Aletheia Yaxley​ Sanguis aertana est

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Ius summum saepe summa est malitia



Aletheia Yaxley
Sechzehn Jahre alt - Zehnter August 2003
Von Reinem Blute

Tochter von Corban II Yaxley und Adela Yaxley, geborene Bulstrode
Slytherin, sechste Klasse



In den 1930er Jahren erschuf der Zauberer Cantakerus Nott sein wohl berühmtestes Werk. In ihm berichtet er von den Familien von wahrlich reinem Blute. Zu den darin aufgeführten Untastbaren Achtundzwanzig zählen die Yaxleys, denen die Reinhaltung der Linie auch heute noch von immenser Wichtigkeit ist. Aus diesem Grund werden den Mitgliedern dieser Familie nur Ehen mit ebenso reinblütigen Hexen und Zauberern gestattet. Jene, die es wagen, mit der Tradition zu brechen, werden aus der Familienhistorie getilgt, als hätten sie nie existiert.

Die Liste mit in Frage kommenden Ehepartnern ist kurz, vor allem, wenn die Gemahlin aus denselben edlen Kreisen stammen soll. Ehen werden nicht mehr arrangiert, doch findet sich eine Kandidatin im selben Alter, so ist vorbestimmt, was geschehen wird. So war Corban II Yaxley, wie sein Onkel Corban I Yaxley Mitarbeiter in der magischen Strafverfolgung im Ministerium klar, dass er seine zukünftigen Ehefrau in seinen Armen führte, als er bei einem Reinblüterball mit Adela Bulstrode tanzte. Die Eheschließung kam rasch, denn die beiden konnten auf etwas zurückgreifen, was in solchen Fällen nicht zur Normalität zählte: Ehrliche Zuneigung für einander, die sich später sogar zu Liebe entwickelte. Sowohl die Mitglieder der Linie der Yaxleys, als auch die der Bulstrodes stimmten der Ehe zu.


Dann kam der große Krieg. Mit Corban Yaxley I stellte die Familie einen der Todesser in vorderster Front, doch auch sein Neffe und dessen Ehefrau positionierten sich in den Reihen der Unterstützer des Dunklen Lords, da er ihre Ideale und Interessen vertrat. Sie bekannten sich nicht öffentlich zu seiner Lordschaft, sondern zogen es vor, die Todesser heimlich zu finanzieren und das Haus in Cambridge als sicheren Zufluchtsort zur Verfügung zu stellen. Nach dem Krieg konnten sie dafür aus Mangel an Beweisen nicht angeklagt werden, doch im Ministerium ist die Gesinnung der Yaxleys noch immer ein offenes Geheimnis.[i]Gleichermaßen genoss das Ministerium mit seiner aktuellen Politik nicht das höchste Ansehen. Innerhalb der Familienkreise wurde die Offenheit gegenüber Muggeln und Muggelstämmigen bemängelt. Allerdings wurde diese Ablehnung nicht offen gezeigt, um politische Karrieren der Familienmitglieder nicht zu behindern.[/i]


Der dunkle Lord war längst gestürzt, als Adela schwanger wurde. Wenige Monate später brachte sie ihr erstes und bis dahin einziges Kind zur Welt. Sie nannten das Töchterchen Aletheia, benannt nach der griechischen Göttin der Wahrheit. Sie sahen sich in ihrer Gesinnung bestätigt, als sich das Mädchen gesund und kräftig entwickelte und damit die Stärke und die Überlegenheit des reinen Blutes zeigte. Es verlieh Aletheia die gleichen magischen Fähigkeiten, die schon seit jeher Markenzeichen der Yaxleys und Bulstrodes waren. Ihr erster spontaner Zauber zeigte sich bereits früh, als ihre Tasse ihrer Wut über den ihr nicht zusagenden Geschmack des Trinkbreis zum Opfer fiel. "Scherben bringen Glück", soll Adela zu ihrem Mann gesagt haben, als diese die Einzelteile wieder zu einem Ganzen zusammenfügte. Die Erleichterung in ihrer Stimme ließ sich erahnen, denn als Squib wäre Aletheia unweigerlich schon in so jungem Alter zur Persona non grata geworden.

Seit diesem Tag war Aletheias Lebensweg vorgezeichnet. Sie wurde zu Hause mit den Kindern anderer tradiotioneller Familien mit reinem Blut unterrichtet, um sie gar nicht erst in Berührung mit falschem Gedankengut kommen zu lassen. Sie lernte von Kindsbeinen auf, dass die Ideale der reinblütigen Gesellschaft über jeden Zweifel erhaben waren und Muggel und jene, die sich ihnen zu nähern bereit waren, irreparablen Schaden über die gesamte Zauberergemeinschaft brachten. Der Umgang mit Blutsverrätern, Schlammblütern und Muggeln war ihr vom ersten Tag an verboten. In ihrer Entwicklung wurde penibel darauf geachtet, dass dieses Weltbild nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, indem ihr einerseits immer wieder die Vorzüge der reinen Gesellschaft auf der einen Seite sowie die Schäden durch das Tun der Andersdenkenden auf der anderen vor Augen geführt wurden.

Als der Brief aus Hogwarts kam, war diese Überzeugung bereits so tief in ihr verankert, dass Corban II und Adela ihre Tochter zwar schweren Herzens, aber einigermaßen beruhigten Gewissens in die Schule für Zauberei und Hexerei ziehen lassen konnten. Der Sprechende Hut zögerte nicht, als er auf den Kopf der Elfjährigen gesetzt wurde. Er erkannte ihre Familienherkunft, allerdings auch ihr Talent, ihren Ehrgeiz sowie ihre Ideale und entließ sie in die Obhut des Hauses Salazar Slytherins.

Die wenigen Auserwählten, die sie zu ihren Freunden zählte, waren ausnahmslos ebenso Schlüler des Hauses Slytherin. Ihre schulischen Leistungen waren akzeptabel, wirklich zu überzeugen gelang es ihr nur in der Kunst des Zaubertrankbrauens. Da Aletheia nach den Sommerferien bereits die sechste Klasse besuchte, sollte bald die Suche nach einem passenden Ehepartners beginnen. Anderfalls blühte ihr vor allem ihrer Überzeugung wegen ein Leben in Einsamkeit.


Es war nicht leicht für das Mädchen, sich in dieser Welt zurecht zu finden, dem permanenten Druck ausgeliefert zu sein, ihrem Namen und ihrem Blut gerecht zu werden, während sich ihre Umgebung immer mehr zu ihrem Leidwesen veränderte. Ihre impulsive Art kam ihr dabei nicht zugute, denn so fiel es ihr schwer, sich bei Provokationen unter Kontrolle zu halten. Ebenso war ihre Naivität leicht auszunutzen, wenn man ihr Hilfe und Verständnis bot. In den meisten Fällen auf sich allein gestellt, musste sie sich auf ihren Ehrgeiz und ihre Willenskraft verlassen, um von den Wogen des alltäglichen Kampfes nicht in den Wellen zwischen die Fronten der Ideologien unterzugehen. [i]Doch mit zunehmendem Alter sympathisierte sie immer mehr mit der Radikalität ihrer Vorfahren. Sie nahm die negativen Ansichten gegenüber dem Ministerium an; ebenso hielt sie den Tagespropheten für das für Propagandazwecke nötige Mittel der Politiker. Sie machte ihn mitverantwortlich für die Verblendung der Gesellschaft.[/i]


Obsequium amicus, veritas odium parit.

Zauberstab: Weißdorn, Kern aus Drachenherzfaser, 10,5", federnd
Amortentia: Duft eines Laubwaldes
Patronus: Nicht bekannt

Persönliche Informationen
Klassenstufe
Sechste Klasse, Slytherin
Geburtstag
10. August
Geschlecht
Weiblich
Wohnort
Cambridge