[Erdgeschoss] Ein Arbeitszimmer mit Falltür

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    • [Erdgeschoss] Ein Arbeitszimmer mit Falltür

      Abenteueraufgabe #4: Classic fail - im freien Fall
      @Sarah Rookwood und @Ceene Nosmion

      Auch wenn gerade die oberen Stockwerke des alten Anwesens der Vanderbilts schon gepflegtere Tage gesehen haben, werfen gerade die hohen Glasfenster ein immer noch magisches Licht in die Gänge, das sogar den muffigen Staub eigenartig glitzern lässt und einen regelrecht zum Wandern lockt. Auch im Erdgeschoss sind die meisten Türen, die nicht für die stille Auktion ausgewiesen sind, verschlossen, aber nette Schnitzereien im Holz lassen trotzdem erahnen, ob es sich Salon oder Arbeitszimmer gehandelt haben könnte. Vor vielen, vielen Jahren muss das mächtig Eindruck gemacht haben, allerdings spricht der Zustand der meisten Ecken Bände darüber, wann sich das letzte Mal Gäste im Heim der zurückgezogenen und alternden Hexe herumgetrieben haben.
      Ist man nun jedoch neugierig genug um einigen Korridoren zu folgen oder auch in die Zimmer zu blicken, die längst geplündert sind, so muss man eigentlich gar nicht lange suchen, bis man die ersten ruhigen Ecken findet. Ganz am Ende des Korridors mit den Räumen der stillen Auktion steht eine Tür offen und nur eine bereits heruntergerissene Kordel hätte einen am Betreten hindern können. Hinter ihr verbirgt sich nur die gähnende Leere eines alten Arbeitszimmers in dem sämtliche Schränke offen stehen und sogar der Schreibtisch lieblos in die Ecke gerückt wurde – offensichtlich war er nicht einmal mehr gut genug für die stille Auktion in den hergerichteten Zimmerchen. Bis auf ein bisschen hässlichen Nippes auf einem Stapel in der Ecke und zwei große, steinerne und ausnehmend hässliche Figuren von Meermenschen, gibt es nicht wirklich viel zu entdecken… vielleicht noch das eingezeichnete Kreidequadrat auf dem Boden. Ein warnendes "Achtung!" ist leider längst zertreten worden und sobald sich jemand gegen den Dreickzack eines Meermenschen lehnt, geht es gut zwei Meter im freien Fall abwärts.
      Der Sturz hätte schlimmer sein können, aber haufenweise kleine Knochen sind auch nicht wirklich angenehm…
      Moment… Knochen?


    • cf: Das Atrium


      Weil sie darüber eingestimmt hatten, dass es nur Nachteile haben konnte, wenn sie länger als unbedingt nötig im Atrium verweilten, waren Ceene und Sarah, nachdem sich die Grünhaarige schnell ein paar Häppchen vom Buffet stibitzt hatte, in einen der abgehenden Korridore geflüchtet. Auf den ersten Metern tummelten sich noch einige andere Gäste, die sich interessiert umsahen, aber als die beiden Hexen eine Abzweigung genommen hatten, waren sie gänzlich ungestört. Auch der Rest des Anwesens stand dem Eingangsbereich in nichts nach. Die Tapeten waren aus Seide und anderen hochwertigen Materialien gefertigt, die Schnitzereien in Türen kunstvoll und abwechslungsreich. An jeder Ecke gab es etwas zu bestaunen und jedes noch so kleine Detail verkündete ungeniert von dem gewaltigen Reichtum, welcher der Familie Vanderbilt eins zur Verfügung gestanden haben musste. Kein Wunder also, dass jetzt alle wie die Aasgeier über dieses Anwesen herfielen, allen voran die Kobolde von Gringotts, die es faustdick hinter den Ohren hatten. Dass quasi die gesamte magische Gesellschaft Großbritanniens ihre Kostbarkeiten und finanziellen Rücklagen den Kobolden anvertraute, war im Grunde irrwitzig. Aber Ceene wusste inzwischen sehr gut, warum trotzdem niemand dieses Monopol infrage stellte. Zum Einen gab es keine einzige echte Alternative, wenn man nicht gerade einen eigenen Safe besaß. Zum anderen konnten die Kobolde eines besonders gut: Schweigen. Als Ceene plötzlich, nach ihrem Trip nach Amerika, mit einer Tasche voller Galleonen angerückt war, hatte niemand in der Bank gefragt, woher sie das Geld hatte. Die Kobolode scherten sich nicht darum, womit ihre Kunden sich ihre Vermögen verdienten. Ein krudes System, das leicht für illegale Machenschaften missbrauchten werden konnte. Aber vermutlich hatte es sich deshalb auch durchgesetzt und blieb jetzt unangetastet.
      Weil sie nicht mutwillig in eines der versperrten Zimmer eindringen wollten, obgleich es ihnen natürlich ungemein reizvoll erschien, liefen Sarah und Ceene den Korridor solange hinunter, bis sie an dessen Ende gerieten. Ausgerechnet dort stand eine Tür offen und weil auch bereits die dicke Kordel, die einem ja auch lediglich symbolhaft den Zutritt verwehrte, bereits am Boden lag, hatten sie dieses Mal keinerlei Hemmungen und betraten den Raum. Dieser erwies sich jedoch als ausgesprochen langweilig, denn wirklich alles von Wert, was nicht zur fixen Innenausstattung des Zimmers gehörte, war fortgeschafft worden. Bis auf Staubflusen in den offenen Schränken und Schubladen und einem lieblos aufgeschichteten Stapel Plunder fand sich nichts darin – mit Ausnahme der beiden großen Statuen, die … Meermenschen darstellten? Die Steinfiguren waren derart grobmotorisch behauen worden, das Ceene nur raten konnte, worum es sich dabei handeln sollte. Aufgrund der gerade einmal angedeuteten Schwanzflossen ging sie jetzt halt von Meermenschen aus. Eine der Figuren hielt dieser Deutung folgend einen Dreizack (es hätte auch eine Mistgabel sein können) in den Händen und Ceene griff spontan danach, weil sie den Eindruck hatte, dass die Waffe nur locker von den steinernen Händen gehalten wurde. Sie wollte einfach nur wissen, ob sich der Dreizack bewegen ließ. Und tatsächlich konnte sie ihn ein gutes Stück nach oben wegziehen.
      „Hey, Sarah, guck mal! Vielleicht ...“
      Weiter kam Ceene nicht, den es gab plötzlich ein polterndes Geräusch, wie von einer Tür, die zu schwungvoll aufgestoßen wurde, und noch in der selben Sekunde ertönte aus Sarahs Kehle ein überraschter Schrei.

      _______
      @Sarah Rookwood
    • @Ceene Nosmion


      Noch bevor Sarah überlegen konnte, wer die Begleitung des Blonden war oder ob sie nicht doch einen Kampf anzetteln sollte, schlug Ceene vor sich ein wenig umzusehen. Die Rookwood musste zugeben, dass sie kurz gezögert hatte ehe sie ihrer Freundin zustimmte und sich auf den Weg in andere Ecken des Hauses begab. Immerhin war die Dunkelhaarige ziemlich reizbar und streitlustig, daran hatte sich nichts geändert. Das Schicksal aber so direkt und unverschämt herauszufordern, vor allem vor so vielen Zeugen, war vielleicht jedoch eine weniger gute Idee. Daher stimmte sie Ceene auch zu, woanders hinzugehen aber nicht bevor sich ihre ehemalige Mitbewohnerin an das Buffet rangemacht hatte. Wenn man schon einmal bei so einer Veranstaltung war dann wohl auch richtig. Daher schnappte sich auch die Dunkelhaarige mit einem Schulterzucken ein paar Häppchen ehe sie sich aufmachten um die Villa zu erkunden. Daher ging die ehemalige Todesserin mit einem letzten kalten und bösen Blick auf Kavanagh und seine Begleitung in den nächsten Gang, wo sie außer Sicht gerieten. Obwohl dies wahrscheinlich nicht gut ausgegangen wäre hätte sie die beiden gerne noch ein wenig genauer beobachtet. Den ersten Eindruck den die Rookwood bekam war, dass die beiden durchaus vertraut miteinander umgingen und nach dem Lächeln der Rothaarigen zu urteilen auch nicht ungern miteinander verkehrten. Ob es sich allerdings um eine Freundin oder vielleicht sogar mehr als eine Freundin für ihn handelte, konnte die Hexe nicht sagen. Vielleicht hatten sie tatsächlich so etwas wie eine Schwäche beim blonden Ministeriumsmitarbeiter gefunden. Es war aber auch möglich, dass der vertraute Umgang vorgespielt war, wer wusste das schon? Allerdings machte sich die Rookwood eine innerliche Notiz dies mit ihrer ehemaligen Mitbewohnerin später in einer privateren Umgebung zu besprechen und diesen Umstand vielleicht noch genauer zu verfolgen. Wenn sie auch nicht wusste wie, durfte sie nun nicht mehr alles tun was sie sonst immer getan hätte und musste sie unauffällig erscheinen um ihre Tarnidentität nicht zu gefährden. Immerhin war diese nach anfänglichen Schwierigkeiten endlich wirklich handfest untermauert, einfach zu leben und auch abzukaufen. Auch wenn die Rookwood es nie zugegeben hätte, mochte ein unterbewusster Teil ihres Wesens die unkomplizierte Art ihres derzeitigen Lebens, auch wenn sie sich beizeiten langweilte.
      Noch während sich die dunkelhaarige Hexe das letzte Häppchen in den Mund schob, lichteten sich die anderen Menschen und bald waren die beiden Partner in Crime alleine. Etwas was man besser nicht zuließ, wenn man gewusst hätte um welch listigen und neugierigen Hexen es sich handelte. Immerhin wäre es nicht ungewöhnlich, wenn die beiden den Kobolden und den Auroren einen Schatz unterm Hintern wegstahlen. Noch während die Rookwood die pompöse Einrichtung der Villa und die übertriebene Zuschaustellung von Reichtum an den Gängen beobachtete, ihre Einrichtung im eigenen Anwesens war aus ihrer Sicht natürlich viel geschmackvoller, näherten sich die Beiden einem leeren Zimmer das förmlich danach schrie betreten zu werden.
      Nach der anfänglich beinahe schier unerträglichen Neugierde machte sich jedoch schnell Enttäuschung breit. Das erste Zimmer war scheinbar ein Reinfall. Alles was auch nur irgendwie von Wert war, war ausgeräumt worden und nichts war zurückgeblieben außer Staub und ein paar Exemplare hässlicher Kunst. Da sie allerdings nicht so schnell aufgeben wollte, näherte sich Sarah einer der Wände des Arbeitszimmers um diese genauer zu untersuchen. Wer weiß, vielleicht war ein Teil der Wand nur Fassade für ein Versteck? So weit kam sie allerdings nicht. Noch während sie auf den Weg dort hin war und gerade noch als sie von ihrer ehemaligen Mitbewohnerin ihren Namen vernahm und sich umdrehen wollte, riss es ihr den Boden unter den Füßen weg. Einen erstickenden und überraschenden Schrei folgend, fiel die Rookwood nach unten wo einmal der Boden gewesen war.
      Zum Glück ging es nicht weit nach unten, sodass die Hexe sich nichts brach oder schlimmer verletzte. Allerdings spürte sie schon jetzt ein schmerzhaftes Pochen ihrer Knie und ihrer Handflächen auf dessen sie gelandet war und versucht hatte ihren Sturz abzufangen. Bereits in den ersten Sekunden ihres Landens bemerkte sie außer des schmerzhaften Pochens des Aufpralles noch etwas weiteres, wahrlich ungewöhnliches. Der Untergrund war nicht eben und noch während die Rookwood sich vom dreckigen und staubigen Untergrund erhob, blinzelte sie durch den aufgewirbelten Staub und erkannte das sich hier zum Staub und Dreck noch viele diverse Knochen angesammelt hatten.
      „Wie nett.“, murmelte die Dunkelhaarige und versuchte mit ihren Händen den Staub von ihrem Kleid zu wischen, was eher weniger von Erfolg gekrönt war. Aus Kenntnissen, die die ehemalige Slytherin nicht weiter erwähnen wollte, sah sie das es sich bei den Knochen zumindest um keine menschlichen handelte, zumindest auf den ersten Blick. Blinzelnd sah sie ins Licht nach oben durch die Falltür, die sich unter ihr aufgetan hatte.
      „Ich denke du solltest fürs erste nichts mehr anfassen, drehen oder drücken.“
      , rief die Rookwood vorschlagend aus dem Untergrund, wobei sie dank Ceene dieses Versteck gefunden hatten. Ihr wäre nur lieber gewesen es nicht auf diese Weise zu finden.
    • "Sorry, sorry, sorry!", rief Ceene voller Entsetzen und kniete sich neben das Loch im Boden, welches sich plötzlich unter Sarahs Füßen aufgetan hatte. Zu ihrer Erleichterung hing ihre Freundin nicht aufgespießt in einer blutverkrusteten Fallgrube, die mit spitzen Pfählen ausgekleidet war, sondern rappelte sich bereits wieder auf. Es ging nicht sonderlich tief hinab, aber angesichts dessen, dass Sarah vollkommen unvorbereitet durch die Falltür nach unten gerauscht war, konnten sie wohl trotzdem von großem Glück reden, dass nichts Schlimmeres passiert war.
      "Alles noch heile?", wollte Ceene sicherheitshalber dennoch wissen. Um ein paar blaue Flecken würde Sarah vermutlich nicht drum herum kommen, aber solange nichts gebrochen oder verstaucht war, ließ sich der unverhoffte Abgang hoffentlich verschmerzen.
      "Jah ... tut mir echt leid. Konnte ja nicht ahnen, dass die hier so 'ne richtige Fallgrube verstecken", erwiderte Ceene etwas kleinlaut. Sie hatte sich eigentlich nur einen kleinen Spaß erlauben und nicht dafür sorgen wollen, dass Biesti wortwörtlich der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Wie hätte sie auch auf die Idee kommen sollen, dass diese bekloppten Vanderbilts ihre Zimmer unterhöhlten und Falltüren im Fußboden darüber verstecken? Warum tat man überhaupt so etwas? Um ungeliebte Besucher loszuwerden oder zur eigenen Sicherheit? Beides war denkbar. Tatsächlich gab es in England zahlreiche Landhäuser, in denen es versteckte Räumen und verborgene Keller gab. Das hatte irgendwas mit der Abspaltung der Kirche Englangs zu tun und den Verfolgungen, die es im Anschluss gab. Bei denen waren sich die Christen ausnahmsweise mal gegenseitig an die Gurgel gegangen, vermutlich weil ihnen die der Weg ins Heilige Land zu lang und die ewigen Hexenjagden daheim zu langweilig geworden waren.
      "Soll ich dir raufhelfen?", rief Ceene zu Sarah hinab, die sich gerade in der unfreiwillig entdeckten Grube umsah. Ceene konnte von ihrer Position aus nicht wirklich etwas erkennen, aber allzu spannend konnte es dort unten ja unmöglich sein.

      ____
      @Sarah Rookwood
      RK
    • Die Rookwood gab fürs Erste die Mission auf ihr Kleid vom Staub und den Dreck zu befreien und sah nach oben durch die Falltür zu ihrer Freundin. Diese war noch während sich die dunkelhaarige Hexe vom Boden aufgerappelt hatte an die Seite des Lochs geeilt, um sicher zu gehen das ihr nichts passiert war.
      „Nein, nein nur ein paar Schrammen und blaue Flecke, nichts lebensbedrohliches. So leicht bin ich nicht umzubringen.“
      , sagte Sarah mit einem schiefen Grinsen um ihre Freundin zu beruhigen. Das sie nicht leicht umzubringen war, davon konnte ein gewisser Mann ohne Nase und seine Gefolgschaft ein Lied darüber singen. Die paar blauen Flecke und Schrammen konnte die ehemalige Todesserin wirklich ab. So eine Falltür war wirklich keine schlechte Idee, auch für ihr Anwesen. Sie mochte die Villa zwar nicht besonders, vor allem da man ein solches Anwesen immer mit dem eigenen verglich und das eigene war natürlich immer geschmackvoller, aber eine solche Vorsichtsmaßnahme war wahrlich eine gute Idee. Allerdings konnte die Rookwood nicht den Sinn erkennen eine solche Sicherheitsmaßnahme in einem Arbeitszimmer am Ende eines Ganges zu installieren. Für den abscheulichen Zustand, in den sich der Raum unter der Falltür befand, gab es für die reinblütige Engländerin keine Entschuldigung. Wer bei Merlin hatte dort Tierknochen und, einem genaueren Blick nach zu urteilen, Hauselfenknochen oder Hauselfen runter geworfen? Wie barbarisch.
      Ceene riss die ehemalige Slytherin wieder aus ihren Gedanken, als sie sie fragte ob sie ihr raufhelfen sollte. Gerade als sie zustimmen wollte und ihren Blick wieder auf ihre ehemalige Mitbewohnerin ober ihr richten wollte, kam ihr ein anderer Gedanke. Nun da sie bereits hier war, konnte sie sich auch umsehen. Vielleicht gab es unter den Knochen oder im weiteren Verlauf des Raumes noch etwas Interessantes und Wertvolles, das hier unten versteckt war. Immerhin konnte sie nicht die Wände des Raumes erkennen, was aber auch dem mangelnden Lichtes geschuldet sein konnte. Die ehemalige Todesserin wusste, dass es ihr keine Ruhe lassen würde sich nicht wenigstens einmal genauer umzuschauen, mag es noch so unwahrscheinlich sein etwas von Wert zu finden.
      „Warte noch einen Moment, ich will mich hier noch umsehen. Vielleicht gibt es hier unten noch mehr als Dreck und Knochen.“, sagte die junge Hexe und zückte ihren Zauberstab, den sie stets bei sich trug, auch wenn man ihn vielleicht nicht auf den ersten Blick an ihrem Körper erkennen konnte. Aber das war auch der Sinn der Sache. Ein Lumos flüsternd erleuchtete die Rookwood den unterirdischen Raum und machte sich daran, das Ganze genauer zu untersuchen.

      @Ceene Nosmion
    • „Knochen?“, wiederholte Ceene ungläubig und ein leichter Schauer lief ihr über den Rücken, „Aber keine menschlichen, oder?“
      Diese Frage war durchaus ernst gemeint, denn wenn sich schon jemand die Mühe machte, eine Grube unter einem Arbeitszimmer auszuheben und eine Falltür darüber zu installieren, war es nicht mehr sonderlich abwegig, dass diese auch für grausige Verbrechen Verwendung fanden. Entdeckten sie gerade die dunklen, schauerlichen Geheimnisse der Familie Vanderbilt?
      Obwohl ihr ein wenig mulmig zumute war, wartete Ceene nicht mehr darauf, dass Sarah ihre Frage beantwortete, sondern schwang sich über die Kante, ließ sich vorsichtig hinabsinken und landete schließlich sicher auf dem Boden des Mörderlochs. Tatsächlich knackte es schon bei ihrer Landung unangenehm unter ihren Schuhsohlen.
      Sarah hatte dankenswerterweise gerade Licht gemacht, sodass die Höhle, die größer war, als Ceene erwartet hätte, in einem großzügigen Radius ausgeleuchtet war. Tatsächlich lagen nicht wenige Knochen auf dem festgestampften Boden verteilt. Auf den ersten Blick waren sie allesamt zu klein und zu eigenartig geformt, um menschlichen Ursprungs zu sein. Doch als Ceene an ihren Beinen hinabsah, musste sie schaudernd feststellen, dass sie beinahe auf den Resten einer zertrümmerten Hand stand. Auf einer sehr kleinen Hand.
      „Sarah, sag mir bitte, dass das nicht die Hand eines Kindes ist“, forderte Ceene angespannt von ihrer Begleiterin und starrte dabei unentwegt auf die kleinen, filigranen Fingerknochen, die sich sternförmig um den porösen Handwurzelknochen verteilten.

      ____
      RK und mal ganz fix, damit's voran geht :D
    • Gerade als Sarah Ceene antworten wollte, dass es sich nicht um menschliche Knochen handelte schwang sich ihre ehemalige Hauskameradin selbst über die Kante und in die Grube, die sich aufgetan hatte. Mit einem schiefen Lächeln auf den Lippen begrüßte sie ihre Freundin in dieser ekligen Höhle und fühlte sich gestärkt nicht mehr alleine hier unten zu sein. Die Engländerin hätte wissen müssen, dass wenn sie sich hier unten umsah ihre ehemalige Mitbewohnerin es sich nicht nehmen lassen würde auch einen Blick auf den unterirdischen Raum zu werfen. An Mut mangelte es an Ceene bei weitem nicht, zumindest nicht das die ehemalige Todesserin es bisher mitbekommen hätte.
      Als die Rookwood mittels ihres Zauberstabes den unterirdischen Raum erleuchtete und sich gerade daran machen wollte die Höhle zu erkunden, entdeckte Ceene kleine Knochen wo sie gerade eben auf dem Boden gelandet war. Die Anspannung der ehemaligen Slytherin war deutlich in ihrer Stimme zu hören und so gesellte sich die Dunkelhaarige anstatt den Raum zu erkunden zu ihrer Freundin. Es war wahrlich eine grausame und erschreckende Vorstellung das es sich bei den Knochen um ein Kind handeln könnte. Ja die Rookwood hatte bereits getötet, ja viele ihrer ehemaligen Kameraden zweifelhafter Moral wie auch der dunkle Lord selbst behaupteten das es ihr Spaß machte das Leben anderer Menschen in ihren Händen zu halten und von der Macht gebrauch zu machen es zu beenden und ja vielleicht stimmte diese Aussage auch, auch wenn es die Engländerin verdrängte und sich nie wirklich eingestehen würde, aber Kinder zu töten? Das war eine ganz andere Sache und eine Grenze die sie niemals überschreiten würde. Daher befiel die junge Hexe ein Schauer, wenn sie daran dachte, dass die kleinen gefundenen Knochen die Knochen eines Kindes sein konnten. Als Sarah jedoch ihre Freundin erreicht hatte und mittels ihres Zauberstabes auf die kleinen Knochen vor ihr leuchtete, spürte sie wie sie eine Welle der Erleichterung überkam.
      „Nein, das sind keine menschlichen Knochen. Das sind Knochen von Hauselfen, deswegen sind sie auch so klein.“, sagte die Rookwood ein wenig entspannter. Natürlich machten es Knochen von Hauselfen nicht gerade besser, sie hatte nie verstanden warum manche reinblütige Familien so scheußlich mit ihren Elfen umgehen als wären sie nichts weiter als Dreck, aber es war noch immer ein ganzes Stück besser als Kinder. Trotzdem hinterließ der Fund einen schlechten Beigeschmack im Mund der Dunkelhaarigen. Anscheinend war nicht nur der Geschmack der Vanderbilts schlecht.
      „Komm, erkunden wir den Raum hier, bevor uns noch jemand in dieser prekären Lage findet.“, schlug sie ihrer ehemaligen Mitbewohnerin vor und wandte sich von den Knochen ab. Sie wollte auf keinen Fall in einer so leicht angreifbaren Situation vorgefunden werden. Man konnte die Beiden hier unten nur allzu leicht einschließen und niemand würde sie finden. Mit der zweifelhaften Gesellschaft, die oben vertreten war, war dies auch nicht zu abwegig.
    • Okay. Keine Kinderhand. Ceene atmete ein wenig auf. Doch wirklich wohler wurde ihr nicht bei dem Gedanken, dass stattdessen gerade neben und vielleicht auch auf den Überresten eines Hauselfen stand. Zwar hatte die ehemalige Slytherin nie sonderlich viel für die kleinen Diener mit den großen ledrigen Fledermausohren übrig gehabt, nichtsdestotrotz hielt sie es für bedenklich, wie herablassend weite Teile der Zaubererschaft mit den Hauselfen umsprang. Ceene war nicht wenigen Reinblütern begegnet, die in den Hauselfen nicht mehr sahen, als nützliche Tiere. Sie wurden ständig ziemlich rüde herumkommandiert und wenn ihnen mal ein Fehler passierte, schreckten die wenigsten Besitzer vor körperlicher Züchtigung zurück. Ihr Vater war da keine Ausnahme gewesen. Aber er hatte ja auch seine eigene Tochter gefoltert, weil sie versehentlich ein paar vermeintlich wertvolle magische Gegenstände beschädigt hatte. Von so einem Menschen brauchte man wohl nicht zu erwarten, dass er gegenüber einem Haushaltssklaven Milde zeigte.
      „Glaubst du, sie haben sie umgebracht? Oder einfach nur hier entsorgt, als sie gestorben sind?“, fragte Ceene. Ihre Stimme war gedämpft, dabei hätte sie eigentlich ganz normal reden können. Aber dieser Ort bereitete ihr Unbehagen. Sie war schon in vielen schaurigen Kellern gewesen und auf schummrigen, verwinkelten Dachböden, wissend, dass sich darin etwas Unschönes oder zumindest Lästiges eingenistet hatte. Dabei hatte sich Ceene allerdings nie derart unwohl gefühlt, wie hier in dieser mit Knochen und Unrat gefüllten Höhle. Dennoch verwehrte sie sich Sarahs Vorschlag nicht.
      Sie ließ ebenfalls an der Spitze ihres Zauberstab ein hellen Lichtpunkt erscheinen und folgte ihrer Freundin. Dass sie hier noch etwas Spannendes finden würden, bezweifelte die Grünhaarige allerdings. Wahrscheinlich war dieses schaurige Loch tatsächlich nicht mehr als ein undankbares Grab für die treuen Diener der Familie Vanderbilt, in das man später dann auch einfach noch den Abfall und einiges an Küchenabfällen gekippt hatte. Wie hygienisch.
      Tatsächlich war die Höhle jedoch größer, als Ceene vermutet hätte und sie stießen auch nach einigen Metern nicht auf undurchdringlichen Fels. Dafür türmte sich der klebrig-matschige Müll hier nun schon so hoch, dass sie regelrecht hindurchwaten mussten.
      „Bah. Nee. Das ist echt nicht wert, Sarah“, beschwerte sich Ceene, als ihr linker Fuß plötzlich mehrere Zentimeter in der übel riechenden Schmierschicht versank und der glibberige Modder kalt und ekelig in ihren Schuh sickerte. Instinktiv richtete sie ihren glimmenden Zauberstab nach unten und nur deshalb nahm Ceene den schwachen Lichtschein überhaupt war, der offenbar zuvor von ihren magischen Lichtern übertüncht worden war. Sie ließ den Zauberstab gesenkt und sah zu dem winzigen Lichtfleck.
      „Siehst du das auch?“, fragte sie Sarah.
    • Sarah zuckte ohne Worte mit ihren Schultern. Es war wirklich beides durchaus möglich, vor allem wenn man bedachte was für einen Stellenwert Hauselfen in der reinblütigen Zauberergesellschaft hatten. Wenn sie die Hauselfen jedoch wirklich hier hinuntergestoßen und verhungern hatten lassen, waren die Vanderbilts noch barbarischer als die Rookwood gedacht hatte. Natürlich hatte die Dunkelhaarige bereits selbst Leute gefoltert oder sie ein wenig mehr leiden lassen als nötig bevor sie ihren erbärmlichen Leben ein Ende bereitet hatte. Allerdings kam diese Behandlung nur äußerst selten und nur Menschen zu, die sie wirklich verdienten. Hauselfen so verenden zu lassen, war wirklich nicht in Ordnung. Vor allem, was hatten die schon Falsches getan? Ein falsches Getränk gebracht oder wie?
      „Ich hoffe sie waren bereits tot.“, kommentierte die Hexe lediglich nachdem sie ihre Schultern gezuckt hatte und ließ es unausgesprochen, dass sie sich dessen allerdings nicht sicher sin konnten. Es war bereits düster genug hier unten.
      Daher folgte sie mehr als erfreut, das Thema und die Knochen ein wenig hinter sich zu lassen, Ceene tiefer in die Höhle hinein, die sich tatsächlich als größer herausstellte als gedacht. Allerdings besserte sich der Zustand der Höhle nicht wirklich. Überall lagen Müllberge herum und teilweise schien es als hätte der Müll eigene Städte mit Infrastruktur gebildet. Die Engländerin wollte lieber nicht darüber nachdenken, was in diesen „Städten“ alles kreuchte und fleuchte. Als Ceene in einer klebrigen Masse vor ihr mit ihrem linken Fuß zu versinken begann verzog Sarah angewidert das Gesicht und leuchtete auf den Boden wo auch ihre High Heels kurz davor waren sich mit der Flüssigkeit am Boden, was auch immer das war, zu füllen.
      „Ich glaube du hast Recht.“
      , stimmte die ehemalige Slytherin zu und löste ihren Blick vom Boden nur mit Mühe, aus Angst die Flüssigkeit würde es wagen in ihren Schuh zu fließen sobald sie wegsah. „So viel zur hoch angesehenen Familie Vanderbilt. Ich meine: ugh!“, kommentierte die Engländerin angewidert. Etwas anderes konnte man dazu wirklich nicht sagen. Die Rookwood war wahrlich nicht zimperlich und hatte schon in viel Dreck gewühlt um Schätze zu finden, aber das war wirklich eine ganz andere Liga von Widerlichkeit.
      Die Dunkelhaarige wollte schon vorschlagen umzukehren als Ceene ihre Aufmerksamkeit auf das Licht in der Ferne lenkte. Die Hexe senkte ihren Zauberstab und kniff die Augen zusammen. Ihre ehemalige Mitbewohnerin hatte Recht: in der Ferne war ein Lichtfleck. Ihre erste Reaktion war den Gegenstand mittels Accio zu sich zu holen. Allerdings wusste sie aus Erfahrung das einige Dinge und Schätze durch bestimmte Sicherheitsmaßnahmen geschützt waren und man den Gegenstand besser nicht auf diese Weise entfernte. Meistens führten diese Sicherheitsmaßnahmen zum Tod oder dazu eingeschlossen zu werden und beides wollte die Engländerin auf keinen Fall. Außerdem wussten sie nicht ob es sich um einen Gegenstand der dunklen Magie handelte, die oft mittels Berührung aktiviert wurden. Die Rookwood sah zurück auf den Boden und auf die eklige Flüssigkeit, die sie drohte zu verschlingen.
      „Ich glaube nicht dass es klug wäre den Gegenstand per Accio herzuholen. Ich will hier nicht die Ewigkeit verbringen. Ich könnte dich kopfüber schweben lassen und du holst ihn.“
      , scherzte die Rookwood mit einem Grinsen im Gesicht und überlegte ob es einen Weg gibt nicht durch den Ekelschlamm warten zu müssen.

      //Dezent vergessen *hüstel*
    • „Vergiss es!“, erwiderte Ceene auf Sarahs Vorschlag, aber auch sie grinste dabei. Dafür, dass sie wahrscheinlich buchstäblich in der Scheiße steckten (zumindest kamen Konsistenz und Geruch der Pampe zu ihren Füßen ausgeschiedenen Fäkalien sehr nahe), besaßen sie beide immer noch genug Humor, um ihre Scherze miteinander treiben zu können.
      Darüber hinaus schloss sich Ceene der Auffassung ihrer Freundin an. Es wäre idiotisch, wenn sie einfach blindlings einen Aufrufezauber abfeuern würden. Wer wusste, was die Vanderbilts in diesem Drecksloch versteckt hatten. Es musste etwas sein, was sie nicht in ihren eigenen Wohnräumen wissen wollten. Ein schwarzmagischer Gegenstand vermutete Ceene. Möglicherweise hatte man ihn schon vor langer Zeit hier unten entsorgt, genau wie die armen Hauselfen, und ihn dann vergessen. Bestimmt wusste niemand von den anwesenden Auktionatoren von diesem Ding, was auch immer es am Ende sein mochte. Sie würden es bald wissen, denn natürlich traten sie jetzt nicht einfach den Rückzug an. Die Villa der Vanderbilts würde dieses Geheimnis nicht für sich behalten.
      „Hmm, vielleicht klappt es bereits so …“, murmelte Ceene nachdenklich, kurz bevor sie ihren Zauberstob hob und laut sagte: „Evanesco.“
      Tatsächlich geriet die klebrig-stinkende Masse am Höhlenboden in Bewegung. Es war, als hätte man in einer Badewanne den Stöpsel gezogen, nur das hier überall kleine Strudel entstanden. Es dauerte nur einen kurzen Augenblick, bis die Flüssigkeit nahezu vollständig verschwunden war. Versickert in unzähligen und jetzt schon nicht mehr sichtbaren Felsspalten und Rattengängen.
      Zurückblieb ein Meer von Knochen, das unangenehm knirschte, als Ceene einen Fuß darauf setzte.
      „Bereit?“, fragte sie Sarah, ehe sie weiter voranging. Es waren sicher noch fünfzehn, vielleicht zwanzig Meter bis zu dem mysteriösen Leuchten und sie mussten weiterhin auf alles gefasst sein.

      _____
      Shame! ... Shame!
      (Passiert^^)
      Dafür mach ich jetzt mal ein wenig Dampf, sonst hängen wir noch ewig hier unten rum.
    • Noch während die Rookwood überlegte welch andere Zauber sie verwenden konnte um über den Unrat zu kommen, ohne komplett in der scheußlichen Flüssigkeit zu versinken, fiel ihrer Freundin neben ihr tatsächlich etwas ein und nach kurzem Warten war alles verschwunden und nur ein Meer aus Knochen blieb über. Die Blonde könnte sich mit der Hand auf die Stirn schlagen, so kompliziert wie sie wieder gedacht hatte. Die ehemalige Slytherin hatte nur darüber nachgedacht wie man ungeschoren über den Schlamm kommen konnte und nicht wie man die Flüssigkeit selbst loswurde. Die ehemalige Todesserin wusste doch wieso sie ihre ehemalige Mitbewohnerin mitgenommen hatte auf diese Auktion die langsam, aber sicher in eine Schnitzeljagd nach Schätzen ausartete. Aber damit hatte die Blonde gerechnet, denn bei der Auktion würden ohnehin nur die unnützen und uninteressanten Stücke versteigert werden, für die sich weder das Ministerium noch die Kobolde interessierten. Da konnte nicht mehr viel Sehenswertes überbleiben.
      „Gut gemacht. Wenn ich Dumbledore davon erzähle bekommst du vielleicht eine Gehaltserhöhung. Das wird den alten Knacker wohl was wert sein.“, meinte die Rookwood grinsend auch wenn sie ihr Lob ehrlich meinte. Wie gesagt, sie dachte in solchen Situationen oft zu kompliziert. Das war kein Kampf, in dem sich die ehemalige Todesserin von ihren Instinkten und Erfahrungen im Kampf leiten lassen konnte. Da wäre die Blonde auch wahrlich fähiger gewesen.
      Als die Nosmion sie fragte ob sie bereit war nickte die Engländerin mit einem selbstbewussten Grinsen und folgte der grünhaarigen Hexe wachsam. Die zwei waren wirklich nicht zu stoppen, wäre sie das Ministerium oder die Kobolde hätte sie sie bereits beim Eingang aufgehalten. Tja, Pech für sie. Oder Pech für die zwei, sollte sich das Licht nicht als funkelter Schatz oder mysteriöser schwarzmagischer Gegenstand herausstellen. Wachsam folgte die Blonde ihrer Freundin, immer darauf bedacht keine Falle auszulösen oder in andere Schutzzauber zu laufen. Was jedoch passierte war – nichts. Entweder handelte es sich um keinen nützlichen und wertvollen Gegenstand oder die Vanderbilts hielten den Schlamm und die Knochen über die sie knackend gingen für abschreckend genug oder die Vanderbilts hatten vergessen das sich das gute Stück hier unten befand. Beim mysteriösen Licht angekommen sah die Rookwood nun einen besonders hohen Haufen von Knochen und Dreck vor ihr und darauf - ein Schädel mit einer Kerze und viel Wachs darauf. Ein Hauselfenschädel der Form nach zu urteilen. Wow, wenn das mal nicht der Fang des Jahrhunderts ist",sagte Sarah sarkastisch.
    • Irritierenderweise blieb die stinkende Brühe vorerst das einzige Hindernis, das sie überwinden mussten. Danach kam nichts mehr. Ungehindert konnten Sarah und sie sich dem Leuchten nähern, welches sich rasch als Kerzenschein zu erkennen gab. Magisches Feuer, keine Frage, denn wie sonst hätte diese Kerze sonst so lange brennen können? Die kleinen, von Schmutz befreiten Knochen knirschten leise als Ceene in die Knie ging, um das magische Licht näher zu betrachten. Auch Sarah beugte sich etwas hinunter, aber auch sie schien nichts Außergewöhnliches daran ausmachen zu können. Alles, was vielleicht noch von Belang hätte sein können, war, dass die Kerze auf einen Schädel gesetzt worden war, der dadurch nun großflächig von Wachs überzogen war. Irgendwie enttäuschend.
      „Aber echt. Das ist sensationell.“, pflichtete Ceene Sarahs ironischer Bemerkung bei und fügte dann mit einem gespielten Seufzen hinzu: „Sensationell langweilig.“
      Zwar war langweilig in diesem Fall vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn immerhin blieb ihnen so vermutlich weiteres Ungemach außer ihren feuchten stinkenden Socken erspart, aber gleichzeitig enttäuschte es natürlich auch die Erwartungshaltung, die sich bei den beiden ehemaligen Slytherins zwischenzeitlich aufgebaut hatte.
      „Und nu? Willst du ihn mitnehmen? Kannst ja deinen Folterkeller damit dekorieren“, scherzte Ceene und hob den Schädel vorsichtig an. Auch dabei passierte nichts. Kein Fluch befiel den Arm der Grünhaarigen und ließ ihn in Sekundenschnelle verrotten.
      Ceene pustete gegen die Flamme, weil sie sich zumindest davon eine Reaktion erhoffte. Und tatsächlich flackerte das Flämmchen, aber es erstarb nicht. Stattdessen wechselte es die Farbe. Es brannte nun dunkelgrün.
      „Wow“, spottete Ceene und musste anfangen zu lachen, „Das ist …“
      Sie pustete ein weiteres Mal und die Farbe der Flamme wechselte zu violett. Ihr Lachen hallte ungehemmt durch die Höhle.
      „Das ist mega behindert. Wer versteckt sowas hier unten!?“
    • @Ceene Nosmion

      Die Rookwood nickte nur, da sie Ceene nur zustimmen konnte. Wer bei Merlin versteckte einen solchen langweiligen Schrott in einem grusligen, alten Keller der voller Hauselfenknochen zu sein schien? Und dafür waren sie durch den ganzen ekligen Keller gewandert. Am liebsten hätte die ehemalige Todesserin erzürnt den Schädel genommen und ihn an der gegenüberliegenden Wand zerschellen lassen, allerdings zögerte sie ihn anzugreifen. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte, schnappte sich ihre ehemalige Mitbewohnerin den Gegenstand todesmutig. Die Dunkelhaarige hielt gespannt die Luft an und wartete auf irgendeine Art von Katastrophe oder Fluch, den die grünhaarige Hexe und auch vielleicht sie nun ereilte, aber es passierte nichts. Rein Garnichts. Stiller konnte es kaum woanders in der Villa sein.
      Zischend entließ die ehemalige Slytherin wieder ihren angehaltenen Atem und sah zu wie die Flamme ihre Farbe wechselte nachdem die andere Hexe darauf gepustet hat. In das Lachen der Nosmion miteinsteigend, begutachtete sie den kleinen Gegenstand noch einmal genauer und wandte sich zum Gehen.
      „Nehmen wir ihn mit. Ich werde ihn in meinen Folterkeller stellen. Dann können meine zukünftigen Opfer es den ganzen Tag betrachten und darüber grübeln was es mit dem Gegenstand auf sich hat. Das wäre dann wirklich eine kleine Folter und ich denke auch der einzige Sinn und Zwecks dieses Schrottes.“, sagte die Rookwood kopfschüttelnd.
      „Gehen wir wieder rauf und verlassen die Schrottvilla wieder, bevor hier noch ungebetene Gäste auftauchen. Obwohl - zumindest würde das die ganze Sache dann spannender machen.“, fügte die ehemalige Todesserin hinzu und dachte kurz darüber nach mit welchen Gästen sie sich auf dieser Auktion eigentlich nicht auf den Kriegsfuß befand. Ihr fiel nur eine ein und die befand sich genau hinter ihr. Das konnte man als gutes oder schlechtes Zeichen werten.

      Ende.
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