Oh scheiße. Ambrose' Augen weiteten sich noch einen kurzen Augenblick, dem berühmten, klaren Moment, bevor man realisierte, was man gerade getan hatte, dann setzte der brennende, reißende Schmerz in seinem Unterarm ein und er schrie. Jeder, der behauptete, es nicht getan zu haben, war ein gottverdammter Lügner und der einzige, schwache Trost in dem Moment, in dem rüde Flüche über seine Lippen kamen, war, sich vorzustellen, wie Kavanagh und Mulciber hier ebenso winselnd hingen, wie er es gerade tat. Jedenfalls...so weit eigenen Gedanken nachzugehen überhaupt möglich war. Sein Arm zuckte unter dem festen, stählernen und eiskalten Griff seines Gegenübers, doch die bleichen Spinnenhände bewegten sich keinen Millimeter. Der Umstand, dass in dem ausgemerkelten, schwach wirkenden Mann immer noch so viel Kraft steckte, ließ ihn noch gruseliger erscheinen, als er es sowieso schon tat. Wäre er jetzt bei klarem Verstand gewesen, hätte er vielleicht hinterfragt, wieso er in den letzten Tagen die ganze Zeit nur Schmerzen litt, wenn es um diese Angelegenheit hier ging, doch zum Glück war sein Hirn von Schmerz vernebelt und das einzige, das er zu denken im Stande war, war, dass er das hier noch bereuen würde. Ganz sicher würde dieser Moment für sein späteres Leben noch Konsequenzen haben, wahrscheinlich würde er derjenige sein, der irgendwann in Askaban landete und von einem Dementoren geküsst wurde, weil er immer der Gearschte war – dass nach Askaban in ein paar Monaten jemand anderes wandern sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen. Sicher war nur, dass das Dunkle Mal, das sich, ähnlich verlaufender Tinte, auf seinem linken Unterarm ausbreitete, Konsequenzen für sein Leben haben würde, die er sich jetzt noch nicht vorstellen konnte; und dass kurzfristig angesetzte Tête-à-Têtes so nicht mehr zu bewerkstelligen waren.
Der ehemalige Slytherin wusste nicht, wann seine Stimme abgebrochen war und aus seinem Schreien ein unterdrücktes Würgen geworden war, um sich nicht länger die Blöße geben zu müssen; er wusste nicht mehr, wann er mit glasigen, zum Teil schmerzenden Augen zum letzten Mal in das fahle Gesicht des Dunklen Lords geblickt und kein Wort mehr herausgebracht hatte; wann er geschluckt hatte, um seinen Hals zu befeuchten und doch noch etwas sagen zu können, damit man ihm keine Feigheit anhängte. Oh, er würde Mulciber sowas von aufs Maul geben, wenn er ihm das nächste Mal begegnete. Er wusste nur noch, dass er irgendwann wieder vor dem dunklen, verfallenen Anwesen gestanden, auf die schwach schimmernden Lichter des Ortes den Hügel hinunter gesehen und sich gefragt hatte, in was er sich da eben hineingeritten hatte.
// Ende!