[Figuren] Reinblüter

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    • [Figuren] Reinblüter

      The Proper Pureblood
      Ein unabdinglicher Guide von Pristinius Fudge

      [Disclaimer: Ja, dieser Leitfaden enthält valide Informationen, die im Inplay herangezogen werden können, ist jedoch bewusst mit leicht humoristischem und sarkastischem Unterton und überspitzt geschrieben worden. Nichtsdestotrotz sind alle Punkte ein wenig abgemildert auf den allgemeinen Standart anwendbar.]


      Für jede Familie, jede Hexe und jeden Zauberer, die etwas auf sich gibt, auf ihr Auftreten und ihre Reputation, ist es unabdinglich sich eines Tages vor die Frage zu stellen: Bin ich ein respektables, angemessenes Mitglied der einzig wichtigen, reinblütigen und guten Gesellschaft der britischen Inseln? Leider lautet die Antwort auch mit den nobelsten aller Abstammungen nicht immer Ja. Gute Umgangsformen sind seltener geworden, als gutes Blut, weshalb dieses Buch in der Verpflichtung steht alte Werte wieder aufleben zu lassen und auch verwaschenen Schandflecken zu neuem Glanz zu verhelfen. Das Ganze lediglich durch das Anstellen einiger Fragen und dem Beheben diffiziler Problemstellungen.



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      Wie steht es um meine Abstammung?1
      Da es modischer und modischer wird sich mit angeblich reinem Blut zu schmücken, ist es zunächst wichtig sich vor die essentielle Frage zu stellen: Darf ich diese kostbare Zierde überhaupt mein eigen nennen? Die Antwort dazu ist schwierig. Die wenigsten Familien sind heutzutage noch unbefleckt und neuste Erkenntnisse zeigen, dass nicht einmal die Aufzählung der Unangetasteten 28 frei von Korruption und Irrtümern ist. In einfachen Verhältnissen, die wenig Ahnung von Tradition und echten Werten haben, kann es schnell passieren, dass man sich schon bei drei Generationen ohne Verschmutzung als Reinblut bezeichnet. Vor einer anstehenden Hochzeit ist es also unbedingt empfehlenswert nicht nur Großeltern und Urgroßeltern zu untersuchen, sondern auch Zeugnisse der Generation dahinter zu erbeten, um schließlich keine unschönen Überraschungen zu erleben. Im Angesicht des Ausdünnens von reinem Blut ist hier vielleicht ein Auge zuzudrücken, wenn sich unter den Ururgroßeltern oder Urgroßeltern ein Halbblut oder ein Squib versteckt. Politisch korrekt kann man sich jedoch bereits als Zaubererfamilie betiteln, wenn zwei Generationen über vererbtes, magisches Blut verfügen. (Obacht! Schwindler nutzen die Ähnlichkeit von Zaubererfamilie und Reinblut für Betrügereien am Traualtar!)
      Sobald unter den Großeltern jedoch ein Halbblut oder gar Muggel zu finden ist, handelt es sich definitiv um einen Schwindler, der vielleicht behaupten mag aus einer Zaubererfamilie zu sein, sicher aber sicher niemals in die gehobene, magische Gesellschaft einfinden wird. Auch Rückversicherungen und Versprechen können schlechtes Blut nicht "rein" waschen!


      Ist mein Verhalten der Etikette entsprechend?
      Gerade wenn es kleine Makel im Stammbaum gibt, ist es wichtig diese durch korrektes Verhalten auszubügeln. Wie aber hat sich jemand zu verhalten, der sich in irgendeiner Form als traditionsbewusstes, vorzeigbares Reinblut zählen möchte?

      1) die Garderobe
      Oft werden die Augen anständiger Hexen und Zauberer durch anstößige Vermischung von Muggelgarderobe beleidigt, weshalb darauf zu achten ist, sich nicht von der breiten Masse an Mischlingen verführen zu lassen. Die anständige Hexe oder der anständige Zauberer tragen Umhang, besonders gerne gesehen ist ein Spitzhut. Muggelstämmigen Kommentaren eine Kleidung wäre "altbacken" wird kein Gehör geschenkt. Übergänge mögen heutzutage fließend sein, allerdings verzichtet der anständige Magier auf eine Auswahl von der Stange und zieht Maßgeschneidertes und Individuelles vor. Kleidung bedeutet Stil und Wohlstand, denn Muggel mit ihrer Massenanfertigung niemals wieder erreichen können. Insbesondere auf Festen und Feierlichkeiten ist gerade für die Herren ein Festumhang Pflicht und ein besonderer Ausweis für eine akzeptable und anständige Partnerwahl.

      2) Ausdruck und Gesellschaft
      Aufgrund der magischen Überlegenheit ist es nicht notwendig Sprachformen der Muggel zu übernehmen. Eine dezente, förmliche Sprache ist Pflicht. Anstößige Muggelausdrücke wie z.B. (und die Redaktion entschuldigt sich bereits jetzt für das Schreiben solcher Unflätigkeiten!) "lol", "cya", "brb", "netflix and chill" sind gerade Sprösslingen, die an der Schule falschen Kontakt haben können, zu verbieten.
      Korrespondenzen sind regelmäßig idealerweise über Brief oder Kamin zu führen. Gelegentliche Besuche und Gesellschaften verhindern in Vergessenheit zu geraten.

      3) Kontakt zur Muggelwelt und Wohnen
      Ein Indikator für eine gute Herkunft ist häufig ein abgelegener Landsitz, allerdings sind Hexen und Zauberer schon seit Jahrhunderten darauf angewiesen Muggel in ihren Städten und Nachbarschaften zu dulden. Jedoch ist es regelrecht obszön eine Residenz oder Immobilie nicht vor nicht-magischen Augen zu verstecken. Bei solchen Kontakten ist Vorsicht geboten, da weitere Verbindungen zur Muggelwelt vorhanden sein könnten.

      4) "Technik"
      Leider greifen auch scheinbar respektable Zauberer vermehrt zu niederen Dingen wie "Eklezität" oder diversen Netzen. Dies ist gefährlich und absolut zu meiden!



      Gehört schwarze Magie zum Repertoire?
      Ein heikles Thema und definitiv zu verneinen! Leider halten sich hartnäckige und böswillig gestreute Gerüchte reinblütige Familien und das Bemühen um reines Blut würde stets Hand in Hand mit illegalen Machenschaften stehen, allerdings ist dies üble Nachrede, geschürt von Blutsverrätern und Muggelgeborenen. Schwarze Magie ist verboten und nicht als Überlegen zu rechtfertigen. Geht man von ihren Techniken und Zwecken aus, könnte man sie durchaus sogar eher als minderwertiges Gebiet betrachten.


      Dürfen Schandflecken aus dem Stammbaum entfernt werden?
      Im Sinne jeglicher Reinhaltung ist das natürlich vehement zu verneinen! Wie beim Punkt zur Abstammung schon erläutert, ist die ausführliche Prüfung des Stammbaums wichtig. Allerdings sieht die Etikette vor, dass unter angemessenen Familien nicht über Schandflecken wie Squibs, eingeheiratete Muggelstämmige oder Schlimmeres gesprochen wird.2


      Was kann das Blut der Familie alles verunreinigen?
      An erster Stelle sind hier natürlich Muggel, Muggelstämmige und Halbblüter zu nennen, wobei letztere im Notfall durchaus noch akzeptabel sein können, sollten trotzdem vornehme Verbindungen vorhanden sein. Weitere Verunreinigungen im Stammbaum, die weit schwerer wieder auszubügeln oder zu kaschieren sind, ist das Vermischen mit sogenannten "Halbmenschen" (half-breeds) oder Ähnlichem, auch wenn sie in den Augen mancher Familie weniger verwerflich sind, als komplett nicht-magisches Blut. Dazu gehören selbstverständlich nicht nur Kobolde, Veelas, Riesen, Zentauren, Meermenschen und Ähnliches, sondern auch Vampire und insbesondere Werwölfe.


      Können Adelstitel ein Ersatz für reines Blut sein?
      Vorsicht! Merlin bewahre, dass weitere falsche Freunde sich in unsere Gesellschaft einschleichen! Zwar sind Ritterschaften, die noch aus Zeiten vor dem Geheimhaltungsgesetz stammen durchaus ein Zeichen für eine politisch aktive und ehrbare Familie, allerdings ist sich nicht von Adelstiteln und Ländereien blenden zu lassen! Tatsächlich ist ein bestehender Adelstitel der Muggel ein sicherer Indikator für eine gefährliche Nähe zu dieser - leider - unwürdigeren Menschenform. Ausführliche Studien haben ergeben, dass "adelige Muggel" zwar weiterhin Umgangsformen pflegen, die der reinblütigen Gesellschaft ähnlich sind und auch durchaus auf sorgfältiges Verheiraten achten, allerdings in ihren, immer noch nichtmagischen, Kreisen.
      Entsprechende Familien sind genaustens zu prüfen, da sich in ihren Stammbäumen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein oder sogar mehrere Muggel verbergen.3


      Wie kann ich auf familiäre Gesundheit achten?
      Böswillige Zungen behaupten immer wieder, dass Reinblutwahn (wie es abfällig bezeichnet wird) ungesund wäre.4
      Solche Aussagen rühren freilich aus purer Ignoranz und sind üble Nachrede. Keine magische Abstammung ist so prosperierend und wohltuend wie eine reine! Wer auf eine reine Familie achtet, achtet auch auf eine gesunde Familie.
      (Von Hochzeiten unter Cousins ist allerdings trotzdem abzuraten. Um böse Gerüchte in Krankheitsfällen zu vermeiden.)



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      *1 Noch einmal knapp: die meisten Zauberer sehen eine Person als aus einer "reinen Zaubererfamilie" stammend, wenn alle vier Großeltern mindestens halbblütige Zauberer waren, extremere Zauberer verlangen, dass mindestens die Urgroßeltern Zauberer waren oder sogar gar keine Muggel im Stammbaum zu finden sind, was aber ohne Inzucht nicht praktikabel ist. Diese waren nun die klassischen Reinblüter – ein wenig Spielraum ist jedoch immer gegeben.

      *2 Laut den Harry Potter Büchern ist eigentlich kaum bis gar keine Familie wirklich mehr rein. Blutsverräter, Squibs, u.A. wurden schlichtweg aus dem Stammbaum gestrichen oder verfälscht. Das kann durchaus sogar bei den "28" der Fall sein. (vergleiche Blacks) Generell sind die "28" mit Vorsicht zu genießen. In den Büchern wird erwähnt, dass sich ein bestimmter "Klüngel" quasi zusammengeschlossen hat und Festlegungen getroffen hat. Die Objektivität dieser Festlegung ist anzuzweifeln.


      *3 Zwar wird in den Harry Potter Büchern nicht explizit ausgeschlossen, dass ein reinblütiger Zauberer auch im nicht-magischen Sinne adelig ist, allerdings ist das mit extremer Vorsicht zu genießen. Die englische Aristokratie wird bis zum heutigen Tag gepflegt und ist nicht mit (z.B.) den Überbleibseln der deutschen zu vergleichen! Adelige sind fest im Repräsentativen verankert und sollte eine Linie aussterben (also ist auch Heimlichkeit schwer), wird der Besitz vom Königshaus auch heute noch neu verteilt. Wahrscheinlicher ist es also, dass adelige, wirklich reinblütige Zaubererfamilien irgendwann dabei zusehen mussten, wie ihr Besitz abhanden gekommen ist, nachdem sie sich nach dem Eintreten des Geheimhaltungsabkommen zurückgezogen haben. Auch zu beachten ist, dass ein Titel nicht an eine Tochter vererbt worden ist! Das Gesetz, das Entsprechendes unterbindet, wurde erst in den vergangenen Jahren in GB aufgehoben.

      *4 Viele Familien, die mit "Gewalt" versucht haben ihren Stammbaum "rein" zuhalten, wie z.B. die Blacks oder Gaunts, waren dazu gezwungen Inzucht zu praktizieren und regelmäßig bereits nahe Verwandte zu heiraten. Bei Zauberern führt das nicht nur zu Erbkrankheiten, sondern auch zu gewalttätigen Tendenzen, Geisteskrankheiten und tatsächlich auch zu einem Rückgang der magischen Fähigkeiten. (vergleiche entsprechend Blacks und Gaunts)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Christopher Miles ()