[Figuren] Geister

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    • [Figuren] Geister

      Beantwortete Fragen der GeisterforschungEin Einführung für Auszubildende der Geisterbehörde

      [Disclaimer: Auch wenn auch dieser Guide (spaßeshalber) eher im Inplay formuliert wurde, findet ihr hier unsere Hauptinformationen zu dem Figurenkonzept des Geists. Das Dasein als Geist werten wir nicht als besondere Fähigkeit, da man eher Interaktionsfähigkeiten verliert, als dass sich die Figur einen Vorteil verschafft, allerdings ist bei Interesse an einem solchen Charakter unbedingt die Kontaktaufnahme zum Team notwendig. Wir empfehlen Geister nur erfahrenen Spielern, da es einerseits schwer sein könnte Anschluss zu finden, andererseits viele Dinge beachtet werden müssen und die Figuren als Abdruck eines Zauberers zwangsläufig eher statisch auftreten werden. Rücksprachen sollten ebenfalls auf dem Tagesprogramm stehen, da man wenig über Geister erfährt und wir auch in diesem Guide nur Fragen beantwortet haben, die mittels der Bücher und Aussagen von J. K. Rowling zu beantworten oder zumindest einigermaßen zu interpretieren waren. Dem Warum? haben wir uns nicht immer gewidmet und gehen davon aus, dass auch der Forschungsstand der Zauberer noch Lücken hat.]


      I. Grundlagen zum Thema Geister

      Was ist ein "Geist" und wie gehe ich mit ihm um?
      Ein Geist ist das körperlose Überbleibsel eines verstorbenen Zauberers, in manchen Forschungskreisen auch als Seele bezeichnet, auch wenn dieser Begriff von der Geisterbehörde vermieden wird. Allgemein hin gilt dieses Überbleibsel eher als Abdruck eines Menschen, allerdings ist diese Bezeichnung unter Geistern und Forschern umstritten, ebenso ihre Klassifikation im Zuständigkeitsbereich der Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe. Mitarbeiter der Abteilung sind bei Kontakt entsprechend dazu angehalten, den Sonderstatus der Geisterbehörde zu betonen und sie als Wesen oder Ge-wesen, nicht Tierwesen zu klassifizieren, um Kränkungen zu vermeiden.1
      Mitarbeiter haben Sonderschulungen zum Thema "Epochengemäße Höflichkeit" und "Sensibilitatsgefühl" in regelmäßigen Abständen zu absolvieren. Einige Verhaltenshinweise finden Sie im Anhang.


      Wie entsteht ein Geist? Was kann seine Entstehung auslösen?
      Ein Geist kann beim Tod einer Hexe oder eines Zauberers entstehen. Es wird auf Grund nach aktueller Aktenlage davon ausgegangen, dass Muggel nicht dazu fähig sind, nach ihrem Tod zu Geistern zu werden. Der genaue Vorgang zur Entstehung eines Geists wird derzeit noch in der Mysteriumsabteilung erforscht, allerdings kennen wir mehrere Auslöser, die zumeist mit einer bewussten Entscheidung zusammen hängen. Zu nennen wären hier:
      1) Die (mehr oder minder) bewusste Entscheidung auf Grund von Angst, enger Bindung zu einer Situation, Örtlichkeit, Person, etc., intensivem Bereuen oder Schuldgefühlen, bzw. dem Bedürfnis etwas richtig stellen zu wollen.
      2) Das Gefühl etwas zu Ende bringen zu müssen.2
      Weiterhin kommen schwarzmagische Flüche oder Fluchschäden für den Übergang zum Geisterdasein in Frage. Entsprechende Flüche sind jedoch nicht überliefert, auslösende Fluchschäden stehen in Verdacht eine schwere geistige Verwirrung ausgelöst zu haben, die eine Entscheidung für oder gegen das Jenseits unmöglich macht.
      Zu unserer Enttäuschung liegen allerdings keine Aussagen dazu vor, was genau beim Sterbevorgang passiert oder wie sich letztlich die Geistererscheinung manifestiert. Befragte Geister konnten keine Aussage dazu machen.



      Kann ich einen Geist ins Jenseits bannen? Wie werden Geister entfernt?
      Entgegen der von nicht-Magiern geprägten Vorstellung ist es nicht möglich einen Geist ins Jenseits zu schicken oder ihn gar zu entfernen. Die Mysteriumsabteilung forscht derzeit an Möglichkeiten, sowie Jenseitstheorien, jedoch ist es Geistern derzeit nicht möglich ihr Entscheidung umzukehren und sich doch vollends von dem sogenannten Diesseits zu lösen. Grundsätzlich kann Geistern ohne die Einwirkung von mächtiger, schwarzer Magie auch keinen nennenswerten Schaden zugefügt werden.
      Unsere Möglichkeiten in der Abteilung beschränken sich auf Abwehrzauber und Bannflüche, die nur im äußersten Notfall, bei schweren Belästigungen oder einer Gefährdung des Geheimhaltungsabkommens, zum Einsatz kommen. Eine Auswahl sicherer Bannorte ist in einer Broschüre einzusehen.


      Muss ich mich vor einem Geist schützen?
      Kurz gesagt: Nein. Geister sind nicht in der Lage Lebewesen gesundheitlichen Schaden zuzufügen. Mitarbeiter werden angehalten mit kalten Duschen gegen unangenehme Geistergefühle zu trainieren und Schutzzauber gegen Fluggeschosse im Gedächtnis zu behalten. Lediglich Geisterinstrumente können schädlich für das Gehör sein.
      Es ist ebenfalls vollkommen ungefährlich, wenn ein Geist versucht in Sie einzudringen, um Ihnen Angst einzujagen. Die Annahme Geister könnten von einem Körper besitzt ergreifen, ist falsch.


      Aus was besteht der Geisterkörper?
      Wie eingangs bereits erklärt, handelt es sich bei Geistern theoretisch um körperlose (Ge-)wesen. Nichtsdestotrotz manifestiert sich ihr Dasein in einer silbrig-weißen, jedoch durchsichtigen Gestalt, die durchaus physikalisch spürbar ist (Kältegefühlt, leichtes Kribbeln) und minimalen Einfluss auf die Umwelt nehmen kann. Diese Einflussnahme äußert sich in der Regel durch Luftzüge oder Erschütterungen.
      Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei dieser Einflussnahme um Abdrücke magischer Energie handelt, da - wie bei den meisten magischen Präsenzen - unter anderem auch nicht-magische "Eklektro-Technik" [sic.] gestört wird. Lufteinwirkungen können ebenfalls dazu genutzt werden, um Geister auf Distanz zu halten.


      Was ist Ektoplasma?
      Ektoplasma ist eine geleeartige, magische Substanz, die aus bislang ungeklärten Gründen gelegentlich von Geistern abgesondert wird. Kontakt mit Ektoplasma ist durchaus unangenehm, jedoch nicht längerfristig schädlich. Auf Grund seiner Seltenheit ist es jedoch idealerweise nicht zu zerstören, sondern zu konservieren, da es sich um eine wertvolle magische Zutat handelt. Geister scheinen nicht wahrzunehmen, wann sie Ektoplasma absondern und ignorieren die Substanz geflissentlich.
      [Anmerkung: Ektoplasma kommt in den Büchern nur als Zaubertrankzutat vor und wird nicht genauer erläutert. Laut J. K. Rowling gab es jedoch Pläne zu einem seltsamen Krötengeist, der die Substanz vornehmlich in Klassenräumen sollte, weshalb wir sie trotzdem aufgenommen haben.]



      II. Geisterhafte Gesellschaft: Eigenheiten von und Umgang mit Geistern

      Wissenswertes zur Geisterkultur
      Auch wenn Geister nicht mehr aktiv am politischen und gesellschaftlichen Leben der Lebenden teilnehmen (können), haben sie durchaus eine sehr breite Subkultur geformt, die an manchen Ecken das magische Leben wieder berührt. Verschiedene Geistervereinigungen und Geisterclubs befassen sich mit Beschäftigungen für Geister. Leider geschieht dies nicht immer mit Genehmigung, weshalb wir eng mit den Muggelbehörden zusammenarbeiten. Allgemein scheinen Geister gelegentlich zu vergessen, dass Veranstaltungen meldepflichtig wären oder es eine magische Administration gibt. Geister neigen dazu, die Welt durch eine Art Tunnelblick wahrzunehmen, weshalb besonderes Einfühlungsvermögen oft notwendig ist.
      Geteilte kulturelle Angebote finden sich jedoch immer wieder in Form von Geisterkonzerten oder -opern oder auch Geister-Weihnachtssängern, die gelegentlich von der nicht-magischen Bevölkerung ferngehalten werden müssen. Geistermusik ist jedoch unter lebendiger Leitung von Liebhabern durchaus zu genießen.


      Was ist bei der Konversation mit Geistern zu beachten?
      Die meisten Geister entwickeln eine sehr empfindliche Sensibiltät für potentiell kränkende Themen. Vermeiden Sie Gesprächthemen, die sich damit beschäftigen wie das Sterben war, wie es ist, nicht mehr zu spüren, zu schmecken oder ähnlichen Empfindungen nachzugehen oder aus bloßem Interesse durch Geister hindurchzugehen. Die meisten Geister sind jedoch sehr geneigt von ihrem Ableben zu erzählen oder von repetitiven Tätigkeiten, denen sie vor ihrem Tod nachgegangen sind. Für aktuelle Entwicklungen haben sie allerdings oft sehr wenig Empfinden, ebenso wenig für Zeitrechnung oder chronologische Abfolgen. Es kann in Gesprächen also durchaus passieren, dass sie sich (insbesondere bei Ereignissen nach ihrem Tod) nicht mehr daran erinnern können, was passiert ist und was der eigentliche Sachverhalt war.
      Bei allein-lebenden, frisch aufgespürten Gespenstern, die unter Umständen verwirrt sein könnten, sollten also unbedingt einfache Fragen zur freundlichen Kontaktaufnahme gestellt werden.


      Geisterhafte Gegenstände
      Ebenfalls noch nicht erforscht, ist die Entstehung von geisterhaften Gegenständen. Bei ihnen handelt es sich um Gegenstände, die von Geistern zu verwenden sind, für Lebende allerdings vollkommen unbrauchbar, wie Papiere, Bücher, Instrumente oder Ähnliches. Es ist bekannt, dass solche Gegenstände von Lebenden magisch angefertigt werden können, aber ebenso, dass Geister gelegentlich einfach durch Objekte durchgreifen und ein Abbild von ihnen mitnehmen.
      Auch diese Gegenstände sind vollkommen ungefährlich und können gegebenenfalls aufgelöst werden.


      Geisterhafte Tiere
      Tiere und magische Geschöpfe können nicht zu Geistern werden. Geistertiere sind die Auswirkung von Flüchen und Magie-Einwirkung eines Lebenden. Leider stecken aber auch diese geschaffenen Geschöpfe in einem Zwischenstadium fest.3


      Das Empfinden eines Geists
      Auch das genaue Empfinden eines Geists bietet noch Forschungsmaterial. Allgemein gilt jedoch, dass Geister keinerlei körperliche Eigenheiten mehr verspüren, d.h. sie fühlen keinen Schmerz, Hunger, Durst, etc., allerdings fehlt ihnen auch die Fähigkeit zu riechen, schmecken und zu fühlen. Manche Geister behaupten sie könnten stark verdorbene Lebensmittel annähernd schmecken und fühlten sich unangenehm, sollten sie von einem Lebenden durchschritten werden. Diese Aussagen sind jedoch fraglich und eventuell von den Individuen abhängig.
      Emotionen empfinden Geister jedoch beinahe uneingeschränkt. Forschern ist jedoch aufgefallen, dass sie sich weder intellektuell noch emotional wesentlich weiterentwickeln und nicht selten mental in den letzten Tagen ihres Lebens festhängen.
      Nichtsdestotrotz gibt es insbesondere schwarzmagische Anwendungen (wie oben genannt), die Geistern schaden und auch die Illusion von Schmerz schaffen können.


      III. Muggel und Geist"ähnliche"

      Wie agieren Muggel mit Geistern?
      Viele Umsiedlungsaktionen geschehen zum Schutz der magischen Geheimhaltung. Muggel sind von sich aus nicht im Stande Geister zu sehen oder mit ihnen auf herkömmlichem Wege zu kommunizieren. Dennoch können Geister für sie durch Magie sichtbar gemacht werden, was jedoch unter Strafe steht, und sie können die Auswirkungen von Geistern spüren: so zum Beispiel Kälte, Luftzüge und bei hohem Lärmpegel auch wispernde Geräusche. Weiterhin können sie natürlich die von Geistern hinterlassenen Umweltauswirkungen, wie Vibrationen oder vom Wind umgestoßene Gegenstände sehen. Tatsächlich gibt es auch unter Muggeln wenig erfolgreiche Versuche Geister zu erforschen und in Fachkreisen als eklektro-mergische [sic.] Felder können wohl Geister nachweisen.


      Ist dieser Guide auf Poltergeister anwendbar?
      Nein! Poltergeister können durchaus physisch gefährlich werden und sind nicht als Ge-Wesen zu klassifizieren. Bei ihnen handelt es sich nicht um einen Verstorbenen, sondern um die Manifestierung vom Drang zu Schabernack, Lügen, Scherzen und Unruhe - sie sind also eher mit Irrwichten, Dementoren und ähnlichen Lebensformen zu vergleichen.

      1 vgl. Regulationen zum respektvollen Umgang mit Kobolden, Zentauren, Wassermenschen, Geistern, u.Ä.
      2 Ein Hinweis der Administration: Es ist unklar, ob diese "unerledigten Geschäfte" auch dazu führen können, dass ein Geist sein Ableben vollkommen ignoriert. In manchen Fällen kann es hilfreich sein, keine Konfrontation mit dem eigenen Tod zu provozieren, insofern keine Beeinträchtigungen des Geheimhaltungsabkommen zu befürchten sind. Eine starke Fixierung auf eine Aufgabe kann dazu führen, dass nach dem Tod nur noch stur dieser Aufgabe nachgegangen wird. Entsprechend wird darum gebeten dem Geist "Dickie" aus der eigenen Abteilung allmorgendlich einen alten Aktenstapel auf den Schreibtisch zu legen. Er wird gegen Vormittag erscheinen, die Akten durchgehen und wieder verschwinden. Nach allgemeiner Beratung haben wir dieses Vorgehen als das Beste für ihn befunden. Bitte nehmen Sie nicht auf seinem Stuhl platz und vermeiden Sie Fragen.
      3 Gerade im 12. Jahrhundert war es Gang und Gebe sein geliebtes Pferd mit in den Tod zu nehmen. Fragen Sie Ritter im Zweifelsfall nach dem Verbleib eines Pferdes, Hundes oder anderen Tieres, das ebenfalls spuken könnte.

      Werde mein kleiner Bruder!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zehra Rubilyn Grey ()