Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
or
how to invade Hogwarts
@Arya Dixon @Octavian Travers
Hogwarts. Verschlossene Tore, welche das noch so dunkle Innerste vor aller Augen von außen zu verbergen wusste. Lediglich über den Weg der schaulustigen minderjährigen Besucher oder persönlich über jenes Lehrpersonal des Schlossen konnten dieser Schule Geschehnisse aus dem Innersten entlockt werden. Unterhalb der Leitung vom altbekannten Professor Dumbledore wäre es kaum verwunderlich, dass die Mauern eine schwerwiegende Herausforderung für den Einfluss der Todesser darstellen würde und der Dunkle Lord ein großes Interesse daran fand eben jenes Hindernis aus dem Weg zu räumen. Eine Aufgabe, die nun endlich an die Ohren der treuen und voller Tatendrang erfüllten Todesser getragen wurde. Gewiss keine leichte Angelegenheit, sodass sich gegenseitige Unterstützung nicht abstreiten ließ. In einer kleinen, überschaubaren Gruppe verstand sich. Untereinander waren die Schwarzmagier keineswegs eine Gruppierung, die den Pfadfindern mit ihrem Zusammenhalt und Entgegenkommen gleich käme. Konkurrenz. Das war es was mindestens den Ältesten der heutigen Runde antrieb. Bartholomew war niemals darauf erpicht sich von Jüngeren mit deutlich weniger Erfahrung in den Schatten stellen zu lassen. So war auch diese Konstellation gut gewählt. Die guten alten Bekanntschaften Miss Dixon und Mister Travers, dessen Fähigkeiten für den vom Lord höchstselbst gestellt wurde. In der Vergangenheit konnten sie beide das Vertrauen des ehemaligen Quotpotstars weitestgehend für sich gewinnen. Kaum auszudenken was der Dunkle Lord von einer Verfehlung hielt. Umso wichtiger war es fähige Todesser mit ausreichenden Verbindungen um sich zu scharen.
Zu Gunsten des Lords und auch der hier anwesenden Schwarzmagier hatte Bartholomew bereits ein Ass im Ärmel, welches ihm nun durch seine Bemühungen und seiner noch nicht vergessenen Vergangenheit in die Hände spielte. Der griesgrämige, pummelige Zauberer hatte sich bereits auf einen alten, staubigen, aber auch viel zu harten Stuhl niedergelassen, welcher seitlich in einem kahl möbliertes Gästezimmer am Rande eines massiven Holztisches stand. Ebenfalls befanden sich noch weitere Stühle am Tisch, sodass dieses Gästezimmer am heutigen Tag seinen Zweck erfüllen würde, um eine ungestörte Besprechung abzuhalten. Da Mister Peasegood nie ein großer Redner war, noch dazu seine Zeit nicht mit belanglosen Erzählungen wie ausschweifendem Smalltalk verschwenden wollte, kam der Quodpotfanatiker bereits zum Punkt und begann seinen aktuellen Stand zu erläutern. "Vor knapp einem Jahr wurde an mich herangetragen, dass es Schüler gibt, die innerhalb von Hogwarts an dem Quotpotsport interessiert sind. Somit erhielt ich vor kurzem die Bestätigung, dass der Antrag auf eine Mannschaftsgründung durchgesetzt wurde. Hier bietet sich meinerseits die Gelegenheit als Trainer ein direkten Zugang auf das Schulgelände zu erhalten und über den Schülerkontakt weitere Informationen über die Lage innerhalb dieser Schule zu sammeln." Das kalte Blau innerhalb der schmalen Augen, die von den Augenlidern verdrängt zu werden drohten, wanderten gemächlich durch über die Gesichter der Runde. Beide Gesichter standen noch immer in dichtem Kontakt mit dem Geschehen innerhalb von Hogwarts. Durch das eigene Kind oder der eigene erst einige wenige Jahre zurückliegende Abschluss - ganz im Gegenteil zu dem Mitarbeiter der Sportabteilung, dessen eigenwilliger Sohn bereits vor einer halben Ewigkeit seinen Abschluss gemacht hatte. Entsprechend hartnäckig blieben die Zweifel innerhalb der Brust des alten Mannes stecken. Würde insbesondere der Vater der Runde sein Potenzial ausschöpfen, um Hogwarts näher an den Dunklen Lord zu bringen? Bestenfalls in greifbare Nähe? Die Zweifel ließen sich auch nicht hinter der mit Furchen gezierten gerunzelten Stirn verbergen. "Miss Dixon, Sie müssten doch einen guten Überblick über die aktuellen Gegebenheiten von Hogwarts haben. Und wie sieht es bei Ihnen aus Mister Travers? Sie dürften doch gewiss Ihre Informationsquellen haben. Seien es auch nur eigene Kinder oder Schülerbekanntschaften. Ich muss gestehen nicht ganz auf dem aktuellsten Stand zu sein. Jedes Detail könnte von Wichtigkeit sein, um Stellen zu finden, die sich zu unserem Vorteil nutzen ließen." Letzten Endes war dies auch der ausschlaggebende Grund warum Mister Peasegood diese bedeutsamem Aufgabe nicht allein hätte übernehmen können. Selbst durch das Trainieren einer Quodpotmannschaft von Hogwarts würde ihm die Integration fehlen. Aktuell konnte keiner sagen wie viel Zugang ihm dort gewährt werden würde - wenn überhaupt. Auch dies musste innerhalb der Planung beachtet werden. Fehler waren bei einer solch bedeutsamen Aufgabe nicht zu verzeihen.
