Leandra J. Lestrange Freckles

  • Weiblich
  • 16
  • aus Cranborne, East Dorset, England
  • Mitglied seit 1. Juni 2014
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Über mich
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Vor gar nicht allzu langer Zeit, da wurde einer Hexe und einem Zauberer ein Mädchen geboren. Für den Vater, ein Mann von kräftiger Statur und stets verwegen lächelnd, und die Mutter, eine Frau mit Haar so schwarz wie Ebenholz und Augen so blau wie Gletschereis, war die Tochter fortan ihr größtes Glück und sie behüteten und umsorgten sie, wie den wertvollsten Schatz, den man sich nur erdenken kann. Ihr Vater hängte Mobiles über ihr Bettchen, die jeden Alptraum vertrieben und das Mädchen ruhig schlafen ließen. Ihre Mutter sang leise für sie und verbrachte jede Minute, die sie entbehren konnte, an ihrer Seite. Manches Mal blieb ihr Vater mehrere Tage fort, doch wenn er wiederkam, saß er jeden Abend auf der Kante ihres Bettchens und berichtete ihr ausführlich und lebhaft von seinen Abenteuern. Er erzählte ihr von verfallenen Schlössern, in denen es spukte, von finsteren Höhlen, in denen Drachen lauerten, und von seinen Fahrten auf den Schiffen der gefährlichsten Piraten der Weltmeere. So ging es über mehrere Jahre hinweg, doch eines Tages, der Herbst hatte gerade erst Einzug gehalten und spielte nun vergnügt mit den bunten Blättern, die er von den Bäumen zupfte und im ganzen Garten verteilte, kehrte ihr Vater nicht wieder. Ihre Mutter erklärte ihr, dass ihr Vater für immer fort sei, doch das Mädchen hielt es für eine Lüge und während das Anwesen der Familie in düsterer Trauer versank, wartete das Mädchen weiter auf die Heimkehr ihres Vaters. Aber er kam nicht wieder. Stattdessen kam viele andere. Männer und Frauen, die das Mädchen nicht kannte, und mit all diesen Fremden musste das Mädchen bald darauf an einer tiefen Grube ausharren, in den man einen hölzernen Kasten legte. Anschließend bedeckte man diesen mit feuchter Erde und markierte die Stelle mit einem Stein. Auf dem Stein stand der Name ihres Vaters. Da erkannte das Mädchen, dass ihr Vater tatsächlich niemals wiederkehren würde und sie weinte bitterlich.


Nach dem Tod ihres Vaters veränderte sich alles. Ihre Mutter verlor ihr wunderschönes Lächeln, mit dem sie sich früher immer über ihr Bettchen gebeugt hatte, und ihre Augen wurden kalt und ernst. Sie war nur noch selten zu Hause und verbrachte immer weniger Zeit mit ihrer Tochter. Die wenigen Stunden, die sie gemeinsam verbrachten, waren freudlos und voller Traurigkeit. Fortan kümmerten sich deshalb die strengen Großeltern um das Mädchen und deren Diener, ein Hauself, der bald schon des Mädchens bester Freund war. Die Kluft zwischen Mutter und Tochter wurde über die Jahre immer größer, je älter das Mädchen wurde. Zorn und Abneigung wuchsen und prägten die Gespräche der beiden. Aber auch das Verhältnis der Großeltern zu ihrer Stieftochter wurde von Zwietracht überschattet. Das Mädchen war nunmehr elf Jahre alt und wie es bei den Hexen und Zauberern Brauch ist, sollte sie von nun an einer Schule die magischen Künste erlernen. Die Mutter wünschte das Mädchen in Hogwarts zu wissen, doch die Großeltern bevorzugten Durmstrang und so wurde das Mädchen nach Durmstrang geschickt, einem düsteren Ort weit im Osten, umgeben von schroffen Bergen und dunklen, undurchdringlichen Wäldern. Sie schrieb viele Briefe nach Hause, auch an ihre Mutter, aber diese Briefe blieben stets sehr knapp. Kurz vor dem Ende ihres ersten Schuljahres erreichte das Mädchen eine überraschende Nachricht von ihrem Großvater. Er sprach sich dafür aus, dass sie nun doch nach Hogwarts gehen solle, wo inzwischen auch ihre Mutter unterrichtete. Das Mädchen kam seiner Bitte nach und wechselte die Schule. Hogwarts war gänzlich anders als Durmstrang und auch die Schüler behandelte sie nicht mehr wie zuvor. Sie galt allen nur als Professorentochter und wurde, aufgrund des Rufs, den ihre Mutter an der Schule hatte, mit großer Skepsis bedacht. Dennoch freundete sich das Mädchen bald darauf mit zwei Mädchen aus dem Hause Gryffindor an, ausgerechnet jenem Haus, das mit ihrem Haus, Slytherin, als verfeindet galt. Diese althergebrachte Rivalität kümmerte das Mädchen allerdings kaum. Die ständige Nähe zu ihrer Mutter, die nun auch noch ihre Lehrerin war, beschäftigten es vielmehr. Mit der Zeit aber besserte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Zum ersten Mal, seit dem Tod ihres geliebten Vaters, wichen Zorn und Kälte Zuneigung und Harmonie. Das Mädchen verbrachte viel Zeit mit ihrer Mutter und als diese ihr gestand, dass sie ein Kind unter dem Herzen trage, steigerte sich das Glück der beiden noch einmal um ein Vielfaches und flocht ein Band zwischen beiden, denn die Schwangerschaft war ein Geheimnis, das nun fortan von beiden behütet wurde. Es war jedoch nicht das einzige Geheimnis ihrer Mutter, in das das Mädchen eingeweiht werden sollte. Kurz nach der Geburt ihres Halbbruders, vertraute die Mutter dem Mädchen noch etwas an, dass sie über mehrere Jahre verborgen gehalten hatte. Obwohl das Geständnis Grund zur größten Freude bot, brach für das Mädchen eine Welt zusammen und sie bedachte ihre Mutter abermals mit Hass und tiefster, giftiger Verachtung.



Das Geheimnis, das die Mutter ihrer Tochter anvertraut hatte, war, dass ihr Vater noch lebte. Aus Liebe und Angst hatte die Mutter den Tod des Vaters inszeniert, weil sie ihn vor dunklen Mächten, die ihm nachstellten, beschützten wollte. Das Mädchen aber konnte dafür kein Verständnis erübrigen, denn fast ein Jahrzehnt war sie deshalb um ihren Vater betrogen worden. Es brauchte beinahe ein Jahr, bis sich das Mädchen ein weiteres Mal mit ihrer Mutter aussöhnte und die Familie, wenn auch in aller Heimlichkeit, wieder vereint war. Von nun an lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Oh, wie gerne würde man diese Geschichte doch mit diesem Satz enden lassen. Aber ich fürchte, es ist unmöglich. Denn Großes steht uns noch bevor. Etwas windet sich in den Schatten. Es schlummert unter der Stadt, es kriecht durch Wurzeln und Geäst, es treibt in den schwarzen Fluten der endlosen See, doch bald schon wird sein Hunger zu groß sein und es wird sich in die Welt der Lebenden werfen und diese mit unendlichem Leid überziehen. So viele werden Pein und Qual erleiden, so viele. Und, ach, auch das Mädchen wird unter ihnen sein.




________Wissenswertes____________________________________________________

Leandra Justitia Lestrange

[1,71 - braunes, lockiges Haar - sehr schlank - eisblaue Augen - Sommersprossen - bleiche Haut]

* Tochter von Victoria Lestrange (geb. Moore) & Armando Lestrange (†)
* Reinblut
* geboren am 02. Februar 2002
* aufgewachsen auf Lestrange Manor (East Dorset), nach dem Tod ihres Vaters (2007) vor allem von den Großeltern, Rabastan und Cynthia, großgezogen.


_Kindheit_
Während das Verhältnis zu ihrer Mutter unterkühlt war und Begegnungen häufig im Streit endeten, fand Leandra in Hauself Sammy schon früh einen warmherzigen, echten Freund, der in seinem Umgang mit ihr einen Gegenpol zur strengen Erziehung ihrer Großeltern setzte, die konservativ, mitunter sogar ideologisch ausfiel.



Persönliche Informationen
Klassenstufe
VI
Geburtstag
2. Februar 2002 (16)
Geschlecht
Weiblich
Wohnort
Cranborne, East Dorset, England