[Erdgeschoss] Salonräume und kleine Bibliotheken

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    • [Erdgeschoss] Salonräume und kleine Bibliotheken

      Die Salonräume und kleinen Bibliotheken nahe beim Speisezimmer wurden ähnlich warm und einladend wie die Eingangsbereiche hergerichtet, allerdings fällt auf, dass die Einrichtung regelrecht museal drapiert wurde, um mögliche Käufer anzulocken. In allen Zimmern hängen Listen aus in die sich Bieter eintragen können, bei manchen Objekten liegt noch einmal eine weitere Liste… nur gelegentlich lässt sich ein wachsamer Kobold blicken. Die Fluchbrecher der Zaubererbank, die ab und an durch die Räume eilen, scheinen sich überhaupt nicht für die Versteigerung oder die Gäste zu interessieren.
      [In den Räumen der stillen Auktion können allgemeine Postings geführt werden.]




    • //Ich hoffe die Gebote gehen in Ordnung. Wenn es jemand besser weiß bitte per PN Bescheid geben. Danke.//

      Obwohl die anderen öffentlichen Räume ebenso warm und einladen gestaltet waren und mit ihrer Aufteilung an die Art eines Museums erinnerten, waren sie nicht so voll wie die Schottin erwartet hatte. In den ersten zwei Nebenräumen, durch die die Rothaarige gestreift war, hatte sie nicht nur kein interessantes Objekt für sich gefunden, auch waren in den Nebenräumen kaum mal ein Kobold oder einer der Fluchbrecher zu sehen gewesen. Es lagen lediglich Listen für die einzelnen Exponate aus, in die man sich und sein Gebot eintragen konnte. Dementsprechend war es eher ruhig in diesen Räumen, die Besucher sprachen zumeist im Flüsterton miteinander, sofern sie nicht gleich nur mit Gestik und Mimik auf das gesehene Stück reagierten.
      Isabella hatte viele bekannte Gesichter gesehen, seitdem Christian aufgebrochen war, dennoch zog sie es nicht zu diesen Leuten, welche sie zumeist als Kunden aus dem Kräuterlädchen kannte. Das hatte keinen besonderen Grund, sie scheute weder bekannte noch neue Kontakte, dennoch ging sie auch in das nächste Zimmer alleine, das aussah wie eine Bibliothek, nur um ein Vielfaches kleiner. Vielleicht würde sie hier ein Buch über Kräuter oder Tränke finden, das sich noch nicht in ihrem Besitz befand. Also lief sie an dem schmalen Regal entlang, die Fingerspitzen der linken Hand über die Buchrücken gleitend las sie die Titel. Bei manch einem verzog sie eindeutig missbilligend die Lippen, das waren Bücher die so ganz typisch für einen reinblütigen Haushalt waren. Welche, die sie auch bei ihren Großeltern schon in den schweren, dunkelbraunen Regalen gesehen hatte. Für sie war aber auch hier nichts Interessantes dabei und so ging sie durch eine schmale Tür in den nächsten Raum, ein antiquierter Salon.
      Ein überraschtes und erfreutes Lächeln zeigte sich auf ihrer Miene, als ihr Blick als allererstes auf eine Auswahl an Spiegeln fiel. Hier war sie richtig. Trotzdem besah sie sich zuerst die restlichen Stücke, beinahe so als wolle sie die Freude noch etwas hinauszögern um sie länger genießen zu können. Doch weder der tiefe Ohrensessel in einem blassen grün, noch der beschlagene Kristalllüster konnten sie lange ablenken. So fand sie sich dann doch recht schnell vor den Spiegeln wieder, und wieder ließ sie die Fingerspitzen über die Holzverzierungen der Rahmen gleiten. Alle diese Spiegel bedurften einer Restauration, doch war dies eine Arbeit, die die Hexe gerne tat. Sie verweilte bei einem Spiegelpaar, ein sehr großer im Querformat und ein kleinerer im Hochformat. Unbewusst tippte sie sich mit dem Zeigefinger beim überlegen gegen die Lippen, die sich einen kleinen Augenblick später zu einem zufriedenen Schmunzeln verzogen. Ja. Dieses Spiegelpaar sollte es sein.
      Sie warf einen Blick auf die Liste, die dazu gelegt worden war. Die Gebote waren nicht sehr hoch über dem Startgebot, was sie nicht verwunderte und trotzdem tat sie etwas, was andere sicherlich den Kopf schütteln ließ. Sie schrieb ihren Namen in die Reihe unter die anderen und dann ihr Gebot. “199 Galleonen“ Ja. Es war ein völlig unsinniges Gebot, weit, sehr weit über dem letzten und einzigen mit 112. Doch auf diesem Weg konnte sie ganz sicher davon ausgehen diese Spiegel am Ende der Auktionen auch wirklich nach Hause zu bekommen. Und da Christian gesagt hatte er würde ihr alles ersteigern, würde er wohl oder übel das Gebot noch einmal erhöhen müssen. Denn auch wenn Isabella Verständnisvoll war und sie nie versuchen würde ihn an die Leine zu legen, da könnte man auch versuchen den Wind einzufangen, wollte ein kleiner, empörter Teil von ihr, dass er für seine „Tat“ eine kleine Strafe hinnehmen musste. Denn Christian würde genau wissen, warum er so viel würde bezahlen müssen. Mit einem sehr zufriedenen Lächeln auf den Lippen schlenderte sie weiter in den nächsten Raum. Bis zur großen Auktion am Ende würde es wohl noch ein bisschen dauern.

      //Als Info für @Christian L. Kavanagh//
      Urgesteine sind gar nicht so spooky!

      ♥ Michelle
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      Colin J. McShaw #8dd8f8