Dritter Stock - Schlafzimmer

  • Es war gut, bei dieser Aktion den eigenen ehemaligen Ausbilder an der Seite zu haben. Denn auch wenn Levin mittlerweile einen passablen Heiler abgab und er viele Dinge alleine konnte, kam er um Längen nicht an die Erfahrungen seines ehemaligen und eigentlich auch noch heutigen Mentors heran. Er hatte keine Ahnung, ob er das mit der schwarzen Substanz hinbekommen hätte, ob er es geschafft hätte, Ceene und offenbar auch Finlay von dieser zu befreien. Doch gemeinsam mit Elias konnte er ihr Einhalt gebieten. Die Haut darunter würde sicherlich nie wieder vollständig heilen, aber zumindest würde Ceene nicht daran sterben. Nach all den giftigen Substanzen hatten sie ihr zu Beginn einen Bezoar gegeben, um den meisten Giften entgegenzuwirken. Es war beruhigend zu sehen, dass all ihre Bemühungen langsam fruchteten.
    Während Elias ganz der professionelle Heiler war, man es ihm anmerkte, wie viel Routine er bei diesen Dingen hatte, auch in der Ansprache seiner Patient*innen, kehrte Levin sich immer stärker in sich selbst zurück. Hatte er anfangs noch den Schreck tief in seinen Gliedern gefühlt, war da nun unterdrückte Wut. Was Ceene und Finlay passiert war, war nur eine weitere Attacke in einer Reihe von Angriffen, gegen die sie nichts hatten tun können. Sie hatten nichts von all dem verhindern können. Dass Finlay offenbar zufällig vor Ort gewesen war und Brooke informiert hatte, hatte zwar dafür gesorgt, dass sie die beiden da hatten rausholen können, aber das war auch schon alles. Sie hatten bisher nichts von alledem verhindern können. Und es machte Levin so wütend, dass diese Menschen einfach mit all diesem verursachten Leid davonkamen. Dass sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnten, weil sie nicht einmal mehr wussten, wer sie waren. Fanatiker, Mörder, Rassisten ohne Namen. Levin hasste sie, ohne sie zu kennen.
    Nachdem er sich kurz noch bei Ceene versichert hatte, dass sie für den Moment alleine zurecht kam, folgte Levin Elias zu Brooke und Finlay. Als die Frage aufkam, ob sie wen gesehen hatten, war Levins Enttäuschung noch einmal größer. Sie waren so nah drangewesen und wussten doch nicht mehr. Wie sollten sie gegen diesen unsichtbaren Feind nur ankommen? Elias versicherte Finlay, dass dies ein sicherer Ort sei, sagte aber auch, dass er mehr nicht äußern könne. Auch Levin hielt sich bedeckt. Sie würden Finlay und Ceene etwas hierüber sagen müssen, doch ob sie den Grimmauldplatz auch mit diesem Wissen wieder verließen, hing wohl davon ab, ob sie sich der Sache ernsthaft anschließen wollten. Wenn nicht, würde Earnestine wohl dafür sorgen wollen, dass sie das hier wieder vergaßen.
    "Ihr braucht euch für den Moment keine Sorgen zu machen", ergänzte er an Finlay gewandt. "Könnt ihr uns irgendwas über diesen Angriff sagen?" Vielleicht hatten sie mehr gesehen. Vielleicht wussten sie irgendwas, was ihnen helfen würde.

  • Sie mochten nicht im St. Mungos sein, aber die beiden Männer, die sich um sie kümmerten, wussten definitiv, was sie taten. Trotz der Schwere ihrer Verletzung gingen sie sehr routiniert damit um, taten, was in ihrer Macht stand und beendeten die Behandlungsversuche erst, als sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft hatten. Mit Narben konnte sie leben. Das war ein geringer Preis dafür, beinahe umgekommen zu sein.
    Unbewusst legte Ceene eine Hand auf die Stelle an ihrem Bauch, wo sich die Narbe befand, die der Splitter, den sie damals beim Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Hogsmeade abbekommen hatte, hinterlassen hatte.
    Finlay warf eine Reihe von Fragen in den Raum und dabei fiel auch ein Name, der Ceene dazu veranlasste, trotz der verbleibenden Schmerzen und der Erschöpfung, die sich nun, da alles durchgestanden war, ihrer rapide bemächtigte, sich soweit in dem Bett, in welches man sie gelegt hatte, zu drehen, dass sie endlich wahrnehmen konnte, wer außer Levin noch bei ihnen war. Es war tatsächlich die Werwölfin, mit der sie sich auf dem Highgate Cemetery getroffen hatte, die von Finlay angesprochen worden war und die sich um seine Verletzungen kümmerte. Der zweite Zauberer, der das Trio komplettierte, war Ceene jedoch unbekannt. Nichtsdestotrotz hatte sie den Eindruck, ihn kennen zu müssen.
    “Die Hexe, die mich angegriffen hat, heißt Circe Pendergast”, antwortete sie auf Levins Frage, die eigentlich Finlay gegolten hatte, aber er wusste ja genauso wenig, wie die anderen. Also war es an ihr, zu erklären, wieso es zu dem Angriff gekommen war, “Ich hatte schon einmal das Vergnügen mit ihr. Im Tropfenden Kessel. Fin weiß bereits davon. Sie muss damals mein Gedächtnis manipuliert haben. Ich kann mich auch heute kaum an etwas erinnern. Aber als diese ganzen Todesser aus Askaban entlassen wurden, da stand der Name Pendergast im Tagespropheten und dadurch konnte ich mich erinnern. Ich war mit ihr in einem der Zimmer … keine Ahnung, warum. Das ist alles immer noch weg.”
    Sie wusste inzwischen nur, dass Tom sie im Gang gefunden hatte, vollkommen verwirrt. Sie hatte nicht einmal gewusst, wo sie sich gegenwärtig befand. Ihre Erinnerung an diesen Abend wurde erst wieder mit dem Eintreffen in ihrer Wohnung klar. An alles davor konnte sie nur bruchstückhaft erinnern oder eben überhaupt nicht.
    “Ich vermute, sie hat mich ausspioniert. Mir Fragen zum Laden gestellt. Wie er gesichert ist. Und heute ist sie dann zurückgekommen, um ..."

    ... alles zu vernichten, was Sarah und ich uns aufgebaut haben, und ein Exempel an mir zu statuieren.

    Ceene sprach es nicht aus. Vermutlich brannte das Feuer im Turners noch und bald würde nichts mehr vom Laden übrig sein. Alles würde verschwunden sein, verbrannt und eingeschmolzen. Ausradiert. Die Todesserin hatte erreicht, was sie sich vorgenommen hatte und das obwohl Ceene sie überrascht hatte. Der Kampf mit ihr, vollkommen umsonst. Sie hatte gewonnen. Circe Pendergast hatte triumphiert und ihr zum zweiten Mal aufgezeigt, wie machtlos sie war. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, obwohl sie sich abgesichert hatte. Es hatte nichts gebracht. Nichts.

  • Es war nicht nur Wut über Finlays kindisches Verhalten, die Brooke beschäftigte. Schon in den letzten Wochen hatte sie dieses Gefühl öfters gehabt, hatte gemerkt, wie dünn ihr Nervenkostüm doch war. Es war also nicht fair, ihn hier, vor den anderen, dafür anzugehen, dass er so etwas gedankenloses gemacht hatte. Zumal sie auch nicht in der Position war, das zu tun. Vielleicht hätte es gereicht, wenn er sie informiert hätte. Vielleicht wären sie rechtzeitig vor Ort gewesen. Aber vielleicht hatte Finlay Ceene auch das Leben gerettet, sein eigenes dabei aufs Spiel setzend, ohne nachzudenken. So wie Brooke als sie beinahe ohne Schutzzauber ins Haus gestürmt war. Gedanken, die aktuell noch nicht vorherrschend waren, die sie später bekommen würde, wohl wissend, dass sie sich letztlich wohl nicht so sehr unterschieden. Doch zum Glück waren es weitere Fragen, die Brooke daran hinderten, nun in eine Schimpftirade auszubrechen, die ihr doch eigentlich so fremd gewesen wäre. Fragen, die sicherlich einer Antwort bedurften. Fragen, die zu Informationen führen würden, von denen Brooke nicht sicher war, was Finlay und auch Ceene bereits wussten. Finlay kannte sie besser, doch von Ceene wusste sie so gut wie nichts. Kannte nicht die Vergangenheit, die zu einem entsprechenden Wissensstand führte, die vielleicht sogar mehr oder anderes wusste als der Orden.
    Es waren Elias und Levin, die als nächstes das Wort ergriffen, Finlays Fragen vage beantworteten, was sicherlich nur noch zu mehr Unruhe und Neugierde in dem ehemaligen Gryffindor führen würde, was Brooke nur mehr als gut verstand. Es waren keine zufriedenstellenden Antworten, doch die Hexe wusste nicht, ob sie ihnen diese geben konnten. Doch was Brooke verwunderte, waren Elias‘ leise Worte, die Info, dass er nicht mehr sagen konnte. Konnte, nicht würde. Nicht wollte. Es war keine Frage für den Moment, doch sie würden mit Sicherheit später darüber sprechen. Und Brooke würde es verstehen, würde für sich selbst überlegen, einen solchen Schwur einzugehen, auch wenn die heutigen Ereignisse dazu führen würden, dass sie es nicht mehr brauchte. Doch in diesem Moment schien sich Ceene aufzusetzen und da die beiden Heiler nun mit Finlay zugange war, machte sich Brooke auf den Weg zu der Hexe, nach einem Glas greifend und es mit Wasser füllend, falls sie etwas zu trinken brauchen konnte. Ein feines Lächeln der Wiedererkennung, ein Nicken, ehe sie den Worten lauschte und sich ihre Miene erneut verfinsterte – sofern das überhaupt noch weiter möglich war.
    Circe Pendergast. Sie hatten einen Namen. Der Feind hatte ein Gesicht bekommen, war greifbarer geworden. Es hätte Brooke mehr freuen, mehr überraschen sollen. Doch da war kein Raum für Verblüffung, da war die stille Akzeptanz dessen und vielleicht die grimmige Genugtuung, dass sie nun einen von ihnen kannten. Dass sie einen Anhaltspunkt hatten, auch wenn noch nicht klar war, was das bedeuten würde. Sie würden sich zusammensetzen, darüber reden müssen. Die Frage war, ob der Orden irgendwann proaktiv reagieren würde. Und ob es noch mehr Informationen gab, ob sie damit weiterarbeiten konnten. Fragen, die im Raum standen, doch es half nichts. Es war für den Moment sowieso vorbei. Circe Pendergast war weg, genauso wie das Turners. Wichtig war vor allem eines: „Ihr seid beide sicher. Und lebt. Das ist das, was jetzt zählt.“ Ein feines Lächeln. „Wir werden versuchen, alle offenen Fragen und Informationen noch zusammenzutragen. Und auch euch alles genauer zu erklären. Aber jetzt schauen wir erst einmal, dass ihr beide wieder auf die Beine kommt. Und dann geht es weiter.“ Ein direkter Blick zu Finlay, beinahe eine Mahnung, nicht schon wieder mit Fragen anzufangen. Untypisch für Brooke. Doch für dieses Gespräch mussten sie alle fitter sein. Und Elias, Levin und sie auch noch einmal mit Earnestine gesprochen haben. Oder zumindest untereinander. Sie lebten. Und das war, so traurig es war, ein Erfolg.

    Ende

  • "I am sorry"

    "Stop apologizing"

    "Of course, I'm sorry"

    14.09.2022, früher Abend

    Luke Naydenov & Landon Featherstone



    Leise fiel die Tür ins Schloss, Landons Hand ruhte noch immer auf dem kühlen Metall der Klinke als ein schwerer Seufzer durch seinen Körper ging, der Zauberer für einen kurzen Moment die Augen schloss: Obwohl die Tür eine räumliche Barriere zwischen ihm und dem leblosen Körper Berties schuf- es änderte nichts an der Schwere in seiner Brust. Seit seiner Aufnahme in den Orden kam der Featherstone nahezu täglich hierher- möglicherweise ein selbstzerstörerisches Verhalten doch er brauchte es, brauchte es um sich an die Antworten zu erinnern, die er nach all den Monaten der Suche nun endlich gefunden hatte, brauchte es um sich dem stetigen Heben und Senken der Brust seines Freundes zu versichern, ein so glanzloser Hoffnungsschimmer, und vielleicht brauchte der dunkelblonde Mann diese Besuche auch um sich mit der Realität auseinernaderzusetzen und um Abschied zu nehmen. Nicht nur von Bertie, dessen trostlose Gestalt kaum Hoffnung auf Besserung zu versprechen schien, sondern auch von Gia und vielleicht ebenso von den anderen schemenhaften Gestalten, die den Forscher am Nachmittag seiner Folter heimgesucht hatten, die er auch nach all den Jahren des Trauerns noch nicht losgelassen hatte...

    Dass seine regelmäßige Anwesenheit im Grimmauldplatz Nr. 12 dabei noch einen Nutzen erfüllen konnte, war eine fast glückliche Fügung- wären die Umstände weniger schwer- und so versorgte Landon Deverell aufopferungsvoll mit Einkäufen, seinen alten Romanen für etwas Unterhaltung und Gesellschaft, wann immer ihm das möglich war. Das Schicksal des jungen Werwolfs hatte Landon unweigerlich Mitten ins Herz getroffen, war nur ein weiterer Beweis für die Ungerechtigkeit der Gesellschaft, doch seine aufopferungsvolle Fürsorge wurzelte wohl noch in anderen Gründen als reiner Nächstenliebe, reiner Gutherzigkeit: Der Featherstone wollte sich nützlich machen, wollte einen guten Eindruck bei den anderen Mitgliedern des Ordens erwecken, weil er tief in seinem Herzen nicht daran glaubte hierher zu gehören, weil er einmal mehr an seinem Wert zweifelte, glaubte es seien alleine die unglücklichen Wendungen der letzten Wochen, letzten Monate, die ihn hierher gebracht hatten, glaubte er sei nicht gut genug. Auch wenn der Kräuterkundler versuchte anders zu denken, er hielt sich letztlich doch für eine Last, ganz sicher keine Hilfe.

    Vielleicht war es deshalb so bedeutsam, dass Landon schließlich aus dem kurzen Moment des Innehaltens gerissen wurde als sich Schritte näherten- Schritte die er zunächst Deverell zuordnete, obwohl er diesem seine Besorgungen bereits gegeben, sich nach einem gemeinsamen Kartenspiel und der Entgegennahme neuer 'Bestellungen' verabschiedet hatte- die jedoch einer ganz anderen Person gehörten, einer Person die auf eine verdrehte Weise die Selbstzweifel des Mannes repräsentierte. "Rude? Ich dachte du-", wandte er sich in der Bewegung noch an den vermeidlichen Ankommling, ehe die blauen Augen auf einem Gestalt hängen blieben, die ihn im ersten Moment gänzlich überrumpelte: Brooke! Hier! Es ergab schrecklich viel Sinn, natürlich ergab es Sinn und doch spürte Landon unweigerlich die beißenden Gewissensbisse, die Angst vor sich selbst, seiner eigenen Verzweiflung. Natürlich war die junge Frau ein Mitglied des Ordens, nur ein weiteres Puzzleteil, dass sich zu einem schlüssigen Gesamtbild fügte und doch starrte er sie für einen Augenblick völlig perplex an. Sein Verhalten der Hutton gegenüber hatte Landon sich nicht verziehen- obwohl diese weitaus weniger unverzeihlich war, ihm bereits am Tag ihres ersten Zusammentreffen mit Verständnis, mit Güte begegnet war- doch es war in den Augen des Forschers ein Beweis dafür, was für ein Mensch unter seinem Schmerz schlummerte, Abgründe seiner Seele waren offenbart worden, vor welchen er sich fürchtete. Vielleicht war er durch diese einprägsame Begegnung so naiv in die Arme eines Todessers gerannt, hatte nicht schnell genug gehandelt, weil er sich einen weiteren Fehltritt wie bei Brooke nicht erlauben wollte, nicht erlauben konnte. Landon hatte dafür bezahlt, noch immer jagten ihn die Alpträume, zogen sich die Schatten der Erinnerung an Schmerz, an Folter über ihm zusammen, doch das wusste Brooke natürlich nicht, machte sein Verhalten ihr Gegenüber nicht ungeschehen..

    "Es tut mir schrecklich Leid", brachte er schließlich heraus, schwer schluckend ehe er Brookes Blick suchte, obwohl er den direkten Blickkontakt doch eigentlich vermied- er schuldete es ihr, schuldete ihr zumindest das: "Was musst du dir denken, ausgerechnet mich hier zu treffen...", ein kaum merkliches Kopfschütteln folgte der Aussage, obwohl Landon es nicht direkt aussprach war doch klar was er meinte: Nicht die Örtlichkeit, sondern die Tatsache, dass sie sich nun als Mitglieder des Ordens begegneten. Auch die nächsten Worte waren nicht alleine auf den Moment bezogen: "Ich verschwinde... wenn du willst verschwinde ich sofort!", sprach der Forscher aufrichtig, versuchte dem Schuldgefühl in seiner Brust irgendwie Ausdruck zu verleihen. Er gehörte nicht hierher... bewieß das Auftauchen von Brooke nicht genau das? Er war kein nützliches Mitglied für eine Gegenbewegung, für etwas Größeres, hatte den Todessern nichts entgegen zu setzen, so sehr er sich das Gegenteil auch wünschte. Er war nur ein nutzloser, naiver Forscher, eine Last für den Orden und dessen Mitglieder, insbesondere seiner Gegenüber...

  • Die Besuche bei Bertie waren seltener geworden in den letzten Monaten. Noch immer gab es da diesen Brief, den sie in den Tiefen ihres Schranks in Hastings vergraben hatte. Noch immer waren da die Gewissensbisse, ob sie es hätte wissen sollen. Doch dass Bertie Gefühle für sie gehabt hatte, hätte nichts geändert. Und es hätte ihm auch nicht bei seiner Mission geholfen. Während Brooke anfangs noch viel Zeit bei ihm verbracht, auf ihn aufgepasst hatte, waren es inzwischen eher Routinebesuche. Sein Zustand war stabil, doch er wachte nicht auf, es war fraglich, ob er das jemals wieder tun würde. Ähnlich wie bei Finlays Mutter, doch eben auch etwas ganz anderes. Bertie jedoch brauchte nicht mehr die stundenweise Überwachung und Brooke hatte, ehrlich gesagt, auch einfach nicht mehr die Zeit dazu. Seitdem sie in Vollzeit beim Children’s Social Care Service angefangen hatte, nebenbei noch Seminare über Pädagogik belegte und zusätzlich für den Orden unterwegs war und ihren Freund sehen wollte, mussten andere Dinge weichen. Sie hatte das für sich akzeptiert und so war da auch kein schlechtes Gewissen, als sie heute den Weg zu Bertie bestritt, nur um kurz vor der Tür innezuhalten. Ein Teil von ihr wollte umdrehen, wollte sich das jetzt nicht geben. Es war ein fieser Gedanke, das wusste sie, doch er war auch legitim. Ja, sie wusste bereits, dass er hier war. Sie wusste auch, dass Elias mit Landon gesprochen hatte. Was genau vorgefallen war, dass er letztlich zum Orden gekommen war, hatte sie nicht gefragt und es ging sie auch nichts an. Sie alle hatten ihre Geschichten, wie sie zum Orden gekommen waren. Landon wusste vermutlich auch nichts davon, wie sie hier gelandet war. Dass er überhaupt noch gar nicht wusste, dass sie ebenfalls beim Orden war, der Gedanke kam ihr gar nicht erst.
    Doch so viel lieber sie auch gegangen wäre – irgendwann mussten sie aufeinandertreffen. Irgendwann mussten sie sich begegnen und wenn es eben so war, dann würde sie das schon hinbekommen heute. Und so öffnete sie die Tür, ehe ein leises „Der andere Werwolf“ über ihre Lippen kam, zumindest ein feines Schmunzeln auf den Lippen, das Gefühl vermittelnd, dass alles okay war – nur um im nächsten Moment innerlich aufzuseufzen und sich das Augenrollen verkneifen müssend. Wann hatte sie angefangen, so zynisch zu sein? Wann hatte sie begonnen, sich von der Höflichkeit anderer genervt zu fühlen? Wobei es war nicht das. Es war diese Schuldzuweisung, die Landon schon beim letzten Mal überfallen hatte. Von einem Extrem ins andere wechselnd, hatte er zuerst alle Schuld bei ihr gesucht – und danach sich selbst als Schuldigen dargestellt, ohne dass es überhaupt einen Grund dafür gab. Es war anstrengend gewesen. Ja, genau das war der Grund für ihre Abneigung, nicht Landon selbst gegenüber, sondern den Gesprächen. Und im nächsten Moment bestätigte sich das, bestätigte sich das Gefühl, dass es auch dieses Mal wieder so werden würde. Brooke hatte dafür keine Energie. Wollte dafür keine mehr haben, denn es gab so viel wichtigeres als sich damit zu beschäftigen, dass jemand einen Entschuldigungsdrang besaß und sie liebevoll vermitteln mussten, dass alles okay war. Nein. Diese Kraft hatte sie früher besessen und hätte sich sicher noch vor Monaten Zeit dafür genommen, doch nicht mehr. Nicht jetzt. Und so atmete sie tief ein, wieder aus, ballte die Fäuste zusammen, um nicht direkt wieder ins Knurren zu verfallen, nicht mit den Augen zu rollen. „Ich wusste, dass du hier bist“, kam es über ihre Lippen, die Ruhe, die sie auszustrahlen versuchte, nur halb durchsetzend. Wenn Landon genau hinsah, konnte man ihr Unbehagen bemerken, was sicher nicht hilfreich war, doch Brooke war noch nie eine Schauspielerin gewesen. „Hätte ich dich nicht sehen wollen, hätte ich das Zimmer gemieden.“ Sie brauchten nicht um den heißen Brei herumzureden, schließlich wusste Landon seit ihrer Begegnung im Monkshood, was sie war. Und dennoch … „Du musst aufhören damit“, platzte es schon im nächsten Moment über ihre Lippen, während das Blau ihres Auges aufgewühlt war, das andere Auge tot, lichtlos. „Wenn du ständig mit Entschuldigungen kommst, hilft das niemandem. Du bist hier, weil du etwas gegen die Situation machen willst, wie wir alle. Das ist gut so, wir brauchen jede Hilfe. Aber wir können nicht unsere Energie dafür verbrauchen, jemandem immer und immer wieder zu erklären, dass es okay ist.“ Das hatte sie schon beim letzten Mal. Aber sie würde ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen. Das würde auch niemand mit dem Orden machen, also sollte er das direkt einmal lernen.

  • Er tat es für sich. Als Landon genauer in die Gesichtszüge seiner Gegenüber blickte, verstand dass Brookes Anspannung, ihre Reaktion nichts mit seiner grundsätzlichen Anwesenheit zutuen hatte, als die Worte der jungen Frau langsam in seinen Verstand sickerten, begriff der Featherstone, dass er das unangenehme Gefühl in seiner Brust mit seinem Verhalten in die Verantwortung seiner Gegenüber drückte. Eine logische Schlussfolgerung, welche das schlechte Gewissen jedoch keinesfalls milderte, ganz im Gegenteil spürte Landon abermals die Schuldgefühle wachsen, verkniff sich jedoch im letzten Moment eine weitere Entschuldigung. Ein Unterfangen welches ihm vielleicht auch nur gelang, weil die Hutton ungehalten fortfuhr, aussprach was Landon wohl unwillkürlich hören musste und dem Forscher damit ein weiteres Mal die Augen öffnete. Es waren aufrichtige Worte, es fehlte ihnen nicht an Härte- doch nach allem was Landon in den letzten Wochen geschehen war schienen sie richtig, schien es in Berties Anwesenheit, im Angesicht der Schwere ihrer gemeinsamen Mission falsch jemanden mit Samthandschuhen anzufassen. Landon spürte das und doch zweifelte er an seinem Wert für den Orden, musste bei den eindeutigen Worten seiner Gegenüber unwillkürlich ein weiteres Mal daran denken, was für eine Last er für alle Anwesenden war. Er fühlte sich hier nicht ganz richtig, weil seine Selbstzweifel ihn ein weiteres Mal zerfraßen, seine Unsicherheiten ihm im Wege standen- Unsicherheiten die sich hier jedoch auch auf andere auswirkten. Brookes Worte erinnerten Landon daran, sorgten dafür, dass er sich ein weiteres Mal tadeln wollte und dabei doch erkannte, dass es nicht der richtige Weg war. Er war nun hier, er glaubte aus vollem Herzen daran, dass es richtig war- es musste reichen. Die eigenen Unsicherheiten hatten hier keinen Platz, zu wichtig war ihre Mission. Eine Einsicht, an die Landon sich in Zukunft wohl noch einige Male erinnern würde müssen, doch sie brachte ihn vielleicht auf den richtigen Weg.

    Doch sie führte auch nicht dazu, dass Landon sich in der Gegenwart von Brooke wohler fühlte, ganz im Gegenteil spürte er die Unsicherheit schwer auf seinen Schultern ruhen. "Du hast Recht", brachte der Zauberer ein wenig kläglich hervor, begann etwas hilflos die Hände zu kneten und fasste dann offenkundig unbeholfen den Entschluss zusammen mit Brooke in Berties Zimmer zu treten und das Unbehagen in seiner Brust auszuhalten. Es lag nicht an ihr, natürlich nicht, doch Landon war mit der Komplexheit der sozialen Situation überfordert, wollte Brooke nicht ein weiteres Mal zur Last fallen und wusste einfach nicht wie ihm das gelingen sollte, wie er es schaffen konnte ihr Raum zu geben nach allem was geschehen war. Der Umgang mit Konflikten war keine Stärke des Mannes, ganz im Gegenteil und das machte sich auch in jenem Moment bemerktbar, dabei handelte es sich nicht einmal direkt um einen Konflikt. Doch der Kräuterkundler konnte dem Impuls nicht folgen einfach zu fliehen, würde unweigerlich mit Brooke in Kontakt sein und jetzt schien eine weitaus passendere Situation sich dem Gefühl auszusetzen, als zu einem Zeitpunkt in dem es Wichtigeres gab...

    Also trat Landon schweigend in den Raum, sein Blick war Brooke nun ausgewichen, er hatte das Bedürfnis sich mit ihr auseianderzusetzen, wusste er doch kaum etwas über sie- zumindest nicht von ihr- doch eine persönliche Frage schien ihm in jenem Moment übergriffig und falsch. Die blauen Augen fanden also unweigerlich Bertie- ein Anblick der seine Brust auf eine ganz andere Art und Weise zusammen schnürte- und der die plötzliche Gedankenflut bezüglich möglicher Gesprächsthemen stoppte. Ganz instinktiv formten sich schließlich Worte: "Wie hälst du... wie haltet ihr das aus?", seine vage Handbewegung versuchte zu verdeutlichen, wovon Landon sprach: "Ihn täglich so zu sehen... so... so... leblos? Und nicht... und nicht den Kopf zu verlieren?", die Worte entsprachen nicht unbedingt seinem Vorhaben Raum für Brooke zu schaffen, doch sie entwichen dem Featherstone ganz automatisch als seine blauen Augen über die hilflose Gestalt seines Freundes wanderten. Es löste so viele Emotionen aus: Da war nicht nur die Trauer und der Schmerz. Da war so viel Wut, Wut dieses Mal nicht gegen sich selbst, sondern auf die Welt, Wut auf die Menschen, die Bertie so etwas angetan hatten- Menschen mit denen auch Landon in den letzten Wochen schmerzlich in Kontakt gekommen war. Menschen, die den Orden und damit ganz automatisch auch Brooke und ihn vereinten, die auch in ihr einen ähnlichen Schwall der unkontrollierbaren Emotionen auslösen mussten. Wie hielten sie das aus? Wie schafften sie es trotzdem ihren Werten treu zu bleiben? Fragen die vielleicht zwischen den Zeilen lagen, welche Landon sprach, als sein Blick schwer auf der Gestalt Berties ruhte.

  • Du hast Recht. Worte, die über Landons Lippen kamen und Brooke ein wenig Erleichterung verschafften. Sie hätte nicht sagen können, wie sie reagiert hätte, wenn Landon weitergemacht hätte. Nicht, weil sie ihn dafür verurteilte, weil sie nicht verstand, warum er so empfand. Sie verstand es durchaus, doch hier, vor allen anderen, war es genau das, was sie daran hinderte, zu arbeiten. Das hieß nicht, dass er nicht seine Gefühle irgendwo ausdrücken musste. Das hieß nicht, dass er es nicht mitteilen konnte. Aber sie hatte genug von Entschuldigungen, davon, anderen sagen zu müssen, dass alles okay war. Es war nichts okay, doch Entschuldigungen halfen hier niemandem und diejenigen, die wirklich das Problem waren, waren da draußen, schafften neue Gesetze, die unverzeihliche Flüche erlaubten und brachten Menschen um. Halbwesen, Muggel, all jene, die anders dachten. Und dieser Kampf kostete sie alle Kraft, die sie hatten. Sie konnten nicht auch noch innerlich kämpfen, ständig darauf bedacht, niemandem auf die Füße zu treten. Etwas, das auch Landon lernen musste, wenn er hier war. Und Brooke würde gewiss nicht bewerten, ob das gut war oder richtig. Jeder, der helfen wollte, war hier richtig. Wichtig war nur, dass in den entscheidenden Momenten Verlass auf Landon war. Und auch wenn sie ihn nicht wirklich kannte, so hatte sie das Gefühl, dass es zutraf. Denn sonst wäre er nicht hier gewesen.
    Brooke spürte, wie Landon ihr in Berties Zimmer folgte und natürlich war das in Ordnung. Sie wusste, dass Bertie ein guter Freund war, schließlich war genau das der Grund für ihr erstes Aufeinandertreffen gewesen, das alles andere als positiv begonnen hatte. Doch sie hatte auch gesehen, wie sehr Landon an seinen Freunden hing, wie viel er bereit war, für sie einzusetzen. Positive Eigenschaften, die ihm vielleicht auch zum Verhängnis werden konnten, wie ihnen allen hier, weil sie sich um andere kümmerten. Doch das war ihr gemeinsames Los – und so waren seine nächsten Fragen nichts, was Brooke sauer aufstieß. Sie hatte Wochen, Monate gebraucht, das hier zu verarbeiten. Damit irgendwie zurechtzukommen. Für Landon war die Erkenntnis, was mit seinem Freund geschehen war, noch frisch, er musste es nun neu verarbeiten. Und es war logisch, dass er sich dazu austauschen wollte. Das war okay. Und so seufzte Brooke tief auf, nicht, weil sie dieses Gespräch nicht führen wollte, sondern weil sie ebenfalls das Drückende an Berties Lage verstand.
    Die Überzeugung, dass alles, was Bertie und Gia getan haben, umsonst gewesen wäre, wenn wir den Kopf verlieren.“ Einfach, simpel. Zumindest in den Worten. In der Überzeugung selbst jedoch … „Anfangs habe ich gedacht, ein solcher Gedanke ist zynisch. Denn natürlich wollten sie beide nicht, dass es so endet. Aber …“ Erneut ein Seufzen, ehe Brooke sich gegen den Tisch im Raum lehnte, den Blick kurz über Bertie gleiten ließ. „Jeder hier weiß, dass es mit seinem Tod enden kann. Die Narben“, sie deutete auf ihr Gesicht, auf das, was Landon damals falsch interpretiert hatte, „sind von einem Zusammenstoß mit den Todesser:innen. Ohne Finlay hätte ich nicht überlebt.“ Sie wollte kein Mitleid dafür, es war lediglich der Versuch, zu erklären. „Eine Todesserin war schon dabei, den Todesfluch zu sprechen. Und ich wollte nicht sterben, natürlich nicht. Und ja, die Erinnerung daran verfolgt mich in den Träumen.“ Auch das waren wahre Worte, auch diese nicht, um Mitleid zu erregen. Landon wirkte wie jemand, der dafür nicht viel brauchte. Doch ihre Erklärung hatten einen Hintergrund – und so fuhr Brooke weiter fort. „Aber wenn ich dort gestorben wäre, dann in dem Bewusstsein, alles in meiner Macht Stehende dafür getan zu haben, dass die Welt doch wieder besser wird. Und mit diesem Gedanken wäre es … zumindest okay gewesen, zu sterben.“ Nicht, weil sie aufgegeben hatte, sondern weil sie es akzeptiert hatte. „Und ich glaube, dass es Bertie und Gia genauso ergangen ist. Dass sie genauso gedacht haben. Und deshalb muss es weitergehen. Können wir den Kopf nicht verlieren, weil wir es ihnen schulden, weiterzumachen, wofür sie alles gegeben haben.“ Doch es war nicht so einfach, dies auch im Kopf umzusetzen, deshalb war es okay, wenn Landon dafür noch Zeit brauchte. Wenn er das noch nicht konnte.

  • Der Anblick von Berties regungsloser Gestalt, die Bedeutung und das Wissen, wie es dazu gekommen war, es entfachte in dem Forscher eine ganz neue Flut der schmerzlichen Gefühle, schnürte seine Brust auf eine ganz andere Art zusammen als die bisherige Interaktion mit Brooke und wog folglich noch schwerer. Zumindest für einige Sekunden erinnerte es Landon daran, warum er hier war, sorgte es für das Vergessen seiner Selbstzweifel- und die Worte, welche Brooke schließlich dafür fand, schienen diesen ersten Impuls zu bekräftigen. Der Featherstone konnte seine Augen nicht von seinem Freund abwenden, dessen Geist fernab dieses Raumes gefangen schien. Doch obwohl der schmerzdurchbrochene Blick auf Bertie ruhte, Landon lauschte den Worten seiner Gegenüber trotzdem genau, schenkte ihnen volle Aufmerksamkeit. Ein kaum merkliches Nicken ging durch seinen Körper, sein Verstand versuchte zu verarbeiten, was Brooke erklärte. Erst als die Wölfin schließlich auf ihre Narben zu sprechen kam, Narben, die Landon damals zu den gänzlich falschen Schlüssen hatte kommen lassen, rang er sich dazu durch, den Blick von seinem regungslosen Freund abzuwenden und Brooke anzublicken. Keine Handlung, die ihm einfach fiel und doch spürte er in seinem Herzen, dass es richtig, dass es respektvoller war. Obwohl Landon mit seiner Frage nicht direkt darauf abgezielt hatte, wurde ihm schnell bewusst, dass Brooke hier sehr viel mitteilte, ließ er sie sprechen ohne etwas zu sagen. Natürlich war dem Forscher bewusst, wie viel die verschiedenen Mitglieder des Ordens durchgemacht hatten, er wusste es durch seine Suche nach Gia und Bertie, von Elias und einigen Anderen aus erster Hand, hatte selbst Erfahrungen gemacht, von denen er doch schon damals gewusst hatte, dass er niemals der Einzige war. Einige Geschichten kannte Landon bereits. Elias. Patrick. Bertie. Gia. Rude. Sie alle hatten viel geopfert um hier zu sein. Und das galt natürlich nicht nur für die Menschen, deren Geschichte und Beweggründe Landon bereits kannte, es galt für jeden Einzelnen, das wusste selbst ein recht naiver und gutgläubiger Landon Featherstone. Doch etwas in der Theorie zu wissen machte die Realität nicht einfacher, nahm den Geschichten der Individuen nicht die Schwere. Eine Erfahrung, die Landon heute wieder machte, als die Worte der Jüngeren auf ihn einprasselten. Er wusste nicht, wie er darauf reagieren sollte, spürte einmal mehr die Gewissensbisse, Brooke gerade aufgrund dieser Narben falsch eingeschätzt zu haben, Narben die eine solche Geschichte, Bedeutung für sie hatten. Doch ihre Ermahnung hallte noch immer durch den Kopf des Mannes, verbat eine weitere Entschuldigung- auch hatte Landon genug eigene Erfahrungen gemacht um zu wissen, dass kein Mitleid, kein vermeidlich 'aufmunterndes' Wort etwas an dem Geschehenen und dem damit verbundenen Schmerz lindern konnte. Die Jahre während Theodoras Krankheit, die Jahre nach ihrem Tod hatten zumindest für ihn ein solches Bild gemalt. Nur zuhören konnte er, vielleicht blitzte sogar so etwas wie Verständnis in seinen Augen, während er Brooke eine Chance gab auf den eigentlichen Punkt zu kommen. Und schließlich war es eine überaus hilfreiche Antwort, die sie ihm hier gab, waren es Worte, die zwar ihre persönliche Geschichte, ihre Gefühle offenbarten und die doch auch sehr gut auf Landons Situation anzuwenden waren, die zu ihm sprachen.

    Wie lange der Forscher schließlich brauchte um eine verbale Antwort zu formulieren als seine Augen sich wieder auf die Gestalt Berties legten, wusste er nicht, die Stille, die für einige Zeit schwer auf seinen Schultern lastete schien zunächst so richtig. "Danke für deine Worte", sprach er schließlich leise. Es war wenig und doch sagte seine Haltung, sein Tonfall alles, zeigte dass ein Teil von ihm verstand was sie meinte, ihr zustimmte und ähnlich dachte und ein anderer Teil noch zu schockiert war, von all den neuen Wahrheiten und Gefühlen der letzten Zeit. Er würde Zeit brauchen und doch gewann er in jenem Moment ein Stück der Klarheit, der Sicherheit. Denn eines wusste Landon, ganz egal wie viele Selbstzweifel ihn plagten: Nach allem was Geschehen war, konnte er unmöglich weiter die Augen verschließen...


    ENDE

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