Valora Greengrass in between parabels

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Über mich
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[Hallo, ich bin ein Übergangsprofil und werde bald ganz hübsch und vollständig sein!]





Valora Hestia Greengrass.

Ehemalige Slytherin. 19 Jahre alt. 22.08.1999. Heilerin in Ausbildung. Reinblütig. Greengrasstochter. Mag dich sicherlich nicht.


Ein zartes Lächeln umspielt ihre roten Lippen. Das blonde Haar fällt ihr sanft ins Gesicht, sie streicht es sich hinter ihr Ohr. Ihre ozeanblauen Augen strahlen in den Raum, ihre Finger sind verschränkt.
Jemand macht eine Bemerkung. Ihr Lachen ist glockenhell und klar.







Amortentia » alter Stein, Lavendel, feuchter Waldboden
Dunkelheit Sie selbst, all ihre Gedanken aussprechend « Irrwicht
Patronus
» Qualle, ungestaltlich
Weißdorn, Einhornhaar, 11 Zoll, biegsam « Zauberstab
Nerhegeb
» Freunde und Familie vereint


»hawthorn makes a strange, contradictory wand, as full of paradoxes as the tree that gave it birth, whose leaves and blossoms heal, and yet whose cut branches smell of death[gregorovitch]







unzufrieden | einsam | gekünstelt | überzeugt | kontrolliert | überfordert | wütend | verzweifelt | dominant | depressiv | unverstanden

Playlist

»we drink the poison our minds pour for us and wonder why we feel so sick«
Manchmal weiß ich nicht, wer, wo ich bin und was ich tue. Manchmal weiß ich nicht, was ich tun soll, was richtig ist, was falsch, was unausweichlich. Manchmal ist das einzige, das ich fühle, ein grauschwarzer Wirbel aus Hass und Wut und gleichzeitig Angst und Verzweiflung. Meine Gedanken verschwimmen, meine Haut wird heiß, meine Hände zittern, mein Atem stockt und der letzte Rest meiner selbst, die Kontrollierte, die Schöne, die Denkende ist verschwunden.
Wer bin ich, wenn ich fehle?




POSTINGS

09.01.2019 °
Weinabend ° mit Juniper & Elodie




»and this home could be a shelter, be a stony cloak for me. but all i remember is the infinity.«


augustus greengrass, vater, vorbild, »you took my trust and threw it away«
65 Jahre alt, Reinblut
Augustus arbeitet beim Ausschuss für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe, das ist zwar nicht das, was er sich während seiner Schulzeit ausgemalt hat, aber da nicht jeder Zaubereiminister werden kann und er all die bösen Kreaturen, denen noch erlaubt wird, in dieser Gesellschaft zu leben, hasst, ist er ganz zufrieden damit, dort etwas Gutes für die Welt zu tun. (Er denkt, gefährliche magische Geschöpfe sind eine Gefahr für die Reinblutgesellschaft.)
Er ist sehr traditionell, was vor allem seinem Vater Charles verschuldet ist, der auf Traditionen und alte Werte viel wert legt und sein größtes Vorbild ist. Weil Valora ein Einzelkind ist, verlangt Augustus von ihr, das Vorzeigekind der Familie zu sein. Freilich hätte er lieber einen Sohn, der sein Erbe weitertragen kann, aber er sieht durchaus Vorteile darin, eine hübsche, junge Tochter zu haben. So seltsam das auch erscheinen mag, wenn man sieht, wie ruppig er oft mit ihr spricht, irgendwie liebt er sie.


»my existence was your pain«, schmerz, mutter, rachel greengrass (nightingale)
40 Jahre alt, aus einer Zaubererfamilie stammend
Rachel steht ihrer eigenen Aussage nach für Gerechtigkeit ein. Deshalb arbeitet sie auch in der Abteilung für magische Strafverfolgung im Büro für Missbrauch der Magie. Jeder, der zaubert, obwohl er noch nicht zaubern darf, sollte ihrer Meinung nach gar nicht mehr zaubern dürfen. Das funktioniert so zwar nicht, aber solange derjenige wenigstens eine Verwarnung bekommt, ist sie zufrieden. Das ist ihre Art, Gutes zu tun, sagt sie.
Rachel ist um einiges jünger als ihr Mann und obwohl sie aus keiner Blutsverräter- oder Muggelfamilie kommt, hat sie manchmal übermäßig viel Respekt, ja, fast schon ein wenig Angst vor seinen Eltern. Die haben zwar mittlerweile aufgehört, sie kritisch zu beobachten, da sie sich anscheinend als würdige Erbin herausgestellt hat, doch jetzt ist Valora in ihrem Blickfeld und Rachel muss weiter fürchten, dass sie ihre Schwiegereltern mit der Erziehung ihrer Tochter enttäuscht. Auch sie liebt Valora, aber doch ist sie sehr streng mit ihr, aus Angst, dass diese die Familie in Ungnade stürzt und die ganze Zauberwelt sieht, wie wenig die Familie Greengrass mit dem Leben klar kommt – und das nur wegen ihr, die alles vermasselt hat.


aurora greengrass, großmutter (väterlicherseits), fauchende hexe, »you didn't want me to be like you«
95 Jahre alt, aus einer Zaubererfamilie stammend
Aurora arbeitet im internationalen Büro für magisches Recht und hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, wäre sie nicht so von ihrer reinblütigen Herkunft beeinflusst, dass sie es als gerecht ansieht, dass diese Gesellschaft mehr Privilegien zugewiesen bekommen sollte, weil sie mehr wert ist. Ihre ehemals blonden, jetzt hellgrauen Haare und die blauen Augen erinnern an Valora und manchmal sieht sie in ihr sich selbst und hofft im Stillen, dass Valora alles, was sie in ihrem Leben falsch gemacht hat, richtig machen kann.

»i'm not gone if you ignore me, you know«, stiller beobachter, großvater (vs), charles greengrass
91 Jahre alt, Reinblut
Charles arbeitet, wie sein Sohn auch, beim Ausschuss für die Beseitigung magischer Geschöpfe. Tatsächlich ist das allerdings ebenfalls eigentlich nicht das, was er anstrebte, aber mit den Jahren musste er lernen, dass man manchmal nicht allein auf das Ansehen achten kann, weil dadurch kein Geld ins Haus kommt. Und ohne Geld schwindet auch das Ansehen.
Für ihn ist Ansehen das wichtigste im Leben – Deshalb ist er auch so kritisch, was die Frau und Tochter seines einzigen Sohnes angeht. Valora muss das reine Blut wahren; darauf achtet er. Lebensfreude und angenehme Kommunikationen bleiben dabei auf der Strecke, aber das ist ihm egal.


lucretia nightingale, großmutter (mütterlicherseits), unterwürfig, »i'm what you always wanted to be«
62 Jahre alt, aus einer Zaubererfamilie stammend
Lucretia arbeitet als Redakteurin beim Tagespropheten, ist damit aber eher weniger zufrieden. Viel lieber würde sie etwas machen, was ihr Spaß macht, angesehener ist und mehr Geld einbringt. Aber ein Jobwechsel ist ihr zu unsicher, deswegen bleibt sie dabei.
Sie scheint, was Valora regelmäßig verunsichert, zufrieden mit der Entwicklung der Tochter ihrer Tochter und bringt das immer wieder deutlich zum Ausdruck. Im selben Atemzug allerdings wirft sie einen neidischen Blick - die Lippen zusammengepresst und eine Augenbraue nach oben – auf die blonden Haare und das weiche Gesicht, als wäre sie selbst gerne an Valoras Stelle. Reinblütig, hübsch, mit Eltern und Großeltern, die einflussreich sind und nur das beste – in dem Fall einen würdigen Ehemann - für sie wollen.



»i can't teach you how to be a pureblood«, stillschweigend, großvater, james nightingale
68 Jahre alt, aus einer Zaubererfamilie stammend
James arbeitet als Vergiss-Mich im Zaubereiministerium und im Gegensatz zu allen anderen, redet er nie über seine Anstellung. Wenn man es genau nimmt, scheint er nur ein einziges Thema zu kennen – Reinblüter. Alles, was mit ihnen zu tun hat. Vor allem, wenn die Familie Greengrass anwesend ist. Es ist fast, als würde er selbst zu einem richtigen Reinblut werden wollen, indem er nur oft und ausdauernd genug davon spricht. Und genau das ist auch, was er sich wünscht: Dazuzugehören zu der elitären Gesellschaft. Ansehen haben. Etwas wert sein.
Er sieht Valora als Chance, sich zu beweisen. Wenn er seine Hoffnung in sie steckt und sie unterstützt, wird es ihm zugute kommen, wenn sie in zehn Jahren einmal eine einflussreiche Frau ist.



Fließtexte

Familienhintergrund
Die Familie Greengrass ist eine sehr alte Zaubererfamilie, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, und sich damit brüstet, durch und durch reinblütig zu sein. Sie gehört zu den Unantastbaren 28. Das alte Anwesen in Steyning gehört schon seit langem zu den Anwesen der Familie und wurde Valoras Urgroßvater vererbt. Sie sind eine sehr traditionelle Familie und legen Wert auf die Meinungen der Zauberergesellschaft. Muggelstämmige sollte man der magischen Welt ausschließen oder wenigstens ihnen Privilegien entziehen, Reinblüter sind die wahren Zauberer und Hexen, es kommt immer auf das Alter und die Reinheit der Familie an – et cetera.
Ihr Zweig der Familie zieht es vor, sich dorthin zurückzuziehen, wenn größere Kriege oder Auseinandersetzungen herrschen. Nicht so wie andere Familien, die gerne immer vorne mit dabei sind und alle manipulieren wollen, halten sie sich stets zurück, offiziell, um der Familienhistorie keinen Schaden zuzufügen oder negativ aufzufallen, inoffiziell, weil sie zu viel Angst um ihr Leben (und Blut) haben. Sie brüsten sich zwar damit, zu den »wahren Reinblütern« zu gehören, aber nur davon zu reden, bedeutet nicht, dass sie das auch in Krisensituationen herumposaunen würden.
Beim ersten Krieg gegen Voldemort hat sich Valoras Teil der Familie ebenfalls herausgehalten, in der Hoffnung, einfach übergangen zu werden. Sie waren zwar auch der Meinung, dass reines Blut gewahrt werden soll und Muggelstämmige ihre Magie mit nichts verdient haben, aber für einen Krieg war niemand bereit. Erst recht nicht, das eigene Leben in einem solchen Krieg zu geben. So haben sie, wenn ein Anhänger Voldemorts sie darauf angesprochen hat, immer vage Antworten gegeben und so getan, als würden sie ihn einfach im Stillen unterstützen, und wenn sie ein Gegner Voldemorts gefragt hat, haben sie gesagt, sie wären eine vernünftige Reinblutfamilie und würden sich nicht blind in Kriege stürzen. So, dachten sie, wäre ihr Ansehen in jeder Situation gesichert. Letztendlich haben sie einige andere Reinblutfamilien dazu gebracht, nicht mehr im Kontakt mit ihnen zu stehen, und das Ministerium hat einiges an Geld von ihnen verlangt als Unterstützung für die Familien der Opfer. Nicht optimal, zumal einiges ihres ehemaligen Ansehens verschwunden ist, aber niemand ist gestorben von ihnen und mit der Zeit haben sie es geschafft, wieder ein bisschen Ansehen zurückzugewinnen, wenn es auch bei einigen (ehemaligen) Anhängern Voldemorts nicht funktioniert.
Jetzt ruht alle Hoffnung auf Valora, die als junge, hübsche Greengrasstochter in eine ehrwürdige Familie einheiraten und die Zauberergesellschaft wieder auf die Familie Greengrass positiv aufmerksam machen soll.


Valoras Hintergrund

Die Kindheit.

Valora Hestia Greengrass wird am 22. August 1999 im St. Mungos Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen in London als Tochter von Rachel (geb. Nightingale) und Augustus Greengrass geboren.
Sie lebt die ersten fünf Jahre ihres Lebens in dem etwas heruntergekommenen Anwesen der Familie Greengrass in Steyning im Norden von Großbritannien. Sie hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen, da die einzigen Jüngeren in der Nähe die Muggelkinder im Ort sind, und ihre (Groß)Eltern ihr schon früh beibrachten, dass sie mit dem natürlich-magischen Blut in ihren Adern besser waren als der nicht-magische Abschaum. Sie selbst fand es sowieso sonderbar, dass die Muggel völlig ohne Magie lebten. Ein paar Mal sah sie Verwandte in ihrem Alter, aber die Besuche waren nicht zahlreich genug, als dass sie etwas mit ihnen hätte anfangen können.
Ab ihrem sechsten Lebensjahr beginnen ihre Eltern, sie mit auf Zaubererfestlichkeiten zu nehmen, damit sie den Umgang in diesen Gefilden lernen kann. Mit ihrem Vater, der ab einem gewissen Zeitpunkt größtenteils die Erziehung übernahm, redet sie viel über ihre Gesellschaft und welche Rolle sie, Valora, in ihr und für die Familie spielt. (Nämlich die, die reinblütigen Gene weiterzuvererben, keine Schande über die Familie zu bringen und in ein gutes Haus zu heiraten.) Sie lernt ab dem Zeitpunkt auch einige andere Zaubererfamilien kennen, als sie, weil sie sich auf den Festlichkeiten zu benehmen wusste, wenn ihre Großeltern Besuch von alten Bekannten empfingen, auch dabei sein durfte. (Das macht ihr allerdings keinen Spaß, sie gibt sich zwar gerne unglaublich alt, aber sie ist noch immer ein Kind und versteht meistens kein Wort von dem, was die Älteren reden. Und niemand interessiert sich wirklich für sie, also sitzt sie nur schweigend da, die Hände im Schoß gefalten, und lächelt an den richtigen Stellen.)
Zwar fungierte Augustus als ihr Vorbild, aber durch seine leicht veränderbare Stimmung fürchtete sie sich manchmal ein wenig vor ihm. Solange man alles richtig machte, war er den Umständen entsprechend nett, doch sobald man sich nur den kleinsten Fehltritt erlaubte, wurde er von der einen auf die andere Sekunde wütend, begann zu schreien und Dinge durch den Raum zu werfen, und er verlangte von einem, auf der Stelle stehen zu bleiben, bis er sich wieder beruhigt hatte, und danach kein Wort darüber zu verlieren. Sie lernt, dass Fehler machen oder Schwäche zeigen Konsequenzen mit sich bringt.
An Weihnachten nach ihrem siebten Geburtstag geht es so weit, dass er, als Rachel eine falsche Bemerkung machte, seine Frau/Valoras Mutter schlägt. Er tut das danach nie wieder und versucht auch öfter, sich zurückzuhalten, aber sowohl Valora als auch Rachel wird das nie wieder aus dem Kopf gehen. Wenige Tage darauf passiert ihr ihr erster Spontanzauber. Sie hat noch immer das schreckverzerrte Gesicht ihrer Mutter und den wütenden Blick ihres Vaters, als er die Hand gehoben hat, im Kopf, als sie aus Versehen gegen den Schreibtisch ihres Vaters stößt und einen Stapel Pergament herunterwirft. Genau in dem Moment hört sie seine Schritte draußen vor der Tür. Sie verfällt in eine Schockstarre und malt sich schon aus, was er mit ihr anstellt, wenn er sieht, dass sie einen Fehler gemacht hat. Weil sie seinen Blick nicht sehen will, schließt sie die Augen und wartet auf sein Urteil, wenn er den Raum betritt, aber als er vor ihr steht und sie die Augen wieder öffnet, ist der Pergamentstapel wie von Zauberhand wieder geordnet auf dem Schreibtisch.

Die Zeit in Hogwarts.
Es lässt sich wohl behaupten, dass die Zeit, die sie in dem alten Schloss verbracht hat, gleichzeitig ihre beste und schlechteste war. Sie kommt, wie es nicht anders zu erwarten war, nach Slytherin und schart auch sogleich ein paar andere Slytherins aus ihrer Jahrgangsstufe um sich, die sich gerne mit einer Greengrasstochter abgeben. Die Familie musste zwar im ersten Krief gegen Voldemort einen Teil ihres ehemaligen Ruhmes einbüßen, aber sie gehören immerhin noch immer zu den Unantastbaren Achtundzwanzig und das erscheint eindrucksvoll.
Viel wichtiger jedoch ist, dass Valora in der erstn Klasse das erste Mal aktiv mit Muggelgeborenen konfrontiert wird und nicht nur Erzählungen ihrer Großeltern oder ihres Vaters hört. Sie hat sich das schlimmste ausgemalt, aber ihr erster Gedanke ist wohl, dass sie ja gar keinen Unterschied merkt.
Diese unangebracht positiven Gedanken gegenüber Muggelgeborenen verflüchtigen sich schnell wieder. Sie erträgt es nicht, dass jemand besser in der Schule ist, der nur durch irgendwelche Zufälle an die Magie gekommen ist, als sie, die sie bisher immer die beste in allem war und ja schließlich von einer altehrwürdigen Zaubererfamilie abstammt.
Da sie sich selbst und vor allem auch ihre Familie nicht in den Dreck ziehen will, indem sie schlechte Noten schreibt, versucht sie spätestens ab der dritten Klasse mit aller Gewalt, besser als die anderen zu sein. Das ist das einzige, das für sie akzeptabel ist, da es jeder (inklusive sie selbst) von ihr erwartet.
Durch das Konzentrieren auf die guten Noten und das perfekte äußere Bild, beginnt sie, sich weniger mit Menschen zu unterhalten, weil sie keine Schwächen zeigen möchte. Schwächen können gegen sie verwendet werden und ihr Vater hat oft gesagt, dass man sich in ihrer Familie keine Schwäche erlauben darf. Wenn sie mit Menschen redet, ist die Gefahr groß, dass bemerkt wird, wie anstrengend es für sie ist, das reine Bild aufrecht zu erhalten.
In der vierten Klasse läuft irgendwie alles so, wie es soll: Sie ist eine der besten in der Schule, hat ein paar lose Freundschaften zu Leuten, die zu ihr aufschauen, und genau das Image, das sie möchte.
Was allerdings überhaupt nicht so läuft, wie sie es sich vorstellt, ist ihr eigenes Wohlbefinden. Es erfüllt sie weniger mit Genugtuung, »perfekt« zu sein, als sie es sich vorgestellt hat. Sie ertappt sich manchmal dabei, mit purem Neid in ihrem Blick zu dem Tisch der Gryffindors zu blicken, die zwar nicht so makellos sind wie sie, aber dafür ein ehrliches Lächeln auf den Lippen und eine Ausstrahlung, die vor Positivität nur so strotzt. Sie hasst die Gryffindors ein bisschen dafür, dass sie so sind, wie sie sind, und sie hasst sich selbst, dass sie so Zweifel an ihrem Leben hat.
Mit der Zeit kommt sie in die Phase, in der normale Menschen ihre erste große Liebe finden, Beziehungen anstreben und sich wieder trennen. Auch sie hat ihren ersten Crush auf ein Mädchen aus Ravenclaw namens Maditha Ken – Es ist vielleicht mehr eine Faszination, als ein Crush, aber es sind auf jeden Fall romantische Gefühle im Spiel und weil das nicht in ihr Weltbild passt, versucht sie, die Tatsache, dass Maditha nicht ein reinblütiger Slytherin, sondern eine muggelstämmige Ravenclaw ist, einfach wegzudenken.
Ab da geht für sie alles bergab. In der sechsten Klasse, nachdem Maditha von der Schule gegangen ist, denkt sie erstmals kritischer über ihr Leben nach; dass sie eigentlich noch nie wirklich ehrlich glücklich war und dass sie Liebe gar nicht wirklich kennt, weil ihre Familie aus Angst und Erwartungen besteht. Sie traut sich fast nicht, den Gedanken zu ergreifen. Die Weihnachtsferien werden für sie zu einer Tortur, weil ihr alles so falsch erscheint. Sie lacht über einen blöden Kommentar, ihre Mutter kichert und ihr Vater lächelt zufrieden, aber wenn die Gäste weg sind, zerfällt das alles und zurück bleibt eine leblose Familienhülle, in der Valora steht und sie füllen soll mit Leben.
Sie versucht mit all ihrer Willenskraft, ihr Leben zusammenzuhalten, während sie innerlich zerspringt vor Verzweiflung und Wut auf Muggelgeborene, weil sie existieren, und Wut auf sich selbst, weil sie nicht die perfekte Tochter ist und weil sie diese Gedanken hat und einfach nicht nicht denken kann, und Wut auf ihre Familie, weil sie es von ihr erwarten, und Wut auf alles und jeden.
Nach außen hin merkt man von all dem wahrscheinlich nicht allzu viel, das ist etwas, das sie schon immer gut konnte, da sie es früh gelernt hat, ihre Gefühle zu verstecken. Aber sie fühlt sich manchmal fiebrig, als würde ihr jeden ansehen, dass sie solche Gedanken hat.

Die Zeit nach Hogwarts.
Valora befindet sich in einer seltsamen Übergangsphase – sie fühlt sich zuhause unwohl, aber alleine irgendwo anders ist sie genauso wenig glücklich.
Sie hat eine Ausbildung als Heilerin begonnen, zusammen unter anderem mit Kyle Owen, einem ehemaligen Gryffindor, dem sie (aus welchem Grund auch immer, sie ist sich da sehr unschlüssig und versucht, das zu ignorieren) im letzten Schuljahr Nachhilfe gegeben hat. Ihre Eltern waren nicht so entsetzt, wie sie es sich ausgemalt hat, aber anscheinend war irgendeiner ihrer Ururgroßväter Heiler und damit sehr angesehen. Und – so ihr Vater – als Heilerin sehen einen viele Leute und behalten einen in positiver Erinnerung.
Seit dem letzten Weihnachten (+ Feiertage) ist sie motivations- und antriebslos. Es schlaucht sie sehr, nicht zu wissen, was genau sie denn will und was richtig ist und was falsch.


Valora Charaktersachen
Valora ist sehr zerrissen und wenn man sie wirklich kennt, merkt man ihr das auch an.
Einerseits ist es ihr wichtig, in der Gesellschaft ihrer Familie gut anzukommen und ihre Großeltern und Eltern stolz zu machen, weil die Familienherkunft etwas ist, auf das man stolz sein kann, auch, wenn ihre Familie das manchmal vergisst, andererseits schweben da diese Gedanken in ihrem Kopf, die ihr zeigen, wie kaputt das System, in dem sie lebt, eigentlich ist. Alles muss perfekt sein, niemand darf Schwäche zeigen – Das ist Schwachsinn und die Momente, in denen sie damit einfach nicht mehr leben kann, überwiegen langsam.
Sie hat irgendwie noch immer etwas von der alten Valora in sich. Möchte perfekt sein, für ihre Eltern, Großeltern und die Reinblutgesellschaft. Auf der anderen Seite fühlt sie sich gefangen und unvollständig, weil sie weiß, dass sie alle ein unechtes Spiel treiben und die ganze Welt unecht ist. Sie möchte ihr eigenes Leben leben, weg von der erlogenen Perfektheit, weil sie ein eigenes Gehirn hat und sich so lange nicht getraut hat, selbst zu denken – Das kann doch nur falsch sein. Aber sie kann ihre Familie um keinen Preis enttäuschen, weil sie ihr Leben lang (das zugegebenermaßen noch nicht so lang ist, aber es fühlt sie wie eine Ewigkeit an) genau dafür gearbeitet hat. Dafür, dass ihr Vater die Tochter hat, die er möchte, und dass die missbilligende Miene ihrer Mutter ein bisschen weniger missbilligend ist. Dafür, dass ihre Großeltern nicht wütend oder misstrauisch, sondern stolz und dankbar. Dafür, dass alles gut so ist, wie es ist. Auch, wenn es nicht gut ist, wie es ist, weil es so niemals gut sein kann.
Sie will wissen, wie es ist, frei zu sein.
Das verwirrt sie und macht sie zerstreut, auch, wenn sie das mit aller Kraft zu verstecken versucht.
Sie mag es, von anderen Menschen geachtet werden. Nicht umsonst setzt sie eine Maske der Perfektion auf, schreibt gute Noten, ist vorbildlich und erlaubt sich keinerlei Fehler. Vor anderen ist sie ein glückliches Mädchen ohne Sorgen und mit einem Gemüt, als würde die Sonne eigens für sie scheinen und als würde sich die Welt nur um sie drehen. All das kommt ebenfalls von ihren Eltern, die darauf geachtet haben, dass sie keine Schwäche zeigt. Aber sie hat Angst. Angst, dass sie doch nicht genug ist, Angst, dass die Fassade irgendwann bröckelt, und auch Angst, dass sie für immer in dem Käfig, den ihre Familie um sie herum errichtet hat, gefangen bleibt. Angst, dass ihr eigener Verstand sie noch um den Verstand bringt. Angst, dass sie für immer alleine kämpfen muss, ohne einen Fortschritt zu erzielen, nur, um dann zu merken, dass sich das Kämpfen nicht gelohnt hat.
Unterpunkt: Gesinnung
Valora weiß manchmal nicht, was sie denken soll. Sie ist schon immer sehr von ihrer Familie beeinflusst, sodass sie überzeugt davon ist, dass alle Aussagen über Reinblüter und Muggelstämmige stimmen. Sie ist stolz darauf, in dieser Gemeinschaft geboren worden zu sein und dazugehören zu dürfen, und da sie weiß, dass ihre Familie viele Schulden hat und im Inneren nicht so erhaben ist, wie sie es mal waren und gerne wieder wären, nimmt sie sich vor, die Familienehre wieder zum Guten zu wenden.
Das ist das, was man von ihr erwartet, und auch gleichzeitig das, was sie von sich selbst erwartet. Keinen Krieg führen, kein wasauchimmer, einfach nur die Familie stolz machen und repräsentieren. Im Ministerium am besten, weil das Ministerium kann einem am meisten Einfluss verleihen. Ministerium bedeutet Tagesprophet bedeutet Macht und Kontrolle und deshalb ist das Ministerium die Seite, an die sie sich mit ihrer Familie stellen muss.
Das klingt ganz einfach, denkt Valora, das muss sie doch schaffen. Aber während ein Teil von ihr dazugehört, sträubt sich ein anderer Teil ihres Gehirns dagegen, weil sie weiß, dass das nicht sein kann, dass man so leben muss. So eingesperrt und abgeschieden von den anderen. Als jemand besseres, der über andere urteilt, bevor er sie kennt.
Manchmal ertappt sie sich sogar dabei, Muggelstämmige zu beobachten und insgeheim zu denken, dass sie Zauberer und Hexen sind wie sie selbst, aber dann weiß sie nicht, ob das nicht vielleicht nur der Einfluss von Hogwarts ist. Oder von etwas anderem, irgendworan müssen diese Gedanken ja liegen.
Radikale Gruppierungen findet sie ja generell nicht gut, weil sich so sicherlich nichts lösen lässt, selbst, wenn die Ansichten der Gruppe die richtigen sind. Aber sie hat zu viel im Kopf, als dass sie sich um solch politischen Angelegenheiten kümmern würde, in der Hinsicht ist sie manchmal sehr ignorant.

Nach außen hin ist sie also noch immer stolz darauf, Reinblut zu sein, findet die Annäherung von Muggel- und Zauberwelt schwachsinnig, und lebt für die Traditionen der Reinblüter. Sie unterstützt das Ministerium und findet den Tagespropheten gut, macht aber eine Ausbildung als Heilerin, was ja auch irgendwie dazugehört.
Innerlich ist sie unzufrieden und fühlt sich gefangen. Das Ministerium ist ihr manchmal zu korrupt, ihre Familie ist ihr manchmal zu verkorkst, kaputt und überhaupt nicht liebenswürdig, die Traditionen sind ihr manchmal zu einengend. An manchen Tagen ist sie sicher, dass sie ohne das alles besser dran ist und lieber das Leben einer Rebellin führt, die ihre Familie verlassen hat, an manchen Tagen ist sie ganz die Tochter ihrer Eltern, weil sie das schon immer war und weil sie nicht einfach aufhören kann, so zu denken, wie sie nunmal denkt, auch, wenn es sie nicht glücklich macht.



Die Spielerin:
-
Linda, 23, Kontrabassistin und "Ich will unbedingt Orgel spielen können und Klarinette und Fagott und Horn und Bratsche und Cello und Posaune"-Mensch
- liest gerne Bücher mit guten Protagonistinnen. Und Goethe.
- ist voll verliebt in Valora
- ist, wenn sie kein Instrument in der Hand oder Noten im Kopf hat, echt schüchtern
- und introvertiert sowieso, wellwell
- braucht Postings und Plot zum Überleben, also schreibt mir und werdet Lebensretter!

Persönliche Informationen
Klassenstufe
ehem. Slytherin [Abschluss 2018]
Geburtstag
22. August 1999 (19)
Wohnort
Steyning
Beruf
Heilerin in Ausbildung