würde sie noch genug Zeit haben, über all dies nachzudenken.
    Mit zügigen Schritten ging sie zum Feuerkelch, streckte die Hand mit dem Stück Pergament aus und ließ dieses dann in die Flammen fallen. Sie hatte es getan. Erleichterung durchflutete sie. Schnell lief sie wieder zum Ausgang der Halle, drehte sich jedoch noch einmal kurz um und sah zu, wie das Stück Pergament gänzlich verschwand, ehe sie sich dann auf den Weg zurück in den Schlafsaal machte.


    //erwähnt werden: @Oscar Captio & @Basil Quinn

  • [Name eingeworfen.]


    Der kleine Zettel lag in ihrer Hand, feines und dünnes Pergament, welches ordentlich zusammengefaltet war. In seinem Inneren verbarg er den Namen der Hufflepuffschülerin, die sich vor kurzer Zeit dazu entschlossen hatte, ihren Namen in den Kelch zu werfen, der die Namen aller zukünftigen Champions in seinem Inneren verbarg. Ein Entschluss, der erst vor kurzem gekommen war, keine halbe Stunde von dem jetzigen Zeitpunkt entfernt. Ein Entschluss, der vielleicht genauso dumm war wie alles andere, was sie diese Woche gemacht hatte. Es war eine Sehnsucht nach dem Tod, es war idiotisch und es war nicht.. es war nicht gut. Es war einfach zu gefährlich, sich dafür zu bewerben, wenn man doch wusste, wie das alles endete. Statistisch gab es eine Verletzungswahrscheinlichkeit von über 90%, und davon waren nochmal zwanzig Prozent lebensbedrohlich. Und diese Spiele.. Das Spiel mit Drachen? Das Spiel mit Todestieren? Mit Spinnen? Mit einer Sphinx? Oder Chimären? Es war lebensbedrohlich und es war verantwortungslos, ein paar Schüler in jungen Jahren in so ein Spiel zu schicken. Es war schon verantwortungslos gewesen, eine Drittklässlerin, die gerade am Anfang ihres Lebens stand, in dieses Turnier zu schicken. Sie überhaupt zu lassen. Das Ganze war einfach.. es war einfach nicht gut und es war unvernünftig. Und trotzdem stellte sich die Hufflepuff vor den Kelch.
    Was hatte sie jetzt noch zu verlieren? Was war es, was sie daran hindern sollte, an diesem Turnier teilzunehmen? Was war es, das sie jetzt noch aufhielt? Welche Gründe und welche Faktoren sollten jetzt noch zählen? Wieso sollte sie nun noch auf ihre Vernunft hören, die sie so oft in die Irre geleitet hatte? Warum sollte sie dem Rat ihres Kopfes folgen und ihm lauschen, wenn sie doch einfach das tun konnte, was sie wollte? Warum sollte sich darum scheren, was ihre Vernunft ihr sagte, wenn ihre Gefühle doch etwas ganz anderes von ihr wollten? Wenn ihre Gefühle sie in eine ganz andere Richtung leiten wollten? Wenn ihre Triebe sie dazu verleiteten, einfach mal sorglos zu sein, einfach mal nicht an diese Dinge zu denken und das zu tun, was sie einfach wollte? Warum sollte sie sich dann verbiegen und sich selbst zurückhalten? Warum sollte sie sich selbst zur Vernunft zwingen, wenn sie einfach keine Lust darauf hatte? Warum konnte sie nicht einfach tun, worauf sie Lust hatte?
    Und sie war gut. Sie wusste, dass sie gut war, immerhin lernte sie wie wahnsinnig. Deshalb saß sie so oft und so lange in den Bibliotheken, übte in den Klassenräumen, prägte sich alles ein, was sie gelernt hatte. Sie wusste, dass sie einiges konnte, und sie wusste, dass sie nicht dumm war. Sie konnte es vielleicht schaffen, vor allem gegen die anderen Schüler. Und was sprach dagegen, auch mal ein bisschen Abenteuer zu erleben? Ein bisschen Adrenalin durch die Adern pumpen spüren? Was sprach dagegen, dass auch eine eigentlich sehr vernünftige Person aus Hufflepuff an den Spielen teilnahm? Und lieber sie, als ein Schüler aus den jüngeren Jahrgängen, die sich wirklich in große Gefahr begaben. Lieber jemand, der wie sie war..
    Und so sah die Hufflepuff dabei zu, wie der ordentlich zusammengefaltete Zettel in die Flammen des Feuerkelchs fiel.Wie das Pergament verschwand und sich zu den weiteren Namen aller anderen fügte, die sich für die Spiele beworben hatten. Damit war Layla Night nur eine Bewerberin von vielen. Ab jetzt konnte nur noch der Feuerkelch entscheiden.

  • [Name eingeworfen]


    Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Mein Kopf befahl es und mein Körper gab sich größte Mühe, diesen Befehlen Folge zu leisten. In meiner Hand, fest umklammert, der Zettel, mit meinem Namen. Fein säuberlich hatte ich in aufgeschrieben, bereits im Eulenturm, nachdem ich Helenas Brief bekommen hatte. Warum war Helena bloß noch nicht in Hogwarts? Warum ließ ich es eigentlich zu, dass sie seit Jahren Ferien für Ferien meiner Mutter ausgeliefert war? Warum? Meine Mutter, die Frau in meinem Leben auf die ich am meisten verzichten konnte. Die meiner Schwester erklärte, es sei in Ordnung unverzeihliche Flüche zu benutzen. Die jedes kleinste Detail, was eventuell etwas negativ sein könnte, nutze um Helena oder mich schlecht zu machen... Und diese Schande nannte sich unsere Mutter. Der eine Teil meines Kopfes Befahl mir, den Zettel in den Kelch zu werfen, für Helena, um ihr zu helfen. Und die andere sträubte sich, verbot meinen Füßen weitere Schritte zu machen. Egal was ich tat, ich würde leiden. Entweder, weil ich meiner Schwester nicht half, oder weil ich gegen meine Prinzipien verstieß. Es durchzuckte mich wie ein Blitz. Ich sah mich, gerade mal sechs Jahre alt, in das Cafe hineingehen. Und mit einer Schachtel Pralinen wieder herauskommen. Die Stimme meines Onkels, die mir erklärte, wenn ich die Pralinen in meiner Familie und in der Schule verteile, dann würde alle Welt meinen Namen kennen und Ehrfurcht vor mir haben, mir Auszeichnungen geben und ich würde reich werden. Für eine sechsjährige kleine naive Jamie war das das gewesen, was sie gebraucht hatte. Ihr Vater war nur abends für sie da und ihre Mutter kümmerte sich lieber um alle anderen der zu dem Zeitpunkt vier Kinder, als um sie. Doch dies wäre eine Chance, das zu bekommen, was sie zu dem Zeitpunkt so wollte. Aufmerksamkeit. Dass die Pralinen vergiftet gewesen waren, hatte sie erst im Nachhinein erfahren. Ebenso schnell, wie die Erinnerungen gekommen waren waren sie auch wieder weg. Ich holte tief Luft und entschied mich. Lieber kam ich in die Gefahr, erneut etwas für Dinge wie Ruhm oder Ehre zu tun, als meine Schwester den Stichelleien meiner Mutter auszusetzen. Und genau genommen tat ich es doch nicht für mich, sondern für Helena. Was würden die anderen sagen? Was würde Trixie sagen? Irgendwer hatte gesagt, sie hätte ihren Namen auch in den Kelch geworfen... was, wenn wir zusammen ausgelost wurden? Nein, Jamie, schoss es mir in den Kopf, ihr werdet dann zusammen arbeiten. Ihr werdet euch nicht als Konkurrenten, sondern als Freunde sehen... oder? Etwas unsicher biss ich mir auf die Lippe. Doch, lieber gewann Trixie, als dass ich sie als Freundin verlieren wollte. Ob sie meine Gründe verstehen würde? Und was war mit Basil? Er war mein bester Freund... würde er verstehen, warum ich es tun musste? Hatte ich ihm von meiner Abneigung gegenüber Pokalen und all dem Zeug erzählt? Sicher war ich mir nicht. Wie sah es mit Elaine und Freya aus? Bei Freya war ich mir irgendwie ziemlich sicher, dass sie es so hinnehmen würde. Und Elaine wahrscheinlich auch. Und Fae? Oft konnte ich die Asiatin ziemlich schlecht einschätzen. Wahrscheinlich würde sie mich leicht spöttelnd anlächeln, wenn ich ihr davon erzählte, immerhin war es gegen meine Prinzipien an so etwas Teil zu nehmen. Und ich glaubte auch nicht so ganz, dass das Turnier sie überhaupt groß interessierte. Es war ja auch irgendwie ein einziges sich in den Mittelpunkt stellen wollen. Doch ich musste es tun. Für Helena. Und John? Ich wusste nicht so ganz, wie ich auf ihn kam, aber dennoch blieb ich einen Moment, auf meinem Trauerzug zum Pokal stehen und dachte nach. Doch ich kam auf keine sinnvolle Antwort. Deshalb beschloss ich, die letzen vier Meter nichts denkend zurück zu legen. Die Zähne zusammengekniffen. Bis ich wie von alleine vor dem Pokal stehen blieb. Naja, es war ja auch alleine. Noch einmal holte ich tief Luft, ehe ich meine Hand, die mit dem Zettel über die Öffnung hielt. Jetzt oder nie. Meine Gedanken begannen wild umher zu kreisen. Doch immer bleiben sie wieder bei Helena. Hel, meine kleine Schwester. Sie wusste davon, dass ich dieses Turnier unnötig fand und niemals freiwillig teilnehmen würde. Und trotzdem hatte sie mich darum gebeten... wenn dies kein Notfall war, dann hätte sie es niemals getan. Es musste also ein Notfall sein. Und wenn ich Ravenclaw vertrat... vielleicht würden die anderen Ravenclaws mich auch... etwas netter betrachten? Oder nicht mehr ganz so gemein oder so sein? Wobei gemein das falsche Wort war, eher abgewendet? Doch ich ließ diesen Gedanken unbeendet, denn in dem Moment öffnete ich fast schon ungewollt meine Hand und sah mit aufgerissenen Augen, wie der Zettel in der Flamme verschwand. Ich stolperte zwei Schritte rückwärts, ehe ich mich umdrehte und schleunigst den Raum verließ. Nicht ohne einen Blick zum Ravenclawtisch zu werfen, wo mich Flavia erstaunt ansah. Ja, kleine Schwester, dachte ich entschlossen, friss das und schreib Mama einen netten Brief. Meine Gedanken hatten sich jetzt schon damit abgefunden. Es bestand nun die Möglichkeit für mich, ein trimagischer Champion zu werden. Und irgendwie fand ich das auch in Ordnung, entgegen allen Bedenkens hatte ich nicht mal ein schlechtes Gewissen. Und Helena wäre hoffentlich jetzt geholfen.


    //Gedacht wird an: @Trixie Winter, @Basil Quinn, @Elaine Mcdonnell, @Freya Thunderstorm, @Fae Thorne und @John Miller

  • [Name eingeworfen]
    Edit: Bin im Juni abwesend, im Juli/August aber wieder anwesend.


    Selten machte Jamie etwas ohne ein Publikum, ohne seine Clique oder eine Menge random Menschen, die ihm zusehen (und ihn, in seinem Kopf, bejubeln und bestaunen) konnten. Doch an diesem Abend fehlten die grölenden Massen gänzlich, sowohl in der Realität als auch in seiner Vorstellung. Das hier, das musste er ganz allein machen.
    Seit Jonathan zum ersten Slytherinchampion erklärt worden war, blieb James’ Blick jedes Mal an dem hübsch leuchtenden Trinkbecher hängen, wann immer er daran vorbeilief. Sollte er? Sollte er nicht? Der Feuerkelch war ein zweischneidiges Schwert. Einerseits konnte er zu Ruhm und Ehre (und Reichtum, aber hey, den hatte er ja schon) verhelfen. Er versprach einen Platz auf der ganz großen Bühne und Bekanntheit über die Schulmauern hinaus. Andererseits jedoch konnte er auch Peinlichkeit und Schmach über diejenigen bringen, die sich ihm stellten — entweder, indem sie von vornherein nicht ausgewählt wurden (Da wirft fast ganz Gryffindor den Namen rein und der Flammentopf entscheidet sich für ein kleines Mädchen!), oder, indem sie an der später gestellten Aufgabe scheiterten (...welches in weiterer Folge dann seinen großen Bruder besiegt hatte. Autsch. Peinlich.) Olivia Haughtington. Jamie verdrehte die Augen. Das kleine Löwenbaby, das vor zwei Jahren noch im Unterricht geschnieft und geflennt hatte, hatte Jonathan beim Turnier geschlagen. Jamie wusste beim besten Willen nicht, ob er wütend oder beeindruckt sein sollte. Er wusste nur, dass es dadurch kein Fünkchen einfacher wurde, seinen eigenen verdammten Namen in diese verdammte bläulich-glühende Suppenschüssel zu werfen.
    Der Pergamentstreifen in seiner Hand fühlte sich heiß und schwitzig an. Hoffentlich konnte man die Schrift überhaupt noch entziffern. Andererseits hatten die hoffnungslosen Loser, die ihren Namen schon in diesem schicken Trinkbecher versenkt hatten, sicher auch nicht besser dabei ausgesehen. Clairmont, der musste doch geschwitzt haben wie ein Schwein, so viel, bis die ganze Tinte verschmiert war, und trotzdem hatte der Kelch seinen Zettel ausgespuckt. Oder gerade deswegen. Hehe. Außerdem würde Jamie sich ja auch anders anstellen, wenn er seinen Namen am helllichten Tag, vor Publikum, eingewerfen würde. Aber das konnte er ja nicht, denn dann wüssten seine Klassenkameraden, dass er ebenfalls an diesem Wettbewerb teilnehmen wollte; und dann wüssten sie es auch, wenn er, im Gegensatz zu seinem Bruder, nicht gezogen würde. Gegen diese peinliche Vorstellung verblasste die Chance auf Ruhm und die Verheißung von Abenteuer oder die (äußerst geringe) Möglichkeit einer Niederlage. Für Jamie ging es in erster Linie darum, Jonathan und der Welt zu beweisen, dass er mehr war als nur der kleine Bruder. Genauso gut zu sein wie sein großer Bruder, wenn nicht sogar besser. Der Familie Ehre einzubringen und zu zeigen, dass die Havishams die crème de la crème Slytherins waren. Wenn der schicke Plastikpokal hier seinen Namen ausspuckte, bekäme er die Chance dazu. Endlich die Chance, sich zu beweisen und seinen Coolness-Faktor zu pushen. Wenn er es nicht täte ... wäre es zumindest keine Erniedrigung für James, weil er behaupten könnte, sich gar nicht erst die Mühe gemacht zu haben, ihn einzuwerfen. Weil dieses ganze Turnier ohnehin für Kleinkinder war, Kleinkinder wie Olivia.
    „Komm schon, Baby“, wisperte der Fünfzehnjährige, dessen raue Kehle lauteres Sprechen unmöglich machte. Oh, aber wie gern er an diesem Kleinkindertunier teilnehmen würde... Mit einem letzten Kontrollblick, ob ihn auch niemand beobachtete, trat er an den Kelch heran und ließ den Pergamentstreifen hineinfallen. „Lass mich nicht im Stich.“

  • [Name eingeworfen]


    Wenn man sich nicht mehr wie man selbst fühlte, war es vermutlich keine große Überraschung, dass man plötzlich Dinge tat, die man vorher nur abgewunken hatte. Dass Lauren einen gewissen lebensmüden Drang entwickelt hatte, würde ihr mittlerweile vermutlich sogar der ein oder andere glauben. Dem braven, treuen Mädchen war das Gesicht weggebrochen, irgendetwas hatte sich verschoben. Schon vor Monaten hatte sie es langsam kommen gespürt, hatte begonnen, sich über die kleinsten Dinge zu ärgern, die ihr früher nicht einmal Kopfzerbrechen bereitet hatten. Mit dem Hass auf ihren Bruder kam auch der Hass auf die Eltern, ging einher mit etwaigen Regelbrüchen, die sie in den Winterferien gar dazu veranlasst hatten, dem ganzen Earnshaw-Anwesen einen „neuen Anstrich“ zu verpassen. Doch all das erschien ihr mittlerweile schon wieder läppisch.
    Sie war immer jemand gewesen, der nach Macht gestrebt hatte, aber auf den vom „Pöbel“ gewährleisteten Ruhm nichts gegeben hatte. Und doch stand sie jetzt hier beim Feuerkelch und hatte mit ruhiger Hand ihren Namen auf einen Zettel geschrieben. Warum, konnte sie selbst nicht sagen. Der Ekel, der sie zuvor bei dem Gedanken, sein eigenes Leben für einen dermaßen flüchtigen und zweifelhaften Ruf aufs Spiel zu setzen, erfüllt hatte, war verschwunden. Sie fühlte sich stumpf. Sicher und ruhig, auf eine instabile und überaus dubiose Art und Weise. Sie hatte keine Angst, sie hatte nicht einmal mehr Respekt vor der ganzen Sache. Es war, als würde sie einfach nur ein wenig mit ihrem Leben spielen wollen. Um zu sehen, wie weit sie würde gehen können. Um zu sehen, ob sie überhaupt dazu in der Lage war, echte Angst zu empfinden. Momentan fühlte es sich nicht so an.
    Sie hatte niemanden mitgebracht. Keine Gefolgschaft, die sie ermutigen oder anfeuern musste; keine gaffenden Erstklässler, deren furchtsame Blicke sie sowieso nicht gebrauchen konnte. Alles, was ihr normalerweise Genugtuung verschafft hätte – jemanden mit in das Verderben zu reißen zum Beispiel, eine ordentliche Wette draus machen, indem sie einen feigen Hufflepuff herausforderte, es ihr nachzutun – bedeutete ihr momentan einfach nichts. Ein wenig hoffte sie ja, es würde so bleiben. Dass sie diese eisige Kälte in sich von nun an für immer in sich tragen würde. Sie konnte damit sicherlich besser umgehen als mit dem Gegenteil. Mit Gefühlen und Ängsten … schlugen sich doch nur Versager herum. Und sie war kein Versager, sie war ein Täter, jemand mit einer Waffe in der Hand und einer spitzen Zunge, die Gedanken spalten konnte. Nur würden Worte ihr bei diesem Turnier nicht helfen. Sie würden sie nicht an die Zielgerade bringen und sie nicht aus der Arena, wie auch immer sie aussehen mochte, schleifen. Worte waren genug gefallen; und sie mochte es so. Sie wollte es nicht länger nötig haben, reden zu müssen. Sie wollte sich beweisen, selbst wenn sie es zuvor nicht einmal in Betracht gezogen hatte, ihren Namen in den Kelch zu werfen.
    Diesmal war sie sich sicher, zögerte nicht, steuerte zielstrebig auf den Feuerkelch zu und ließ ihren Namen in die Flamme fallen. Sie wartete nicht darauf, dass sich etwas veränderte, dass ihr Name angenommen wurde oder wieder ausgespuckt, falls er sie nicht für würdig (als wenn!) ansehen würde. Nein, sie drehte sich einfach wieder um und verschwand ebenso schnell wieder, wie sie gekommen war. Sie würde hierdrüber sowieso kein Wort verlieren. Denn wenn sie nicht gewählt werden würde, weder für zweite, noch die dritte Turnieraufgabe, würde sie zumindest weiterhin ihr Gesicht wahren können. Und das war es doch, was sie ihr ganzes Leben lang hatte tun müssen und immer und immer tun würde. Warum sollte das heute also anders sein?

  • //Mir fehlen hier eindeutig die Unterstüfler, die es trotzdem mal versuchen und sich alles mögliche überlegen, um den Kelch auszutricksen; Fürs Protokoll: Amy ist zwar eigentlich schon 13, also in dem Alter, in dem die meisten Drittklässler sein sollten und könnte dementsprechend rein theoretisch über die Alterslinie treten - aber das ist dem Mädchen nicht bewusst, darum diese Trickserei =3


    [Name eingeworfen im Beisein von Amy und @Aiven M. A. Skelton durch den älteren Schüler @Aneurin Bentley Yates]


    Manchmal taten Menschen seltsame Dinge aus noch seltsameren Gründen. Wie beispielsweise, weil man eine Theorie austesten wollte oder um jemanden zu beeindrucken. Manchmal sogar beides zusammen. So etwas konnte dann beispielsweise dazu führen, dass man eines frühen Morgens in der Großen Halle vor dem Feuerkelch stand, und zu dritt die wabernde Linie betrachtete, die in einem Kreis um selbigen aufgezogen war. Die Alterslinie, die Erst- und Zweitklässler davon abhalten sollte ihre Namen einzuwerfen, sodass hoffentlich niemand von ihnen als Champion für das Turnier ausgewählt wurde. Immerhin wären sie noch schlechter für solch ein Vorhaben ausgestattet als es Olivia war, wobei diese sich wirklich grandios geschlagen hatte und die älteren Schüler wortwörtlich alt aussehen ließ. Trotzdem stand Emilia nun hier, mit einem Zettel in der Hand, auf dem sorgfältig ihr Name mit ihrem Haus geschrieben stand. Wer nun glaubte, dass die junge Hufflepuff tatsächlich derartig mutig war, dass sie der Meinung war sie müsse am trimagischen Turnier teilnehmen, lag falsch. Abgrundtief falsch. Es gab kaum etwas, das dem Mädchen ferner war, als der nächste Champion für ihr Haus zu werden und damit ihre Familie und ihre Freunde in Angst zu versetzen. Auch hatte sie es nicht nötig, sich nun auch noch selbst neue Albträume zu verpassen, indem Emilia irgendeinem weiteren Monstrum entgegentreten musste, das den Drachen aus der ersten Ausgabe Folge leistete. Nein, es war reine Neugier, gemischt mit ein wenig jugendlichem Übermut und einem Kribbeln im Bauch, welches durch die Anwesenheit einer der anderen beiden Personen hervorgerufen wurde. Zum Einen gab es da Bentley, der im Grunde nur einen kleinen Teil des Plans ausmachte, wobei er weniger Mittäter als Mittel zum Zweck war und zum Anderen einer der eigentlichen Gründe für diese Schnapsidee: Der Ravenclaw Aiven, der ebenfalls einen Zettel in seinen Händen hielt. Sie beide wollten heute ihre Namen in den Kelch werfen, obwohl sie beide zu jung dafür waren. Es war ein Experiment, um heraus zu bekommen, ob es nicht vielleicht doch einen Weg gab, um die Alterslinie zu überlisten und dann nicht direkt wieder vom Kelch ausgespuckt zu werden. Dabei hatte jeder von ihnen einen eigenen Plan, wie er das umsetzen wollte, wobei es Emilia einiges an Überzeugungskraft gekostet hatte, Aiven davon zu überzeugen seine Theorie tatsächlich auszuführen. Doch nach einigen Appellen an seinen Intellekt und seinen Forschergeist hatte er sich schließlich doch dazu überreden lassen – zumindest ging Emilia davon aus, dass es das war, weswegen er letztendlich zugesagt hatte. Zusammen hatten sie dann Bentley belagert, der sich verblüffend schnell dazu hatte überreden lassen. Und nun standen sie hier.
    „Bereit?“, fragte sie an den anderen Hufflepuff gewandt und hielt ihm ihren zusammengefalteten Zettel mit einem freundlichen Lächeln hin. Normalerweise hätte jemand anderes in seinem Alter, ganz besonders einer der fürsorglichen Hufflepuffs, deutlich mehr Widerstand geleistet, wenn es darum ging, dass man durch die Beihilfe potenziell das Leben einer Dreizehnjährigen gefährdete, doch Bentley schien selbst ohne stundenlange Versicherungen seitens der beiden Zweitklässler kaum Probleme damit zu haben. Ohne also noch einen Versuch zu unternehmen die beiden Zweitklässler von der Aktion abhalten zu wollen, ergriff Yates schließlich den Zettel und trat über die Alterslinie hinweg an den Feuerkelch heran, warf noch einmal einen Blick zurück zu Emilia, ehe er den Zettel mit ihrem Namen in die Flammen des Kelches fallen ließ. Diese wiederum wandte sich an Aiven und nickte ihn aufmunternd zu, auf das er nun seine Theorie austestete.

  • //Aiven ist auch noch in der zweiten und sogar noch 12, aber er ist leicht zu beeinflussen und liebt Experimente, also hat er sich bequatschen lassen, die Alterslinie einem Test zu unterziehen, natürlich nur aus Gründen der Neugierde ;)


    [Name mittels Zauber in den Kelch schweben lassen von Aiven im Beisein von Amy und Aneurin]


    Manchmal taten Menschen Dinge, obwohl ihnen mehr als nur deutlich bewusst war, dass diese Handlung einfach nicht besonders intelligent war. Das hieß natürlich nicht im Umkehrschluss, dass der Mensch, der das tat, ebenfalls nicht besonders intelligent war, ganz im Gegenteil eigentlich. Doch trotz aller Intelligenz stand Aiven nun hier, gerade außerhalb der Alterslinie und war im Begriff, etwas höchstwahrscheinlich ziemlich leichtfertiges zu tun, was garantiert nach hinten losgehen würde. Also zumindest sehr, sehr, sehr wahrscheinlich. Andererseits würde er nie erfahren, was passieren würde oder ob überhaupt irgendetwas passieren würde, wenn er nun mit einem einfachen Zauber dieses simple Stück Pergament in den Feuerkelchen schweben lassen würde, wodurch er ja einfach die Alterslinie würde umgehen könnte. Zumindest in der Theorie. Die Praxis würde eben wahrscheinlich anders aussehen, doch wie genau? Das war hier die Frage. Warum nur hatte Amy ihn überhaupt auf diese Idee gebracht? Wenn sie ihn nicht gefragt und überzeugt hätte, würde er nun nicht mit diesem moralischen Dilemma hier stehen und kurz davor sein, etwas Blödes zu tun. Wie hatte er sich überhaupt überreden lassen? Eigentlich war der Zwölfjährige ja wirklich dagegen gewesen, das zu tun, doch hatte das Dachs-Mädchen seine Schwäche gefunden: seine Vorliebe für Experimente und seinen gewaltigen Wissensdurst. Was wäre wenn? Das war die Frage, die ihn jedes Mal aufs Neue reizte und dazu verleitete, die Vorsicht aufzugeben und einen Versuch zu wagen, der in einigen Fällen auch wider seiner Vernunft lag. Doch scheinbar kannte das etwas ältere Mädchen seinen schwachen Punkt nur zu gut, auch wenn es Aiven selbst noch gar nicht so genau bewusst war. Ihm selbst war nur vor Augen geführt worden, dass es eben diese Möglichkeit gab, etwas zu probieren und dass er doch eigentlich ein Narr wäre, diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen. Natürlich hätte man einfach fragen können, doch keine Erklärung dieser Welt, sei sie nun verbal oder im geschriebenen Wort übermittelt worden, vermochte Wissen so gut zu vermitteln wie selbst gemachte Erfahrungen.
    Es mochte natürlich auch daran liegen, dass es ausgerechnet dieses kleine Mädchen gewesen war, das er schließlich hatte überzeugen werden können. Denn schließlich war sie etwas Besonderes, auch wenn der Zweitklässler noch meilenweit davon entfernt war, auch nur den leisesten Schimmer davon zu haben, was er alles noch nicht über Emilia wusste. Es ist schwer vorzustellen, was dieses Wissen in seinem Kopf alles hätte verändern können, doch es war nicht da und so stand er nun hier, getrieben aus purer Neugierde, Experimentierfreude und einem Hauch von "wenn-sie-es-schon-tut-kann-ich-doch-nicht-kneifen". So aus der Nähe betrachtet sah das magische Objekt doch noch um einiges imposanter und einschüchternder aus als von weiter weg... Doch das war ganz sicher nur Einbildung, Manipulation seiner Gedanken, die ihn bremsen wollten! Dass er selbst nicht wissen würde, was passieren würde, wenn der Kelch seinen Namen nicht wieder ausspuckte und er tatsächlich als Champion für Ravenclaw ausgewählt werden würde – was bei seinem angeborenen Glück ganz sicher passieren würde – das wusste Aiven auch nicht und er wollte auch überhaupt nicht darüber nachdenken. So betete er inständig, dass es zusätzliche Schutzmechanismen geben würde, die verhindern würden, dass das, was er nun tat, funktionieren würde. Der eingeworfene Zettel von Amy durch irgendeinen älteren Schüler aus ihrem Haus und ein Kopfnicken ihrerseits gaben ihm das Zeichen, dass die Zeit gekommen war und es wohl nur einen Moment später kein Zurück mehr geben würde. Das kleine Genie erwiderte noch kurz das verschwörerische Kopfnicken und machte sich dann an die Arbeit.
    Der Skelton-Spross hob seinen Zauberstab, murmelte leise die Worte Wingardium Leviosa und richtete ihn auf das Stückchen Pergament in seiner anderen Hand. Es fing direkt an, in die Lüfte empor zu steigen und wie von einer unsichtbaren Macht – was Magie ja in diesem Fall auch war – geleitet schwebte es direkt über die Alterslinie hinweg hinüber zum magischen Kelch, der die Guten von den Schlechten und die Reifen von den Unreifen zu trennen vermochte. Langsam, aus der Perspektive des Jungadlers fast in Zeitlupe senkte sich der Fetzen mit seinem Namen in das flammende Gefäß und verschwand im lodernden Feuer. Ein nervöser Blick Aivens folgte und sagte nur eins: Bitte spuck ihn wieder aus...

  • Nichts geschieht. Dem ersten Anschein nach bleibt dieses Mal alles ruhig und friedlich und der Feuerkelch scheint genüsslich die Zettel zu zerknuspern, als würde es ihn gar nicht kümmern, das man gerade versucht hat ihn aufs schändlichste zu hintergehen. Aber warum sollte er auch? Warum sollte ein steinernen Gefäß launisch sein? Gar beleidigt, rachsüchtig reagieren? Ja… was dachte so ein Stein sich dabei? Dachte er überhaupt? Man konnte sicher meinen, dass täte er nicht, er stünde nur da, munter vor sich hin lodernd, doch… das Stichwort war Magie.
    Und so brauchte es zwar wieder einmal nur ein paar Sekunden, dann erklang wieder, ganz langsam und schleichend, ein tiefes, donnerndes Grollen. Es hätte ein Zaubertrankunfall in den Kerkern sein können, vielleicht wieder ein ausgebüxter Troll, jedoch schwoll das Röhren und Rumpeln schließlich bedrohlich an und erfüllte die gesamte Halle. Die Fenster erzitterten beinahe furchtsam, die ersten Zuschauer griffen sich verschreckt an die Ohren, um ihre Trommelfelle vor dem Beben zu beschützen. Offensichtlich war der Kelch wieder einmal überhaupt nicht amüsiert und dieses Mal brach nicht nur eine Stichflamme aus seinem Innern hervor, die züngelnd und zischend in die Höhe schoss und die frisch eingeworfenen Zettel wieder davon jagte, sondern ohne Vorwarnung explodierte dazu noch eine pilzförmige Rußwolke, die nicht nur die drei Missetäter von Kopf bis Fuß in eine dicke Schicht hüllte und unbarmherzig (nicht ganz) überflüssige Gesichtsbehaarung verbrannte, sondern auch noch unangenehm in der Lunge und den Augenwinkeln kratzte.
    Hoffentlich hatte einer der drei gute Augentropfen parat...

  • [Name eingeworfen / auch für Runde 3]

    Es dauerte Tage, um diese eine Entscheidung zu treffen. Anfangs hatte sich der Slytherin ganz fest vorgenommen, sich nicht für das Turnier zu melden. Doch war sein aktuelles Dasein so träge und langweilig, dass ein bisschen Action nicht schaden könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet er von dem Feuerkelch ausgespuckt wird, war eh so gering, dass er sich über seinen Einwurf gar keine weiteren Gedanken machen musste. Und selbst wenn er ein Champion wird. Was eine Drittklässlerin aus Gryffindor schafft, schafft er doch wohl locker. Er, Siebtklässler, Slytherin, für jede Auseinandersetzung zu haben. Den Schwanz einzuziehen wäre mal überhaupt nicht sein Ding gewesen. Nicht TJ-Like. Und doch hatte er sich bislang vor der Anmeldung drücken können. Aus unterschiedlichen Gründen. Irgendwas fiel dem Parselmund immer ein, um einen Rückzieher zu machen. Nun allerdings... war es so weit. Keine Ausreden mehr, es war an der Zeit, das, was getan werden muss, auch zu tun. Wenigstens um bei der Bekanntgabe der nächsten Champions ein bisschen Spannung zu empfinden. Das, was ihm in der letzten Zeit doch so sehr fehlte.
    Immer wieder zupfte der Slytherin auf dem Weg zum Feuerkelch an seinem Umhang herum, was er oft tat, wenn er nervös war. Und das war er zu diesem Zeitpunkt definitiv. Nervös, unsicher, und auch ein klein wenig skeptisch. So untypisch für den Brooks-Spross. Seine Schritte wurden langsamer, als würde sich sein Körper dagegen wehren, weiter zu gehen. Bewusst richtete er seinen Blick nur auf den Kelch, wollte überhaupt nicht wahrnehmen, wer ihn dabei beobachtete. Ab und an vernahm der Blondschopf Stimmen, doch klare Worte konnte er nicht erlauschen. Viel zu sehr war er auf das fokussiert, was er gleich tun würde. Ob sich sein Bruder auch eingeworfen hatte ? Die beiden hatten kein besonders gutes Verhältnis zueinander, weswegen sie sich auch nicht über sowas austauschten. Letztendlich war es auch nicht relevant. Er würde es so oder so tun. Gleich. In wenigen Sekunden. Höchstens vielleicht eine Minute. Je nachdem, wie sehr sich sein Körper noch sträuben würde. Seine Schritte blieben nun im gleichbleibenden Tempo, Stück für Stück näherte er sich dem Feuerkelch. Obwohl er doch noch einige Meter entfernt war, hob die Schlange schonmal seinen Arm hoch, jederzeit bereit, das Stück Papier, worauf er vor kurzem seinen Namen geschrieben hatte, fallen zu lassen. Nur noch knappe drei Schritte. Ob er sowas wie Erleichterung spüren würde, nachdem er es getan hatte ? Oder vielleicht doch eher Wut, da er sich von der Menge mitreißen lassen hat und zum Mitläufer wurde ? Ganz egal, es gab nun kein zurück mehr. Nur noch zwei kleine Schritte, vielleicht hätte es auch ein großer getan, doch das hätte sicher blöd ausgesehen. Von dort aus hätte er das Stück Papier auch locker hineinwerfen können. Doch auch das würde wahrscheinlich komisch ausschauen. Ein Schritt noch. Seine Faust zitterte, wie vermutlich sein ganzer Körper. Selten war der Blondschopf so nervös wie in diesem Moment. Es war an der Zeit. Ohne lange darüber nachzudenken öffnete TJ über dem Feuerkelch seine Faust, und das Stück Papier flog hinein, wurde prompt von bläulichen Flammen verschlungen. Das war's jetzt also. Keine Wut, keine Erleichterung. Die Nervosität war noch nicht verflogen und würde vermutlich bis zur Bekanntgabe standhalten. Immerhin konnte sich nun niemand über ihn das Maul zerreißen. Ein Anfang.



    //Hoffentlich nicht zu spät /:

  • [ Name eingeworfen ]


    Vermutlich war das Ganze hier keine so gute Idee,aber seit wann hörte die Dächsin schon auf ihren Kopf? Sie war nicht mutig oder geschickt und zaubern konnte sie auch nicht gut. Außerdem hatte ihr die erste Runde schon eine panische Angst eingejagt,auch wenn ihre Freundin und Hauskameradin Julia das Ganze echt toll gemacht hatte. Doch nervös war sie nicht wirklich als sie nun auf den Feuerkelch zuging. Warum auch? Sie dachte ja nicht,das sie gezogen werden würde. Aus welchem Grund sollte der Kelch eine naive Fünftklässlerin auswählen? Das machte ja absolut keinen Sinn. Also lächelte die junge Dächsin fröhlich vor sich hin.Der Zettel, mit ihrem rosafarbenen Namen,war zu einer ordentlichen Rolle gedreht und mit einem Satinband umschlungen. Nicht weil das notwendig gewesen wäre,sondern einfach,weil es hübsch aussah. Vielleicht gefiel es ja dem Feuerkelch. Konnte dem überhaupt was gefallen? Grüblerisch blieb die Hufflepuff mitten in der großen Halle stehen,sodass ihr einige Schüler ausweichen mussten und blickte verwirrt auf den Kelch. Ruby hatte gesehen wie er Namen wieder ausgespuckt hatte,wie er die Namen an Halloween ausgesucht hatte und wie er grollen konnte. Ja,kam sie zu dem Entschluss,dieser Kelch lebte und er konnte fühlen! Er dachte! Mit nun wieder munteren Schritten ging sie weiter auf ihn zu,bis sie kurz davor zum stehen kam. Sollte sie wirklich? Weißt du lieber Kelch,du musst mich nicht wählen. Ich bin dann auch gar nicht bös' mit dir. Nimm den,den du willst. Oh,ich weiß gar nicht,ob du mich hören kannst...Du hast ja garkeine Ohren. Verdutzt hielt sie inne und hielt dann den Zettel über den Feuerkelch. Ließ los,ohne nachzudenken und er verschwand in den Flammen. Wurde verschlungen. Danke schön , murmelte sie noch und ging dann auf den Tisch der Dachse zu. Es war früh morgens und sie hatte fürchterlichen Hunger. Das ihre Mitschüler verwirrt ihr Gespräch mit dem Kelch verfolgt hatten,war ihr egal. Beziehungsweise bekam sie es nicht mit. Jetzt hieß es also warten und sich nicht verrückt machen. Denn langsam brodelte es im Magen der blonden Engländerin unruhig und endlich fragte sie sich einmal,ob sie sich nicht unnötig selbst gefährdet hatte. Aber nun war es zu spät und sie würde ja eh nicht gewählt werden.

  • //Zweitklässler


    [Name durch Flug mit einem Besen eingeworfen]
    Im Nachhinein betrachtet war es eine dieser Ideen die einfach nur dämlich waren und bei denen man sich wünschte das derjenige der eine solche Idee hätte doch bitte nicht versuchen würde diese auch noch in die Tat umzusetzen.
    Abraxas hatte eine solche Idee gehabt und er dachte nicht im Entferntesten daran sie nicht umzusetzen. Tagelang war er außerhalb des Altersringes um den Feuerkelch herumgelaufen und hatte seine älteren Mitschüler dabei beobachtet wie sie ihre Namen in den Kelch warfen. Es kam ihm ungerecht vor, dass er seinen Namen nur nicht in den Kelch werfen durfte, nur weil er ein mickriges Jahr zu jung war und dachte auch nicht daran sich durch eine so unscheinbare Barriere wie die Alterslinie davon abzubringen. Sein Plan war schließlich einfach, aber seiner Ansicht nach dennoch genial. Mit genug Schwung würde man bestimmt durch die Barriere kommen und mit diesem Gedanken schwang er sich dann schließlich auf seinem Besen den er zu diesem Zweck hervorgeholt und sich mit ihm in einiger Entfernung postiert hatte und flog mit einem Affenzahn auf den Feuerkelch zu, sich dabei mit einer Hand festhaltend und in der anderen den Zettel mit seinem Namen, bereit diesen sobald er über dem Kelch wäre loszulassen.
    Schon auf den ersten Metern auf dem Weg hin zum Feuerkelch stellte sich ein triumphierendes Grinsen ein, was sollte schon schiefgehen?
    Als Abraxas die Alterslinie erreichte musste er dann aber schmerzhaft feststellen was schief geht, wenn man mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit auf eine magische Barriere wie die Alterslinie aufprallt. Während sein Besen einfach weiterflog als wenn nichts wäre und weit über den Feuerkelch herausschoss um schließlich laut klappernd auf dem Boden aufzuschlagen, wurde Abraxas bereits in der Luft plötzlich gestoppt und dadurch von seinem Besen geschleudert und landete mit einem lauten krachen auf seinem Rücken. Während ihm aufgrund des harten Aufpralls und dem damit verbundenen Schmerz die Tränen in die Augen schossen segelte der Zettel, den Abraxas schon beim Aufprall gegen die magische Barriere verloren hatte mit aller Seelenruhe in den Kelch, so als ob nichts passiert wäre.


    //Bearbeitung wegen Zweitklässlerkommentarergänzung.

  • Für die letzte Runde zumindest...
    [ Name eingeworfen ]


    Die kleinen aber dumpfen schnellen Schritte folgten dem ein oder anderen durch die Große Halle, und es schien als wenn das Mädchen nicht still stehen konnte. Immer wieder ging sie von der einen Seite der Menschen Grüppchen zu der anderen, schnaufend, überlegend ob sie es tun sollte, dachte über ihre Stärken und ihre schwächen nach, und wusste wirklich nicht wie sie sich entscheiden sollte. Eigentlich konnte es ihr Haus nicht schlecht treffen würde sie gezogen werden. Aber bis jetzt hatten auch nur Leute die ziemlich talentiert waren ihre Namen in den Kelch geworfen. Ein paar faule Eier waren auch dabei, aber das war ja egal. Sie schätzte auch ab wer aus den anderen Häusern dabei war, und endete dann doch damit das es ihr egal war. Der Zettel mit ihrem Namen befand sich schon die ganze Zeit zwischen ihren Fingern, wurde mal mehr, mal weniger zerknüllt - immer drauf ankommend wie sie sich grade entschied.
    Sie kniff die Augen zu schlitzen zusammen, erneut hatte der Kelch aufgeleuchtet einen Namen verschlungen...Okay. Sie folgte dem letzten der es getan hatte, stellte sich auf Zehenspitzen und lies das Pergament von den Flammen Greifen, warf ihren Namen in den Feuerkelch. Kaum das sie fertig war kam ein triumphierendes Lächeln auf ihre Lippen. Sei es doch drum, selbst wenn sie nicht gezogen hatte der Feuerkelch somit einen Kandidaten mehr der mit großen Potenzial aus dem Haus der Löwen antreten konnte. Sie warf die locken zurück, so gut es ging und stolzierte Davon, wollte sofort die Halle verlassen. Sie musste nämlich einen Aufgeregten Freudenschrei irgendwo los lassen wo sie nicht so viele Leute hören würden. Das wär ein guter Anfang. So trugen sie die Schritte hinaus, ohne blick zurück. Eigentlich hatte sie einen ziemlich coolen auftritt hingelegt, wenn man es so sagen wollte. Sie würde sehen was es im nachhinein brachte.


    // echt wenig, aber nyo, ne.

  • [Name eingeworfen]

    Lügen! Das ganze vierte Schuljahr hatte sie ihre Freunde angelogen! Die Leute, die sie eigentlich über alles liebte, doch jenes nie so offen zugeben würde. Und wieso hatte sie gelogen? Aus den einen Grund, dass sie nicht als trimagischer Champion antreten musste! Doch langsam bekam die 14-jährige echte Schuldprobleme. So war sie in den frühen Morgenstunden aufgewacht und hatte sich fest entschlossen dazu, ihren Namen in den Kelch zu schmeißen. Sie riss ein Stück Pergament ab (welches dann eine Ausrede für nicht vollständige Hausaufgaben werden konnte), und schrieb ihren Namen in sorgfältiger Druckschrift darauf. Der plötzliche Sinneswandel hatte vor allen mit dem vorherigen Abend zu tun, wo gleich drei Champions von Slytherin gewählt wurden. Und wie wahrscheinlich wäre es denn, dass sie bei der letzten Aufgabe dann tatsächlich dran genommen wird? Da würde schon eher Jamie dran kommen, dessen Name gestern ebenfalls nicht aus dem Kelch geflogen ist. Und die Lügen hatten endlich ein Ende.
    So machte sie sich auf dem Weg, ehe die Sonne aus dem Horizont auftauchen konnte, zur Großen Halle. Das Fehlbenehmen war ihr bewusst, doch es war jede Nacht bestimmt ein Schüler unterwegs. Sie konnte sich noch als Erstklässlerin erinnern, wo sie mit ihren Freundinnen nachts des öfteren draußen waren und der Witzfigur von Hausmeister immer nur knapp entkommen sind. Doch nun war sie schon stolze 14 Jahre alt und konnte somit die Alterslinie übertreten. Und wenn der Kelch jetzt doch mich nimmt? Schließlich hat er Olivia auch genommen. Das Mädchen war die letzten Wochen eine Witzfigur gewesen. Doch wie konnte dieses Mauerblümchen als erstes fertig werden und Jamies ehrwürdiger Brüder Jonathan letzter werden? Das war eine Bloßstellung des Hauses der Schlangen, und somit eine Bloßstellung von Salazar Slytherin. Sie müsste dann alles besser machen! Besser als ein Oberstüfler? Doch, schließlich konnte es das Olivchen ja auch schaffen. Und dann würde sie, Ally Rushton in den Geschichtsbüchern stehen. Sie würde die Berühmt werden und dann würden die Leute, vielleicht sogar ihre Großmutter sagen >>Eine echte Avery<<. Das war es was sie wollte! Eine zu sein, die ihre Mutter mal war. Das Leben zu führen, welches ihre Mutter damals aufgegeben hatte. Doch sie würde das alles wieder aufbauen. Den Stolz, den Reichtum, alles was Mrs Rushton durch die Muggelheirat verloren hatte. Und jenes Leben würde als trimagischer Champion beginnen. Genau jetzt.
    Mit diesen Gedanken schloss sie die Augen. Mit zitternden Händen warf sie den Namen in die Glut. Was passierte könnte sie wahrscheinlich nicht mehr sagen, doch in ihr kam ein ganz wohles Gefühl auf. Sie machte die Augen wieder auf. Die Halle war noch stockfinster. Mit einem letzten lächeln zum Feuerkelch machte sie sich wieder auf den Weg in den Kerkern.

  • [Name eingeworfen]


    Es war zu spät Abends als das Lola hätte auf den Gängen unterwegs sein sollen. Doch lieber verlor sie ein paar Hauspunkte oder ging zum Nachsitzen, als dass sie das Risiko einging von ihren Mitschülern bei dieser Sache gesehen zu werden. Eigentlich waren es nur Jonathan und Ilian, die davon nichts erfahren sollten. Noch nicht jedenfalls. Doch Menschen redeten zu viel und innerhalb von wenigen Tagen konnte sich eine solche Nachricht in der ganzen Schule verbreiten. Dieses Risiko wollte die Amerikanerin nicht eingehen. Darum hatte sie sich mitten in der Nacht durch das Portraitloch noch draußen geschlichen und betrat nun barfuß die große Halle.
    Es war dunkel in diesem Raum, wo doch sonst immer so viel Leben herrschte. Das einzige Licht war der Feuerkelch selbst, mit seiner blauen lodernden Flamme, die seit Monaten vor sich hinflackerte und darauf wartete die Namen von Freiwilligen zu verschlucken. Einen solchen hielt Lola zwischen ihren zitternden Fingern.
    Man mochte sich fragen, warum sie so etwas tat. Hatte sie nicht im Winter noch Jonathan dafür zur Schnecke gemacht, dass er so dumm gewesen war, sein Leben für ein Turnier aufs Spiel zu setzen. Von Anfang an hatte sie verurteilt, was hier getrieben wurde. Die Schulleitung brachte Kinder in Gefahr nur damit es war zur Unterhaltung gab. Das erinnerte viel zu sehr an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
    Diese Meinung hatte sie auch nicht geändert. Noch immer wünschte sie sich, dass dieses Turnier sofort gestoppt wurde und doch stand sie nun hier. Nackte Füße auf kaltem Stein und feste Entschlossenheit auf ihrem Gesicht. Der Grund dafür war albern, das wusste sie selbst. Eigentlich war sie immer stolz darauf gewesen, was für ein rationaler Mensch sie war, wie gut sie sich selbst und andere analysieren und ganz nüchtern betrachten konnte. Seit sie mit Jonathan zusammen war, ging diese Fähigkeit mehr und mehr verloren. Die Angst ihn irgendwann einmal verlieren zu können, dieses Gefühl ihn mehr zu lieben als er es tat und die Zweifel darüber, ob sie überhaupt zusammen passten, zerfraß Lola. In ihrem Kopf spielten sich unrealistische Szenarien ab, die ihr trotz allem Angst machten.
    Jonathan hatte sich auch verändert, aber nicht in allen Dingen. Lola wusste, dass er noch immer an anderen Mädchen herum baggerte. Selten mit Erfolg. Die Frage ob er wirklich so weit gehen und sie hintergehen würde, stellte sich also erstmal gar nicht. Doch was, wenn es irgendwann einmal klappen würde, wenn jemand ihn nicht abwies? Würde er eine solche Gelegenheit dann einfach vorbei ziehen lassen. Jonathan war einfach nicht der Typ für engere Bindungen. Lola wusste ganz genau, dass er vor ihr noch nie wirklich eine Freundin gehabt hatte. Jedenfalls nicht für länger als ein paar Tage. Ihm machte es doch viel mehr Spaß, sich durch die Weltgeschichte zu vögeln. Noch war Lola neu und interessant, es war aufregend einmal so richtig verliebt zu sein. Früher oder später würde er aber merken, dass sie ihm doch gar nicht so viel zu bieten hatte, wie unterschiedlich sie waren und dann würde sie ihn nicht mehr festhalten können und er würde zur nächsten ins Bett hüpfen.
    Also hatte Lola beschlossen ihm etwas zu geben, den Adrenalinschock den er sich im Leben wünschte. Sie musste sich etwas trauen, Risiken eingehen und ihm zeigen, dass sie so verschieden gar nicht waren. Sie konnte ihr Hirn auch mal ausschalten und einfach was richtig bescheuertes machen. Wie zum Beispiel ihren Namen in den Todestopf zu schmeißen.
    Als sie den Kelch erreicht hatte, atmete sie noch einmal ganz tief durch. Nun wäre es Zeit zu erkennen, wie pathetic sie war und einfach wieder ins Bett zu gehen. Sie brauchte sowas nicht für irgendeinen Kerl tun. Lola war eine starke Frau mit einem eigenen Willen. Es drehte sich nicht alles um Jonathan. Doch noch bevor sie diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, segelte das Stückchen Pergament bereits vor ihren Augen hinunter. Im nächsten Moment sogen die Flammen ihn auf und er verschwand in einer lodernden Stichflamme. Lolas Herz setzte einen Augenblick lang aus und ein unendlich schweres Gewicht legte sich auf ihre Brust, bereuen aber tat sie es nicht. Im Gegenteil, sie hoffte sogar, dass man sie auswählen würde.

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