[1. Stock] Eine kleine Bibliothek

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    • [1. Stock] Eine kleine Bibliothek

      Abenteueraufgabe #3: Fluchbrechen nach Anleitung
      @Aloysius E. W. Alston & @Salome Todorova

      Auch wenn es im verstaubten, ersten Stockwerk lange nicht so laut wie im Atrium ist, so gibt es doch einige Räume die eindeutig belebt sind. Neugierige Gäste kichern in manchen Zimmern, während sie in Schubladen wühlen, hie und da gibt es die ersten Streithähne, die einen Rückzugsort brauchen und hinter manchen Absperrungen sind tatsächlich noch Fluchbrecher am Werk, die ihrer Arbeit recht entspannt nachgehen. Für sie lockt hier weder die große Herausforderung, noch kann sich das Vanderbilt-Anwesen mit alten Zauberergräbern messen, aber… Arbeit ist eben Arbeit. Entsprechend unbefangen entscheidet sich eine dreiköpfige Gruppe im ersten Stock allerdings endlich mal eine Pause einzulegen und das Büffet für die Gäste zu plündern. Sie lassen eine kleine Bibliothek zurück, die vor der Auktion zwar größtenteils geplündert wurde, nun aber vollgestopft mit Planzeichnungen und seltsamen Messinggeräten ist, die die Fluchbrecher offensichtlich für ihre Arbeit genutzt haben. Kreidezeichnungen auf dem Boden und die Ausrichtung der Pergamente machen sehr, sehr deutlich, dass sie gerade einem seltsamen Kamin zu Leibe rücken hinter dem sich laut Grundriss noch ein rundes Zimmerchen verbergen muss. Über das Kunsthandwerk, das offensichtlich ein aufgerissenes Löwenmaul darstellen soll, lässt sich streiten, in Auge fällt jedoch ein seltsames Mosaik über dem Kamingesims, das auf den ersten Blick so gar nichts darstellt.
      Die Aufzeichnungen der Fluchbrecher haben bereits Möglichkeiten skizziert und es scheint so, als müsste ihnen nur noch gefolgt werden. Ziemlich einfach, oder? Für die, die das Abenteuer lockt und es mit Regeln und Risiken eh nie so ernst genommen haben, bietet sich nun die perfekte Unterhaltung abseits vom Geschehen… Die Zeit drängt jedoch!



    • @Aloysius E. W. Alston

      Die Bulgarin war noch nicht lange in dem Gang unterwegs, in dem sich niemand die Mühe gemacht hatte ihn zu entstauben oder gar vernünftig zu erhellen, hatte die wenigen Türen die ihren Weg passiert hatten verschlossen vorgefunden, als aus der entgegengesetzten Richtung Stimmen erklangen. Sie hielt im Gehen inne und lauschte. Die Stimmen bewegten sich eindeutig in ihre Richtung und da sie keine große Lust verspürte jetzt schon auf Wachposten zu treffen, die ihre Aufgabe ausnahmsweise ernst nahm drehte sie auf dem Absatz um und ging zurück.
      Wieder im Atrium angekommen stellte sie sich nahe der Treppe an das Buffet, vielleicht war die Chance in den oberen Stockwerken ja größer ungestört stöbern zu können. Die Schwarzhaarige tat gelangweilt und griff sich ein Häppchen von der Tafel, ließ dabei ihren Blick über die Leute gleiten die sich noch im Raum befanden. Den ein und anderen erkannte sie, ebenso das auffallende rote Haar der Kräuterhexe aus Hogsmeade, doch allzu viele Besucher hielten sich nicht mehr im Atrium auf. Einige waren schon in die Räume weiter gegangen, in denen sich die kleineren Auktionen abspielen würden. Der Tand, der dort zu ersteigern war interessierte die Bulgarin nicht, doch zum Schluss bei der Hauptauktion wollte sie unbedingt dabei sein. Nachdem das Häppchen gegessen war und sich in dieser Zeit auch die restlichen Leute langsam aus dem Atrium entfernten, nutzte die Hexe die Gelegenheit um sich an dem Betreten verboten Schild vorbei die Stufen hinauf zu schieben.
      Im ersten Stockwerk angekommen bemerkte sie etwas pikiert, dass sie sich gar nicht solch eine Mühe hätte geben müssen, denn jene, die schon vor ihr die Stufen erklommen hatten gaben sich kaum bis gar keine Mühe ihre Anwesenheit hier oben zu verbergen. Salome schnaubte lautlos. Die Leute hatten ja keine Ahnung, da machte das Ganze doch überhaupt keinen Spaß. Dass die Aurorin auch weiterhin lautlos lief war eher ihrer Ausbildung und dem ständigen Training geschuldet, als dass sie sich tatsächlich noch Mühe gab. Sie kam an einigen Türen vorbei, manche waren geschlossen, doch die gedämpften Stimmen dahinter verrieten neugierige Besucher. Andere hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht die Tür wieder zu schließen und so halten deren Stimmen schon lauter in den Gang. In einem Zimmer gar stritten sich welche um irgendeinen Müll, welcher so wertlos war dass er nicht einmal mit ausgeräumt geworden war. Beinahe ungläubig schüttelte sie den Kopf.
      Sie ließ all diese Zimmer hinter sich und steuerte eines weiter hinten an, dessen Tür zwar ebenso offen stand, aber die Stimmen darin sich deutlich gemäßigter und unaufgeregter anhörten. Langsamen Schrittes ging sie an dem Zimmer vorbei und warf einen Blick hinein. Da waren doch tatsächlich noch drei Fluchbrecher dabei ihrer Arbeit nach zu gehen. Viel konnte sie auf einen Blick nicht sehen, nur die Kreidezeichnungen auf dem Boden und ein Wust an Pergamenten. Einer der Fluchbrecher fluchte leise und beschwerte sich, der Hunger würde ihm gleich ein Loch in den Magen fressen, dann war sie schon an dem Zimmer vorbei. Vielleicht entschlossen sich die drei ja das Buffet zu stürmen, jetzt wo der Andrang der Besucher sich auf die Auktionszimmer verteilt hatte. Kurzentschlossen bog die Schwarzhaarige in das nächste offene Zimmer, lehnte sich an die Wand neben der Tür, lauschte den Geräuschen aus dem Nebenzimmer und wurde belohnt. Offenbar hatten die drei beschlossen sich ein paar der Häppchen einzuverleiben. Salome konnte dies nur empfehlen, diese waren tatsächlich akzeptabel. Nach wenigen Sekunden warf sie einen Blick in den Gang und sah, wie die drei die Treppe hinabstiegen. Sonst war niemand auf dem Gang zu sehen, also stieß sie sich von der Wand ab, huschte in das Zimmer dass die drei so offen stehen gelassen hatten und schloss die Tür hinter sich.
      Achtung! Spielerin und Charakter bedienen sich der Ironie und des Sarkasmus!

    • @Salome Todorova

      Das untere Stockwerk war nicht wirklich interessant, soweit Loy das beurteilen konnte. Eigentlich hatte er sich echt etwas anderes erhofft, als er von dem Vanderbilt-Anwesen gehört hatte. Aber irgendwie war dieses Haus doch wirklich nur eine Bruchbude. Ins Atrium zurück konnte der junge Mann aber auch nicht, weshalb er weiter durch die Korridore wandelte und ab und zu jemanden entdeckte, der es hier wohl eindeutig spannender fand als er selbst. Wenigstens fand er nach einiger Zeit eine Bedienstetentreppe nach oben, sodass er sich in den ersten Stock begab, wo vermutlich weniger los sein würde. Vielleicht waren ja auch hier noch die ungelösten Rätsel. Eigentlich war er ja kein Typ dafür, aber er wusste auch nicht recht, was er hier sonst machen sollte. Und wieder zurück zu Lauren und ihrem angeheirateten Schatz wollte er auch eindeutig noch nicht. Sie könnten sich später auch noch zur Genüge die Köpfe einschlagen.
      Es war erstaunlich, aber scheinbar interessierte sich hier wirklich keiner der Anwesenden für die "Betreten verboten"-Schilder. Überall hörte er es munkeln und manchmal sogar lauter werden. Es war ein wenig ernüchternd, denn wenn die Leute alle hier einfach einfallen konnten, bedeutete das dann wohl doch, dass es hier nicht mehr viel von Wert zu holen gab. Oder aber den Kobolden war es einfach nur egal. Als plötzlich drei Personen in den Korridor traten, drückte er sich schnell in den nächsten Türrahmen und wartete darauf, dass sie an ihm vorbeikamen und hoffentlich nicht bemerkten. Doch sie waren sowieso viel zu beschäftigt damit ihre doofe Arbeit zu monieren, die sie wohl gerade verlassen hatten, und dass sie sich vielleicht eine längere Pause mal gönnen konnten. Dadurch sahen sie den jungen Alston gar nicht im Schatten und Loy wartete noch einen Moment, bis sie die Treppe hinunter verschwunden waren. Das mussten Fluchbrecher gewesen sein. Und wo Fluchbrecher an der Arbeit waren, gab es vielleicht doch noch etwas zu holen. Er schälte sich also aus der Dunkelheit und wandte sich in Richtung des Zimmers, aus dem sie gekommen waren. Nur um eine offenbar ebenso neugierige junge Frau darin verschwinden zu sehen. Irritiert blinzelte er und zögerte für einen Moment. Sie war damit schließlich zuerst dagewesen. Gleichzeitig hatte sie aber genauso wenig das Recht wie er, hier unterwegs zu sein, sodass es eigentlich gleiches Recht für alle geben musste.
      Also setzte er sich wieder in Bewegung und trat hinter der Frau in den Raum ein, der sich als Bibliothek entpuppte. Hier waren eindeutig gerade noch Leute an der Arbeit gewesen, wie man an Kreidezeichnungen auf dem Boden und an all den Pergamenten erkennen konnte. "Guten Tag, die Dame", meinte er mit einem nonchalanten Nicken zu der jungen Frau, während er sich schon sehr interessiert den Pergamenten zuwandte, ohne auch nur die Anwesenheit der Frau großartig in Frage zu stellen. Wenn jetzt von ihr käme, was er hier zu suchen hatte, würde er ihr genau das gleiche entgegnen können. Kurz deutete er auf den Kamin. "Die Fluchbrecher haben hier dran gearbeitet, oder?" Wenn schon jemand anderes da war, konnte man sich ja auch eine zweite Meinung einholen, selbst wenn es bereits ziemlich eindeutig war.
    • @Aloysius E. W. Alston


      Der Raum, in den sie gerade nur einen flüchtigen Blick hatte werfen können und in dem sie sich jetzt richtig umsah, als eine kleine Bibliothek. Größtenteils war sie schon leergeräumt, nur ein paar offene Kartons standen noch am Rand herum, nach einem oberflächlichen Blick hinein wusste sie auch, weswegen die noch hier standen. Dort war nichts mehr was sich zu Geld machen ließ, die Dinge hatten die Kobolde längst gesichert.
      Also lenkte sie ihre Aufmerksamkeit den Sachen zu, mit denen sich offensichtlich die Fluchbrecher befasst hatten und die hoffentlich noch ein kleines Weilchen im Erdgeschoss bleiben würden. Salome achtete darauf nicht auf die Kreidezeichnungen zu treten während sie sich den Pergamenten und Messgeräten näherte. Zum einen wollte sie sie nicht verwischen und zum anderen, was wusste sie schon davon welche Möglichkeiten so ein Fluchbrecher hatte? Die Aurorin verspürte nur wenig Lust einen Zeh einzubüßen oder gleich den ganzen Fuß.
      Die Pergamente als auch die Kreidezeichnungen am Boden erwiesen sich wider erwarten als interessant. Die kleine Gruppe Fluchbrecher schien sich mit diesem monströsen Kamin befasst zu haben, denn laut einem Pergament sollte sich dahinter noch ein Raum befinden. Sofort kribbelte ihr die Neugierde unter der Haut; oder es war die plötzliche Anwesenheit einer anderen Person im Raum. Sie musste unbewusst die Schritte des jungen Mannes gehört haben, der sich jetzt so unverschämt selbstverständlich in den Raum schob und ihr liebenswürdig und ungezwungen einen Gruß zukommen ließ. Sie hatte bei seinem Eintreten schon den Blick von den Papieren genommen und zog nun skeptisch eine Augenbraue hoch. Während Salome noch überlegte ob sie ihn darauf hinweisen sollte, dass er sich hier oben nicht befinden durfte, verwarf sie die Idee gleich wieder, auch wenn es ihr sehr danach war ihm seine selbstsichere Art zu nehmen; denn einerseits waren viele, viel zu viele andere Gäste ebenfalls im ersten Stock verteilt, andererseits hätte sie nur mit dem Rücken des Mannes gesprochen. Der schien nämlich beschlossen zu haben die Bulgarin zu ignorieren und sich selbst die Sachen der Fluchbrecher anzusehen.
      Also ließ sie die Höflichkeitsfloskel gleich weg und wollte ihn anfahren, was er wohl gedachte hier zu machen. Aber auch diese Worte sollten nie ihre Kehle verlassen, denn dieser verdammte Kerl hatte sie schon jetzt Zeit gekostet, die ihr hinterher womöglich fehlen würde.
      Inzwischen stand auch er bei den Papieren und erkannte folgerichtig das Ziel, an dem die Fluchbrecher gearbeitet hatten bevor die ihren knurrenden Mägen folgend das Buffet aufgesucht hatten. Also gut. Die Bulgarin zügelte ihr Temperament und würde sich zurückhalten… “Ja.“, erwiderte sie mit einem kurzen Nicken. “Wie es scheint befindet sich noch ein Raum hinter dem Kamin.“ Der nun wirklich sehr talentbefreit aussah. “Offensichtlich waren die Fluchbrecher gerade dabei herauszufinden wie sie dorthin gelangen können. Die Skizzen hier sehen vielversprechend aus.“ Dabei wies sie mit der Hand auf einige Aufzeichnungen die die Gruppe schon per Hand gemacht hatte.
      Achtung! Spielerin und Charakter bedienen sich der Ironie und des Sarkasmus!

    • Neu

      @Salome Todorova

      Aloysius wusste, dass er sich insgesamt ziemlich unmöglich verhielt und da trat auch mal endlich wieder sein altes Ich zum Vorschein, dass er schon beinahe vergessen geglaubt hatte. Wenn man dauerhaft alkoholisiert war, verlor man nun mal irgendwann seinen Schneid. Aber jetzt hatte er ihn ja wiedergefunden und traf wohl genau den richtigen Ton, dass die junge Frau gar keine Widerworte fand. Sie sah eigentlich sehr taff aus und hätte er sie nicht auf frischer Tat ertappt, hätte er sich schon gut vorstellen können, von ihr angeschnauzt zu werden. Aber so konnten sie diesen Part wenigstens auslassen und sich wichtigeren Dingen zuwenden. Und das war der ominöse Kamin, an dem die Fluchbrecher wohl gearbeitet hatten. Das bestätigte nun auch die junge Frau neben Loy, von der er noch nicht einmal den Namen erfahren hatte. Aber die Zeit drängte, denn auch wenn die Fluchbrecher sich erst mal die Mägen vollschlagen wollten, war nicht gesagt, wie schnell sie wieder da sein würden. Also beugte sich Loy über das besagte Pergament, auf das seine unfreiwillige Mitstreiterin hinweiste, um es genauer unter die Lupe zu nehmen. Es war das Bild eines Eichhörnchens und aus einem Pfeil neben der Zeichnung war zu erkennen, dass es wohl das Mosaik über dem Kamin sein musste, dass nun mal gerade so gar nicht wie ein Eichhörnchen aussah, als Loy zu diesem hochschaute. "Ich glaube, das heißt, dass wir puzzlen müssen", meinte er mit einem enttäuschten Seufzen, weil er gehofft hatte, irgendwelche coolen Fallen zu entdecken und diese zu entschärfen. Das, was Fluchbrecher sonst eigentlich taten, soweit er das wusste. Kein Wunder, dass sich die dafür angstellten Fluchbrecher darüber beschwert und wenig Lust gehabt hatten, ihrer Arbeit nachzugehen.
      Doch bevor Loy an den Kamin herantrat, betrachtete er noch einmal die Kreidezeichnungen auf dem Boden. "Sind das irgendwelche Schutzrunen?" Er hatte alte Runen nach der fünften abgewählt, weshalb er keine Ahnung hatte. Aber bevor die irgendwas triggerten, wollte er doch lieber noch mal auf Nummer sicher gehen. Und wenn es wirklich nur Schutzrunen waren, war das Mosaik vielleicht doch vertrackter als es aussah? Vorsichtig ging er zum Kamin darauf bedacht, die Kreide nicht zu verwischen, und sah sich nach irgendwelchen Mechanismen am Sims und dergleichen um. Was vermutlich nur einen mäßigen Erfolg haben konnte, da magische Fallen sich deutlich besser tarnen konnten als die muggeligen, die Loy bei manchen Filmmarathons mit James gesehen hatte. Es war auch nicht wirklich was zu entdecken. Ein alter verstaubter Kamin in einer leeren Bibliothek eben. Aloysius zückte seinen Zauberstab und sah noch einmal zu der Frau hinüber. "Wo soll ich anfangen?" Vom Tisch aus hatte sie einen besseren Überblick über das Mosaik und zusätzlich noch die Zeichnung, wie es am Ende aussehen müsste.