[Anwesen der Riddles] Die Stube

  • Während Severus endlich zu seiner Erklärung ansetzte, füllte sich die Stube langsam, als auch noch John Smith, oder besser John "der ewig Grinsende" Smith sich zu uns gesellte und Worte des Dankes sprach. Ich brachte ihn mit einer wegwerfenden Handbewegung zum Schweigen und lauschte weiterhin den Worten des Schulleiters von Hogwarts, während sich in meinen Gedanken langsam eine Idee formte. Dieses Fest war die ideale Bewährungsprobe für die Truppe, die vor mir saß und einen eher traurigen als furchteinflösenden Eindruck machte. Geduldig wartete ich, bis Severus mit seiner Erklärung geendet hatte, ehe ich das Weinglas mit zu viel Wucht auf den Tisch stellte, so dass der Tisch zwischen uns ein paar Flecken abbekam.
    "Saubermachen.", befahl ich Smith mit einem Wink. Selbstverständlich hätte ich die Sauerei mit einem simplen Spruch auch selbst beseitigen können, doch ich hatte nun Wichtigeres zu tun. Mit funkelnden Augen erhob ich mich und ging vor meiner versammelten Mannschaft auf und ab, als würde ich noch einmal genau über meine Idee nachdenken. Dann blieb ich stehen und musterte jeden Einzelnen von ihnen. Severus würde ich aufgrund seiner leitenden Position in Hogwarts auf dieser Feier nicht einsetzen können, doch dies war nicht weiter schlimm. Es war schließlich nicht seine Aufgabe seine krumme Nase allzu oft aus dem alten Schloss herauszustrecken um herumzuschnüffeln. Mit meinem Grinsetodesser verhielt sich dies dagegen anders. Ich hatte immer, wenn ich ihn sah, das Gefühl, er würde sich beständig langweilen - egal, was er gerade tat - und ich war überzeugt davon, dass er sich auch in Hogwarts langsam aber sicher langweilte. Normalerweise würde mich dies nicht kümmern, doch derzeit war es für unsere Operation wichtig, dass Grinsekuchen seine Tarnung nicht gefährdete und daher beschäftigt blieb. Ich spielte also durchaus mit dem Gedanken ihn ebenfalls auf dieses ominöse Fest zu schicken damit er seiner Ungeduld Luft verschaffen konnte. Nun denn, Zeit alle einzuweihen.
    "Wie Severus euch deutlich geschildert hat, wird dies ein Dinner für Leute von Namen und Rang sein - und für uns somit der beste Weg, weiteren Einfluss auf ihre Gesellschaft zu nehmen.", sprach ich und sah ausnahmsweise davon ab mit meinem Zauberstab in der Hand herumzuspielen und meine Truppe noch nervöser zu machen, als es manche von ihnen ohnehin schon waren. "Ihr werdet zu diesem Dinner gehen und einige Aufgaben für mich erledigen. Lafayette!", nannte ich den einzigen Gast ohne Verspätung, dafür aber mit geknoteter Zunge, beim Namen und sah ihn nun direkt an. "Sie werden mir beweisen, dass Sie des Sprechens fähig sind und man von Ihnen nicht umsonst behauptet, sie hätten eine silberne Zunge. Ihre Aufgabe ist es, sich mit dem Spross der Familie zu beschäftigen und zu überprüfen ob er wirklich gedenkt unserer Sache beizutreten. Ich will seine Meinung hören und nicht die seines Vaters. Ist das klar? Gut.", sprach ich weiter und wandte mich nun wieder an alle Anwesenden im Raum.
    "Unsere potentiellen Widersacher, die frisch gebackenen Welpen von Cromwell, werden unser Hauptziel sein. Sie tragen angeblich die höchst amüsanten Namen Fitzgerald, Hartington und Byrne. Welcher Name zu welcher Person auf dem Fest passt, müsst ihr schon selbst herausfinden. Wie schon erwähnt brauche ich Informationen und eure Aufgabe...", ich deutete mit meinem Zauberstab auf McDougal, Ada und Smith. "...wird es sein, diese zu beschaffen ohne gleich die großen Medien auf den Plan zu rufen. McDougal Sie werden sich mit diesem Fitzgerald beschäftigen. Ich will so vieles von ihm wissen, wie sie auf diesem Fest über ihn herausfinden können. Ich will wissen, ob man ihn auf unsere Seite ziehen kann und wenn nicht, will ich wissen, wie wir ihn am Besten vernichten können. Selbiges gilt für alle anderen. Smith Sie nehmen sich Byrne an und Ada wird sich mit Hartington beschäftigen. Es steht euch frei euch gegenseitig zu unterstützen, aber es ist wichtig, dass ihr kein allzu großes Aufsehen erregen wird. Cromwell wird sie darauf getrimmt haben, nach möglichen Todessern Ausschau zu halten. Sie sollen eure Namen nicht kennen, noch sollen sie ahnen, was ihr macht. Sollte die Situation unerwartet brenzlig werden, dann liegt es in eurem Ermessen zu handeln." Mit diesen Worten setzte ich mich wieder und seufzte theatralisch, als würde mich all dies zu Tode langweilen. "Gibt es noch Fragen?"


    (ich hoffe, die Aufgaben lassen sich einigermaßen gut in das einbinden, was bereits bei der Dinnerparty vorgefallen ist. Wenn nicht, gebt mir bitte Bescheid)

  • Das war er also… der große Test. Auch wenn sich Hemlock nicht ganz sicher sein konnte wie es möglich war, dass sich die Anspannung in seinem Körper noch vergrößern konnte, so glaubte er jede Sekunde zu Stein erstarren zu müssen. Ebenso stocksteif saß er jedenfalls nach wie vor auf seinem Stuhl und sah gar so aus als würde er nicht einmal mehr atmen. Allerdings war der stille Anwalt keineswegs aller Sprache beraubt oder gar schreckensstarr und verschüchtert; er wusste, dass es nicht nur bei dieser Festlichkeit darum ging möglichst viele Informationen zusammenzutragen, sondern auch schon hier galt alles gierig aufzusaugen, was ihm und seinem Überleben in Zukunft von größerem Nutzen sein konnte. Adas gnädige Wiederaufnahme in den inneren Kreis würde er sich merken und er würde auch sie merken lassen, dass er sehr wohl einen Weg gefunden hatte, wie sie ihre Schuld auszahlen konnte und auch der Schleier um diesen ominösen Mister Smith lichtete sich zunehmends. Er hatte doch gewusst, dass sich hinter diesem undurchsichtigen Gesicht etwas verbarg, was er schon einmal vor einer ganzen Weile gesehen hatte. Faszinierend wie im Leben immer und immer wieder so viele Stricke zusammen laufen konnten, ganz wie bei einem extraterrestischen Familientreffen aller anständigen Reinblüter in Großbritannien. Ein nicht zu deutendes Kräuseln umspielte die Oberlippe des Schwarzhaarigen und bevor er sich weiteren Vermutungen und stummen Spekulationen hingeben würde, gab er mit seinem leisen „Sehr wohl, mein Lord.“ zu verstehen, dass er nicht vorhatte seine Aufgabe nicht zu vollster Zufriedenheit auszuführen. Das tat Lafayette niemals. Jonathan Theodore Donovan… Oh ja! Es würde ihm zum persönlichen Vergnügen werden diesen kleinen Tunichtgut einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen. Eigentlich hatte er sich geschworen niemals Nathan und Irenes Tochter als Vorwand für irgendwelche undurchsichtigen Unterfangen zu missbrauchen, aber… die Zeiten änderten sich. Und selbst wenn alle Welt den verlässlichen Anwalt Hemlock Lafayette für einen der loyalsten und ehrlichsten Zauberer Englands hielt, so galt seine Loyalität doch nur sich selbst und seinen eigenen Zielen. Nun; in diesem Moment vielleicht auch dem Dunklen Lord, aber es gab Dinge, die ab und an eben Hand in Hand gingen und wie oft bekam man die Gelegenheit persönlichen Erfolg mit dem Hass auf Muggel und der Flucht aus diesem elenden, tristen und anspruchslosen Leben wirklich wirksam zu verbinden? Sicher nicht oft. In der Tat war es Zeit für ein neues Kapitel im Leben des unscheinbaren, phlegmatischen Charakters... Es war Zeit für ein neues Kapitel der ganzen, verkommenen Zaubererschaft.

  • Hihihi wie genial. Da kam ich hemmunglos zu spät und bekamm nicht einmal wie erwartet einen Fluch an den Hals. War der dunkle Lord etwa alt und nachsichtig geworden? Alt war er auf jeden Fall, aber das durfte ich nicht einmal wagen laut zu denken, weswegen ich mich im Hintergrund herumtrieb und Snape mit halben Ohr lauschte. Von dem Dinner hatte ich längst gehört, doch was sollte es für einen Nutzen haben? Balthasar war selbst ein Todesser, würde uns wohl alle einladen. Aber dass der Minister auch dabei sein würde, war mir neu, weswegen ich aufhörte, auf meine Fingernägel zu starren und sofort meine Aufmerksamkeit gen Sev richtete, und das kam nicht oft vor. Balthasar wollte wohl auch, dass Jonathan dem Maskenverein beitrat. Ob das so eine gute Idee war? Der Junge war zwar im Inquisitionskommando oft aufgefallen, jedoch mehr wegen seiner aggressiven Art die Probleme zu lösen, anstatt mit Köpfen da ran zu gehen. Nicht selten kam es vor, dass er Schüler ohne gravierenderen Grund als Missachtung der Ausgangssperre zusammengeschlagen hatte. Wollten wir sowas wirklich hier haben? Ich schwieg jedoch weiterhin und gab mich wieder meinene Gedanken hin, bis ein Wort meines Meisters mich aus dem Tagtraum riss, der gerade von mir besitz ergriffen hatte. War ich nun die persönliche Putzfrau des Lords? Gedanklich sah ich mich schon im knappen kurzen Kleid vor ihm stehen und mit einem Staubwedel herumfuchteln. Bäh, ich schüttelte den Gedanken sofort ab und machte mich auf zu dem dunklen Meister, um seine Flecken zu entfernen, als wäre ich ein weißer Riese. Hoffentlich würde es ihm genügen, wenn ich den Wein mit meinem guten Jarkett wegwischte. Wegen den paar Spritzern würde ich nun keinen Lappen suchen gehen, vermutlich würde er mir dazu auch gar keine Zeit geben, so ungeduldig wie der imer war. Kaum war der TIsch wieder sauber erfuhren wir auch schon alle, welchen Zusammenhang daS Dinner mit dem Treffen hatte. Interessante Sache, aber wieso bekam ich, ebenso wie die Neulinge, einen Auftrat? Ich war doch schon fix dabei? Oder sollte das ganze nur für einen kleinen Nervenkitzel gut sein? Nun denn, ich sah kurz zu Richard und dann wieder zum Lord, um mich zu verneigen. Byrne. Den Namen musste ich mir notieren, damit ich ihn nicht vergaß. Hoffentlich handelte es sich um eine junge Schönheit, dass würde die Sache viel einfacher machen. "Byrne wird singen wie ein Vöglein, mein Lord", grinste ich breit. Wie gerne ich mich doch um Crownwell gekümmert hätte, doch es war mir klar, dass es zu auffällig gewesen wäre. Bei den neuen Jungspunden konnte man wenigstens sagen, dass sie keine Ahnung hätten, wer hinter meiner Maske steckte, bei den älteren musste ich schon besser aufpassen.

  • Gut, gut. Während einige schwiegen, beteuerten die anderen ihren Eifer. So sollte es auch sein! Meine Aufgabe für heute Abend war daher erfüllt. Nun war es an meinen teilweise neuen Untergegebenen ihren Wert zu beweisen. Würden sie intelligent sein und ihre Aufgabe erfüllen, so hätte ich durchaus das ein oder andere Lob auf der Zunge...vielleicht...je nachdem. Ich wollte es doch nicht gleich zu anfang übertreiben und sie übermütig machen. Deshalb schenkte ich ihnen nur einen Wink zum Zeichen, dass sie entlassen waren und lehnte mich in meinem Sessel zurück um in Ruhe an meinem Glas Wein zu nippen und mich zum Kaminfeuer zu drehen. Es knisterte und knisterte. Unermüdlich nagte das Feuer am Holz, das sich so standhaft wehrte und am Ende doch zu Grunde ging, so dass nur noch ein Häufchen Asche übrg blieb.
    "Ja, Harry. Der Tag wird kommen, an dem es dir auch so gehen wird. Nur noch ein Häufchen Asche." Der Gedanke an diesen Moment stimmte mich beinahe fröhlich und so buchte ich diesen Tag als gelungen ab und verwendete die restlichen Stunden meiner Energie dazu, neue Pläne zu ersinnen um dem lieben Harry und seinen verschollenen und überaus feigen Beschützer, Dumbledore, das Leben schwer zu machen. Die Jahreszeit wurde indessen kälter. Die Welt würde sich dem anpassen und die Herzen der ehrbaren Zauberer und Hexen würden diesem Beispiel folgen und ebenfalls vereisen bis sie nur noch für wahre Größe empfänglich waren. Größe, wie nur ich sie ihnen bieten konnte. Niederknien wird diese Gesellschaft - vor mir! Und vielleicht, aber nur vielleicht, werde ich sie dann in meiner unglaublichen Barmherzigkeit verschonen...wir werden sehen.


    (Ende dieses Abschnitts. Wir machen hier weiter, wenn ihr beim Dinner fertig seid. Ihr müsst hierbei nicht auf einen Anfangsposts meinerseits warten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. ;) )
    -------------------------------------------------------------------
    Viele Monate sind vergangen, seitdem ich Snape das letzte Mal persönlich gesprochen hatte. Mein Spion im Inneren von Hogwarts machte seine Arbeit ganz gut, wie ich hörte. So wurde die Kammer geöffnet und es gab sogar schon die ersten unwürdigen Opfer! Snape, als Schulleiter, tat nur das Notwendigste um überhaupt den Eindruck zu erwecken, er würde versuchen die Schüler zu schützen und so würde einer nach dem anderen zu Stein werden, bis nur noch die wirklich würdigen Slytherins übrig blieben. Ob die Schüler Angst hatten? Ob sie rätselten, was sie kategorisch aussortierte? Ob sie sich fragten, warum das alles gerade jetzt geschah? Die Antwort darauf zu finden war leichter, als man dachte, wenn man nur einmal zuhören und die Augen öffnen würde, doch nur die Wenigsten in Hogwarts verfügten über diese Eigenschaften und so werden sie weiterhin im Dunkeln dämmern, bis auch sie schließlich zu Stein verwandelt werden. Sie werden in Panik vefallen und sich noch weniger auf ihren Unterricht konzentrieren. Alles lief genau nach Plan und mir lag viel daran, dass es auch so blieb. Smith meldete sich bereits seit mehreren Wochen nicht mehr. Um seinetwillen hoffe ich, dass es einfach zu gefährlich für ihn wäre mir weiterhin Bericht zu erstatten, doch auch er wird um den Tag nicht herumkommen, an dem er mir Rechenschaft abliefern muss. Ich habe ihn schließlich nicht nach Hogwarts geschickt, damit er dort Urlaub macht - doch dies würden wir ein andern mal klären. Heute galt meine Aufmerksamkeit Snape
    , den ich hierher bestellt hatte um mich über den Fortschritt der Säuberung in Hogwarts ztu informieren. Er müsste jeden Moment hier sein - er ist lieber jeden Moment hier.

  • In entsprechender Schattengestalt hatte er am Abend das Schloss verlassen und flog nach Little Hangleton, um dort vom Dunklen Lord selbst empfangen zu werden. Es war sein Wille, mehr über die Vorgänge in Hogwarts zu erfahren und dennoch würde er nicht alles erzählen. Es würde Smith sein Leben kosten und noch ... war er vielleicht von Nutzen. Ob der Dunkle Lord es ebenfalls so sah, sei dahingestellt, jedenfalls trägt er genau deshalb nicht alle Informationen zum Dunklen Lord. Und das ermöglicht ihm auch nur die Fähigkeit der Okklumentik. Solange der Dunkle Lord nicht das Innerste des Schulleiters durchforsten konnte, solange konnte er seinen Aufgaben nachgehen. Es waren Dumbledore und Voldemort gemeinsam, die ihm diese Fähigkeiten beibrachten, aufgrund seiner Tätigkeit als Doppelspion. Dumbledore war es, der ihm die Legilimentik beibrachte. Dadurch können beide nur vertrauen und letztendlich ... war Dumbledore untergetaucht und selbst Severus, ein enger Vertrauter, nicht darüber informiert. Doch ohne Frage haben sich Flitwick, McGonagall, Dumbledore und restlichen, ehemaligen Kollegen zusammengefunden. Der Schulleiter ist ihr Feind, das hat Dumbledore ohne Frage so stehen gelassen. Was dieser allerdings tatsächlich über Severus dachte, war unbekannt. Vielleicht vertraute er ihm auch nicht mehr. Es war alles möglich, doch nun war nicht der Zeitpunkt, über jene Themen nachzudenken. Er landete vor der Tür von Little Hangleton und blieb mit angespannter Miene stehen. Wahrlich ist dieser Ort nicht sein Lieblingsort. Erst nach einigen Sekunden, die sich anfühlten wie Minuten, trat er in die Villa des Dunklen Lords ein und suchte ihn direkt in seiner Stube auf, in welcher die blasse und große Gestalt bereits stand. Der Dunkle Lord höchstpersönlich. "Mein Lord.", sprach er respektvoll und nickte entsprechend, bis er langsam an ihm herantrat. "Ich bin Eurem Ruf unverzüglich gefolgt." Bei diesen Worten verstummte er und seine wortkarge Art kam hervor. Doch der Dunkle Lord war es, dem man antworten sollte. Severus war nicht hier, um Fragen zu stellen.

  • Auf die Minute genau, betrat Snape die Stube und brachte damit wieder ein Beispiel an Hingabe. McDougal hätte sich davon einiges abschneiden können, kam dieser Nichtsnutz doch immer zu spät und glaubte, seine fadenscheinigen, geschnörkelt formulierten Entschuldigungen würden mir genügen! Pah! McDougal würde schon noch sehen, was er davon haben würde! Er war ohnehin still geworden in letzter Zeit und vielleicht würde er das bald für immer bleiben. Nun galt meine Aufmerksamkeit jedoch Snape, der für viele meiner Diener in so mancherlei Hinsicht ein Vorbild sein konnte.
    "Ah, sei gerüßt Severus.", begrüßte ich einen meiner wohl längsten Untergebenen. "Gut, dass du hier bist. Bitte, setz' dich.", bat ich Snape mit samtweicher Stimme, deutete auf einen schlichten Holzstuhl und setzte mich in den roten Lehnsessel ihm gegenüber. Ein Feuer brannte in dem schmutzigen Kamin und spendete ein wenig Wärme, wenn auch das Licht nicht vermochte ein wenig Geborgenheit in den Raum zu zaubern. In einer Ecke stand ein alter, baufälliger Schreibtisch, der jeden Moment umfallen konnte. Darauf befanden sich ein paar Blätter Pergament mit Notizen und ein paar vergilbte Zeitungsausschnitte. Nichts, was einer Erwähnung wert gewesen wäre. Alles in allem war mein derzeitiger Aufenthalsort nicht sehr luxoriös, doch ich brauchte nicht mehr. Ich musste mich auf mein Ziel konzentrieren und das würde ich nicht erreichen, indem ich es mir hier gemütlich machte. Zudem konnte ich immer noch Malfoys Anwesen in Beschlag nehmen, wenn sich dieser brabbelnde Schwächling noch mehr Fehltritte leistete.
    "Ich habe gelesen, dass viele Eltern aufgrund der Kammer in Schrecken versetzt wurden.", brachte ich nun das Thema auf den Tisch, weshalb ich Snape hierher bestellt hatte. Mein eigenes Wortspiel amüsierte mich dabei beinahe schon. Mit einem Kopfnicken deutete ich dabei auf den wackeligen Schreibtisch, auf dem sich einige Zeitungsausschnitte stapelten. "Ich hoffe doch, du gibst vordergründig vor, genug zu tun um die Schule wieder sicherer zu machen? Es wäre eine Schande, wenn eine Panik der Eltern dazu führen würde, die Schule zu schließen, bevor wir alle Unwürdigen aussortiert haben, findest du nicht auch, Severus?" Aufmerksam und durchdringend blickte ich den Schulleiter von Hogwarts an. Er hielt sich mit Worten meist zurück und es war schwer seine wirklichen Gedankengänge zu erraten. Selbstverständlich könnte ich ihn zu einem ausführlichen Bericht zwingen, wenn ich es wollte, aber ich brauchte Snape noch und so lange er mir von so großem Nutzen war, würde ich nur jene Fragen stellen, die wirklich wichtig waren. Fragen über die Säuberung in Hogwarts, über Smith und über Harry. Doch dazu würden wir später noch kommen, denn heute Abend hatte ich Zeit und dies bedeutete automatisch, dass Snape auch Zeit hatte.

  • Höchst konzentriert und mit aufmerksamen Blick betrachtete der hochgewachsene Todesser und Schulleiter die bleiche Gestalt, den Dunklen Lord. Wie naiv es doch war, dass manche seine Macht in Frage stellten oder schön redeten. Severus hatte viele Gespräche mitbekommen und sich in kaum welche eingemischt. Die Mensche waren naiv, blind und dumm. Der Dunkle Lord, sowie Dumbledore selbst besaßen große Macht und nur ein Schwachkopf würde dies in Frage stellen. Wofür sie diese nutzten und wie sie diese demonstrierten, war allerdings ein Unterschied. Angespannt war die komplette Situation, wenn auch Severus sich nichts anmerken ließ. Er spürte nur, welche enorme Macht die Stimme des Dunklen Lords bereits an der schwarzen Gestalt ausübte. Die Stimme löste beinah Gänsehaut aus. Konzentriert blieb er so lange stehen, bis ihm der Lord höchstpersönlich anbot sich hinzusetzen. Zuerst zögernd, was allerdings eher daran lag, dass er in vielen Hinsichten etwas langsamer war und in anderen wieder extrem schnell, schritt er zum Stuhl und ließ sich auf diesen nieder, während die blassen Hände auf seinem linken Schoß lagen - eine über die andere. Sie zeigten keine verschlossene Gestik, sodass der Dunkle Lord nicht in Frage stellen konnte, das jede Information, die Severus nennt, auch der Wahrheit entspricht. Hinterhältigkeit machte Severus nun mal aus, deshalb war er auch der Doppelspion. Rechtschaffende Menschen würden kläglich in dieser Rolle scheitern.
    Nun begann der Dunkle Lord mit mächtiger Stimme über die Situation in Hogwarts nachzuforschen, die sicher in seinem Sinn ist. Dass Severus nach außenhin versuchen musste, die Eltern zu beruhigen, damit es zum Schluss letztendlich auch Schüler gab, die der Dunkle Lord mit der Ideologie kontrollieren konnte, war offensichtlich. Dass ihm dadurch das Alltagsgeschehen in Hogwarts entgeht, ist allerdings die andere Seite. "Selbstverständlich, mein Lord.", begann Severus zu sprechen. Entschlossen, sicher und ohne Zweifel. Zudem log der Schulleiter auch nicht. "Es waren einige Eltern, die ihre Kinder von der Schule nehmen wollte, allerdings versprach ich Ihnen die vollste Sicherheit inmitten von Hogwarts, mein Lord. Der Tagesprophet berichtete ähnliches, weshalb ... jene Eltern beruhigt sein sollten und es ganz offensichtlich auch sind." Es stimmte. Kein Brief hatte Severus erreicht, in welchem man sich über diese Situation erkundigte. Die Hinterhältigkeit von Snape war in jener Situation angebracht und vorteilhaft. Zwar ist er ein Mensch, der zwei Rollen spielen konnte, allerdings war er keineswegs charmant. Doch ob er nun den Guten oder den Bösen spielen soll: Er weiß es zutun und er weiß es, jene Menschen damit zu manipulieren.

  • "Hm.", war alles, was meinen Lippen entkam, als Snape mit seiner Erkärung geendet hatte. Demnach musste ich mir keine Sorgen machen und doch hieß das, dass ich mir gerade dann Sorgen machen sollte. In meinem bisherigen Leben hatte ich nur zu gut gelernt, dass immer etwas schief ging und dass man sich nur auf seinen eigenen Instinkt verlassen sollte anstatt auf die Worte eines anderen - selbst wenn dieser jemand Snape war. "Dann muss ich mir ja keine Sorgen machen, dass irgendetwas unseren Säuberungsfeldzug stört, nicht wahr Severus?", hakte ich mit ruhiger Stimme nach und blickte den Schulleiter von Hogwarts direkt an. Snape war schon immer gut darin gewesen, seine Gefühle und Gedanken zu verbergen. Sein Gesicht, der Ausdruck in seinen Augen, seine ganze Körperhaltung: nichts verriet ihn und das war auch gut so, denn das letzte was ich gebrauchen konnte, war, dass Snape seine Stelle als Schulleiter verlor und irgendein selbsternannter Held sich auf die Suche nach der Kammer machte um meinen fleißigen Diener ins Jenseits zu befördern, noch bevor er seine Aufgabe in Hogwarts vollendet hatte. Apropos Diener: Wie stand es eigentlich um Smith? Was tat er so wichtiges, dass er sich weigerte mir Bericht zu erstatten?
    "Erzähl mir von Smith.", forderte ich Snape daher auf und meine Stimme ließ keinen Zweifel daran, dass ich keinen Widerspruch duldete. "Er schreibt nicht und noch seltener beehrt er mich mit seiner Anwesenheit und langsam frage ich mich, welchen Grund das wohl hat.", bemerkte ich und seufzte tief, so als würde mich seine fehlenden Nachrichten wirklich betrüben. "Soweit ich weiß unterrichtet er nur ein einziges Fach, so wie ich es ihm aufgetragen habe, und wenn selbst du, Severus, es schaffst hier zu sein, frage ich mich, was ihn daran hindert, es dir gleichzutun. Smith wird sich doch nicht in den vielen Gängen des Schlosses verirrt haben oder? Denn das wäre äußerst schade...ja äußerst schade." Tagtäglich umgaben mich Zauberer und Hexen, die nicht so talentiert waren, wie sie dachten. Tagtäglich musste ich sie darauf hinweisen und tagtäglich versuchte einer nach meiner Zurechtweisung zu fliehen und sich abzusetzen. Smith traute ich ein derart feiges Verhalten eigentlich nicht zu, doch andererseits...


    Zur gleichen Zeit nahm Wurmschwanz vor der Tür einen Brief auf, wendete ihn mehrmals in seinen Händen und trat dann wieder in das Haus ein. Mit zitternden Knien näherte sich der Diener des Lords der Stube, in der dieser gerade mit Snape eine Besprechung abhielt.

  • Das 'Hm' wirkte weder erfreut, noch verhasst. Viel eher blickte Severus den Dunklen Lord vor sich an. Kein Mensch durfte solch eine Macht und Autorität besitzen, wie Voldemort sie besaß. Den größten Respekt hatte Severus gewiss vor ihm, allerdings konnte man zwischen Menschen wie Voldemort und Snape nicht von Sympathie sprechen - zudem beide so gefühlskalt waren oder wirkten wie Steine. Severus wurde gewiss nie geliebt, genauso wenig wie der Dunkle Lord, ganz anscheinend. Der Professor selbst war allerdings Schuld, dass es so kam. Niemand anderes konnte er nun die Schuld in die Schuhe sieben. Dieser Fehler ließ ihn verbittern und zu einem unfassbar unsympathischen Menschen werden. Nun war er Todesser und einer der engsten Vertrauten. Wenigstens in einem Kreis erlange er so etwas wie Respekt. "Natürlich nicht, mein Lord. Alles steht unter Kontrolle.", sprach Severus diszipliniert aus. Wenn ihm ein Befehl gegeben wurde, führte ihn Severus genauso aus. Dumm, wenn Menschen nicht dazu geschaffen waren, Befehle zu erteilen. Der Schulleiter interpretierte nie etwas in einen Satz, was nicht genannt wurde. Das hat etwas mit vollster Gehorsamkeit zutun, die der schwarzhaarige nun mal besaß und so ausübte. "Smith verschwendet zu viel Zeit an seine Schülerinnen und Schüler. Statt an seinen Auftrag zu denken, will er die Beliebtheit der Schüler erlangen. Ich befürchte, er vergisst seine Prioritäten, mein Lord. Vielleicht sogar seine Loyalität, wenn man ihn nicht daran erinnert." Kurz pausierte er und musterte die bleiche Gestalt vor ihm. "Die neue Lehrerin für Zaubertränke hatte mir die Bitte zugetragen, sich Eurem Willen zu unterwerfen. ... Rosalyn Frost möchte Euch dienen." Stets mit Pausen hatte er diesen Satz gesagt. Er erinnerte sich an das Gespräch und würde Severus große Sympathie ihr gegenüber besitzen, hätte er es ihr wohl ausgeredet. Doch er vertraute ihr nicht, genauso wenig waren sie Freunde. Wenn sie beitreten wollte, dann konnte sie das tun. Dass es allerdings selten eine Ehre war, für den Dunklen Lord zu dienen, ließen viele außer Acht. Nur kurz fiel sein Blick zu dem zitternden Idioten, namens Wurmschwanz und musterte ihn. Schnell fiel allerdings sein Blick zurück zum Dunklen Lord höchstpersönlich.

  • Aufmerksam hörte ich Snapes Worten zu, die bestätigten, was ich insgeheim schon vermutet hatte. Smith, mein guter, treuer Smith war psychisch doch labiler, als ich anfangs angenommen hatte - und ich hatte so einiges angenommen. Konnte es wirklich sein, dass er so etwas wie Mitgefühl für seine Schüler entwickelt hatte? Verlor er sich etwa zwischen dem Lächeln und den Tränen pubertierender Unwürdiger? Würde er etwa weich? Von allen Leuten, die für meine Sache eintraten, war er einer der Vielversprechensten gewesen und nun? Nun konnte man zwischen den Worten des Schulleiters von Hogwarts deutlich lesen, dass mit meinem Diener etwas nicht stimmte.
    "Dann wollen wir dafür Sorge tragen, dass er sich wieder daran erinnert.", entgegnete ich daher ruhig, während in meinem Inneren ein Feuer brannte, das danach trachtete, Smith eindrucksvoll zu zeigen, dass eine Abweichung vom Kurs nicht erwünscht ist. "Ich werde dir ein Schreiben für ihn mitbringen. Eine kleine...Einladung. Sorge dafür, dass er es persönlich erhält.", trug ich Snape auf, der nun von einer potentiell neuen Dienerin innerhalb von Hogwarts erzählte. Frost, Frost, Frost. Der Name sagte ihm was, doch woher...achja! Die Henkerin des Ministeriums! Fast ein dutzend Jahre lang hatte sie dort gearbeitet und einen gewissen Faible für ihre Tätigkeit an den Tag gelegt. Dass sie nun in Hogwarts tätig war, schien irgendwie nicht zu ihr zu passen.
    "Hältst du das für eine gute Idee?", fragte ich Snape unverblümt. Als Schulleiter würde er Frost genau im Blick gehabt haben und es war mir bereits jetzt klar, dass sie einen guten Eindruck hinterlassen hätte. Severus hätte es sonst nie risikiert, meinen Zorn auf sich zu ziehen, indem er eine Unwürdige vorschlug. Frost musste daher durchaus etwas an sich haben, von dem Snape glaubte, es wäre meiner Sache hilfreich. Immerhin würde er für sie bürgen müssen und würde ich sie wirklich mit einem Auftrag betrauen, würde jeder Fehler auf ihn zurückfallen - und Severus war klug genug um so etwas zu vermeiden. Ältere Menschen hatten einen älteren Körper und dieser hielt erfahrungsgemäß nicht viele Qualen aus. Konnte man Smith eigentlich schon zu einem alten Menschen zählen? Die Tür der Stube knarrte unheilvoll und zögerlich steckte wurmschwanz seine dreckige Nase ins Zimmer und unterbrach jegliches Gespräch.
    "D-d-d-dd wurde ein Brief für Euch abgegeben, mein Lord.", erklärte er seine dreiste Anwesendheit und schlurfte mit schnellen, nervösen Schritten an den Tisch um mir den Brief zu überreichen. Schweigend betrachtete ich Wurmschwanz einen Moment lang und anschließend den Umschlag. Die geschwungene Schrift der Lettern kam mmir nur allzu bekannt vor. Nur eine würde es wagen, ihr Wort in dieser Form an mich zu richten und nur eine würde sehr schnell begreifen, dass dies ihr Untergang sein würde. Doch zuerst zu Snape. Die vermaledaiten Worte von Rookwood würde ich später lesen.
    "Schwirr ab!", zischte ich Wurmschwanz zu, der daraufhin hastig nickte und sich auf dem Weg nach draußen beinahe selbst überschlug. Ich schüttelte den Kopf. Die Unfähigkeit mancher Menschen war nicht zu überbieten. "Also...zu Frost."

  • Mit gefalteten Händen saß Severus mit aufmerksamen und dennoch neutralen Blick vor dem kahlen Lord mit den durchdringenden und furchterregenden Augen. Nicht weniger furchterregend war die Stimme - und dennoch hatte sich Severus dafür entschieden, ihm zu dienen. Er wollte etwas bedeuten und die Tatsache, dass Lily sich für James entschied, machte es ihm nur noch leichter. Lange Zeit dachte Severus sogar, dass er sie hasste. Und dennoch merkte er, dass es die unerfüllte Liebe war, die sich in ihm ausbreitete, ihn verletzte und ihn zurückziehen lassen wollte. Wenn jemand von dieser Liebe erfahren hätte, die er zu diesem Mädchen entwickelte, die einzige, die sich für ihn interessierte und mit welcher er stets die Gruppenaufgaben in Hogwarts erledigte, war ohne Frage seine größte Schwäche, von der niemand erfahren durfte. Und letztendlich war es Severus, der für ihren Tod verantwortlich war.
    Doch so bitter diese Gedanken sein mochten, so wirkte es, als wolle der Dunkle Lord die dunkelsten Geheimnisse aus einem saugen, was ihm gelang. Doch ohne Frage blieb Severus seiner Okklumentik treu und nach nur wenigen Sekunden des Schweigens, kehrte er mit voller Kontrolle und Konzentration zum Gespräch zurück. "Natürlich, mein Herr.", sagte Severus respektvoll und neigte dabei kurz seinen Kopf, um damit auch den vollsten Respekt seiner Befehle auszudrücken.
    Mit ernstem Blick nickte er, als er anfangen wollte zu sprechen. Allerdings unterbrach Wurmschwanz die Worte der schwarzen Gestalt, weshalb sein Blick langsam zu der unterwürfigen Ratte fiel, wie er sie nur zu gern nannte. Letztendlich war er nicht mehr Wert als eine Ratte. Als er sich langsam auf Befehl des Dunklen Lords wegbewegte, fuhr Severus fort. "Sie sprach sich positiv zu den Todessern aus und möchte ihnen und
    entsprechend Euch dienen. Ich weiß, dass Ihr Loyalität etwas bedeutet
    und ... dass sie fähig ist, für Euch zu kämpfen. Sie wäre ein wertvolles Mitglied, soviel ist gewiss."
    Er vertraute Rosa noch. Die Gesellschaft von Todessern selbst allerdings meidet er lieber, wenn es denn geht. Letztendlich zieht sich Severus lieber zurück, wo er weiß, dass seine vollste Kontrolle und Konzentration nicht immer von Wichtigkeit ist.

  • "hm.", kommentierte ich Snapes Aussage über Frost karg und starrte meinen Untergegebenen nachdenklich an, während meine langen Finger auf der Lehne des zerschlissenen Sessels trommelten und ich über Frost nachdachte. Snape war klug und er würde nicht seinen Hals riskieren für jemanden, von dem er nicht absolut überzeugt war, dass er meiner Sache gut dienen würde. Er war also überzeugt von ihr und dies qualifizierte sie zumindest dafür, ihr eine kleine Chance einzuräumen - was sie dann daraus machte, würde sich zeigen.
    "Also gut. Bring diese Frost zu mir.", befahl ich dem Schulleiter von Hogwarts und hielt mit dem Trommeln der Finger auf der Sessellehne inne. "Bei deinem nächsten Besuch will ich, dass du sie mitbringst. Ich werde sie prüfen und wenn sie meiner Sache würdig ist, werde ich entscheiden, ob sie mir dienen darf.", erklärte ich weiter. Eien Empfehlung von Snape war keine Freikarte für eine Mitgliedschaft unter den Todessern. Todesser zu sein bedeutete mehr als minderwertige Zauberer und Hexen zu diskirmieren und Masken zu tragen. Es bedeutete, an etwas zu glauben und für eine Sache zu kämpfen, von der man überzeugt war. Es bedeutete Gehorsamkeit, Gefolgschaft und Gefahr. Ich würde keine Versager dulden und Frost sollte sich darüber im Klaren sein. Jetzt, da ihr Name einmal genannt war, gab es für die Hexe kein zurück mehr. Sie würde entweder Erfolg haben oder scheitern, aber in dieser Sache einen Rückzieher zu machen, war nun unmöglich. Snapes Schutz musste schließlich gewahrt bleiben und eine Hexe, die in Hogwarts um seine Rolle wusste und ihn nicht unterstützte, konnte ich nicht gebrauchen. Mit einer bedeutend langsamen Bewegung zog ich meine Zauberstab und richtete ihn auf den Schulleiter. Schweigend musterte ich den Mann, der sich als loyal erwiesen hatte und dem ich doch nie vetrauen würde. Das tat ich bei niemanden. Vertrauen machte verwundbar und ich konnte es mir nicht leisten, verwundbar zu sein. England brauchte einen starken Anführer und ich würde diese Rolle annehmen, sobald Harry Potter qualvoll das Zeitliche gesegnet hatte - und mit ihm seine zwei kleinen Freunde, allen voran Granger, die sich einfach überall einmischen musste. Aber zurück zu Snape. Schweigend blickte ich in seine Augen, die so verschlossen waren, dass man sich darin beinahe selbst sehen konnte, und schwang meinen Zauberstab. Dabei murmelte ich einen Befehl und kurz darauf flogen ein Fass Tinte, eine Feder und ein Blatt Pergament zu mir und landeten sorgfältig auf dem wackeligen Tisch zwischen uns. Dass Snape vermutlich mit einem Zauber gegen ihn gerechnet hatte, amüsierte mich innerlich. Ohne ein Wort der Erklärung fing ich an, mit der Feder über das Pergament zu kratzen und ein paar Zeilen zu schreiben.


    Smith!
    Deine Abwesenheit enttäuscht mich. Als ich noch jung war, lernte ich jemanden kennen, von dem ich dachte, er sei mein Freund, doch auch er enttäuschte mich. Natürlich wünschte er sich später, er hätte sich anständiger benommen, aber da war es bereits zu spät um sein Schicksal zu ändern. Wie wird es um dein Schicksal bestimmt sein, John? Wirst du es schaffen, deine Verfehlung auszumerzen oder gehst du den Weg deines Vorgängers? Es würde mich sehr betrüben, wenn ich deine Mitgliedschaft bei den Todessern...beenden müsste.
    gez. Lord Voldemort


    Die Feder wurde beinahe geräuschlos weggelegt, das Pergemant gefaltet und an Snape übergeben. "Bring das zu Smith.", forderte ich ihn auf und machte eine Geste mit meiner Hand um anzudeuten, dass Snape entlassen war. "Ich erwarte dich in ein paar Wochen zusammen mit Frost." Und bis dahin würde ich mir überlegen, wie man mit Smith verfahren sollte. Es gab so viele Wege ein Leben zu beenden, so viele, dass die Wahl beinahe nervend schwierig sein konnte. War Smith überhaupt würdig genug, als dass ich mich mit ihm persönlich beschäftigen sollte? Oder sollte ich es jemand anderen überlassen? Einem Todesser? Den Vampiren? Worauf meine Wahl ach fallen würde, Smith würde sie nicht gut heißen.
    -------------------------------------------------------------------
    Zwischen Snapes Besuch, Smiths Qualen und einigen anderen unbedeutenden Leben, die ausgehaucht wurden, hatte ich Kunde über Frost einholen lassen. Die Hogwartsprofessorin für die unser lieber Schulleiter bereit war, seinen Kopf hinzuhalten, schien ein recht interessantes Leben zu führen und doch gab es so viele Unklarheiten, von denen ich nicht wusste, ob ich über sie hinwegsehen konnte. In den Reihen meiner Todesser gab es bereits zu viele Zauberer und Hexen mit kleinen Schwächen, die sie durch ihre Arroganz und ihren Eifer zu verdecken versuchten und ich wollte ihnen nicht noch ein minderwertiges Mitglied hinzufügen. Frost, sofern sie den heutigen Abend überhaupt überstand, würde sich daher erst einmal beweisen müssen und wie konnte man diese frohe Botschaft besser überbringen, als von Angesicht zu Angesicht? Ich wartete daher heute ruhigen Gemüts auf die Ankunft der Professorin, die - wie mir Snape versicherte - bestimmt nicht denselben Fehler wie Smith begehen und mit Verspätung erscheinen würde. Dafür sei sie zu "intelligent", was immer Severus damit auch meinte. Ich würde mir heute Abend mein eigenes Bild von meiner potentiell neuen Dienerin machen, was bedeutete, dass dieser Abend das Leben der Hexe für immer verändern würde - egal wie er ausging, denn eines war sicher: ein Zurück gab es nicht. Wer einmal die Mauern dieses alten Hauses betrat, verließ sie nur mit einem Dunklen Mal oder ohne Lebenshauch. Gespannt ob des weiteren Verlaufs des Abends starrte ich daher auf einen Brief, der vor Kurzem eingetroffen war und davon berichtete, dass wir wieder einen Rückschlag hinnehmen mussten. Ridwell hatte es doch tatsächlich geschafft, den einfachsten Auftrag nicht zu erledigen. Was konnte denn bitte so schwer sein, ein kleines Amulett zu beschützen? Ich legte dem Ministerium bereits tausende Steine in den Weg und trotzdem schien ich von Unfähigkeit umgeben zu sein! Das musste aufhören und je früher diese Inkompetenz aussortiert wurde, desto besser! Bubbletalk war schließlich nicht dafür bekannt, einfach dazusitzen und nichts zu tun. Der alte Zauberer würde weiterhin alles daran setzen auch die kleinsten Aufträge zu sabotieren und solange solche Unfähigkeit vorherrschend war, würde ihm das auch gelingen. Frost machte daher besser einen guten Eindruck, denn einen weiteren Versager konnte ich nicht gebrauchen!

  • Eigentlich war es fast schon amüsant, wie Severus vermittelte, als wollte er ein neuer Kuppler sein. Sie hatte sich nur einmal noch hingezogener geäußert, und schon kam er eines Abends in ihr Büro und sagte ihr mehr als Deutlich, was sie tun durfte und was nicht. Ob es die richtige Entscheidung sein würde diesen weg zu gehen, würde sie gewiss erst später heraus finden, die Skepsis hatte sie verdrängt, sich daran hochgezogen an was sie seit ihrer Kindheit glauben sollte und was der richtige weg war. Ja, verdammt, sie hatte sogar jegliche neuen Muggelkontakte gekenzelt um nicht irgendwo noch in einem falschen Licht dazustehen. Nicht, das sie zu der Zeit viel von ihnen gehalten hätte. Aber es gab überall jemanden den man hätte sympathsich finden können sobald man jene mag.
    Sie hatte sich sooft durch den Kopfgehen lassen, das Severus gesagt hatte das sie sich zurück halten musste in einigen dingen. Als wenn sie ein Kind wäre was nicht wüsste wie sie sich zu benehmen hatte. Aber das er ihr auch geraten hatte in manchen dingen vielleicht nicht ganz so ehrlich zusein, sondern eher das zu sagen was der Dunkle Lord hören wollte konnte sie nicht nachvollziehen. Gewiss, vielleicht wollte er sie auf seine eigene Art und weise einwenig schützen...aber hätte er sie wirklich schützen wollen, hätte er sie erst garnicht bei dem Lord vorgestellt und ihren Namen genannt. Sie würde seine Ratschläge im Hinterkopf behalten, dachte sie sich als sie schon vor dem Anwesen in Little Hangleton stand und an die Tür Klopfte. Aber sie würde dem Mann gewiss keine Lügenmärchen auftischen. Wie sollte der Lord den wissen mit wem ers zutun hatte, ob er jemanden wirklich bei sich haben wollte wenn die Personen um ihn herum alle nur Logen und ihm sagen was er hören wollte? Er musste wissen wo ihre Stärken und Schwächen waren um das richtige Potenzial in die richtigen bereiche stecken zu können. Nochmals hob sich die Hand der jetztigen Professorin, strich eine Haarsträhne aus dem zurückgesteckten Haar und massierte kurz die Schläfe. Es war wohl nicht zu leugnen das sie nervosität verspürte. Sie würde den Gefürchtetsten dunklen Magier aller Zeiten gegenüber stehen, und Entweder als würdig oder...unwürdig erachtet werden. Gott war sie froh, das sie das Kind schon bekommen hatte. Wenn sie den Tag nicht überstand würde Grace wunderbar ohne sie klarkommen, vielleicht ja sogar besser als das Leben mit einer Todesserin an ihrer Seite.
    Und so wurde die Tür geöffnet, von einem kleinen schmutzigen Mann den sie nur von Erzählungen kannte, aber wohl als 'Wurmschwanz' zuordnete. Sie hob ihren dunklen Umhang einwenig hoch als sie über die Türschwelle trat, und hatte dieses wohlige Gefühl erwartet zu werden. Gewiss war sie Pünktlich, auch eher ein paar Minütchen zufrüh. Genau so wie sie zufrüh kam, fand sie es als selbstverständlich ein ordentliches äußeres zu haben. Sie zwar nicht gekleidet wie sie es bei einem Dinner oder Geschäftsessen war, aber doch, unter ihrem Umhang verbargen sich die Hohenschuhe, Bleistiftrock und ordentlichgeschlossene Bluse. Kurz hob sie die Hand und guckte kontrollierend auf die kleine goldene Armband uhr am Handgelenk, während sie dem eigenen Schritten lauschte welchen dem kleinen Mann folgten, bis sie ins Stübchen gebracht wurde und sie jegliche kleinigkeit mit den Augen aufsaugte innerhalb einiger Sekunden, bis ihr blick an dem Mann hängen blieb den alle so fürchteten. Und ja, es wäre gelogen, wenn sie nicht eine kleine erregung verspürte, den Schauer auf dem rücken als sie den Kopf einwenig eigte zu einer angedeuteten verbeugung. Nur leicht, und doch, wie es die Höflichkeit sagte, Sprach sie nicht zuerst, sondern überlies dem Gastgeber die ersten worte. Er war der Hausherr, das stärkere individum. Und es gab wirklich nicht viele leute welche diese Frau Dominierten, und welche sie über sich ordnete. Sie kontne sie quasi an einer Hand abzählen.

  • Rosalyn Frost, ihres Zeichens Zaubertrankprofessorin und Mutter doch mir war sie wohl eher als die Henkerin des Ministeriums bekannt. Zehn Jahre hatte sie in diesem Beruf gute Arbeit geleistet und ihn nun weggeworfen um Kinder zu unterrichten. Vermisste sie diese Tätigkeit? Fehlte ihr der Blick in die Augen eines Lebewesens wenn deren Seele den Körper verließ? Fehlte ihr diese Endgültigkeit? Diese Macht über Leben und Tod? Kam sie deshalb zu ihm? Elegant gekleidet betrat sein Gast die Stube und begrüßte mich mit einer angedeuteten Verbeugung. Narzissa würde dieser Aufzug gefallen. Apropos: Möglicherweise sollte ich sie und ihren Ehegatten demnächst besuchen um sicherzustellen, dass sie auch wirklich alles in ihrer Macht stehende taten um meiner Sache zu dienen, so wie sie es immer großartig und mit vielen Worten ankündigten. Ob Frost auch zu jenen Personen gehörte, die viel versprachen aber nichts hielten, würde sich heute Abend zeigen. Mit einem Kopfnicken bedeutete ich meinen neuen Gast, sich zu setzen. Schweigend beobachtete ich, wie sie ihre Schritte setzte, welche Körperhaltung sie zeigte und was ihr Blick über sie aussagte. Die Gedanken eines Menschen zu lesen war eine Kunstfertigkeit, die ich schon lange erlernt hatte, doch ich verschwendete sie nicht an irgendeinen x-beliebigem Opfer. Menschen ließen sich auch ohne Zauberkunst deuten und für den Anfang würde mir dies genügen. Ihr Gang und ihr Auftreten sprachen von Stärke und Entschlossenheit, doch etwas an ihrem Blick schien unruhig hin und her zu flattern. Ich hoffe, dass das nur Nervosität war, denn einen weiteren unsicheren Diener, wie Smith es war, konnte ich nicht gebrauchen. Die Todesser brauchten starke, unbarmherzige Mitglieder und keine verweichlichten Muttersöhnchen, die beim ersten Anblick von Gefahr umdrehten und davonliefen.
    "Ich hoffe Sie hatten nicht allzu große Umstände hierher zu finden, Miss Frost.", begrüßte ich meinen Gast nun meinerseits mit einer Stimme, die kein Wässerchen hätte trüben können. Würdigte man meiner Einladung nur eines schnellen Blickes, so könnte man wohl vermuten, ich würde leichtsinnig handeln, eine mir unbekannte Person nach Little Hangleton einzuladen, doch das war es nicht. Es war eher Stärke und Sicherheit, die meine Entscheidung bewogen, denn ich war mir ohne Zweifel bewusst, dass ich binnen dem Bruchteil einer Sekunde von hier verschwunden sein würde, würde irgendjemand bei Bubbletalk wegen meines Aufenthaltsortes vorsprechen. Hinzu kam, dass Frost nach dem heutigen Abend sowieso keine Zeit haben würde, irgendjemanden hiervon zu erzählen sollte sie meinen Ansprüchen nicht genügen. Doch dazu würden wir noch später kommen. Erst einmal galt es höflich zu sein, ganz so wie es mir der alte Dumbledore beigebracht hatte.
    "Severus kann heute leider nicht anwesend sein, aber ich bin sicher, dass er dennoch neugierig auf den Ausgang unseres Treffens sein wird. Also, Miss Frost: warum?" Eine einfache Frage, die für die meisten umso schwerer zu beantwortet war. Frosts erste "Herausforderung" wenn man so wollte und der Ausgang würde ihre nächste Aufgabe bestimmen. War sie so sprachgewandt wie Lafayette? So verschlagen wie Smith? Eindeutig hinterlistig wie Snape? Schleimerisch wie Lucius oder beinahrt wie Macnair? Mit welchem Attribut konnte man sie am Besten beschreiben? All das würde ihre Antwort erzählen, ohne dass sie sich dessen bewusst war.

  • Ein gekonnt aufgelegtes Lächeln umspielte die dunklen Lippen, als sie seinem Kopfnicken folgte und sich selbstverständlich in Bewegung setzte. Oh, ja, sie fragte sich was sie Erwartete. Doch das konnte man ihn nicht weiter ansehen. Sie war niemand der blickte seines Gegenübers scheute, aber dennoch nicht Dummgenug um Wichtigkeiten seiner Umgebung nicht zu erfassen. Und doch war ihr blick zu Schnell wieder bei dem Lord, das man es nicht als unsicherheit hätte abstempeln können das sie sich umgesehen hatte. Nein, die Lilliengrade Haltung der Frau zeigte schon allein aus welcher Erziehung die stammte, als sie sich setzte, nicht bis ganz an die Lehne, und simpel die Füßknöchel verschränkte, die Knie aneinander und die Handflächen locker darauf gefalltet. Trotz der ziemlich adretten weise zu sitzen, sah sie nicht verkrampft aus: Viel zu lange war sie darauf gedrillt worden wie sie sich zugeben und zu bewegen hatte, als das es ihr Schwer fallen würde genau das an den Tag zu legen - obwohl ihr ziemlich bewusst war, das es genug in diesen Kreisen geben würde welchen das mehr als egal war. Welche nicht auf die äußeren Attitüde achteten, sondern nur das raue, Tierhafte verhalten billigten, simple erfüllung der Aufgaben welche ihnen auferlegt wurden. Vielleicht auch einfaches bewedeln mit dem Schwänzchen des Hundes, um dem Herrchen zu gefallen. War es genau das? Menschen wollten einem anderen dienen um sich Beweihräuchern zu lassen? Das könnte sie nicht sagen. Hinter jedem Gesicht steckte soviel mehr als man erahnen könnte, hinter jeder geste. Woher sollte sie dann hinter jede Maske sehen können, wenn sie selbst eine so gut Erzogene an den Tag legte, das niemand hätte erahnen können das sie tatsächlich die Frost aus dem Ministerium war, welche ohne zu Zögern Urteile vollstreckte - egal welche umstände es gab. Schließlich war es auch schon geschehen das Besitzer einer zum Todeverurteilten kreatur nicht Kooperieren wollten. Und dann war es wohl passiert, das Rosalyn mehr oder weniger Handgreiflich wurde, was wiederum dazuführte das Hemlock sie aus der ganzen Anklage rausgeboxt hatte. Merkwürdig, wie das Leben spielte, aber eine Hand wusch doch schon immer die andere.
    Die Bewegung auf seine ersten Worte, war nur ein minimales schütteln des Kopfes. "Gewiss nicht, Mylord. Es ist eine Ehre für mich Sie hier besuchen zu dürfen." klang es als ziemlich selbstverständliche erwiederung auf seine ebenso selbstverständliche Flöskel, als wären sie nur Geschäftspartner welche sich zum ersten mal Gegenüber saßen bevor sie einen Deal abschlossen. Vorher die interesseren und aspekte davor austauschen, ob sie wirklich zu einem Deal kommen würden oder nicht. Ob er Platzte, oder nur verbessert werden musste. Ob sie Starb, oder als Brauchbar erachtet wurde.
    Und während der kurzenpause, des kurzen Schweigens, Betrachtete sie ihr Gegenüber soweit es ihr möglich war: Die Blasse, fast schon ins Bläulichgraue gehende Haut, die Schlitze der Nase, die Lippen welche keine waren... gewiss, eine solche gestallt war die eines Mannes die Gefürchtet werden konnte. Und auch wurde. Aber nicht auf grund seines aussehens, sondern aufgrund seiner taten. Und eines wusste jedes Kind in der Magischen Welt: Er hatte Großes Vollbracht. Gleichermaßen schrecklich und berauschend. Doch solang konnte sie an dessen gedanken nicht festhalt, den beim ersten Wimpernschlag waren sie beiseite geschoben um sich vollkommen auf den Mann zu konzentrieren. Es war ihr nicht gegönnt am Heutigen Tag in irgendeinerweise nicht Professionell zu erscheinen. Aber seine aussage enthielt kaum sachen welche sie überraschten. Das Severus nicht hier war, sah sie, und sie hätte erwartet das ihr alter Mentor ihr das Mitgeteilt hätte wenn er ihr zurseite stehen würde. Allerdings kurze die aussage mit kurzer Körpersprache bestätigt, das er sicherlich neugierig auf dem Ausgang war. Und selbst wenn sie Severus zu einen ihrer eher vertrauten zählte, sie würde nicht im geringsten annehmen das es möglicherweise trauern würde. Dafür war ihr Weltbild zu realistisch. Dafür seine Frage, Warum. Warum war sie hier, Warum hatte sie sich gegenüber eines Vertrauen Voldemorts so positiv ihm gegenüber ausgesprochen, Warum wollte sie hier hin gehören. " Weil Sie Menschen wie mich gebrauchen können. " Und ja, das Selbstbewusstsein was sie ausstrahlte wurde durch die aussage bestärkt. Sie hatte nicht sofort Geantwortet, aber auch nicht sehr lange Gewartet. Eher wie eine Höfliche Pause zwischen seinen Worten und den ihren. "Das ich ihre Ansichten teile muss ich nicht erwähnen. Das ich jene Vertreten möchte, ebenfalls nicht. Sonst wäre ich nicht hier, das wissen wir beide. Ebenfalls ist mir bewusst, Mylord, das Sie sich über mich informiert haben. Sonst wäre ich ebenfalls nicht hier." Und das Höfliche Lächeln was sie auf die Lippen gelegt hatte verblasste etwas. Sie hatte nicht groß ihm etwas vorzuspielen - was würde es nützen? Sie tat nichts unüberlegt, gewiss, aber sie war hier nicht bei jemanden zuhaus beim Dinner eingeladen wo es wichtig war über falsche Witze zu lachen und sich gut zu geben. Somit war ihr blick neutraler, ernster als sie Weitersprach. " Ich werde ihnen nicht erzählen das ich die Talentierste Hexe bin, MyLord. Aber ich kann ihnen sagen das ich meine Aufgaben erledige. Dinge die mich daran hindern Liquidiere, und mich weitaus besser in der Gesellschaft, dem Ministerium einfüge als es andere ihrer Diener tun könnten. Ich bin der meinung das ich ihnen nützlich sein könnte, Sir. Und es wäre mir eine Ehre es auch sein zu dürfen." Während der letzten sätze hatte sie sich leicht vorgeneigt beim sprechen, was mit der Stimme etwas herunter gegangen, aber nun hatte sie sich wieder in ihre Grade haltung zurück gebracht, und würde gewiss nicht seinem Blick ausweichen. Ihre Talente lagen gewiss in vielen dingen...aber die Beseitigung von Problemen würde ihr Liegen. Für andere waren das oft aufgaben, welche sie nicht gerne taten. Schmutzige aufgaben oftmals, aber sie selbst zog niemals die Pumps aus wenn sie durch eine blutlarche ging. Es störte sie nicht. Es gehörte dazu, zu der Verbitterung im inneren, dme Kalten Herzchen welchen so selten Ehrlich aufflammte. Sie war eine kalte Frau, eine Professionelle Frau. Vielleicht war das auch ein Grund warum sich McDougal gern mit ihr abgegeben hatte. Merkwürdig, bei ihm hatte sie gewusst wem er diente, bei Severus ebenfalls. Aber wenn ihr einmal bewusst werden würde wer in ihrem Umfeld noch alles dem dunklen Lord diente, würde sie gewiss Laut auflachen. Schließlich war es zum Beispiel Smith etwas was man niemals in betracht gezogen hätte. Was hatte er schon für Stärken, außer Magersucht und oftes Zusammenbrechen? Sie selbst hatte ihn doch in der Schulzeit oftgenug ins Klotauchen gesehen. Oder waren es genau solche Menschen, die Später gerne einer größeren Macht dienten...dann wäre sie Falsch - denn sowas war ihr nie wiederfahren. Sie war wohlerzogen, eine gute Schulzeit, und eine Mehr oder minder interessante Berufliche Laufbahn. Aber nundenn, gespannt, ohne gespannt auszusehen blickte sie dem Albtraum entgegen, welcher von ihr Besitz ergreifen sollte. Wie ein Puppenspieler mit seiner neusten errungenschaft.

  • Frost wusste, wie sie sich auszudrücken hatte, das stand außer Frage. Mit jeder Bewegung, mit jedem Wort, das bewusst auf die eine oder andere Weise betont wurde, merkte man in welchem Haus sie ihre Erziehung genossen hatte. In diesem Punkt übertraf sie schon so manchen meiner Diener, mit denen ich mich sonst abgeben musste. Selbstverständlich half eine gepflegte Ausdrucksweise und ein selbstbewusstes Auftreten bei manchen Aufgabe nicht weiter, doch wenn Frost im Umgang mit dem Zauberstab ebenso gut geschult war, dürfte es nicht allzu schwer sein für die ehemalige Henkerin eine passende Freizeitbeschäftigung zu finden. Sie sprach ohne zu zögern vom Töten. In ihrer Stimme lag dabei eine gewisse Routine, die sie zweifellos in ihren jahren als Henkerin erworben hatte. Doch magische Tiere zu liquidieren war eine Sache, Muggel und Schlammblüter eine ganz andere.
    "Ich sehe weshalb Snape von Ihnen gesprochen hat.", bemerkte ich mit einem gnädigen Nicken. "Aber Worte allein werden meiner Sache nicht gerecht. Sie verstehen bestimmt, dass ich überprüfen muss, ob Sie auch den Mut und die Fähigkeit dazu besitzen, Taten folgen zu lassen. Wurmschwanz!", schickte ich nach dem wohl unfähigsten aber auch notwendigsten Diener, der sich hier herumtrieb. Es dauerte ein wenig, bis die gebückte Gestalt den Raum betrat und sich flüchtig umsah. Dabei blieb der Blick des ungepflegten Animagus an dem neuen Gast in Little Hangleton hängen. Länger als es notwendig gewesen wäre, musterte Wurmschwanz die Professorin aus Hogwarts, die er zuvor schon in die Stube geleitet hatte.
    "Wurmschwanz!", zischte ich noch einmal eindringlicher, was dafür sorgte, dass mein Diener scharf zusammenzuckte, seinen Blick von Frost augenblicklich löste und näher kam.
    "Womit kann ich dienen, mein H-Herr?", nuschelte Wurmschwanz in sich hinein und verbeugte sich tief.
    "Miss Frost hier steht es bestimmt nach etwas Spaß. Bring unseren Ehrengast herein.", befahl ich mit einem Seitenblick auf die Professorin, die noch nicht wusste, was sie erwarten würde. Wurmschwanz blickte fragend auf.
    "Unseren Ehrengast? S-seid ihr s-s-sicher?", warf der Animagus zögernd ein und zuckte kurz darauf erneut zusammen, als ihn mein eiskalter Blick traf. Widersprach er mir etwa? Abwehrend hob er die Hände, murmelte etwas in sich hinein und machte sich so schnell er konnte von dannen. Ich starrte ihm feindselig nach, bis er den Raum verlassen hatte und wandte mich anschließend wieder an Frost.
    "Es wird ein wenig dauern, bis Wurmschwanz wiederkehrt. Ich schlage daher vor, dass wir uns die Zeit damit vertreiben, uns ein wenig über Hogwarts zu unterhalten. Erzählen Sie mir von den anderen Professoren. Was halten Sie von ihnen?", verlangte ich mit ruhiger Stimme zu wissen. Frost war als Todesserin vielleicht wertvoll aber als Todesserin innerhalb der Mauern von Hogwarts war sie sogar noch nützlicher. Nach Smiths erbärmlichen Scheitern konnte ich eine neue Quelle gut gebrauchen um die anderen Professoren im Auge zu behalten - und meine eigenen. Nach allem was vorgefallen war, zweifelte ich zwar nicht daran, dass Smith seine Lektion gelernt hatte, doch das würde ihn nicht davor bewahren eine Dummheit anzustellen. Severus sprach zwar nicht in großen Tönen von seinem Kollegen doch jemand, der nicht wusste, dass Smith ebenfalls meiner Sache diente, hätte bestimmt noch weitere interessante Details zu berichten, die Snape vielleicht als zu unwichtig erachtete, um sie mir mitzuteilen. Fragend ruhte daher mein Blick auf Frost während ich auf eine Antwort wartete. Würde sie sich als würdig erweisen? Würde sie einen Lafayette ersetzen können? Es betrübte mich beinahe, dass ich ihn aus Hogwarts abziehen musste, aber seine Qualitäten wurden anderweitig gebraucht. Unglückerweise war es mir nicht gelungen einen adäquaten Ersatz für meinen Diener zu finden, so dass die Stelle offiziell neu ausgeschrieben wurde und sich nun allerlei Getier um diesen Posten bei Snape bewerben würde. Ich konnte nur für ihn hoffen, dass er seine Wahl weise traf und nicht irgendeinen Nichtsnutz einstellte, der eigentlich gegen mich arbeitete, wie es bei Byrne der Fall gewesen war. Zum Glück hatte sich McDougal diesem Ärgernis angemommen, so dass ich mir keine weiteren Sorgen mehr um diese rothaarige Aurorin machen musste, doch zweifelsohne würde Bubbletalk dies nicht als die Warnung verstehen, die es war. Der alte Auror war unnachgiebig und je länger er im Amt blieb, desto überdrüssiger wurde ich ihm. Die Zeit würde auch kommen, in der ich mich mit ihm näher beschäftigen musste, doch bis es so weit war, würde ich jede seiner kleinen Fliegen mit bloßen Händen zerquestschen und Nagini zum Fraß vorwerfen! Ob Frost sich bei diesem Vorhaben als hilfreich erweisen würde, würde sich noch zeigen. Ich zweifelte nicht an ihrer Entschlossenheit, doch der Abend war noch jung und unser Gespräch hier wird zweifellos das Harmloseste bleiben, was Frost in Erinnerung behalten würde.
    Über uns rumpelte es. Ich warf einen Blick zur Decke, die sich keineswegs derart luxuriös gestaltete wie es die Verzierungen im Hause Malfoy taten, und wandte mich anschließend wieder an Frost.
    "Lassen Sie sich von Wurmschwanz nicht stören.", bat ich sie in einer Tonlage, als hätten wir uns zu einem Teekränzchen zusammengefunden. Es rumpelte noch einmal, doch ich schenkte dem keine Beachtung. Ich schätzte Wurmschwanz als furchtsam genug ein, dass er wusste, was ihn erwarten würde, wenn er unseren Ehrengast nicht in einem Stück hierher brachte. Es war daher besser für ihn, wenn keine weiteren Geräusche zu uns drangen, die darauf hindeuteten, dass er die Hauptattraktion des heutigen Abends verdarb. Dann würde er selbst als solche herhalten müssen und das würde ihm wohl nicht sonderlich zusagen. Verdient hätte er es trotzdem. Ich war selten von so viel Unfähigkeit umgeben, doch Wurmschwanz machte seine Verfehlungen stets mit uneingeschränkter Treue wett. Ich war also ab und an dazu bereit über seine Unzulänglichkeiten gnädig hinwegzusehen, so lange er mir weiter von Nutzen war und nicht zur Belastung wurde. Durch was würde sich Frost auszeichnen? Was würde ihre Fehler ausgleichen?

  • War das ein Kompliment? Wahrscheinlich könnte man es so deuten. Oder eher eine Positive aussage ihr gegenüber. Also war die erste kleine Hürde gemeistert. Wobei sie sich bewusst war das sie sich nicht in Sicherheit wiegen durfte welche hier nicht vorhanden war. Sie selbst kannte sich - wenn die begann jemandne Anzulächeln, Herzlicher wurde, dann war meist Malz & Hopfen verloren. Warum sollte es hier anders sein? Wenn man selbst einwenig belustigung an der Unterwürfigkeit von anderen hatte. Wobei, das war es nicht. Es war mehr diese Unterlegenheit, welche sie nicht ausbessern konnten. Sie waren dem ausgeliefert, und es war umso amüsierender zusehen wie sich jemand unter dem Schicksalwand, welchem sie nicht entgehen konnten. Auch meist Angst davor hatten, weil sie nicht wussten was in ein paar minuten, sekunden oder auch Tagen geschehen würde. Aber hatte sie jetzt Angst? Eigentlich nicht. Es war alles so unausweichlich, warum sollte man Angst davor haben? Es wäre eher eine Angst vorhanden wenn sie versagen könnte, mit einem Schauspiel. Aber so, mit annähernder Ehrlichkeit war alles...anders. Merkwürdigerweise fühlte sie sich auch nicht wie auf der Anklagebank, sie fühlte sich nicht mal unwohl was sie nochmehr beunruhigte. Neugierig, einwenig nervös, aber was wenn sie hier hergehörte? Das würde einiges ändern.
    "Natürlich." Nur nachvollziehbar, das er sie Testen musste, wollte, und doch wars... wieder eine neugierde, womit sie das Zeigen würde. Womit sie beweisen könnte das sie ihm wirklich gehorchen würde, das sie auch die möglichkeiten besaß ihm zu Dienen, mehr als nur ein Hübsches Diener Püppchen in seiner Sammlung zusein. Aber seine aussage wurde in ihrem Kopf ja schonwieder zerpflückt. Sie war keine besonders Mutige Person, aber das glich sich im Heutigen fall aus. Sie würde ja keine große Wahl haben. Und doch, beim Namen des Dieners sah sie selbst vom Lord selbst weg und beobachtete den gebeugten kleineren Gast eintreten, sah aber nicht wirklich begeistert, fast schon einwenig mit missfallen beiseite als sie realisierte das er selbst sie anschaute.
    Und tatsächlich, ihr blick wurde einwenig fragender, eine mischung aus Skepsis und fragende neugierde. Ehrengast. Was würde das bedeuten? Das sie womöglich einen weiteren Gast hatten, natürlich, aber wenn etwas hochangekündigt wurde klang es ja beinahe so als würde diesem Gast nicht wirklich große Beliebtheit entgegen gebracht. Und er war für sie gedacht. Abwarten, Tee trinken, und doch beobachtete sie nochmals den gekrümmten rücken des Dieners als er das Zimmer erneut verließ, und die Schritte gedämpfter und Leiser wurden soweiter er sich entfernte. Aber sie war nicht überrascht den blick der ihr diesen wohligen schauer auf dem rücken bereitete wieder zu begegnen, als sie zurück zu Voldemort blickte.
    Eine Unterhaltung, ganz simpel, also warum nicht. Sie sollte von den anderen Lehrkräften erzählen, und damit meinte er gewiss nicht Snape. Was tat Severus schon groß außer Papierkram regeln und in seinem Türmchen zu sitzen? Nichts, es wäre sogar keine große Fragen wenn die Schüler ihn bald zu einer Legende erklären würden. Mythen über Hogwarts, Kapitel 56. Severus Snape. "Abgesehen von der tatsache, das sie die Position wie Fliegen wechseln? Es ist ein kommen und gehen." Und das hatte sie in ihrer eigenen Zeit festgestellt. Dabei war es bald grademal ein Dreivierteljahr in der sie in der Einrichtung Unterrichtete. Mit wem könnte man beginnen? Kurz ging ihr blick zur seitlich, ein Portrait an der Wand betrachtend. "Das Kollegium spalltet sich in Zwei Partein, Sir, Sie-" Doch dann wurde der offensichtliche Lärm von Oben begonnen und ihr blick glitt hinauf, zu der decke, und wurde erst wieder gesenkt als die Worte des Lords sie dazu aufforderten weiter zu Sprechen. Nun, dann musste sie eben ignorieren was dort vonstatten ging, was auch immer vorbereitet wurde und was ihr im nachhinein vorgesetzt werden würde. Es glich ja fast schon den Geplänkelten Konversationen zwischen den Gängen eines Dinners. "Sie", griff sie also einfach wieder den satz auf. " Sind deutlich zu Unterscheiden. Es sind Lafayette, Smith und meine Wenigkeit welche das sagen haben, und sich ziemlich offensichtlich auf der gleichen Ebene bewegen. Und dann gibt es da auf der anderen seite noch..." Und sie schmunzelte." Den Muggelkunde Lehrer Bones. Was es ihm an Hirn fehlt hat er scheinbar versucht durch Körpermasse wieder gut zu machen. Er und Oliver Bellington sind kleine wesen die Regenbogen erbrechen. Ganz zuschweigen Lorge. Ich halte von keinem wirklich viel, Bellington ist Jung und noch so formbar, aber der rest..." Ein kurzes Kopfschütteln. "Ihre interessen liegen oft zwischen dem Unterricht und Romanzen, selbst mit Schülern. Wo dort die Pädagogisch Wertvolle Lehrweise bleibt weiß ich nicht, aber viele scheinen zu vergessen Warum sie in dieser Einrichtung sind. Vergessen das es ihr Beruf ist, und nicht ihr Privatleben. Smith hat seine schar kleiner Mädchen welche ihm anhimmeln. Ansonsten hängt er immer zwischen einem Coma und dem leichten ans Leben Klammern. Dürr, ausgezerrt, Alt. Ein wunder das er sich auf den Beinen halten kann." War die letzte Schluss anekdote. Eine kleine eigene meinung, obwohl das alles ja ihre Meinungen war. Es war schlimm, das man außer von Smith amwenigsten in der Schule sah. Ansonsten sich nur Gerüchten hingeben konnte oder die augen auf etwas warf was einem nicht gefiel. Sie konnte wirklich den wenigsten Lehrern vorwerfen nicht irgendwo ahnung zu haben was zutun war in ihrem Fach, aber das war auch nicht die Frage gewesen. Was beobachtete sie, was hielt sie von ihrem Mitarbeitern. Sie hätte ebenfalls erwähnen können, wie froh sie war das beide Byrne's weg waren.Die kleine war Schlimmer als die alte, aber beide waren nicht wirklich die art von Menschen welche sie gern um sich hatte. Und es war nicht so als konnte Rosalyn Frost nicht mit Auroren umgehen - sie konnte mit jedem Menschen umgehen, wenn sie es musste. Aber es kam dann immer auf dem grad der Höfflichkeit an den man ihr entgegen brachte. Wurmschwanz zumbeispiel hatte sie letztendlich auch einen abgeneigten Blickzugeworfen, weil sie das Gefühl hatte das wäre ihr erlaubt. Dieses zur schau zu stellen, dem Mann selbst zu zeigen das sie gewiss nicht Länger als nötig angesehen werden wollte, egal welche gründe es hatte. Wie egal es ihr doch war, falls da irgendwo verlangen mitspielte. Bis zu ihrer Scheidung hatte sie Jahrelang ohne Flirt, ohne ein Sexuellleben gelebt und es funktionierte wunderbar. Sie war das Perfekte Frauchen gewesen, egal wie unbefriedigend die Ehe gewesen war... aber solange man den Schein für die Außenwelt am Leben hielt, konnte sie sich auch wie ein Musiker im Scheinwerfer Licht bewegen.
    "Darf ich mich Erkundigen, was ihr interesse so auf die anderen Professoren Hogwarts richtet, MyLord?" Schließlich wollten sie eine Unterhaltung führen. Nur weil er ganz offensichtlich der Herr jener war, bedeutete es nicht das sie sich nicht daran beteiligen durfte, und die Fragen zu beantworten hatte. Zu einer guten Konversation gehörte sogar das man auf die aussagen der anderen Person eingung und darauf aufbaute. Und daran hielt sie sich fest. Wahrscheinlich hätte Severus ihr jetzt schon abgeraten selbst die Fragen an den dunklen Lord zu richten. "Es scheint mir, als wäre mir einiges im Kollegium entgangen...?" Was nur begrenzt nach einer frage klang, eher wie eine feststellung. Ja, McDougal, Severus. Einer war fort, der andere war weiterhin da. Severus hatte auch sie als Würdig hier her geordert, und es würde gewiss nichts an ihrer Stellung in Hogwarts ändern. Aber was war, wenn ihr noch jemand anderes entgangen war? Was, wenn jemand in Hogwarts dem Lord treue geschworen hatte, vielleicht schon so viel Länger, und sie dies einfach nur nicht wusste. Benutzte er sie grade als seine Augen und Ohren, zum auskundtschaften über bestimmte Personen. Oh, diese neugierde welche sie zerfraß in sovielen bereichen des Heutigen Tages. Es war fast schon eine qual, die Unterlegene, unwissende Person zusein.

  • So, so. Lafayette, Frost und Smith hatten also das Sagen. Was Snape wohl dazu sagen würde? In Anbetracht von Lafayettes tadellosen Fähigkeiten und seiner silbernen Zunge überraschte es mich nicht weiter, dass er Einfluss auf andere Lehrer nahm und das Schulbild aktiv formte. Frost erschien mir auch nicht eine Person zu sein, die sich mit einer niedrigen Position in der internen Professorenhierarchie abfinden würde und Smith schien doch das eine oder andere richtig gemacht zu haben, wenn er hier aufgeführt wurde. Doch dieser Eindruck sollte nicht lange vorhalten, denn nachdem Frost die anderen Professoren zurecht diffamiert hatte, wusste sie auch eine recht interessante Geschichte über Smith zu erzählen. Einen kleine Schar Mädchen, die ihn anhimmelte? Interessant, höchst interessant. Ich sollte mir bei Gelegneheit wohl die Liste, die Smith letztens für mich angefertigt hatte, genauer ansehen. Ansonsten fand Frost nicht viel Positives über ihn zu berichten, was darauf hindeutete, dass sie keine sehr hohe Meinung von ihrem Kollegen besaß. Nicht, dass ich das erwartet hatte, aber es war immer wieder interessant zu beobachten, wie die Beziehungen in Hogwarts gestrickt waren. Dass Smith nicht in einer besonders guten körperlichen Verfassung war, war jedoch nichts neues. Der Professor für Verteidigung gegen die Dunklen Künste hatte noch nie den fittesten Eindruck hinterlassen und nach seinem letzten Besuch hier würde er auch einige Zeit gebraucht haben, um sich von den Strapazen seiner Ungehorsamkeit zu erholen. So etwas würde Frost hoffentlich nie passieren. Es wäre doch zu schade, wenn ich dazu gezwungen wäre sie in die Liste meiner unfähigen Dienerschaft aufzunehmen - das hieß, falls sie überhaupt in den Kreis der Todesser aufgenommen werden würde. Was mich wieder zu Wurmschwanz brachte: wo steckte dieser Nichtnutz nur so lange? Ich sollte ihn dazu verdonnern, draußen zu schlafen!
    "Darf ich mich erkundigen, was ihr interesse so auf die anderen Professoren Hogwarts richtet, MyLord?" Erstaunen flackerte für den Bruchteil einer Sekunde in meinen Augen auf, als Frost mich mit ihrer Stimme aus meinen Verwünschungen holte. "Es scheint mir, als wäre mir einiges im Kollegium entgangen...?" Sie hatte also keine Ahnung. Das war gut. Ich hatte für einen kurzen Moment schon befürchtet Severus wäre so nachlässig gewesen und hätte ihr von all meinen Quellen innerhalb der Schlossmauern erzählt, doch wie in den meisten Fällen war auf den Schulleiter Verlass. Er hatte Frost nichts von Lafayette und Smith erzählt und ich hatte keinerlei Interesse dieses Unwissen zu korrigieren. Weshalb sollte ich auch? Es würde ihr nur zum Nachteil gereichen, wenn sie begann sich aufgrund seiner Zugehörigkeit mit Smith herumzutreiben, denn der leicht wankelmütige Professor war derzeit nicht gerade in der Lage ein vorbildhaftes Beispiel für einen Todesser zu liefern. Ich wollte schließlich nicht, dass sie sich mit seiner Schwäche ansteckte. Zudem würde sie so weniger emotionale Konflikte - sofern diese bei Frost überhaupt ein Thema waren - davontragen, würde Smith endgültig in Ungnade fallen.
    "Nicht das ich wüsste.", entgegnete ich glatt und erhob mich, als das Poltern im Nebenraum immer lauter wurde und Wurmschwanz schließlich wieder auftauchte. Vor sich her schubste er einen alten, klapprigen Schreibtischstuhl der nur noch drei von vier Rollen hatte. Auf diesem Stuhl saß ein Mann, der einen Sack über den Kopf trug und sich nicht rührte. "Was hat so lange gedauert?", herrschte ich Wurmschwanz an, der daraufhin in den nächsten Sekunden damit beschäftigt war nach einer annehmabren Ausrede zu suchen. Ich ignorierte sein Gestammel jedoch und trat zu dem Mitbringsel. Mit einer einfachen Handbewegung und ohne meinen Blick von dem Mann auf dem Stuhl zu nehmen, winkte ich Frost herbei. Wurmschwanz' lächerliches Gewimmer verstummte, als ich meine Stimme erhob.
    "Miss Frost, darf ich Ihnen unseren heutigen Ehrengast vorstellen? Er hat sich extra die weite Mühe von Irland hierher gemacht nur um unseren Treffen beizuwohnen. Um ihm seine weite Reise angenehmer zu gestalten, hat sich Narzissa dazu entschlossen, einen Stupor anzuwenden, den ich jedoch nun aufheben werde.", erklärte ich und ließ meinen Worten sogleich Taten folgen. Der Mann rührte sich, erst langsam dann schneller. Sein Kopf schnellte hin und her doch aufgrund des braunen Leinensacks auf seinem Kopf konnte er sie nicht wirklich ausmachen.
    "Was? Wo bin ich? Was habt ihr gemacht? Margrete, Schatz, bist du da?", meldete sich der Ehrengast verwirrt zu Wort und versuchte aufzustehen, was aufgrund der Fesseln, die seine Hände und Füße an den Stuhl banden, natürlich nicht möglich war. Wurmschwanz trat einen Schritt beiseite und kicherte in sich hinein.
    "Muggel sind doch erstaunliche Wesen, nicht wahr? Selbst in Gefahr stellen sie nach wie vor die dümmsten Fragen.", bemerkte ich süffisant. Der Mann hielt kurz inne. Sein bedeckter Kopf wandte sich der Stimme zu, die er eben vernommen hatte.
    "Was...wenn ich hier rauskomme..."
    "...aber du kommst hier nicht heraus, gerade das ist ja dein Problem.", warf ich ein und verdrehte die Augen. Unser Ehrengast schien so dumm zu sein, wie Wurmschwanz. Leider hielt ihn das nicht davon ab, weiter seine Zunge zu benutzen.
    "Wo bin ich? Wo ist meine Frau? MARGREEETE, MARGREEETE hörst du mich?"
    "Thihi, du bist nicht mehr zu Hause.", gluckste Wurmschwanz erfreut, wie ein Kind, das man zu Weihnachten ein Spielzeug schenkte. Ich beachtete ihn nicht weiter, während der Mann zu einem weiteren Ruf ansetzte, sondern wandte mich an Frost.
    "Bring ihn zum Schweigen!", forderte ich die angehende Todesserin kalt auf und schritt an ihr vorbei zurück zu meinem Lehnsessel in dem ich mich niederließ und die Situation weiter beobachtete. Es gab viele Wege eine Person zum Schweigen zu bringen, von denen nicht alle mit dem Tod der Person enden mussten aber konnten. Ruhig lag mein Blick auf Frost um jede ihrer Regungen zu registrieren. Jedes noch so kleine Flackern in ihren Augen, jede hastige Bewegung, einfach alles würde ich mir merken. Ich hatte Frost eine Aufgabe gestellt und nun war es Zeit für dessen Ausführung, weshalb ich gespannt auf eine Reaktion wartete.
    "WAS? Nein, bitte, ich...ich habe nichts getan! Ihr müsst mir das glauben!", stammelte der Mann inzwischen vor sich hin und bewegte seinen Kopf fahrig hin und her. Ich legte meine Fingerspitzen aneinander. Für welchen Weg würde Frost sich entscheiden? Was konnte ich von ihr erwarten? Was glaubte sie, dass ich von ihr erwarten würde?

  • Nicht das er wüsste. Kurz Spitzten sich ihre Lippen, und das Kinn wurde kaum merkbar gereckt. Nicht das er wüsste? Oh, er wusste gewiss soviel mehr über all die Menschen in Hogwarts als sie jemals wissen würde. Heimlichkeiten, die Leichen im Keller einiger Leute. Es waren doch immer die Menschen die Macht hatten, welche es sich auch leisten konnten an jegliche Informationen zu kommen welche ihnen beliebt. Aber das tat nun nichts zur sache, denn viel eher das beobachten des Mannes war an der reihe, wobei sie sitzen blieb, sich auf ihrem Platz allerdings Gänzlich zum Raum drehte um das geschehniss verfolgen zu können. Sie beobachtete wie Wurmschwanz mit dem Schreibtischstuhl herein kam. Hatte jener die ganzezeit den Krach veranstalltet, oder war der Schmutzige Diener einfach nur Unfähig das ganze ohne Krach zu erledigen. Selbst sie war im Stande einen anständigen Mobilcorpus zu sprechen und das ganze wär ohne ein riesiges Theater von Statten gegangen.
    Ihr Körper erhob sich erst in einer Fließenden Bewegung als Voldemort sie dazu auffoderte, und überbrückte die kleine Distanz relativ schnell, hatte auch keine Scheu neben ihm stehen zu bleiben um seiner Erklärung zu lauschen, allerdings eher den Mann mit dem Sack über den Kopf dabei betrachent. Wie Nett, ein Geschenk für sie! So wurde es ja quasi dargestellt, ihre ganz Persönliche überraschung, welche sie gewiss eher begeistern sollte als Abstoßen. Aber wenn wir ehrlich waren hatte sie kein Mitleid. Sie kannte diesen Mann nicht. Er war ihr egal, und Sünder waren sie eh alle, egal was für ein Blut sie hatten. Gewiss würde er den Abend nicht überstehen, und das Obwohl jener noch sehr jung war. Es war auch nicht so da ssie freude Empfand wenn sie das hier sah. Sie fühlte einfach garnichts für diesen Menschen auf dem Stuhl. Auch nicht, als sie feststellte das er wohl eine Frau hatte, sich versuchte zu wehren. Nein, es legte sich nur dieses kleine Lächeln auf ihre Lippen als würde sie dem dunklen Lord selbstverständlich in seiner aussage zustimmen. Und ehrlichgesagt tat sie das auch. Das waren die unnötigsten Fragen welche man stellen konnte, und doch wahrscheinlich jene welche jeden Menschen beschäftigt hätten, wenn sie keinerlei ahnung hatten wo sie waren.
    Und doch, dann lachte sie sogar kurz auf, hielt sich die Hand darüber beschämt vor dne Mund und sah kurz weg. Und da sagte mal einer Voldemort hatte keinen sinn für Humor! Vielleicht war es ja ein ziemlich böser, Schwarzer Humor, aber belustigend hatte sie es doch grade selbst gefunden. Vielleicht weils auch einfach die Wirklichkeit war, der Mann würde nicht raus kommen, und er störte somit die eher gespielt Vertraute unterhaltung. Er zerstörte die Illusion der guten Tugenden in diesem Zimmer, und sowas konnten sie doch nicht billigen oder? 'Bring ihm zum Schweigen.' fragen sie seine Worte, und sie sah nochmal auf zu ihm, einen moment Länger, bevor sich der Lord abwandte und zurück auf seinen Lehnsessel setzte um dort alles zu beobachten. Der König der seinen Narren dabei beobachtete wie er ihn belustigen würde. Und warum auch nicht? Ihre Hand glitt hinauf, zu den Knöpfen über ihrem Busen und mit kurzen Bewegungen öffnete sie den Umhang, streifte ihn von armen und Schultern, als hätte sie alle Zeit der Welt und legte ihn beiseite. Fischte den Zauberstab heraus und legte ihn auf ihrem Platz ab auf dem sie eben noch gesessen hatte: Der Umhang war ihr um einiges Kostbarer als die Bluse, wenn dort ein paar...Flecken drauf kommen würden Störte sie es nicht. Sie würde jene einfach Wegwerfen und Neukaufen.
    Sie sollte ihm zum Schweigen bringen. Da gab es die Humane variante, ihn einfach die Zunge an den Gaumen zu kleben... aber wir waren hier nicht in der Unterstufe. Er wollte sehen was sie tat, das sie kein Mitleid hatte und es sie nicht Störte jemanden, der möglicherweise unschuldig war, für etwas zu bestrafen für das er nichts konnte: Seine Herkunft. Sein Wille zum Überleben. Wäre es ihr nicht so egal, würde sie die tatsache vielleicht Traurig finden, während sie die drei Schritte wieder zu ihm herüber ging, und keinerlei Eile in ihrem Schritt hatte, sich etwas vorbeugte und mit den Fingern Sack welcher über den Kopf des mannes steckte packte, und um eines höher zog, soweit, das nur noch Nase und Augen bedeckt waren, und schon streichelten kurz die Finger über die Wange. "Ssch~" Kam es fast schon beruhigend aus ihren Lippen gezischt. Ja, sie könnte die einfache Variante nehmen. Aber was war Voldemort schon dieser Muggelwert? Vielleicht war er auch nur das Abendessen für die Schlage, die Angeblich bei dem Lord leben sollte. Doch der Muggel wurde durch die Bewegung nur noch unruhiger, so das sie um das Kinn griff und es fest packte, das er einfach gezwungen war still zu halten. "Das ist Unhöflich." War das Nächste Kommentar, während sie den den Kiefer herunter zwang und die Muskeln in ihrem Oberarm sich deutlich anspannten. Genaugenommen waren ihre Körperliche kraft um einiges Beeindruckender als der Magische Teil an ihr. Aber das lag am Beruf, als Henker musste man eben auch die Axte schwingen können, und große Tiere im Zaum halten. Egal was für ein kleines Persönchen man war. Ihr Daumen fand den Weg ins seinen Mund, hielten so den Kiefer geöffnet während die andere Hand mit dem Zauberstab schon eindeutig zu nahe gekommen war und dann... war da kein Klagen mehr, zumindest keines was in Worte gefasst war. Nur das Blut, was ihr entgegen gespuckte wurde, bevor sie den Zauberstab kurz in den Bund des Rockes schob, aus der Bluse ein kleines Stofftaschentuch zog und das Stück fleisch was sie in seinem Mund Entfernt hatte darin einwickelte, und tatsächlich Wurmschwanz zu warf. " Fang!" Es war eine Mechanische Arbeit, als hätte sie das schonmal gemacht, aber das wäre Gelogen. Zog erneut den Zauberstab aus dem Mund und zog den Mund noch einwenig weiter auf, vom Schmerz und leisen Wimmern betäubt, in das blutige Loch hineinspähend und wieder mit dem Zauberstab zielend. Und das Geruch von Verbrannten Fleisch zog leise auf, bevor sie endlich von dem Mann ab lies, den Sack wieder herunter zog und die Hände kurz am schwarzen Rock abwischte und sich seitlich zu Voldemort drehte, und fein Geschwungenen Augenbrauen in die höhe ziehend. Sie erwartete kein Lob, kein Schulter getätschel. " Entfernt und Wunde Kauterisiert, wir wollen doch nicht das unser Ehrengast an seinem Blut erstickt. Wenn sie wollen, Sir, Lebt er sogar länger als es ihm nun noch lieb ist." Denn jener würde gewiss schmerzen haben, oder eher Leiden. Es gab beiweiten angenehmere dinge als die Zunge herausgeschnitten zu bekommen. Wobei danach die Blutung zu brennen war doch auch die ein oder andere weise Gnädig. Beides Einfache Zauber, quasi Haushaltszauber wenn man es so wollte, welche nur von ihrem Zweck entfremdet worden. Aber passierte das nicht mit sovielen guten Ideen? Sie werden erschaffen um zu helfen und zerstörten dann die Welt, immer und immer wieder.
    Aber so lieb sie erstmal stehen, die Hände vor ihrem Schoß verschränkt und darauf gespannt was er sagte wollte, oder ob er ihr neue Anweisungen gab. Ob er wollte das sie sich setzte, oder ihr Anbot sich die Hände waschen zu gehen. Sie konnte diesen Mann nicht einschätzen, und das wollte sie auch nicht. So konnte sie viel eher in der kleinen Gewissheit bleiben nicht zu wissen wann sie eine Linie überschritt, oder wann sie etwas vollkommen falsches tat. Wann sie ihm gefiel und wann er sie für unbrauchbar abstempeln würde. Aber eines hatte sie gewiss bewiesen. Sie log nicht wenn sie sagte das sie dinge welche ihr im weg waren aus jenem Entfernte. Und dazu zählten auch Störungen durch herumgeschreie. Sie hatte gesagt sie erfüllte ihre Aufgaben. Und so hatte sie es auch jetzt getan, mit kühlen blick, höchstens noch der Maske des Lächelns welches für geübte Augen oft Unehrlich war. Und doch, stand hier die guterzogene Frau, nun mit Blutbefleckter Kleidung und schien sich daran nicht zu stören. Es wäre eine viel zu große Schwäche wenn man von banalitäten wie Flecken ablenken lassen würde. Nur das es auf ihrer Haut war störte sie. Doch anmerken lassen was etwas völlig fremdes. Und nein, Mitleid empfand sie noch immer nicht für den Muggle. Höchstens für Wurmschwanz, weil sie sich ihn einfach zueigen gemacht hatte und ihm das eingewickelte Stück Zunge entgegen geworfen hatte.

  • Der Ausdruck in Frosts Augen sprach von Routine - der Routine mit Leid umzugehen. Als Henkerin hatte sie zweifellos das ein oder andere Gejammer mancher Besitzer ertragen müssen und diese Erfahrung hatte möglicherweise dazu beigetragen, sie stark zu machen. Mitglied war eine Krankheit, die bevorzugt jene befiel, die zu feige waren um sich mit wahrer Stärke zu befassen. Ich hatte daher dafür keinen Platz in meinen Reihen. Zum Vorteil der Professorin für Zaubertränke schien sie keines davon zu empfinden, zumindest nicht jetzt, denn sie ging mit präziser Grausamkeit vor und ließ den Mann auf eine höchst kreative Art und Weise verstummen. Die meisten meiner Todessern, denen ich diese Aufgabe gestellt habe, hatten zu einem Avada Kedavra gegriffen um meinem Wunsch nach Stille nachzukommen. Es war einfach, sauber und ging schnell. Frost hatte hingegen ein wenig mehr Phanatsie bewiesen und sorgte für eine längere Art der Unterhaltung. Hinzu kam, dass der arme Bastard, wer immer er auch war, nun ein wenig länger zu meiner Verfügung stand, was sich an bestimmt noch als nützlich erweisen würde, falls Nagini einmal keine Lust zum Jagen hatte. Zudem gefiel mir die Art und Weise, wie sie Wurmschwanzs dummes Gekicher zum Schweigen gebracht hatte, indem sie dem Animagus, der nun aussah als hätte man ihm Bertie Botts Bohnen in einer unappetitlichen Geschacksrichtung vorgesetzt, die Zunge des Muggel zugeworfen hatte. Mit einem Gesichtsausdruck, der nur als Ekel gedeutet werden konnte, betrachtete Wurmschwanz das Stofftaschentuch, das inzwischen eine rötliche Färbung angenommen hatte. Ein fabelhafter Anblick! Frost selbst war weiterhin ruhig und vermittelte nicht den Eindruck als würde sie von dem eben begangenen Taten heute Nacht Albträume bekommen. Ich musterte die Hexe eingehend. Blut hatte ihre Kleidung und ihre Hände besudelt, doch sollte es sie stören, so zeigte sie dies nicht. Die Luft roch leicht nach Eisen. Ich nickte ihr zu und deutete abermals auf den Stuhl, um der Hexe anzuzeigen, sich zu setzen.
    "Wurmschwanz!", herrschte ich meinen Diener an, der vor Schreck beinahe die Zunge hätte fallen lassen. "Schaff uns dieses Ding aus den Augen und bring eine Schüssel mit Wasser und ein Handtuch für Miss Frost."
    "Sehr wohl mein Herr.", entgegnete der Animagus und rumpelte mit dem Muggel davon, der sich nur noch leicht auf seinem Stuhl regte. Kurz darauf kehrte er mit der erwünschten Schüssel und einem mehr oder weniger sauberern Handtuch zurück und reichte es an Frost weiter. Anschließend bedeutete ich ihm mit einer Handbewegung, dass er sich aus der Stube entfernen sollte. Mit einem skepitschen Seitenblick auf Frost, der nun eher eine missbilligende Intention verfolgte, zog sich Wurmschwanz zurück und ich wandte mich wieder an meinen Gast. Zu ihrer Tat brauchte es keine weiteren Worte, weshalb ich nun ein zusammengefaltetes Stück Pergament hervorzog und begann es sorgsam zu öffnen, während Frost sich ihre Hände wusch. Es war die Liste, die Smith bei seinem letzten Besuch angefertigt hatte. Ich hatte sie bis heute aufgehoben und nicht vergessen, was ich mit ihr vorgehabt hatte. Als das Blatt Pergament vollständig entfaltet war, suchten meine Augen daher drei bestimmte Namen und lasen diese laut vor.
    "Da wir dies nun geklärt häten. Was können Sie mir zu folgenden Schülern verraten? Evander Oafert, Sasha Fields, Kai Kowalski und John Lewis Chamberlain?" Hatte Smith beim Anfertigen dieses Dokuments geglaubt mich mit dem Verstauschen so mancher Namen täuschen zu können, so hatte er vergeblich gehofft, denn es hatte nicht lange gedauert, bis ich die kleinen Stellungs- und Rechtschreibfehler in seiner Liste korrigiert hatte. Ich schrieb diese Vergehen der Nervosität und der schlechten körperlichen Verfassung zu, in der sich Smith zu diesem Zeitpunkt befunden hatte. Als nützlich hatte sich seine Kritzelei dennoch erwiesen und nun würde sich herausstellen, wie gut Frost sich in Hogwarts wirklich auskannte.


    //RPG-OFF: Letzter Post für heute.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!