Endymion "Mio" Du Mercier The Dreamer

  • Männlich
  • 17
  • aus London
  • Hieß früher Endymion "Mio" Rowle
  • Mitglied seit 12. Februar 2020
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Über mich
Über mich
CHARAKTER NAME
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» Vor- und Nachnamen
Endymion Sylvain Du Mercier
» Alter
17 Jahre, 16.08.2002
» Klassenstufe / Beruf
sechste Klasse
» Haus
Slytherin
» Blutstatus
Reinblut (Weiß dies aber nicht)


DIE FAMILIE
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» Adoptivmutter
Alizée Du Mercier | Muggelverbindungsperson | Halbblut | 34 Jahre

» Adoptivvater
Adrien Joseph Brett | magische Strafverfolgungspatroullie | Halbblut | 36 Jahre

» Familiengeschichte
Die Familie von Endymion kommt ursprünglich aus Korea. Die Song-Familie ist nicht sehr groß, dennoch reinblütig. Die meisten der Familienmitglieder haben sich bereits zurückgezogen, oder leben gar nicht mehr. Die einzigen die noch leben sind der Großvater von Endymion und seine Eltern, die sich jedoch momentan auf der Flucht vor den koreanischen Ministeriumsangestellten befinden, da sie das Ministerium hintergangen hatten und dies auf zwei verschiedenen Arten. Zum einen züchteten sie Thunderbirds, um die Art zu schützen und sie letztendlich frei zu lassen und zum anderen hatten sie einen besten Freund unter den Muggeln, welchen sie ihr Geheimnis verrieten, was sie eigentlich wirklich waren. Sie konnten die Thunderbirds nicht länger vor ihm verheimlichen und mussten, um unter anderem die Freundschaft zu retten, mit ihrem Geheimnis rausrücken, da sie ihren Freund sehr häufig versetzen mussten. Jahrelang klappte die Beziehung mit diesem Muggel sehr gut, doch irgendwann verriet er sie. Seine eigenen Freunde und die Eltern von Endymion, welcher gerade erst geboren war, waren gezwungen sich zu verstecken. Ihr Freund hatte Journalisten Bescheid gegeben und sie zu dem Haus der magischen Familie geführt, wo die Thunderbirds auf Kamera festgehalten wurden und zusätzlich wollte der Freund die Bilder der Thunderbirds verkaufen. Das Ministerium hatte zusätzlich also damit zu tun, die Muggel vergessen zu lassen und die Beweise für die magischen Wesen und die Magie ebenfalls verschwinden zu lassen.
Endymion brachten sie zu seinem Großvater, welcher jedoch nichts damit zu tun haben wollte und Endymion selbst somit nach England brachte. Er wollte ihn nicht behüten, aber ihn auch nicht dem Ministerium aussetzen und somit brachte er ihn zu einem Waisenhaus für Muggelgeborene in England, wo sein Enkel definitiv in Sicherheit war.
Die Eltern von Endymion flüchteten und versteckten sich so lange, bis Endymion weit genug weg war. Inzwischen sitzen die Eltern von Endymion aufgrund ihrer Taten in dem Zauberergefängnis von Korea. Da kein großer Schaden dabei entstanden war und das Schlimmste verhindert werden konnte, beläuft sich die Zeit nur auf knappe 20 Jahre. Endymion hat keinerlei Wissen über seine Familie.

Die Zaubererfamilie von Alizée ist eine halbblütige Zaubererfamilie aus Frankreich. Der Großvater von Alizée war ein Muggel, während ihre Großmutter eine Hexe war. Ihre Eltern selbst waren beide halbblütige Zauberer, die beide in Frankreich zur Schule Beauxbatons gingen.
Auch Alizée selbst ging dort bis zu ihrem Abschluss zur Schule, ehe sie nach England zog und sich dort einen Beruf in dem dortigen Ministerium suchte.
Sie wollte sich gerne um Kinder kümmern, die auf der Straße lebten, aber gleichzeitig magische Kräfte hatten und sie schließlich dem Ministerium melden. Einige Kinder konnte sie schon ausfindig machen, doch nur eines behielt sie in ihrer Obhut und kümmerte sich um dieses und dies war Endymion. Der Junge hatte etwas an sich, was ihr sofort gefiel. Dies war Alizée's einzige Begründung dazu. Und nach einer eigenen Prüfung des Ministeriums, bekam sie auch die offizielle Erlaubnis dazu den kleinen Mio zu behalten und ihm alles Nötige beizubringen.
Von der Du Mercier Familie existieren nur noch Alizée selbst und ihr Vater, welchen sie jedoch schon eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hat und auch nicht weiß, ob er überhaupt noch lebt. Es scheint, als wäre er verschwunden. Alizée selbst vermutet dass er längst tot ist, da er sehr für seine magischen Wanderschaften bekannt war. Der Rest der Du Mercier Familie ist bereits verstorben. Neben Alizée hat jetzt nur noch Endymion den Namen der Familie angenommen.


ALLES ÜBER MICH
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Endymion hatte eine ziemlich schwierige Kindheit, nicht zuletzt weil er selbst dafür gesorgt hatte, dass sie schwierig wurde.
Mio kennt seine Eltern nicht. Er trägt nur das Wissen in sich, dass sie ihn augenscheinlich nicht wollten und ihn deswegen in einem Waisenhaus abgegeben hatten. Wo er schließlich gezwungen war die ersten Jahre seines Lebens zu wohnen.
Er war eines der Problemkinder im Waisenhaus. Doch dies fing erst zu dem Zeitpunkt an, als Mio's einziger damaliger Freund von einer Familie adoptiert worden war. Ohne diesen Freund, um welchen sich der kleine Fünfjährige nur zu gerne gekümmert hatte, da dieser erst drei Jahre alt gewesen war, fühlte sich Mio einsam und verlassen.
Neben ihm waren zwar noch fünf andere Kinder im Waisenhaus, aber durch den Fakt dass zwei von ihnen bereits sehr viel älter waren als er und die anderen drei einfach nur unter sich waren, fühlte sich Mio nicht zugehörig und blieb lieber für sich und alleine.

Da Mio zu dieser Zeit erst fünf Jahre alt war, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Zeit im Waisenhaus zu verbringen. Denn der Leiter von diesem erlaubte keinem Kind unter Sieben Jahren, alleine das Heim zu verlassen. Aber Mio suchte sich eine Beschäftigung. In seinem kleinen Zimmer spielte er mit einem Teddybären, welches sein einziges Spielzeug in dieser gesamten Umgebung war und ignorierte die anderen Kinder um sich herum. Diese schienen aber auch Mio gekonnt zu ignorieren oder hatten einfach nicht den Wunsch, mit ihm etwas zu machen.
Während Mio alleine für sich blieb, bekam er nur nebensächlich mit, wie die anderen Kinder vom Leiter des kleinen Waisenhauses behandelt wurden. Oft drang Geschrei des Mannes mittleren Alters bis zu seinem Zimmer. Er schrie die anderen Kinder an, wenn sie spielten, zu laut waren oder aber gar etwas kaputt machten und dann wurden sie auch bestraft.
Mio wurde zu dieser Zeit noch von dem Leiter ignoriert, da er immer für sich alleine in seinem Zimmer spielte und dabei auch sehr leise war. Auch interessierte ihn nicht, wie er mit den anderen Kindern umging. Hauptsache er wurde in Ruhe gelassen und durfte in aller Ruhe mit dem Teddy spielen. Dieser Teddy war etwas Besonderes für Mio, denn ursprünglich hatte er dem Jungen gehört, welcher vor Kurzem adoptiert worden war und ihn anscheinend im Waisenhaus vergessen hatte.

Sobald Mio 7 wurde und offiziell alleine das Waisenhaus verlassen durfte, nutzte er diese Chance auch gleich und fing an mit seinem Teddy draußen zu spielen. Die Fantasie, welche er im Haus nur stumm in seinem Kopf zusammen gesponnen hatte, konnte er draußen im dreckigen kleinen Viertel richtig ausleben. Schnell wurde klar, dass Endymion eine sehr lebhafte Fantasie hatte und ein sehr kreatives Kind war. Er konnte sich ohne Probleme fremde Welten vorstellen, in welchen er umher rennen konnte und der Held der Geschichte sein konnte. Oder aber vor imaginären Monstern wegrennen konnte. Wofür er auch nicht selten über Zäune kletterte, durch die engsten und verwirrendsten Gänge des Viertels lief. Mio entdeckte für sich den eigenen Reiz draußen zu sein, die frische Luft zu genießen, den Wind im Gesicht zu spüren und einfach herumrennen zu können.
In dieser Welt konnte er alles sein was er wollte und seine eigenen Träume erleben.

Sein treuer und einziger Begleiter war dabei immer nur der Teddybär seines Freundes.
Allerdings sorgten seine Fantasiespiele dafür, dass er gerne die Zeit vergaß. Es fing an, dass er die Sperrzeiten des Waisenhauses ignorierte. Und wenn er dann durch die Haustür ins alte Gebäude eintrat, wurde er zumeist schon vom Leiter des Waisenhauses erwartet. Am Anfang folgten nur laute Standpauken, die Mio aber schon nach drei Malen zu ignorieren wusste und sie einfach nicht mehr registrierte. Als es jedoch weiterhin geschah und Mio auch immer länger und länger draußen blieb, wurde er schließlich auch bestraft. Dies sorgte erst dafür, dass er in seinem Zimmer eingesperrt wurde. Allerdings hielt dies den kleinen Mio auch nicht auf. Er suchte sich eine Möglichkeit aus dem Fenster zu entkommen und an dem Rohr direkt neben seinem Fenster, nach unten zu klettern. Dies tat er erst später in der Nacht, da er genau wusste, dass der Leiter sein Zimmer erst wieder zum Morgen aufsperren würde.
Mio empfand keinerlei Angst, als er des Nachts draußen rumlief und spielte. Keine Menschenseele war in diesem Viertel unterwegs. Nur hin und wieder traf er eine streunende Katze, doch spielte er lieber weiter für sich. Er empfand regelrecht Spaß dabei auch des Nachts draußen unterwegs zu sein. Fand es spannend und spinnte sich im Kopf die lustigsten Geschichten zurecht, ehe er schließlich rechtzeitig zum Morgen dann zurückkehrte und sich noch wenige Stunden Schlaf gönnte.
Doch eines Morgens kehrte Mio zu spät zurück und der Leiter erwartete den kleinen Jungen bereits auf dem Bett sitzend. Wutentbrannt, über den erneuten Ausbruch des Kindes, schnappte er ihn sich und schlug ihn zum ersten Mal, was Mio zu diesem Zeitpunkt heulen und aufschreien ließ.
Noch nie wurde Endymion geschlagen. Und der kleine Junge wusste nicht, dass er unter anderem ein gefundenes Fressen für diesen Mann war. Denn der Leiter des Waisenhauses lebte seine, regelrecht sadistische, Ader nur zu gerne bei ungezogenen Kindern aus. Dies hatte Mio auch schon die vergangenen zwei Jahre nebensächlich hören können, wenn die anderen Kinder ungezogen waren, doch hatte er dies nie wirklich wahrgenommen und hatte seine eigenen Interessen gelebt, wollte er doch einfach nur spielen und in seinen eigenen Welten leben. Jetzt allerdings musste er sich auch mit dem strengen Leiter des Waisenhauses auseinander setzen.
Und es zeigte Wirkung. Für ganze drei Tage, wo Mio beinahe nur in seinem Zimmer blieb und mit dem alten Teddybären spielte. Aber nachdem Mio die Schläge hinter sich gelassen hatte, haute er erneut ab. Nahm den Teddy mit sich und warme Sachen. Blieb bewusst jetzt noch länger weg. Zum ersten Mal blieb er zwei Tage auf einmal weg, ehe er zurückkehrte, weil er Hunger verspürte und irgendwo etwas essen musste. Und erneut wurde er geschlagen, erneut weinte Mio, doch rannte er daraufhin direkt am Abend gleich wieder weg und blieb zu diesem Zeitpunkt wieder einige Tage weg. Er schlief auf offener Straße. Suchte sich alte große Kartons, in welche er sich legen und schlafen konnte oder aber ein altes brüchiges Gebäude, nur einige Straßen weiter im gleichen Viertel. Dies gefiel ihm deutlich besser, als in dem alten Haus eingesperrt zu sein und von dem Leiter des Waisenhauses angeschrien oder geschlagen zu werden. Hatte dabei immer den Teddybären mit sich und an sich gedrückt. Zu dieser Zeit fing der kleine Junge an zu stehlen. Schlau und flink wie er war, gelang es ihm auch recht häufig. Besonders wenn Markttage waren, hatte Mio es einfach und so stahl er sich regelmäßig einiges zusammen. So war er auch nicht mehr gezwungen, zurück zum Waisenhaus zu kehren und dem Leiter in die Hände zu spielen.
Als Mio längere Zeit nicht zurückkehrte, alarmierte der Leiter die Polizei, die Mio aufsuchte und auch tatsächlich schnappte. Sie brachten den kleinen Jungen zurück ins Waisenhaus, belehrten den Leiter, dass er auf Mio aufpassen sollte, weil dies sonst Folgen mit sich bringen würde. Der Leiter bezahlte den Schaden, den Mio angerichtet hatte, ehe er ihn erneut bestrafte.
Aber Mio wurde nicht schlauer.
Es war ein Hin und Her. Doch letztendlich war es sogar so weit, dass Mio das Waisenhaus und die Methoden des Leiters so sehr hasste und verachtete, dass er einfach gar nicht mehr zurückkehren wollte. Tagelang blieb er verschwunden und dieses Mal alarmierte der Leiter auch nicht mehr die Polizei. Wollte nicht erneut für Schäden von Mio bezahlen müssen.
Wenn Mio zurückkehrte, dann nur weil er neue Sachen brauchte, oder aber nicht schaffte Essen zu stehlen und auch dann wurde er wieder bestraft. Jedoch schien Mio es bald regelrecht hinzunehmen. Ließ es sich auch dann nicht nehmen, weiterhin wegzulaufen und seine eigene Freiheit außerhalb des Waisenhauses zu suchen.

Warum er dabei immer in dem Viertel blieb, in welchen auch das Waisenhaus blieb, war für ihn selbst zu erklären. Hier kannte er sich aus. Kannte inzwischen jedes Versteck und jede Gasse. Wusste wie er laufen musste und wie er irgendwo hin kam, wo andere es vielleicht nicht so einfach hatten. In diesem Viertel, seinem Viertel, fühlte er sich wohl. Und die Menschen die dort lebten, kümmerten sich weder um Mio, noch darum dass der Leiter des Waisenhauses die Kinder schlecht behandelte. Es war ihnen regelrecht egal.

Als Mio acht Jahre alt war, haute er wieder ab. Dieses Mal allerdings zur unpassenden eiskalten Winterzeit. Die Tage, die Mio dort draußen verbrachte, wenn auch er sich sogar seine Decke mitgenommen hatte, sorgten dafür, dass er unterkühlte und sich erkältete.
Jedoch wollte er nicht schon zurück zum Waisenhaus.
Die Tage, die er draußen verbrachte.. in seiner eigenen kleinen ausgedachten Welt, in einer Fantasie, die ihn gefiel, waren für ihn die glücklichsten Stunden die er hatte. Im Waisenhaus fühlte er sich einsam, verlassen... wurde geschlagen und angeschrien. Hier draußen hatte er zwar auch niemanden, aber nur hier konnte er sich seine Geschichten ausdenken. Hatte den Wind im Gesicht und konnte soviel herum rennen wie er wollte. Selbst wenn er fror und sich erkältete, wollte er nicht zurückkehren.
Wahrscheinlich wäre Mio erfroren, wenn Polizisten ihn nicht in einer Nacht gefunden hätten. Sie brachten ihn zurück zum Waisenhaus, wogegen sich Mio allerdings auch nicht wehrte. Nein, er war es sogar, der ihnen gesagt hatte, wo er eigentlich hin gehörte. Er hatte einfach keine Kraft mehr. Er war müde, ihm war eiskalt und er fühlte sich einfach nur hundsmiserabel. Somit ließ er sich zurück bringen. Sah selbst ein, dass er vielleicht nicht einmal die Nacht überleben könnte, wenn er jetzt nicht zurück zum Waisenhaus ging. Und sterben wollte er garantiert nicht.
Im Waisenhaus angekommen sorgte der Leiter direkt dafür, dass Mio in sein Zimmer kam. Er ließ den Jungen keine Ruhe, wütend schrie er ihn an, jedoch wurde er dieses Mal nicht handgreiflich. Mio ignorierte sein Geschrei, nahm es hin und blieb stumm vor ihm stehen. Die Kinderaugen waren groß, aber leer und müde. Dies regte den Leiter so sehr auf, dass er sich den Teddy des Jungen schnappte, welchen er schlapp in seiner Hand hielt und ihn schließlich wütend zerriss. Ihm sagte, dass er ab jetzt immer eingesperrt werden würde und nie wieder spielen dürfte.

Als Mio sah, wie der Leiter seinen Teddy zerriss, beziehungsweise den Teddy seines damaligen einzigen Freundes, brach innerlich in dem Achtjährigen eine Welt zusammen und zum ersten Mal seit Langen sammelten sich Tränen in den Augen des Kindes.
Er spürte wie Wut in ihn aufbrodelt und merkte nicht wie seine Nachttischlampe schräg hinter ihm begann zu schweben.
Der Leiter hielt bereits inne. Sah wie die Lampe wie von Geisterhand in der Luft schwebte. Wurde regelrecht bleich, doch als sie schließlich ruckartig auf ihn zuflog, schrie er auf. Die Lampe zerbrach klirrend neben ihm an der Zimmerwand und ließ ihn stark zusammen zucken, wobei er auch den zerrissenen Teddy fallen ließ.
Panisch schaute er zu dem Kind, welches jetzt auch geschockt drein schaute und ein wenig zitterte. Wusste er nicht was gerade passiert war und das folgende Geschrei des Leiters machte es nicht besser, als dieser wütend den Raum verließ und die Zimmertür mit einem lauten Scheppern zuschlug und diese schließlich abschloss.
Mio stand noch Minuten stumm und erschrocken an Ort und Stelle, Tränen rannten immer noch über seine Wangen, ehe er zu dem am Boden liegenden Teddy ging und diesen weinend und schluchzend in seine Arme schloss. Zusammen mit dem Teddy legte er sich stumm weinend ins Bett.
Die Tage darauf wurde Mio nicht aus seinem Zimmer gelassen und sogar sein Fenster hatte der Leiter schon am nächsten Tag ändern lassen, dass der kleine Junge es garantiert nicht mehr auf bekommen würde. Der Leiter ignorierte Mio förmlich, sprach nicht mehr mit ihm und sah ihn nicht mehr an. Eines der beiden älteren Kinder brachte Mio das Essen, doch sprach er nicht mit ihm und ignorierte ihn ebenfalls. Hatte nicht den Wunsch danach mit diesem merkwürdigen Ausreißer zu sprechen. Aber dafür war Mio auch sehr dankbar. Er wollte mit niemanden sprechen.

Wenige Tage später hatte kamen zwei Menschen zu Mio. Der Leiter brachte die beiden Fremden zu dem kleinen kranken Mio ins Zimmer und ließ sie alleine. Es waren ein Mann und eine Frau. Sie stellten sich namentlich vor und Mio, schaute einfach nur stumm zu ihnen und reagierte auf nichts was sie sagten.
Sie stellten ihn verwirrende Fragen. Doch bei einer Frage, ob ihm schon einmal seltsame Dinge passiert waren, dachte er direkt an die Lampe und drückte ängstlich den kaputten Teddy weiter an sich, wobei er den beiden Fremden den Rücken zudrehte und nichts mehr von ihnen wissen wollte.
Die beiden Fremden gingen und Mio vergaß sie bald schon wieder.

Es sollte einige Zeit vergehen und Mio hatte die Gelegenheit sich zu erholen. Auch bekam er endlich die Möglichkeit sein Zimmer zu verlassen und wieder nach draußen zu gehen. Dorthin, wo er sich wohl fühlte.
Sobald er wieder bei Kräften war, ging er eines Tages wieder raus. Entgegen aller Vermutungen sogar zu Zeiten, die bei dem Waisenhaus erlaubt waren.
Mio hatte sich auf einem Dach platziert, welches durch einen Container leicht zu erreichen war und genoss einfach nur die Ruhe und die frische Luft um sich herum.
Bis ihn jemand ansprach.
Es war Alizée. Die Fremde, welche ihn vor einiger Zeit in seinem Zimmer aufgesucht hatte.
Erneut sagte Mio hier nichts zu ihr, auch wenn sie es schaffte bei ihm wie durch Geisterhand zu erscheinen.
Alizée schien belustigt. Mio schien regelrecht erschrocken, aber seine Augen zeigten auch eine gewisse Begeisterung und es hatte das erreicht, was sie erreichen wollte.
Neugierig hatte Mio nachgefragt wie sie das getan hätte. Und ob sie auch so komische Dinge tun konnte, wie er es getan hatte.
Alizée fragte nach was er meinte und Mio erzählte ihr in freien Stücken von dem Ding mit der Lampe.
Alizée und Mio kamen sich bei diesem Gespräch näher und zum ersten Mal fasste der kleine Junge Vertrauen zu einem Erwachsenen. Denn er wusste, sie schien ihn irgendwie zu verstehen und schien sich auch aus irgendeinem Grund wirklich um ihn zu sorgen.
Er musste ihr das Versprechen abgeben, zurück zum Waisenhaus zu gehen und dort auch erstmal zu bleiben, bis Alizée wieder kommen würde. Und nach einem kurzen Hapern mit sich selbst, tat Mio dies auch.
Er ging zurück zum Waisenhaus. Blieb still und heimlich für sich, die meiste Zeit in seinem Zimmer und benahm sich sehr gut.
Mio glaubte fest daran dass Alizée zurückkehren würde und sie enttäuschte sein Vertrauen nicht. Sie kehrte zurück und dies sogar mit einem Mann an ihrer Seite, welcher sich als Adrien vorstellte.
Zuerst wusste der kleine Junge nicht was er von diesem halten sollte, aber bald schon hatte er irgendwie Sympathie zu ihm geschlossen. Auch er sagte Mio dass er zaubern konnte und zeigte ihm heimlich in seinem Zimmer ein paar kleinere Tricks, was Mio direkt begeistern konnte.
Mio empfand gegenüber diesen beiden Menschen irgendwie solch' eine Verbundenheit, dass er am Abend als sie gingen, weinen musste.
Doch Mio hatte zum Glück bald keinen Grund zum Weinen.
Alizée und Adrien kehrten zurück. Und als sie zurückkehrten, erklärten sie sich bereit Endymion zu adoptieren.
Mio konnte es gar nicht glauben.
Ab den Tag der Adoption nahm Mio den Namen Du Mercier ein und zudem verpasste Alizée ihm den Zweitnamen Sylvain. Natürlich mit dem Einverständnis des Achtjährigen. Der diesen neuen Zweitnamen, als Zeichen ansah, endlich ein richtiges Leben beginnen zu können.

Ab dem Tag lebte Endymion endlich in einer richtigen Wohnung und hatte ein großes schön eingerichtetes Zimmer mit jeder Menge Spielzeug.
Zum ersten Mal in seinem jungen Leben war der kleine Junge richtig richtig glücklich und froh in einer Wohnung zu sein.
Als Mio den alten kaputten Teddybären raus holte, von den wenigen Sachen die er mitgebracht hatte, wurde Alizée darauf aufmerksam und fragte Mio über den Teddy aus. Mio erklärte ihr, dass dies der Bär seines Freundes war, welcher schon lange adoptiert worden war und dass er ihn einfach nicht wegwerfen könnte.
Alizée verstand die Zuneigung zu diesem Teddy und verstand auch die Verbundenheit zu seinem ersten Spontanzauber mit diesem Plüschtier, woraufhin sie den kaputten Bären reparierte und ihn Mio zurück gab.

Alizée und Adrien sorgten dafür dass Endymion ab dem Zeitpunkt dann auch endlich zur Schule gehen konnte. Er lernte dort sehr schnell alles, was er in der Zeit verpasst hatte und holte die ersten Klassen nach. Zuhause lehrte ihn Alizée auch privat noch weitere Dinge, damit er in der Schule schneller wieder einsteigen konnte.
Nachdem sich Endymion bei dem jungen Paar eingelebt hatte, erzählten sie ihm beide ein wenig mehr über Hogwarts. Sie hatten diese Schule bereits erwähnt gehabt, als Mio noch im Waisenhaus gelebt hatte, jedoch erzählten sie ihm dieses Mal ausschweifender davon.
Die Neugierde und die Aufregung waren in den Augen des inzwischen Achtjährigen zu sehen.
Er schien sich gleich in den jungen Jahren für Magie begeistern zu können und wollte gleich einige Dinge von seinen beiden Adoptiveltern sehen, was sie ihm auch zeigten.
Zwar wuchs Endymion in einem magischen Haushalt auf, allerdings kannte er sich auch sehr gut mit Muggelsachen aus und hatte bald schon eine Schwäche für Videospiele entwickelt.
Allerdings unterdrückte dies ganz und gar nicht seinen Wunsch weiterhin nach draußen zu gehen und draußen herum zu laufen und zu spielen. Hier jedoch hatte er nun keinen Wunsch danach draußen bleiben zu können. Wenn er müde wurde, kehrte er zurück nach Hause und ließ sich von Alizée ein wenig knuddeln, die einen Narren an dem kleinen Mio gefressen hatte. Dass Endymion nun mit Liebe und Fürsorge aufwachsen durfte, war jedem klar, der die Drei beobachtete.

Nachdem Endymion zehn Jahre alt wurde, kauften Alizée und Adrien ein Haus im Zentrum Londons und zogen dorthin.
Hier hatte Mio ein noch größeres Zimmer und sogar einen eigenen Garten, wo er jederzeit rennen und spielen konnte. Sie bauten sogar ein eigenes großes Klettergerüst für den aktiven Jungen auf, damit er sich auch ja richtig austoben konnte.
Für Mio war diese Zeit wirklich der Himmel auf Erden und er hatte die Zeit im Waisenhaus schon beinahe gänzlich vergessen.

Bis seine Einschulung in Hogwarts, lebte Mio ein zufriedenes und normales Leben. Alizée und Adrien gingen zusammen mit den Jungen in die Winkelgasse, kauften mit ihm alles was er brauchte. Und schon als sie die Winkelgasse betraten, war Mio mehr als begeistert. Noch nie hatte er soviel Magie und so viele magische Menschen auf einem Haufen gesehen.
Irgendwie wusste Mio: Er würde die Zeit in Hogwarts mehr als genießen und gerne mehr über die Zauberei lernen. Denn dies reizte ihn schon, seitdem ihm Alizée und Adrien mehr darüber erzählt hatten. Alizée hatte ihm sogar einige Geschichten aus magischen Büchern vorgelesen.
Von der Zauberei war Endymion also als Kinder ungemein begeistert und fasziniert.

Während seinen ersten Jahren in Hogwarts saugte der Junge das Wissen in sich auf, wie ein Schwamm. Er brachte gute Noten mit und passte im Unterricht immer gut auf.
Wie es auch seine Adoptiveltern erwartet hatten, liebte Endymion Magie und hatte auch einiges an Talent dafür.
Doch mit der Zeit verlor sich die Faszination für Magie bei Mio.
Zwar verschlechterten sich nicht seine Noten, aber seine Begeisterung für ähnliche Dinge, hielt sich bald schon sehr stark in Grenzen. Ab der vierten Klasse, fand man Endymion meist mit einem Buch alleine in irgendeiner Ecke oder in den Schlafräumen von Slytherin.
Eine Sache hatte sich in den vier Jahren auch in Hogwarts nicht verändert: Endymion wollte mit niemanden der anderen Freundschaft schließen. Er hatte lieber seine Ruhe. Blieb für sich und ignorierte alle Menschen um sich herum. Träumte sich durch diese Bücher, in die Welten von diesen und liebte es einfach diese Geschichten zu lesen.
Er trug einfach nicht den Wunsch in sich, jemand anderen kennen zu lernen oder aber Freunde zu finden. Nein, der Junge wollte einfach nur für sich sein und in seiner eigenen Welt sein. Zwar kannte er die Schüler in seiner Stufe, aber auch nur von Namen und selbst suchte er bei niemanden Kontakt.
Dahingehend war Mio stur und blieb auch die nächsten zwei Jahre dabei.

Wenn Mio in den Ferien nach Hause zurückkommt, verbringt er weiterhin die meiste Zeit draußen und springt durch die Gegend. Besonders mit 13 Jahren ist er aktiv dabei. In dieser Zeit bringt er sich selbst Parkour bei und liebt es damit an die ungewöhnlichsten und verrücktesten Plätze zu gelangen.
Neben diesem verrückten Hobby findet Mio eine Leidenschaft im Reiten, wofür er sogar extra einige Stunden in der Woche fuhr, um zu einem Reiterhof zu gelangen. Auch Singen tut er gerne, was Alizée auch bald schon förderte, indem sie ihn in einen Gesangskurs gab, wofür sich auch Mio ganz offensichtlich interessierte.
Doch Alizée hatte noch ganz andere Ideen für ihren Adoptivsohn. Da Endymion offensichtlich koreanischer Herkunft war, fragte sie ihn wie sein Interesse für die koreanische Sprache wäre und Endymion zeigte sich durchaus sehr interessiert. Alizée schlug ihm vor, ihm Koreanisch beizubringen, da sie dies ja selbst gelernt hatte und auch tatsächlich aktiv nutzte, jedoch wollte sie ihm auch gerne Französisch näher bringen.
Obwohl Mio Französisch irgendwie nicht leiden mochte, ließ er sich auf den Deal ein, dass er beide Sprachen lernen würde und Alizée zeigte dafür klare Begeisterung und somit lernte Endymion von seiner Adoptivmutter innerhalb von vier Jahren Koreanisch und Französisch. Sie hatte damit bereits begonnen als er zehn Jahre alt war.

Nun ist Mio in der sechsten Stufe und ein sehr ruhiger junger Mann geworden. Seine Noten sind nach wie vor gut bis sehr gut. Nur in Verteidigung der dunklen Künste hat er so seine Schwächen.
Nach wie vor ist Mio eher für sich. Auch zu seinem Haus, Slytherin, hat er keine allzu große Verbindung. Er akzeptiert an sich alle Schüler um sich herum, doch bringt ihn dies nicht dazu mit ihnen zu sprechen. Endymion kümmert sich um nichts anderes, als um sein eigenes Wohl. Selbst hat er auch keine schlechte Meinungen zu irgendetwas wie Halbblüter, Reinblüter oder Muggelgeborene. Für ihn sind alle seine Mitschüler ein und dasselbe: Oftmals furchtbar laut und nervig. So gesehen, mag er sie alle gleich wenig. Aber hat für Niemanden Hass übrig. Allgemein ist Mio ein sehr toleranter Mensch.
Auch für den Tagespropheten oder aktuellen politischen Themen zeigt Mio keinerlei Interesse und scheint es sogar regelrecht zu ignorieren. Alles in Allem: Er ist ein sehr ignoranter und egoistischer Mensch.


Ein Ziel für die Zukunft hat Endymion nicht. Zwar spricht Alizée oft mit ihm darüber, dass er sich langsam etwas für die Zeit nach Hogwarts überlegen sollte, doch verbringt er seine Zeit dann doch lieber damit ein gutes Buch zu lesen, anstatt sich über seine Zukunft Gedanken zu machen.

» Charaktereigenschaften


  • selbstsicher
  • geduldig
  • fürsorglich und hilfsbereit
  • tolerant


  • ignorant
  • teilweise egoistisch
  • kühl und unnahbar
  • unpünktlich
Persönliche Informationen
Klassenstufe
6. Klasse
Geburtstag
16. August 2002 (17)
Geschlecht
Männlich
Wohnort
London
Beruf
Ignorieren des offensichtlichen Chaos um ihn herum
Hobbys
Romane lesen | Singen |Reiten | Parkour