[Erdgeschoss] Das Atrium

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    • [Erdgeschoss] Das Atrium

      Wer die mit Umzugstüchern verhängte Eingangshalle passiert und seinen Namen in die Besucherliste der Kobolde von Gringotts eingetragen hat, gelangt in ein überraschend helles Atrium. Holzverkleidungen aus den verschiedensten Jahrhunderten ummanteln den ausladenden Raum, während einige schwebende Lichter für ein warmes Ambiente sorgen. Eine breite Treppe führt in die oberen Stockwerke – vor denen einige Schilder jedoch ausdrücklich warnen – und breite Gänge weisen den Weg zum Auktionsraum und den hergerichteten Zimmern. Ein hübsch angerichtetes Büffet mit Kleinigkeiten lädt zum Verweilen ein und ist für die ein oder andere mitgeschleifte Begleitung sicher der einzige Lichtblick auf dieser Veranstaltung.
      [Das Atrium ist ein guter Platz zum Ankommen und für allgemeines Spiel.]




    • //Bislang noch für nichts und niemanden, sondern nur ein kleiner Post zum Kick-Off, but honorable *hust* mention von Mum Fawley ( @Medea "Mary" Rosier)

      Wie so viele Personen, die zusammen mit ihm die Villa der Vanderbilt betraten, besaß der junge Isländer keinerlei Verbindungen zu der Familie, die einst in diesen Gemäuern gelebt hatte. Auch jetzt noch interessierte ihn ihr Schicksal herzlich wenig. Für ihn war es nicht relevant, dass andere Personen nicht dem Test der Zeit vermochten standzuhalten; für ihn war nur von Relevanz, dass er es selbst tat. Und seine Eltern, nun, die waren ebenso daran interessiert, dass ihr Sohn die Familienlinie fortsetzte und im Idealfall sogar noch mehr aus dieser heraus holte. Was bot sich da besser an als in den Besitz von ein paar mehr oder minder wertvollen Gegenständen zu kommen. Oder gar einem ganzen Haus - einer Villa, welche in vielerlei Hinsicht der Hütte am Rand von Hogsmeade, indem der ehemalige Ravenclaw bislang lebte, übertraf. Nicht zuletzt im Grad des Zerfalls. Allerdings waren sowohl Mekkinó selbst wie auch seine Eltern nur allzu bereit über diesen Umstand hinweg zu sehen.
      Anders als noch vor einem Monat hatte sich der sonst eher Massenscheue Mann nun also in offizieller Familienmission an diesem Tag eingefunden, in dem Versuch dieses Gebäude hoffentlich zu erwerben. Möglicherweise ließ sich allerdings auch unabhängig davon noch das eine oder andere interessante Exemplar erwerben. Wie auch immer es ablaufen würde, jetzt war er gerade erst angekommen und ließ die grauen Augen gleichermaßen über andere Anwesende und die Innenausstattung streifen. Bislang sah es besser aus, als er erwartet hatte. Auf der anderen Seite wäre es zumindest in finanzieller Hinsicht von Vorteil, wenn es sich nicht um die perfekte Prunkvilla handelte. In dem Fall wäre die Verstorbene allerdings wohl auch nicht bei der Bank hoch verschuldet gewesen. Kurz spielte er mit dem Gedanken, inwiefern dies einen Einfluss auf den Verlauf der Dinge gehabt hätte. Wie anders diese gesamte Auktion vonstatten gehen würde.
      Eine erstickte Frauenstimme, welche kaum ihre Entrüstung verbergen konnte, hielt ihn jedoch davon ab sich weiter damit zu befassen. Neugierig hielt er nach der Quelle Ausschau, kam ihm doch alles an dieser Stimme entfernt bekannt vor. Und man konnte nie wissen, was ein vertrautes Gesicht einem möglicherweise bringen konnte. In diesem Fall, so entschied er ziemlich schnell sobald er die dazugehörige Frau erblickt hatte, war es gut, dass er von ihrer Anwesenheit wusste - in erster Linie, um einen großen Bogen um Audrey Fawley zu machen. Den genauen Grund für ihren Unmut mochte er nicht erkennen, doch sein Interesse daran mit der Mutter von Jonas zu tun zu bekommen, hielt sich irgendwo am anderen Ende der Welt auf.
    • //Ein kurzer Starter für @Christian L. Kavanagh, ach ja, Isabella hat eine neue Sprachfarbe//

      “Ich weiß, dass du hier drinnen bist!“ Klang es gedämpft aus dem Kleiderschrank in den die Schottin ihr rotes Haupt hineingesteckt hatte. Sie war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Schal und sich sicher, dass sie ihn in den Schrank gelegt hatte; nur widersetzte er sich bisher erfolgreich all ihren Versuchen ihn zu finden. “Ich bin gleich soweit, einen Moment noch.“ Kam es dann deutlicher und lauter aus dem Schrank an den Mann gerichtet, der lässig – und natürlich schon fix und fertig angekleidet – im Türrahmen ihres Schlafzimmers lehnte und still vor sich hin lächelte. “Hab ich dich!“ Zufrieden trat die Schottin aus dem Schrank und schloss die Türen, beinahe gleichzeitig wickelte sie sich den langen weißen Schal um den Hals, den Amy für sie gestrickt hatte. Er passte wunderbar zu dem schwarzen Umhang und ebenso zu den roten Haaren. “Jetzt können wir gehen.“
      Als sie auf dem Landgut ankamen war sie froh über die Wärme des Schals an ihrem Hals, denn nicht nur draußen war es ungemütlich, auch das Haus war weit entfernt davon gemütlich oder einladen zu wirken. Sie schob ihre Hand unter dem Arm hindurch den Christian ihr anbot und sie gingen gemeinsam in diese, ehemals sicher prunkvolle aber jetzt doch sehr marode, Villa. Isabella war aufgeregt, sie hatte noch nie die Gelegenheit gehabt an einer Auktion teilzunehmen und sie freute sich auf die vielen, alten Schmuckstücke, die sich in all den Zimmern verbargen. Zwar zappelte die Rotgelockte nicht an seiner Seite herum, doch griffen ihre Finger vielleicht ein wenig fester als sonst um seinen Arm. Hätte er ihr nicht von der Auktion und den Vanderbilts erzählt, wäre sicher auch diese Gelegenheit an ihr vorbeigezogen.
      Die Eingangshalle präsentierte sich ihnen leider sehr enttäuschend, alles war mit weißen und großen Tüchern verhangen und lud nun wirklich nicht zum verweilen ein. Keine alten und einsturzgefärdeten Garderoben, keine verschnörkelten kleinen Bänke deren besten Jahre bereits weit in der Vergangenheit lagen, nichts außer Tüchern. Nachdem sie sich eingetragen hatten gingen sie weiter ins Atrium, das bot einen überraschend erfreulichen Anblick mit seinen hellen holzvertäfelten Wänden, den schwebenden Lichtern und den, auf den ersten Blick unzähligen Zimmern und Gängen, nebst der großen Treppe, die davon abgingen. “Hier haben sich die Kobolde aber Mühe gegeben.“ Sicher, wer sich in einem behaglichen Ambiente befand blieb länger bei der Auktion und so lag auch die Chance höher, dass er sich daran beteiligte und etwas erstand. Isabella hoffte auch einen Kleinigkeit finden zu können. Vielleicht einen alten Standspiegel, den sie restaurieren und in ihrem Schlafzimmer stellen könnte, oder einen zweiten Sekretär für das Arbeitszimmer, oder – eigentlich konnte sie sich eine Menge Kleinigkeiten vorstellen, über die sie sich freuen würde. Noch mehr, wenn sie es morgen als Überraschung bei ihren Geburtstagsgeschenken finden würde. “Hast du vor etwas zu ersteigern?“
      Urgesteine sind gar nicht so spooky!

      ♥ Michelle
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      Colin J. McShaw #8dd8f8
    • Lässigkeit? Wohl kein Wort, das unbedingt den Blonden bezeichnete, wenn man seine übliche Verhaltensweise in den Blick nahm. Doch in Gesellschaft der rothaarigen Hexe war es doch ein Leichtes, diese Art von ihm nach außen zu kehren. Das Warten machte ihm in diesem Moment auch nicht allzu viel aus. Er wusste, dass sie dieser Besuch der Auktion wohl etwas mehr reizen würde, als es bei seiner Person der Fall war. Es waren eher andere Gedanken, die seinen Geist heimsuchten, wenn er daran dachte, dieses Anwesen zu betreten. Aber das war ein gänzlich anderes Thema, das er aus seinem Kopf verbannte, als sie diesen sentimental angehauchten Schal gefunden hatte und sich mit ihm auf den Weg machte. Dabei unterließ es der Ire bewusst, eine Phrase hinsichtlich des Wertes dieses Stückes von sich zu geben. Schweigen war ach so oft Gold für diejenigen, die Wort und Verhalten wertschätzten und sich der Bedeutung bewusst waren. Deshalb war ein Lächeln und ein amüsiertes Hochziehen einer Augenbraue dann doch die beste Devise.
      Angekommen an dem Gebäude, musste er doch ein wenig Argwohn an den Tag legen und die Laken und Tücher etwas pikiert anschauen. Gewiss, Vorsichtsmaßnahmen waren gänzlich verständlich, doch im Endeffekt mochten Verdeckungen doch weniger seinen Zweck erfüllen, als man es dachte. Dieses kleine Getier, das schamlos seine Finger ausstreckte und mit schallendem Lachen und unerfüllbarem Begehren das Gemüt heimsuchte – die Neugierde – wurde dadurch doch erst auf den Plan gerufen. Auch der Blick aus den stahlblauen Augen war aufmerksamer, als es dieses Gemäuer verdiente, das sich zumindest im Atrium zu verbessern schien. Er spürte ihren Druck auf seinem Arm und wandte seinen Kopf leicht zu ihr, sodass die Iriden ihr Gesicht streiften und die Ihrigen in den Blick nahmen. „Nein, nicht wirklich“, gab er ehrlich von sich und nahm die Finger seiner freien Hand, um sie kurz anzuheben und eine Strähne ihres roten Haares hinter ihr Ohr zu schieben, wobei die Augen der Geste folgten. „Antiquiertes vermag nur selten reizvoll für mich zu sein...“ Gar ein Widerspruch zu dem Umstand, dass traditionelle Werte seine Gunst genossen, doch wenn man darüber nachdachte, konnte man den kleinen, feinen Unterschied erkennen – vermochte sie dies zu tun? Er hatte sie oft genug herausgefordert.
      Doch ehe er diesbezüglich ins Detail ging, hob er den Blick wieder an und ließ ihn über die Wandvertäfelungen gleiten, über die Staturen der Anwesenden, über den Bodenbelag, der bessere Zeiten erlebt hatte. „Abgesehen davon wage ich zu bezweifeln, dass die wahrlich guten Stücke hier feilgeboten werden...“ Sein linker Mundwinkel zuckte kurz unmerklich nach oben, doch das Herüberschwenken der Iriden zu ihren Augen ließ sie daran teilhaben. Wenngleich seine Teufel allein sein Leben schwarz zeichneten, allein seinen Geist verdunkelten und sein Gewissen, seine Moral in Zweifel zogen, hatte sie sich entschieden, zumindest den dunkel befleckten Schatten davon zu ertragen. Deshalb zweifelte er auch nicht an seiner Wahl, diesen Hauch von Süffisanz, diese Spur von vielsagenden Worten und Gesten bei ihr zu offenbaren, musste sie doch mittlerweile wissen, worauf sie sich einließ. Doch ehe sie in zu düstere Gefilde ausbrachen, lockerte er die Stimmung mit einem herausfordernden Heben einer Augenbraue und mit einem heller gefärbten „Hast du etwas gesichtet?

      // @Isabella F. McShaw Heute mal kein schlechtes Gewissen, weil es kurz ist, weil das Plot'pflicht' ist. :D

      - der Baum und ihr Lieblings-Politiker! -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zehra Rubilyn Grey ()

    • //Kurzer Startpost, nicht direkt für, aber doch mit Erwähnung von, @Gabriel A. Morgan

      Ihren Unterricht in die mehr oder weniger kompetenten Hände der jungen Nosmion zu legen, hatte leider nicht ganz den gewünschten Effekt erzielt. Zwar blieb der Lestrange nun wieder mehr Zeit für Zaubergamot und Familie, da aber letztere vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollte, mangelte es ihr oft an Vorwänden, Einladungen zu gesellschaftlichen Veranstaltungen auszuschlagen. Letzte Woche hatte die Großmeisterin eine dieser elendigen Spendengalas mit ihrer Anwesenheit beehrt, bei denen die großtuerischen Selbstdarstellungstendenzen der Wohlhabenden schamlos ausgenutzt wurden, indem man ihnen Unsummen für jeden noch so lächerlichen Zweck abschwatze. Diese Woche stand die Auktion des verbleibenden Vanderbilt-Vermögens, das von den Zeichen der Zeit und den gierigen Klauen der Zaubererbank (bisher) verschont geblieben war, auf dem Kalender. Versteigerungen galten zwar als weniger prestigeträchtig als schicke Spendengalas, aber immerhin bekam man so auch etwas für sein Geld: miefigen, ausgedienten Tand, der erst kürzlich vom Staub der Jahrhunderte befreit worden war und nunmehr von gewieften Auktionatoren als wertvolle Antiquität feilgeboten wurde. Im richtigen Maße genossen könnte die sündhaft teure Flasche Absinth, die zum Verkauf stand, die Veranstaltung zwar ein wenig interessanter gestalten, doch in Anbetracht ihres Alters eignete sich die grüne Fee wohl nur noch dazu, in einer hübschen Vitrine zur Schau gestellt zu werden.
      Wenige Schritte entfernt beklagte sich Victorias Schwiegermutter Cynthia über den tragischen Verlust einer alten Zaubererfamilie wie die der Vanderbilts, während Rabastan das Material und die Standfestigkeit der Mauern betrachtete, als zöge er ernsthaft in Erwägung, die alte Bruchbude zu ersteigern. Die Professorin wandte ihre Aufmerksamkeit lieber den Gästen dieser kuriosen Veranstaltung zu. Baldwinsson, der auf der Brooks-Earnshaw-Hochzeit den aufmerksamen Wachhund der Braut gemimt hatte, wirkte wie üblich als würde er sich am liebsten unsichtbar machen. Emilia McShaws Adoptivmutter, die einen kleinen Kräuterladen in Hogsmeade führte, betrat das Atrium unterdessen in Begleitung des stellvertretenden Leiters des Internationalen Büros für magisches Recht. Die Dunkelhaarige runzelte die Stirn. Ob Mr. Kavanagh wohl als neue Vaterfigur in Emilias Leben getreten war? Die Hexe wusste nicht so recht, was sie davon halten sollte — andererseits ging sie das Privatleben ihrer Schützlinge herzlich wenig an. Apropos Privatleben, das andere nichts anging: Irgendwo in den Ecken des Atriums schlich Gabriel herum, und obwohl er seinem früheren, jüngeren Selbst optisch in beinahe nichts glich, war der Frau doch überhaupt nicht wohl dabei, ihn hier zu wissen, so nahe seinem einstigen sozialen Umfeld, an seinen Eltern. Aber Gabriel Anwesenheit war kaum eine Überraschung. Jahrhundertealter Schrott lockte den risikofreudigen Krämer an wie das Licht die Motten… sie sollte ihn besser im Auge behalten.

      by Miss McShaw (jr.)
    • //Ein Krämer erscheint und verschwindet. @Victoria Lestrange wird beobachtet. Ein Post im Untergeschoss folgt später.//


      Es kam nicht oft vor, dass Gabriel Morgan sich in sein altes Leben zurückwünschte. Heute hätte der bärtige Krämer allerdings nichts dagegen, an der Seite seines Vaters durch das Haus der Vanderbilts zu flanieren. Es wäre ihm ein leichtes gewesen, seinen alten Herren dazu zu bringen, das gesamte Gebäude zu ersteigern - mitsamt all seinen Geheimnissen, seinen unentdeckten Räumen und den vielen Antiquitäten, die es enthielt. So allerdings musste er sich darauf beschränken, Rabastans Interesse an der Holzvertäfelung aus der Ferne zu beobachten. Schade eigentlich. Einen Moment lang fantasierte er, wie es wäre, könnte er einfach zu ihnen hinübergehen. Er würde seine Mutter in den Arm nehmen, würde seine Gattin vor aller Augen küssen und sie in den Raum mit den Vitrinen führen, um herauszufinden, welche der feilgebotenen Besonderheiten sie am liebsten in ihrem Besitz wüsste. Gabriel seufzte leise.
      Armando Lestrange war so lange tot, dass seine eigenen Eltern ihn nicht mehr erkannten, wenn er bloß ein paar Schritte von ihnen entfernt stand. Eigentlich war er froh über die neu gewonnene Freiheit. Eigentlich fand er Gefallen an seinem Versteckspiel. Er war Gabriel Morgan, Besitzer des Krämerladens Morgans magisches Allerley, Vater des kleinen William Morgan, Geliebter der Witwe Armando Lestranges, und das war eigentlich gut so. Dennoch blieb ein Beigeschmack von Bitterkeit, wenn er sie alle dort versammelt sah, am anderen Ende des Raumes.
      Während er um das Buffet herumschlich und dabei die Broschüre studierte, die den Grundriss des Hauses enthielt, lugte Gabriel immer wieder zu Victoria hinüber. Bestimmt würde sie es nicht wagen, ihn heute anzusprechen. Einmal nur hatten sie es gewagt, sich auf einer Veranstaltung zu vergnügen, und auch das war nicht ohne Folgen geblieben. Schade eigentlich.
      Gabriel, der sich sicherheitshalber unter einem anderen Namen in die Liste der Kobolde eingetragen hatte, beschloss, sich endlich auf das Geschäftliche zu konzentrieren. Genug Trübsal geblasen! Er hatte den Nervenkitzel ausgekostet. Nun, nachdem der Raum sich zunehmend füllte, auch wenn die Lestranges ihn bisher nicht erkannt hatten, durfte er sein Glück nicht überstrapazieren. Er hatte bereits erste bekannte Gesichter - allen voran das seiner Nachbarin Isabella - ausfindig gemacht und das letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, war in ein Gespräch verwickelt zu werden. Es wurde Zeit, sich einen Schluck aus dem kleinen Flachmann zu genehmigen, den er nah am Herzen trug. Das Abenteuer, das hinter dutzenden verschlossenen Türen auf ihn wartete, konnte beginnen.
      Ehe Gabriel Morgan einige Sammlerstücke erwerben würde, sollte Azrael Gelegenheit bekommen, sich auszutoben. Es galt, die Räume, die die Auroren und Fluchbrecher - was für Stümper - nicht gefunden hatten, aufzustöbern. Für Teeservice und verschnörkelte Stühle blieb hinterher genug Zeit.
      Mit einem letzten Blick auf die Familie Lestrange wandte Mister Morgan sich um, schob die Hände in die Taschen seines Umhangs und schlenderte davon. Vorbei an einer breiten Treppe machte er sich auf den Weg zur Küche, hinter der laut Hausplan etliche Gänge und Korridore warteten, die den Besuchern eigentlich nicht zugänglich waren.


      Tbc:Ein seltsames Labyrinth

      Homo sum, humani nihil a me alienum puto
      .
      - Terenz
      Best before: 31.02.2032

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gabriel A. Morgan ()

    • Ceene betritt mit @Sarah Rookwood, die als Catherine Turner auftritt, das Anwesen, bemerkt @Victoria Lestrange, stiehlt sich daraufhin davon und wird dabei auf @Christian L. Kavanagh & @Isabella F. McShaw aufmerksam.



      Der Name Vanderbilt war Ceene, bis Sarah ihn vor einigen Wochen hatte fallen lassen, noch nie zuvor untergekommen. Dementsprechend angewiesen war sie heute auf die Expertise ihrer ehemaligen Mitbewohnerin und heutigen Geschäftspartnerin. Als eben diese, Catherine Turner, ließ sich die Rookwood dann auch in die Gästeliste der Gringotts-Kobolde eintragen, die zur großen Auktion im Anwesen der Familie Vanderbilt geladen hatten. Weil Sarah auf ein möglichst professionelles Erscheinungsbild wert gelegt hatte, trug Ceene zu diesem Anlass eine schlichte schwarze Bluse und hatte sich sogar dazu nötigen lassen, einen knöchellangen Rock anzuziehen, weshalb sie sich jetzt schrecklich verkleidet vorkam und ständig an der frisch geshoppten und deshalb furchtbar unbequemen Garderobe herumzupfte. Dass es Frauen gab, die bereitwillig tagtäglich in solche Klamotten stiegen – für Ceene absolut unverständlich. Wahrscheinlich war es in dem Sinne auch gar keine freiwillige Entscheidung, sondern die Folge von einer antiquierten gesellschaftlichen Erwartungshaltung.
      Ceene schmierte ihr Autogramm neben ihren feinsäuberlich notierten Namen auf der Gästeliste. Zog noch einmal verzweifelt am Bund ihres Rockes und folgte Sarah dann seufzend in die Eingangshalle des beeindruckenden Anwesens. Seine Ausmaße kamen dem der Rookwood-Villa recht nahe, mit dem Unterschied, dass es im Inneren absolut antiquiert war und durch seine Ausstattung eine Jahrhunderte währende Familiengeschichte erzählte. Die Wände waren mit Holz vertäfelt, der Boden uneben und die Bleiglasfenster mit Motiven und Figuren ausstaffiert, die gewiss noch aus dem Mittelalter herrührten. Ansonsten war das Atrium jedoch merkwürdig leer, sah man einmal von dem Buffet ab, das man für die Gäste bereitgestellt hatte. Anscheinend rechnete man mit einer langwierigen Veranstaltungen. Aber immerhin kam hier ja auch ein komplettes Anwesen, sprich das Gebäude und die komplette Inneneinrichtung, unter den Hammer. Damit ließ sich dann auch die Leere erklären. Ceene vermutete zumindest, dass man alles von Wert bereits beiseite geschafft und für die Versteigerung vorbereitet hatte.
      Natürlich waren außer ihnen bereits einige andere Hexen und Zauberer anwesend, Ceene staunte trotzdem nicht schlecht, als sie unter diesen ausgerechnet ihre Mentorin entdeckte, mit der sie vor guter einer Woche ein sehr, nun ja, interessantes Gespräch geführt hatte. Das war dann auch der Grund dafür, dass Ceene sich kurzentschlossen bei Sarah einhakte und in die entgegengesetzte Richtung zog. Wobei sie es vermied, noch einmal zu Victoria Lestrange hinüberzusehen. Am besten sie bemerkte überhaupt gar nicht erst, dass sie auch hier war.
      Dabei geriet eine andere Gestalt in Ceenes Blick und sie rammte Sarah reflexartig ihren Ellenbogen in die Seite und meinte halb scherzend, halb warnend zu ihr: „Benimm dich bloß.“
      Eigentlich war es wenig überraschend, dass jemand wie Kavanagh einem solchen Event beiwohnte, aber ihn so direkt vor die Nase gesetzt zu bekommen, ließ Ceene dann doch nicht vollkommen gleichgültig und sie dachte an die Wochen zurück, in denen Sarah und sie sich in den Kopf gesetzt hatten, dem einflussreichen Todesser den Gar auszumachen. Inzwischen waren sie von diesem Vorhaben zwar irgendwie abgerückt, aber das hatte Sarahs Durst nach Rache natürlich nicht versiegen lassen und es war für die Rookwood gewiss kein Leichtes, einem ihrer Feinde ins Gesicht blicken und trotzdem die Füße stillhalten zu müssen.
      Christian Kavanagh war nicht alleine hier. Eine rothaarige Hexe begleitete ihn und Ceene überraschte es zugegebenermaßen etwas, dass sie ausgerechnet mit jemand wie Kavangh Umgang hatte. Als Inhaberin des Kräuterlädchens in Hogsmeade war Isabella McShaw ihr natürlich durch geschäftliche Kontakte bekannt, hinzukam, dass sie die Mutter von Amy war, die ihr seit dem etwas unglücklich verlaufenen Gespräch zu Schuljahresbeginn weiterhin die kalte Schulter zeigte.
      „Was haben die beiden denn miteinander zu schaffen?“, fragte sie Sarah leise und war sich dabei relativ sicher, dass ihre Freundin ihr diese Frage tatsächlich beantworten konnte. Sarah war stets bestens über die Beziehungen und Verflechtungen der wichtigsten Akteure im Spiel um die Zukunft der magischen Gesellschaft informiert.
    • //Ist allein da. Menschen, die man kennt bzw. mit denen Mann sich schon länger unterhalten hat, werden mit einem Nicken gegrüßt, ansonsten hält man sich im Hintergrund.

      Er war recht früh zum Haus – Verzeihung, Villa – der Vanderbilts gereist, war durch die ersten Räume des Erdgeschosses geschlendert, um sich das Angebot anzusehen. Doch jemand wie er brauchte wohl kaum eine antike Kommode und fand, ganz abgesehen vielleicht von dem historischen Wert, denn es waren wirklich zwei, drei Schmuckstücke dabei, kaum etwas spannend genug, um sein Interesse lange zu halten. Bücher würde er sich gerne ansehen oder die Schmuckschatulle der Hausherrin, sollte sie noch etwas besessen haben, dass nicht schon zuvor der Bank gepfändet worden war. Doch noch hatte er davon nichts gesehen und würde wohl nachfragen müssen, ob etwas in der Art versteigert wurde oder schon im Vorhinein veräußert worden war. Ansonsten galt sein Blick den Kunstgegenständen. Gediegen, bekannt und erwartbar, zumindest jene, die ins rechte Licht gerückt waren für die Besucher, die jetzt so ungeniert jegliche Privatsphäre der Familie Vanderbilt ignorierten. Auch hier fanden sich eher Standardwerke. Alles von angemessener Qualität für ein solches Haus, aber nichts Atemberaubendes oder Langverschollenes, aber auch das musste nichts heißen, denn es gab noch andere Stockwerke, die nur auf einen kleinen Besuch warteten. Die feinsten Stücke waren für die Auktion hervorgehoben worden und auf den ersten Blick waren es auch jene, die tatsächlich vermehrtes Interesse auf sich ziehen konnten.
      Linus hielt sich im Hintergrund. Immer häufiger trug er in letzter Zeit seine Nobelschicht anstelle seiner geliebte Motorradjacke und hätte sich noch vor einem Jahr nicht träumen lassen, dass er weitaus häufiger in dieser Gesellschaft flanierte, als über staubige Straßen zu brettern. Doch England war nicht die USA und der so häufig aufkommende Regen hatte eben auch Konsequenzen auf seine Freizeitgestaltung. Er suchte erstmal mit niemanden das Gespräch, selbst wenn man schon den ein oder anderen Whiskey genossen hatte. Zum einen war eine Versteigerung etwas völlig anderes, als ein Abend in einem Club und zum anderen waren viele ohnehin in Begleitung da, warum sich also aufdrängen. Ein kleines Nicken bei Blickkontakt, bei besonders gutaussehend Damen auch ein Blick länger, mussten vorerst genügen.
      Eigentlich hatte er beschlossen nicht als großer Bieter aufzutreten, es sei denn es bot sich die passende Chance oder ein wahrliches Schnäppchen. Immerhin hatte er noch ein, zwei Anfragen eines Kunden im Hinterkopf, zu denen er hier eventuell fündig werden könnte, aber da gab es keine Sicherheit. Er hatte einen Sammler an der Hand, der in seiner Villa in Westen von Schottland zwei Räume voller Spieluhren besaß. Wie ein Mann zu dieser Leidenschaft kam, war ihm unbegreiflich, doch der Herr war geneigt sich neue – oder in diesem Fall eher alte – Stücke anzusehen und nicht selten auch zu kaufen. Linus hatte allerdings keinen Überblick in wie weit sich die Sammlung in Richtung Tierwesen bewegte. Ohne direkten Auftrag könnte sich das Ganze als großes Verlustgeschäft herausstellen, doch zumindest bei dieser Auktion würde er definitiv bis zu einer gewissen Grenze mitbieten.
      Der Saphir hingegen wäre sicherlich etwas, dass sich schon einmal grundsätzlich zum Weiterverkauf eignen würde, doch sein eigenes Budget war wohl nicht annähernd groß genug, um allein die Größe des Steins selbst auszuzahlen, geschweige denn die Besonderheit darin. Ohne direkten Käufer im Kopf wäre dieses Wagnis allerdings auch mit dem passenden Kleingeld in der Tasche mehr als unangemessen - Linus Reynolds wohnhaft in der verfluchtesten Abbruchvilla ganz Englands, keine Küche, kein Bad, aber einen faustgroßen Saphir daheim – und genau darin lag sein Problem. Wie beim Wetten überrumpelte ihn nicht selten der jugendliche Schelm und jede Vernunft wurde zur Tür hinaus geschoben. Ein Risiko, dass er wohl eingehen musste und das abgesehen vom finanziellen Kahlschlag, doch auch etwas sehr Erfrischendes hatte.

      tbc: [Erdgeschoss] Die Auktion im Speisezimmer

      Toni :love:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Linus Reynolds ()

    • //Nebst dem Auftritt von Justicia Vanderbilt, welche auf der Suche nach ihrem Gatten Julius ist, findet auch ein etwas stämmigerer männlicher Geist mit leichtem Bierbauch-Ansatz Erwähnung, der allen, die willentlich sind ihm zuzuhören, Anekdoten über sein - bestimmt total tolles und abenteuerliches - Leben zu erzählen.

      Die Flucht vor der Familie Fawley hatte den jungen Isländer schlussendlich an das andere Ende des Raumes geführt, hin zum dargebotenen Büfett. Das er sich selbst dann noch regelmäßig umsah, um nicht von Aubrey - oder jemandem mit ähnlichem Stand - überrascht zu werden, mochte man als das aufmerksame Betrachten der Einrichtung fehlinterpretieren. Vollkommen falsch war es auch nicht. Die grauen Augen nahmen durchaus die Holzvertäfelung wahr; die Gänge und Treppen, welche in andere Bereiche des Hauses führten. Allem voran aber nahm er Kenntnis von den Personen, welche sich zusammen mit ihm im Atrium tummelten - lebende wie auch tote gleichermaßen.
      In deutlich geringerer, aber nichtsdestotrotz bemerkbarer Anzahl hatten sich scheinbar auch die Geister des Hauses zu diesem Ereignis eingefunden. Um zu erkennen, dass nur wenige davon erfreut waren diese fremden Massen in ihrem Haus zu haben, musste man auch kein so gutes Auge für das Verhalten von Personen haben. Während die meisten es allerdings zu bevorzugen schienen ihr Schicksal mit stoischem Schweigen und ähnlich starrer Miene zu ertragen, konnte sich Mekkinó gut vorstellen, dass es noch einige mehr unter ihnen gab, die es nicht mit ganz so viel Stolz tragen würden. Er für seinen Teil würde auf jeden Fall sehr vorsichtig sein, sollte er sich überhaupt dazu entscheiden von dem ausgewiesenen Räumlichkeiten abzukommen. Es wäre zwar durchaus amüsant andere Gäste dabei zu beobachten, wie sie in die Fänge eines Geistes gerieten, der seine Heimat nicht ganz so einfach aufgeben wollte, doch die Gefahr selbst ein Opfer einer solchen Protestaktion zu werden, war ihm dann doch zu groß.
      Neben diesen beiden Arten von Geistern in den Gemäuern der Vanderbilts schien es jedoch auch jene zu geben, welche sich der aktuellen Umstände nicht so ganz bewusst waren - oder vielleicht auch nur entschieden hatten, dass es sie nicht kümmerte. Vollkommen sicher, was von beidem auf den Geist zutraf, welcher trotz des erkennbaren Bauchansatzes noch eine beeindruckende Statur besaß und voller Inbrunst Anekdoten über sein Leben feil bot, war sich der Isländer nicht.
      Nachdem er lange genug nichts weiter getan hatte als am Büfett zu stehen und seine Umgebung zu beobachten, erinnerte sich das junge Reinblut daran, was für einen Eindruck er wohl bei jemanden hinterlassen könnte, der ihn längere Zeit beobachtete und wählte eher willkürlich etwas von der Auslage aus. So langsam wäre es wohl auch keine so abwegige Aktion von ihm, sich auf den Weg in die Auktionsräume zu machen. Mit Sicherheit bestünde dort noch einmal die Möglichkeit sich das komplette Sortiment an Gegenständen, welche heute versteigert werden sollten, anzusehen, bevor es mit dieser tatsächlich anfing.
      Gerade den letzten Bissen getätigt und erste Schritte in Richtung des ausgeschilderten Weges gemacht, überkam ihn in einem Schauer Kälte. »Oh Julius! Ich habe dich überall gesucht!« Mekkinó war sich vermutlich selten in seinem Leben so sicher gewesen, dass ein gewisses Missverständnis vorlag, wie in diesem Moment, als eine der Geisterdamen ihre Arme versuchte um ihn zu schlingen.

      tbc: [Erdgeschoss] Die Auktion im Speisezimmer

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mekkino Baldwinsson ()

    • //Schon einmal für @Aloysius E. W. Alston//

      Nichts von den Gegenständen die im Exposé aufgelistet waren fand wirklich das Interesse der Bulgarin, die sich unter dem grimmigen Blick eines Kobolds in die Besucherliste eintrug und dann ins Atrium weiterging. Es gab nur ein Objekt, was sie tatsächlich interessieren könnte, das Gebäude selbst. Auch wenn es sicherlich außerhalb ihrer Möglichkeiten lag obschon sie dank ihrer Eltern über ein ansehnlichen Berg an Münzen verfügte, der bei Gringotts sicher verwahrt war und monatlich wuchs; nicht durch ihr Gehalt, oh nein. Allerdings war das Land um die Villa herum schon lange sich selbst überlassen, verwildert und von der Natur zurückerobert und die Villa selbst glich eher einer einsturzgefährdeten Bruchbude. Es wunderte sie gar nicht, dass die Kobolde die Auktion so schnell anberaumt hatten, bevor hier tatsächlich nichts mehr zu holen, oder besser zu veräußern war, wollten sie die ausstehenden Schulden wenigstens ein wenig ausgleichen. Obwohl einige Leute dagegen gewesen waren. Aber Kobolde waren kleine, raffgierige Gestalten, immer grimmig und immer – Salome runzelte leicht die Stirn – männlich?! Tatsächlich hatte sie noch nie einen weiblichen Kobold oder gar ein Kind gesehen. Seufzend brach sie diese Gedankengänge ab, bevor die noch in peinliche Gefilde wandern konnten.
      Stattdessen schaute sie sich in dem, kurzfristig verschönerten, Atrium um und erkannte dabei auch gleich ein paar Gesichter die wohlbekannt waren. Doch sie war nicht in Stimmung für einen sinnentleerten Plausch und schob sich am Rande durch den Raum um auch die anderen, öffentlich zugänglichen Räume kurz zu durchstreifen. Schaute sich das Inventar an, bevorzugt das was unter den weißen Tüchern verschwunden war und erntete noch ein paar grimmige Blicke mehr dafür. Beinahe hätte die Schwarzhaarige die Schultern gezuckt, es war ihr egal, sie brauchte das Wohlwollen der Kobolde nicht. Die jene Gefühlsregung ohnehin nur glänzenden und glitzernden Dingen entgegenbrachten.
      Schließlich wanderte sie zum Buffet zurück ins Atrium, das Exposé in der einen ein Häppchen in der anderen Hand, und tat gelangweilt. Sie hatte Zeit, das Gebäude würde erst ganz am Ende unter den Hammer kommen und während dieser Zeit hatte sie die Gelegenheit weiter nach Unentdecktem zu suchen. Denn die Fluchbrecher sowie die Auroren hatten beileibe noch nicht alles aufdecken können, ein Grund warum ihre Abteilung so dagegen war jetzt schon die Auktion stattfinden zu lassen.
      Das Atrium füllte sich stetig mit willigem und sicher auch manch gezwungenem Besucher, denen die Bulgarin jedoch nur einen kurzen Blick schenkte bevor sie sich in einem günstigen Moment unbeobachtet in einen nicht öffentlich zugänglichen Gang schob.
      Urgesteine sind gar nicht so spooky!

      Liebe für Lucilla ♥
    • //Sarah kommt mit @Ceene Nosmion in das Anwesen, glaubt @Victoria Lestrange gesehen zu haben und wird von ihrer Begleitung auf @Christian L. Kavanagh und @Isabella F. McShaw hingewiesen.

      Erfreut stöckelte die Rookwood mit ihren High Heels neben Ceene in das Anwesen der Familie Vanderbilt. Endlich war der Tag gekommen, an dem sie die Villa offiziell betreten durften. Zwar hatte die Dunkelhaarige nur wenig Interesse an der offiziellen Versteigerung, allerdings schloss dies ja nicht aus das man sich ein wenig umsehen konnte. Ganz unschuldig natürlich, wie alles was die ehemalige Slytherin im Sinne hatte. Die Hexe war schon seit Monaten rastlos und ihr dürstete es nach Abenteuern und unbekannten Schätzen. Sie war sich sicher, dass weder die Kobolde noch das Ministerium auch nur annähernd alles gefunden haben was es in dem alten Anwesen zu holen gibt. Nach dem Alter der Villa und der lang zurückreichenden Verfolgbarkeit des Familiennamens konnte man annehmen das man äußerst viel und vor allem seltenes erwerben konnte. Das diese Stücke jedoch wahrscheinlich nicht in der Versteigerung ausgestellt würden und vermutlich noch gar nicht gefunden worden waren, versteht sich daher von selbst. Daher war sie Feuer und Flamme gewesen sobald sie davon gehört hatte und überzeugte sogleich ihre ehemalige Mitbewohnerin mitzukommen. Zu zweit hatte man sicherlich bessere Chancen etwas zu finden. Natürlich verlangte ein solcher Anlass auch edle Kleidung, also so ziemlich ohnehin das was die Rookwood jeden Tag trug. Die Dunkelhaarige hatte zwar bereits ein rotes Kleid in der Hand gehabt, allerdings lautete ihre Devise unaufmerksam zu bleiben und hatte daher ein schwarzes Etuikleid gewählt. Die Engländerin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen als Ceene erneut an ihrer neuen Garderobe herumzupfte. Ihre Geschäftspartnerin war nur wenig erfreut über den gewählten Kleidungsstil gewesen, was man nun nur zu deutlich sah. Ceene bereute bestimmt schon sich zu dieser Veranstaltung überreden haben zu lassen, aber für die Rookwood hatte es sich bereits durch das gelegentliche Gezupfe und Geseufze seitens ihrer ehemaligen Mitbewohnerin ausgezahlt hierher zu kommen.
      Als sich Ceene bei ihr einhackte und sie in die komplett andere Richtung dirigierte warf die Engländerin einen schnellen Blick zurück in die Richtung von der Ceene sie wegleitete. Für eine Sekunde glaubte sie Lestrange gesehen zu haben, sicher war sich die Rookwood allerdings nicht. Aber wenn es sich tatsächlich um Victoria Lestrange handelte und dies der Grund war wieso Ceene sie in die andere Richtung leitete um nicht gesehen zu werden, konnte die Dunkelhaarige ihre Begleiterin darin nur unterstützen. Eine Begegnung würde wahrlich unangenehm werden und sie vielleicht davon abhalten nach Dingen zu stöbern. Noch während sie über Lestrange nachdachte spürte sie schon den Ellbogen der grünhaarigen Hexe neben ihr und hörte die halb scherzhafte Ermahnung. Sarah folgte ihren Blick und musste sich zusammenreißen nur für einen Moment zu erstarren und den Blick wieder von dem Zauberer in ihrem Blickfeld zu nehmen.
      Kavanagh einer der einflussreichsten Männer sowohl im Ministerium als auch bei den Todessern. Als Mella ihr vor Jahren mehr oder weniger gesagt hatte das der Mann ein Todesser war, wollte sie den Mann den Garaus machen. Immerhin war er wie es scheint einer der wertvollsten Diener des dunklen Lords. Und was den dunklen Lord auf die Palme brachte und ihn schadete erfreute die ehemalige Todesserin aufs äußerste. Natürlich hätte sie Ruhe geben können, untertauchen und England für immer verlassen, ihrer Sicherheit zu Liebe. Aber wer dies vorschlug kannte die Rookwood wirklich schlecht. Sie würde ihre Rache bekommen und wenn es noch einmal ein Jahrzehnt dauern sollte. Jetzt wo sie an diese Wochen zurückdachte, fiel ihr auf das sie nie mehr etwas von Mella seitdem gehört hatte. Es war also eigentlich eine Win-Win Situation, Informationen und das Verschwinden einer verhassten Person. Allerdings was die ehemalige Todesserin dringend benötigte war Einsichten über die Pläne des dunklen Lords und Möglichkeiten ihm empfindlich zu schaden. Daher war das Töten von Kavanagh ziemlich schnell als Option weggefallen. Was würde ihr bei dieser Absicht ein weiterer toter Todesser schon nutzen? Natürlich, würde sie alles von Kavanagh erfahren was sie wollte und was er wusste, würde dies durchaus wieder eine durchaus verführerische Option sein. Aber da die Todesser ihre wahre Zugehörigkeit nicht gerade auf die Stirn schrieben und sich an der Dienerschaft des dunklen Lords sicherlich viel verändert hatte seit die Rookwood bei diesem Club nicht mehr mitmachte, fehlten ihr auch die Alternativen. Das Problem an der ganzen Sache war nur: der blonde Zauberer war echt nicht blöd. Daher konnte sie keine Information aufschnappen indem sie ihn beschattete und sie war sich sicher das der Zauberer auch unter Folter sehr wahrscheinlich nicht so leicht brechen und etwas preisgeben würde. Aber musste man ihr Debakel ihr so vor die Nase halten? Wie gerne würde sie einfach einen Kampf hier und jetzt mit dem Todesser anfangen und die dadurch resultierende Sackgasse und Gefahren einfach ignorieren. Jedoch konnte sich die Rookwood durchaus zusammenreißen, zumindest vorerst, wusste sie nicht wie viele Diener des dunklen Lords noch hier waren.
      Als Ceene sie nach der Begleitung des Blödmanns fragte musste sie mit knirschenden Zähnen zugeben, dass sie keine Ahnung hatte. Als Zaubertrankbesitzerin standen ihr eben nicht mehr dieselben Möglichkeiten offen wie zuvor, ohne das es auffiel.
      „Ich hab keine Ahnung.“, flüsterte die Rookwood Ceene daraufhin zu und ergänzte nach ihren überraschenden Blick: „Es ist sehr schwer als Catherine Turner in diesem Bereich etwas rauszufinden ohne das es auffällt. Bei Merlin das hier ist keine Auktion, sondern ein Mienenfeld.“ Aber echt, wer lud so viele Menschen die sich nicht leiden konnten und jeden Grund hatten sich gegenseitig umzubringen auf einen Ort ein?
    • //Einstiegspost für @Salome Todorova

      Aloysius war sich nicht ganz sicher, was er hier zu suchen hatte. Nun gut, eigentlich war es klar: Es hatte einen gewissen Reiz, ein Haus von innen angucken zu können, das noch ungelöste Geheimnisse beherbergte. Und zur Zeit brauchte er alle Ablenkung, die er kriegen konnte, um nicht wieder zur Flasche zu greifen, wie er es vor Neujahr doch so gerne getan hatte. Er hatte von der Versteigerung zufällig mitbekommen und sich überlegt, dass er nichts Besseres zu tun hatte. Bei der Versteigerung würde er natürlich nicht mitmachen können, war er doch weiterhin enterbt und das würde sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Selbst wenn er wieder zu seinen Eltern ankäme, würden die ihre Entscheidung sicherlich nicht zurücknehmen. Weil man ja schließlich eine klare Linie aufweisen musste. Seine Eltern waren bei dieser Versteigerung aber auch das Problem. Sie und Aethelred würden es sich mit Sicherheit auch nicht nehmen lassen, hier aufzutauchen, und leider war es nicht wie an Silvester, wo sich alle hinter Masken hatten verstecken können. Also war Loy sehr pünktlich zur Öffnung der Pforten gekommen und hatte sich alles Ausgestellte mehr oder minder interessiert angeschaut. Er wusste, dass seine Familie eine elegante Verspätung als passend erachten würden, selbst wenn hier wirklich niemand darauf achtete, wer wann auftauchte. Nun gut, das stimmte nicht ganz, es hatte eine Besucherliste gegeben und bei der Auktion selbst würde es sicherlich einen Reichen-Schaulauf geben. Aber das interessierte den jungen Mann nicht weiter. Auch nicht, dass seine Eltern eventuell seinen Namen entdecken würden. Er wüsste schon, wie er sich ihren Blicken entziehen konnte. Die Blicke der anderen Reinblüter auf ihn, der vielleicht noch in schlechter Erinnerung aufgrund einer verpatzten Verlobungsfeier war, ignorierte Loy gekonnt. Da war seine verkorkste Erziehung doch mal von Vorteil. Und vielleicht hatte er sich doch gewandelt. Direkt nach seinem Rauswurf hätte er sicher nicht mit solch einer Gelassenheit zwischen all den Reichen stehen und das ertragen können. Glücklich war er weiterhin nicht über seine Situation, es war immerhin eine Schande, doch viel mehr war sein Verhalten nach seinem Rauswurf eine Schande gewesen. Das hatte er den letzten Monat realisieren können.
      Als er letzten Endes Aethelreds hochgewachsene Gestalt in der Tür des Atriums erkannte, tauchte Loy schnell zwischen den Leuten unter, was bei seiner Größe nicht weiter schwierig war. Ohne groß zu überlegen, begab er sich an den Rand des Raumes und nach einem kurzen Umgucken in einen angrenzenden Gang, der Eindeutig nicht der Öffentlichkeit zugängig sein sollte. Dass kurz zuvor bereits jemand hier entlanggegangen war, wusste der Alston nicht. Aber hatte es nicht geheißen, dass es in diesem Haus noch Dinge zu Entdecken gab? Zurück unter die Leute wollte Loy jetzt eindeutig nicht mehr, also konnte er genauso gut weiter ins Innere des Landguts vordringen.

      Weirdes Set-Recycling!
    • //Victoria beobachtet (nach Isabella und Christian im vorigen Post) nun den Rest der Gäste, ins. @Linus Reynolds, der verwechselt wird, und @Ceene Nosmion &inkognito Begleitung, und folgt Gabriel dann unauffällig aus dem Raum.

      Was für ein kurioses Gemäuer… Man brauchte nur zu blinzeln, schon entdeckte man ein neues Gesicht in der Menge, doch ebenso schnell, wie es aufgetaucht war, war es auch wieder verschwunden. Gerade hatte die Lestrange noch geglaubt, Miss Todorovas pantherhaft geschmeidige Bewegungen zu erspähen, da lenkte Cynthia sie mit einigen banalen Äußerungen zur Schönheit der Deckenverzierungen ab; als sie sich ihres Eindrucks kurz später versichern wollte, war die junge Aurorin auch schon fort, und die Professorin kam nicht umhin, sich zu fragen, ob ihre Augen sie vielleicht bloß getäuscht hatten. Auch Mr. Baldwinsson war vom Buffet verschwunden, nachdem er es eine gefühlte Ewigkeit belagert hatte, und irgendwo im Atrium schlich ein Mann umher, der Professor Boyd verdächtig ähnelte… doch der ehemalige Astronomie-Lehrer war schon lange verschollen, irgendwo in den Tiefen der Mysteriumsabteilung oder zwischen seinen Sternenkarten, dass es unwahrscheinlich schien, ihm nach all der Zeit bei dieser Art von Anlass zu begegnen. Zweifelsfrei handelte es sich um einen anderen Zauberer, der ihrem Kollegen nur rein zufällig ähnlich sah, vielleicht aufgrund der lockigen Haare oder des weggetretenen, verschleierten Blickes aus grünlich-grauen Augen. Nicht zu verwechseln war allerdings der giftgrüne Haarschopf der Frau, die Lestranges Unterricht in diesem Jahr übernommen hatte. Aufgrund der so untypischen Kleiderwahl — erschreckend angemessen, beinahe schon bieder... ganz und gar untypisch für die rebellische Querdenkerin — hatte sie doch zweimal hinschauen müssen, um sicherzugehen, dass es sich tatsächlich um Miss Nosmion handelte. Dabei gestaltete die Beobachtete das Unterfangen nicht gerade einfacher, zerrte sie ihre Begleitung — eine elegante Dame mit dunklem Haar, die der Lestrange entfernt bekannt vorkam — doch entschieden in die entgegengesetzte Richtung. Tse. Sollte ihr recht sein. Nach dem Gespräch kürzlich im Lehrerzimmer verspürte die Professorin auch keinerlei Bedürfnis, mit ihrer Vertretung zu sprechen. Ihretwegen könnte die Wände Nosmion verschlucken, so, wie sie es auch mit all den anderen Gästen zu tun pflegten, die den Raum so plötzlich zu verlassen schienen wie einer der vielen Geister des Anwesens.
      Ein Verschwinden allerdings hinterließ eine klaffende Lücke im Gesamtgefüge der Veranstaltung… jedenfalls kam es Victoria so vor. Vermutlich war sie die einzige, die das Fortschleichen des Krämers überhaupt bemerkt hatte. Das Unwohlsein in ihrer Magengrube jedoch blieb. Sie sollte froh sein, dass er die Gefahrenzone verlassen hatte, dass er nicht mehr im Blickfeld ihrer Schwiegereltern und seiner übrigen alten Bekannten war. Sie sollte Erleichterung verspüren. Aber sie kannte ihn zu gut, um schlicht anzunehmen, Gabriel hätte keinen Gefallen an den Auktionsstücken gefunden und wäre darum wieder heimgekehrt. Oh nein. Viel wahrscheinlicher war, dass er sich von der restlichen Gesellschaft entfernt hatte, um in aller Ruhe durch leere Gänge zu streifen und unentdeckte Räume zu erforschen, die selbst den Augen der professionellen Fluchbrecher verborgen geblieben waren. Ob es dann als Amateur eine so ausgezeichnete Idee war, sich den Gefahren zu stellen, ließ sich bestreiten. Aber davon hatte Gabriel noch nie etwas hören wollen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sein vermaledeites Hobby ihn Kopf und Kragen gekostet hatte.
      Ob es leichtsinnig von Victoria war, fadenscheinige Entschuldigungen zu murmeln, ihren Schwiegereltern den Rücken zu kehren und den Raum durch den Ausgang zu verlassen, durch den Gabriel soeben entschwunden war? Gut möglich. Aber sie hatte ihn schon einmal zu oft auf eines seiner halsbrecherischen Fluchbrecher-Abenteuer gehen lassen… mit dem kleinen Unterschied, dass zuletzt sie selbst für den fatalen Ausgang seiner Exkursion verantwortlich gewesen war. Dieser Fehler würde ihr gewiss kein zweites Mal unterlaufen.

      Tbc: [Untergeschoss] Ein seltsames Labyrinth

      by Miss McShaw (jr.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Victoria Lestrange ()

    • //hauptsächlich für @Cassiopaia Dawnton; Elodie kommt zusammen mit Cass, geht jedoch vor und schaut sich das Atrium zunächst etwas näher an, Gedanken für @Juniper E. Pendragon

      „Hmmm, schick, schick“, bemerkte ich amüsiert, als ich eilig die Eingangshalle passierte. Ich hatte kaum Erwartungen an diesen Ort gestellt. Wie denn auch? Bis vorgestern hatte ich ja von dieser Villa und noch wichtiger von der heutigen Auktion nichts mitbekommen und das obwohl dieses Event Gesprächsthema Nummer eins in den Hogsmeader Runden war. Eigentlich unerhört, dass es so an mir vorbeigezogen war, doch meine Gedanken waren die letzten Wochen von meinen ganz eigenen Problemen in Anspruch genommen worden. Eine Flut der Wehmut bewanderte mein Gemüt, als Juniper vor meinem inneren Auge Gestalt annahm. Es brach mir das Herz, meine beste Freundin leiden zu sehen, doch selbst meine Hände waren dieses Mal gebunden. Selbst Shoppen hatte sie nicht aufheitern können. Ich strich mir mein blondes Haar hinters Ohr, als das helle Ambiente mich für einen Moment meine Sorge vergessen ließ. Die Holzverkleidungen dieses Raumes waren alles andere als bescheiden- nicht so wie die Eingangshalle, die bedauerlicherweise nichts von der Größe und Bedeutung dieses Anwesens Preis geben wollte. Mich juckte es fast schon in den Fingern, die unterschiedlichen Holzarten anzufassen, mir Gedanken über die Herkunft und das Alter zu machen. Theorien aufstellen und Möglichkeiten abwägen, die zur richtigen Antwort führen würden – hach, wie verlockend das doch alles klang. Aber ich konnte aus einem simplen Grund, meinem Bedürfnis nicht nachgehen. Ich stand nicht alleine im Atrium und die versammelten Mengen an Zauberern und Hexen, die mir absolut nicht bekannt waren, würden auch in der nächsten Stunde bestimmt nicht abnehmen. D’accord vielleicht hätte ich mich während der Auktion zurückschleichen können, doch das würde ebenso wenig in Frage kommen. Schließlich wollte ich diese Villa trotz spärlichem Gehalt nicht mit leeren Händen verlassen.
      So schritt ich bedacht langsam an den Wänden vorbei und nahm sie so unauffällig wie möglich in Augenschein, bevor ich letztendlich vor einer breiten Treppe anhielt. Hmmm. Schilder waren angebracht und verlassen schien die Treppe ebenfalls. Das war wohl nicht der Weg zur Auktion. Ob es möglicherweise noch andere Gegenstände gab, die die Kobolde vor uns versteckt hielten. Oder besser - dass die van der Bilts versteckt hielten. Das schien mir sehr möglich.
      Ich drehte meinen Kopf zur Seite und bemerkte, dass meine heutige Begleitung endlich nachgekommen war. Sie war auch tatsächlich der Grund für mein heutiges Erscheinen hier gewesen. „Cass, da bist du ja endlich“, grinste ich meine wundervolle Mitbewohnerin an und deutete auf die Treppe, „Was glaubst du wird da oben versteckt? Schätze? Knochen? Oder vielleicht sogar Dracheneier?“


      Paula, t h e w i t c h, graced me. <3
      m a r v e l g i r l & i r o n m a n
    • // Für @Elodie Rousseau . Cassiopaia ist super excited und etwas aufgedreht und es wird ihrer Begleitung vorgschlagen sich eigenständig umzusehen^^ Ergo: Kleiner Einstiegspost.

      Hinter Elodie das Haus betretend kam Cassiopaia aus dem Staunen kaum mehr raus. Es war nicht so, als ob Reichtum sie irgendwie beeindruckte, ihre Großeltern lebten in einem verdammten Schloss auf dem Land und wurden Regelmäßig zu irgendwelchen Familienangelegenheiten in andere Schlösser eingeladen. Es waren natürlich nicht unbedingt wirkliche Schlösser, nicht in allen Fällen, aber der altenglische Adel hatte doch noch einiges an Schnickschnack zu bieten. Also nein, es war nicht die Größe der Villa oder die teuer gekleideten Zauberer und Hexen, die die scheinbar durchschnittliche junge Hexe zum staunen brachten. Es waren die Gegenstände. Diese unterschieden sich doch sehr deutlich von denen in der Muggelwelt. Alleine schon in der Eingangshalle hatten so viele faszinierenden Dinge herumgestanden oder an der Wand gehangen. Ganz fasziniert blieb die Brünette stehen um sich ein seltsames Objekt genauer anzuschauen. Sie hatte noch nie etwas so erstaunliches gesehen, sie hatte nicht mal eine wirkliche Ahnung was es darstellen sollte, aber Selten und uralt war es ganz bestimmt.
      Je mehr sie sich umsah in dem vollen Atrium des Hauses, umso freudig erregter wurde sie. Sie hatte vor etwa einer Woche von dem Event gehört und sofort beschlossen, dass sie unbedingt auch hin wollte. Und wenn es nur war um zu zu schauen wie sich reiche Menschen um irgendwelche Gegenstände prügelten. Als eine angehende Auszubildende Fluchbrecherin war sie schon jetzt sehr interessiert in alte und unikate Objekte. Und wenn sie noch Fluchbrechern bei der Arbeit zusehen konnte, umso besser. Aufmerksam scannte sie ihre Umgebung und entdeckte hier und da auch das ein oder andere bekannte Gesicht auch wenn die meisten ihr überhaupt nichts sagten. Sie war dann doch nicht der aktivste Mensch, und so hatte sie wenig Ahnung von der Erwachsenen Zauberergesellschaft. Immerhin verbrachte sie noch immer fast ihre ganze Zeit in Hogwarts. Und wenn sie nicht dort am arbeiten war, dann beschäftigte sie sich mit einer ihrer verrückten Mitbewohner, welche ihr allesammt langsam sehr ans Herz wuchsen. Apropos Mitbewohner. Suchend blickte sie sich nach der hübschen Französin um, ehe sie ihre Begleitung in der nähe einer Treppe stehen sah. Mit zügigem Schritt trat sie zu ihr. "Sorry" entschuldigte sie sich, "Aber hast du all die tollen Gegenstände gesehen? Und wir sind noch nicht mal bei der Versteigerung angelangt." Ihre Augen strahlten vor Begeisterung während sie Elodie ansgrinste. Bei ihren nächsten Worten legte sie den Kopf leicht zur Seite und starrte die Treppe hoch...sie sah nicht so aus als ob sie zu den offiziellen Räumen führte, dafür aber so als ob es da ganz viel spannende Dinge zu sehen gab. "Hast du Lust nachzu sehen?" fragte sie und schaute sich um, "Ich sehe hier mal kein Verboten-Schild...?" lachte sie und wackelte auffordernd mit den Augenbrauen.

      Emma' working wonders <3